Statt Berichte einzutippen, sollen Pflegekräfte ihre Beobachtungen einsprechen können. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, lässt sich eine Wunde zudem mündlich beschreiben oder fotografieren. Die App bereitet daraus einen Vorschlag für eine strukturierte Dokumentation auf und kann auch Angaben aus Arztbriefen und Patientengesprächen verarbeiten. Welche Informationen übernommen werden, entscheiden weiterhin die Beschäftigten – die fachliche Prüfung bleibt also bei ihnen.
Nach Angaben von Connext soll „Viva Flow“ außerdem auf mögliche Sturzgefahren, Druckgeschwüre und Probleme bei der Medikamentengabe aufmerksam machen. Zwei spezialisierte KI-Assistenten können bestehende Dokumentationen auf fehlende Einträge prüfen; Fachinformationen lassen sich per Sprache abfragen. Der Preis beginnt laut Unternehmen bei 3,90 Euro je Nutzer und Monat.
Wie gut diese Funktionen im Pflegealltag arbeiten, ist noch offen. Bei emeis Deutschland läuft ein Pilot mit „Viva Flow“ und einer weiteren Lösung namens voize in neun plus zwei, also elf Einrichtungen. Der Test soll Erfahrungen unter realen Bedingungen liefern und erst eine fundierte Entscheidung über die Zukunft der digitalen Dokumentation ermöglichen. Die Markteinführung ist deshalb noch kein Nachweis für die angekündigte Entlastungswirkung oder die Genauigkeit der KI.