Wie Schwäbische.de unter Berufung auf das Landratsamt berichtet, soll die Zahl der 65- bis unter 80-Jährigen von rund 31.100 im Jahr 2023 auf 39.200 im Jahr 2035 steigen. Das entspricht 26 Prozent.
Bei den Menschen ab 80 Jahren erwartet der Pflegeplan bis 2035 dagegen nur noch ein Plus von 3,9 Prozent oder 566 Personen. Von 2010 bis 2023 war diese Gruppe bereits um rund 35 Prozent gewachsen.
Das Sozialdezernat des Landratsamts spricht von einer doppelten Herausforderung: Die Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt, nachdem diese Generation bislang maßgeblich zur informellen Pflege Angehöriger beigetragen hat, und erreichen in zehn bis 15 Jahren selbst ein Alter mit höherer Wahrscheinlichkeit für Unterstützungsbedarf.
Der Kreis setzt auf „ambulant vor stationär“. Von 63 Maßnahmen seines Pflegeplans waren nach Angaben des Landratsamts neun abgeschlossen, 32 liefen und 13 waren offen; bei neun sah es keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Wann Plan, Umsetzungsstand und Haushaltsentwurf veröffentlicht oder beraten wurden, bleibt offen.