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Pflegepraxis

30 Studien: Arbeitsdruck lässt weniger Zeit für individuelle Begleitung

Eine von Bibliomed Pflege zusammengefasste Übersichtsarbeit untersucht Pflege, die sich an Bedürfnissen, Gewohnheiten und Wünschen der Bewohner orientiert.

Nach Angaben des Autorenteams kann sie Wohlbefinden, soziale Teilhabe und Lebensqualität verbessern; Personalmangel und Arbeitsdruck drängen individuelle Begleitung jedoch hinter Routineaufgaben zurück.

Für die im Journal of Advanced Nursing veröffentlichte Analyse werteten Forschende 30 internationale Studien mit insgesamt 5.049 Teilnehmenden aus Pflegeheimen und anderen Langzeitpflegeeinrichtungen aus. Die Untersuchungen stammen aus den Jahren 2000 bis 2024.

Zu den wirksamen Elementen zählten individualisierte Aktivitäten, die Berücksichtigung persönlicher Vorlieben und mehr Beteiligung an Entscheidungen des Alltags. Auch die Wahrung von Autonomie und Würde erwies sich als zentral.

Damit solche Versorgungskonzepte dauerhaft wirken können, hält das Autorenteam ausreichende Personalressourcen, unterstützende Führung, stabile Teams und eine förderliche Organisationskultur für entscheidend.

Die vorliegende Zusammenfassung lässt offen, wie die methodische Qualität und das Verzerrungsrisiko bewertet wurden, wie heterogen Interventionen und Endpunkte waren und für welche positiven Wirkungen quantitative Effektgrößen vorlagen.

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