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Pflegepolitik und Recht
17.09.2026
Pflegereform: Linnemann plant Kürzungen zur Stabilisierung der Kassen
Linnemann plant Kürzungen bei Pflegekassen zur Stabilisierung – Reformen sollen langfristige Absicherung bieten, während kurzfristige Einsparungen teils kritisch gesehen werden.
Einordnung: Neu ist, dass Linnemann bis zum Wirksamwerden der Reform vorerst Kürzungen zur Stabilisierung der Pflegekassen plant.
Vorher: „Pflegereform: Linnemann plant Stabilität ohne Kürzungen und Kapitaldeckung“ (08.09.2026)
Linnemann plant Kürzungen bei Pflegekassen zur Stabilisierung – Reformen sollen langfristige Absicherung bieten, während kurzfristige Einsparungen teils kritisch gesehen werden.
Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) sieht sich mit einer zunehmend prekären Finanzlage der Pflegekassen konfrontiert. Laut "Stuttgarter Nachrichten" plant er, die bestehenden Strukturen zu reformieren, um die Pflege langfristig abzusichern. Bis notwendige Änderungen greifen, sollen jedoch vorerst Kürzungen vorgenommen werden. Dieses Vorgehen stößt auf unterschiedliche Resonanz, da die Finanzlage der Pflege schon länger kritisch ist und dringende Maßnahmen unausweichlich erscheinen, so die Einschätzung aus Fachkreisen.
Bayerische Demenzwoche: Ministerin Gerlach fordert mehr Integration
Bayerns Ministerin Gerlach ruft zur Demenzwoche auf: Mehr Integration und Bewusstsein für Demenzkranke, um gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Bayerns Ministerin Gerlach ruft zur Demenzwoche auf: Mehr Integration und Bewusstsein für Demenzkranke, um gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Zum Auftakt der Bayerischen Demenzwoche setzt sich die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach für eine stärkere gesellschaftliche Integration von Menschen mit Demenz ein. Die Veranstaltungen, die bis zum 27. September stattfinden, sollen Bewusstsein schaffen und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten vorstellen. Die Demenzwoche hat sich den Angaben zufolge zu einer der größten Community-Veranstaltungen in Bayern entwickelt. Die steigende Teilnehmerzahl zeigt, dass das Thema in der Bevölkerung zunehmend präsenter wird (Quelle: www.stmgp.bayern.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
17.09.2026
Strukturierte Organisation steigert Pflegequalität und Mitarbeiterbindung
Strukturierte Organisation in der Pflege fördert Qualität und bindet Mitarbeiter, wie Experten auf "altenpflege-online.net" hervorheben.
Strukturierte Organisation in der Pflege fördert Qualität und bindet Mitarbeiter, wie Experten auf "altenpflege-online.net" hervorheben.
In einem aktuellen Beitrag auf "www.altenpflege-online.net" betonen Jennifer Bäcker und Jan Kambeck die Notwendigkeit einer strukturierten Organisation in der Pflege. Gute Pflege sollte nicht allein von der Fähigkeit einzelner Mitarbeitender abhängen, organisatorische Mängel auszugleichen. Sie zeigen auf, wie Pflegequalität systematisch geprüft und entwickelt werden kann. Diese Herangehensweise soll nicht nur die Versorgung verbessern, sondern auch die Mitarbeiterbindung und die Gesamtstabilität der Pflegeorganisation stärken. Entscheidend ist dabei die konsequente Umsetzung nach der Qualitätsprüfung.
Hochschule München entwickelt KI-System zur Entlastung von Pflegekräften
Die Hochschule München entwickelt ein KI-System, das Pflegekräfte bei der Dokumentation unterstützt und so die digitale Arbeitsbelastung verringert.
Die Hochschule München entwickelt ein KI-System, das Pflegekräfte bei der Dokumentation unterstützt und so die digitale Arbeitsbelastung verringert.
Die Hochschule München arbeitet derzeit an einem innovativen KI-gestützten Informationssystem, das Pflegefachpersonen bei der Dokumentation und Informationssuche unterstützen soll. Das Forschungsprojekt "Smart Vitality Care" zielt darauf ab, ein offenes KI-Ökosystem zu schaffen, das die digitale Arbeitsbelastung von Pflegekräften verringert. Diese Zusammenarbeit, die von der Hochschule zusammen mit der Technischen Hochschule Rosenheim und anderen Partnern durchgeführt wird, wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. (Quelle: bibliomed-pflege.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.09.2026
Pharmaverband warnt: Deutsche Arzneimittelversorgung krisenanfällig
Der Pharmaverband Pro Generika warnt: Die deutsche Arzneimittelversorgung ist krisenanfällig, Lieferengpässe gefährden bereits heute die Versorgung.
Der Pharmaverband Pro Generika warnt: Die deutsche Arzneimittelversorgung ist krisenanfällig, Lieferengpässe gefährden bereits heute die Versorgung.
Die deutsche Arzneimittelversorgung ist laut dem Pharmaverband Pro Generika unzureichend auf Krisenfälle vorbereitet. Wiederkehrende Lieferengpässe hätten gezeigt, dass die Versorgung mit Medikamenten bereits heute gefährdet sei. Ein großer Teil der für den deutschen Markt benötigten Arzneimittel werde in Asien, vornehmlich in China, produziert. Im Krisenfall könnte der steigende medizinische Bedarf auf eingeschränkte Liefermöglichkeiten stoßen. Der Geschäftsführer von Pro Generika, Bork Bretthauer, und der ehemalige Bundeswehroffizier Björn Stahlhut fordern daher eine stärkere Vorsorge. Ein geplantes Gesundheitssicherstellungsgesetz müsse Vorsorgeleistungen verstärken, auch durch ein europäisches Netz strategischer Produktions- und Lieferkapazitäten. Die Autoren fordern ein "Gesundheitssicherstellungs- und Vorsorgegesetz" (GeSiVoG), das wirtschaftlich tragfähig und durch staatliche Mittel unterstützt wird. Ziel sei es, Arzneimittelprodukte in Europa konkurrenzfähig zu halten. (Quelle: F.A.Z.)
Anstieg der Krankentage: Mehr Akzeptanz für psychische Erkrankungen
Mehr Krankentage wegen psychischer Erkrankungen: Neue Akzeptanz und Verständnis bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern führen zu steigenden Krankschreibungen.
Mehr Krankentage wegen psychischer Erkrankungen: Neue Akzeptanz und Verständnis bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern führen zu steigenden Krankschreibungen.
Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Erkrankungen hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Eine Psychologin erklärt, dass dies nicht darauf hindeuten müsse, dass psychische Erkrankungen tatsächlich häufiger geworden sind. Nach aktuellem Wissen sei die Häufigkeit solcher Erkrankungen in der Bevölkerung weitgehend stabil geblieben. Der Anstieg der Krankschreibungen könnte vielmehr darauf zurückzuführen sein, dass Arbeitnehmer heute eher bereit sind, psychische Probleme als Krankheitsgrund zu benennen, und dass Arbeitgeber zunehmend Verständnis für solche Erkrankungen zeigen. Auch könnten generelle gesellschaftliche Entwicklungen und zunehmender Stress im Arbeitsleben eine Rolle spielen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.09.2026
VKAD fordert schnellere Anerkennung ausländischer Pflegekräfte in Deutschland
VKAD verlangt schnellere Anerkennung von ausländischen Pflegekräften, um langwierige Bürokratie zu verkürzen und den Berufseinstieg zu erleichtern.
VKAD verlangt schnellere Anerkennung von ausländischen Pflegekräften, um langwierige Bürokratie zu verkürzen und den Berufseinstieg zu erleichtern.
Internationale Pflegekräfte warten in Deutschland häufig monatelang auf die Anerkennung ihrer Qualifikationen und Visa, was ihnen den Berufseinstieg erschwert. Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) fordert in seinem aktuellen Positionspapier verbindliche Fristen und digitalisierte Verfahren, um den Zugang zu beschleunigen. Angesichts des steigenden Personalbedarfs in der Pflege hält der VKAD die schnellere Integration ausländischer Fachkräfte für unerlässlich. Laut Bibliomed-Pflege kritisieren Fachleute die deutsche Bürokratie als Hindernis.
Bürokratie erschwert ausländischen Pflegekräften den Weg nach Deutschland. Reformen für vereinfachte Visa- und Anerkennungsverfahren gefordert.
Bereits gemeldet: Dieselbe VKAD-Forderung nach weniger Bürokratie und schnellerer Anerkennung ausländischer Pflegekräfte wurde bereits gemeldet.
Vorher: „VKAD fordert schnellere Anerkennung ausländischer Pflegekräfte in Deutschland“ (16.09.2026)
Bürokratie erschwert ausländischen Pflegekräften den Weg nach Deutschland. Reformen für vereinfachte Visa- und Anerkennungsverfahren gefordert.
Deutschland kämpft weiterhin mit einem Mangel an Pflegekräften, und obwohl viele ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland kommen möchten, bleibt der Weg durch bürokratische Hürden oft versperrt. Der Verband katholischer Altenhilfe fordert Reformen, um den Prozess zu erleichtern, darunter die Einrichtung einer effektiven "Work and Stay" Agentur, die zentrale Visa- und Anerkennungsverfahren bieten soll. Laut taz.de soll eine Vereinheitlichung und Digitalisierung der Verfahren erfolgen, um den Personalbedarf in der Pflegebranche effektiver zu decken.
Landespflegekammer begrüßt härtere Strafen für Gewalt gegen Pflegende
Landespflegekammer Rheinland-Pfalz unterstützt härtere Strafen für Gewalt gegen Pflegende und fordert präventive Maßnahmen wie Schutzkonzepte und Deeskalationstrainings.
Landespflegekammer Rheinland-Pfalz unterstützt härtere Strafen für Gewalt gegen Pflegende und fordert präventive Maßnahmen wie Schutzkonzepte und Deeskalationstrainings.
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat die Ankündigung von Gesundheitsminister Carsten Linnemann begrüßt, Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen härter zu bestrafen. Laut einer Studie aus 2025 berichteten 70 Prozent der Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz von körperlichen Übergriffen. Besonders betroffen sind jüngere Fachkräfte, die sich oft unzureichend vorbereitet fühlen. Die Kammer unterstützt die Null-Toleranz-Politik und fordert mehr Präventionsmaßnahmen, darunter Schutzkonzepte und Deeskalationstrainings, um betroffene Fachkräfte zu unterstützen (Quelle: pflegekammer-rlp.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.09.2026
BGW erweitert "Take Care"-Angebot um Gewaltprävention in der Pflegeausbildung
BGW stärkt Pflegeausbildung: Neues "Take Care"-Modul zur Gewaltprävention für Lehrkräfte und Azubis jetzt online verfügbar.
BGW stärkt Pflegeausbildung: Neues "Take Care"-Modul zur Gewaltprävention für Lehrkräfte und Azubis jetzt online verfügbar.
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat ihre Bildungsressourcen für die Pflegeausbildung erweitert. Das überarbeitete "Take Care"-Lernangebot beinhaltet nun ein Modul zur Gewaltprävention. Diese Inhalte sind kostenlos im BGW-Lernportal verfügbar und richten sich an Lehrkräfte und Praxisanleitende. Sie zielen darauf ab, angehende Pflegefachkräfte bei der Erkennung und Vorbeugung von Gewaltsituationen zu unterstützen. Besonders Auszubildende in Pflegeberufen sind laut BGW einem erhöhten Risiko für Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt (BibliomedPflege.de).
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