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Digitalisierung und Technologie
31.01.2026
Digitale Dokumentation als Mittel gegen Serientäter in der Pflege?
Digitale Medikamentendokumentation könnte im Kampf gegen Serientäter in der Pflege helfen, da Berliner und Aachener Fälle alarmieren.
Digitale Medikamentendokumentation könnte im Kampf gegen Serientäter in der Pflege helfen, da Berliner und Aachener Fälle alarmieren.
Eugen Brysch weist darauf hin, dass digitale Medikamentendokumentationen helfen könnten, potenzielle Serientäter im medizinischen Bereich frühzeitig zu erkennen. Diesbezüglich steht in Berlin ein Palliativarzt vor Gericht, während in Aachen ein Intensivpfleger, der bereits im November wegen zehnfachen Patientenmordes verurteilt wurde, nun verdächtigt wird, für hundert weitere Todesfälle verantwortlich zu sein. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt, wie Reiner Burger für die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Leichtigkeit, mit der Serientäter in der Pflege und Medizin agieren können, wirft Fragen zur Sicherheit in diesen Bereichen auf.
Caritas fordert Gesetz für Suizidprävention bei älteren Menschen
Caritas fordert Suizidpräventionsgesetz für ältere Menschen, da Suizidrate bei über 65-Jährigen um 30% gestiegen ist. Einsamkeit und Pflege sind Risikofaktoren.
Caritas fordert Suizidpräventionsgesetz für ältere Menschen, da Suizidrate bei über 65-Jährigen um 30% gestiegen ist. Einsamkeit und Pflege sind Risikofaktoren.
In Deutschland ist die Suizidrate bei über 65-Jährigen seit 2020 um 30 Prozent gestiegen, berichtet der Caritasverband. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die vermehrt Suizidassistenz in Anspruch nehmen. Die Caritas sieht Pflegebedürftigkeit und Einsamkeit als Risikofaktoren und fordert ein Suizidpräventionsgesetz sowie ein Werbeverbot für Suizidassistenz. Niedrigschwellige Hilfsangebote sollen ausgebaut und in die Regelfinanzierung integriert werden, um Suizid als einzigen Ausweg zu verhindern (Quelle: www.altenheim.net).
Elektronische Patientenakte: Flächendeckende Nutzung bis 2025 geplant
Die flächendeckende Nutzung der elektronischen Patientenakte steht bis 2025 im Fokus, unterstützt von der Gematik und dem Gesundheitsministerium.
Die flächendeckende Nutzung der elektronischen Patientenakte steht bis 2025 im Fokus, unterstützt von der Gematik und dem Gesundheitsministerium.
Die elektronische Patientenakte (ePA) wird seit Oktober 2025 von allen Leistungserbringern im Gesundheitswesen, darunter Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Apotheken, genutzt, um medizinisch relevante Daten der Versicherten zu speichern. Patienten, die der Nutzung der ePA widersprochen haben, sind davon ausgenommen. Die Gesundheitsagentur Gematik, verantwortlich für die technische Umsetzung, wird dabei vom Bundesgesundheitsministerium sowie von Verbänden der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterstützt. Bisher arbeiten jedoch nicht alle Krankenhäuser flächendeckend mit der ePA. Stiftung Warentest berichtet, dass Arztpraxen nun technisch in der Lage sein sollten, Daten in die ePA einzupflegen. Diese Information stammt von der Stiftung Warentest.
Bundesrat fordert Bundesmittel statt Beitragslast für GKV und SPV
Der Bundesrat fordert, versicherungsfremde Leistungen der GKV und SPV aus Bundesmitteln statt aus Beiträgen zu finanzieren, um gesamtgesellschaftliche Aufgaben fair zu verteilen.
Der Bundesrat fordert, versicherungsfremde Leistungen der GKV und SPV aus Bundesmitteln statt aus Beiträgen zu finanzieren, um gesamtgesellschaftliche Aufgaben fair zu verteilen.
Der Bundesrat hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, versicherungsfremde Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) aus Bundesmitteln zu finanzieren, anstatt auf Beiträge der Versicherten zurückzugreifen. Diese Forderung wurde in einer Entschließung von Baden-Württemberg eingebracht und spricht sich für finanzielle "Ehrlichkeit" aus. Manfred Lucha, der baden-württembergische Gesundheitsminister, betonte, dass gesamtgesellschaftliche Aufgaben in den Bundeshaushalt und nicht in die Beitragskassen gehörten. Die Entschließung verwies unter anderem auf die unzureichende Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldempfänger sowie die Belastung der Pflegekassen durch Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige. Beide Sozialkassen könnten die bisherigen Lücken in der Steuerfinanzierung nicht länger ausgleichen, so der Bundesrat laut Pressebericht der Ärzte Zeitung.
Kongress „Pflege 2026“: Gesetz BEEP öffnet neue Türen, Kritik an Bürokratie
Das Gesetz BEEP sorgt für Diskussionen: Während es Türen öffnet, wird die zunehmende Bürokratie beim "Pflege 2026"-Kongress in Berlin kritisiert.
Das Gesetz BEEP sorgt für Diskussionen: Während es Türen öffnet, wird die zunehmende Bürokratie beim "Pflege 2026"-Kongress in Berlin kritisiert.
Beim Kongress „Pflege 2026“ in Berlin wurden bedeutende Erwartungen an das im Januar eingeführte Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, bekannt als BEEP, diskutiert. Professor Thomas Weiß, Fachanwalt für Arbeitsrecht, lobte das Gesetzeswerk, da es „Türen öffnet, die in unserem arztdominierten Gesundheitswesen jahrzehntelang verschlossen waren“. Weiß hob hervor, dass der Arztvorbehalt dank des neuen Paragrafen 15a im Sozialgesetzbuch (SGB) V gelockert wurde. Dennoch bleibt die Verantwortung für den Pflegeprozess klar bei den Pflegefachkräften. Staatssekretär Christian Luft aus dem Bundesgesundheitsministerium unterstrich die Notwendigkeit, die Pflegekräfte von bürokratischen Lasten zu befreien, um die steigenden Versorgungsbedarfe zu bewältigen. Kritik äußerte Dr. Jenny Wortha von den Asklepios Kliniken, die die Überregulierung als frustrierend und gefährlich bezeichnete. Pflege müsse als Chance zur Qualitätssteigerung angesehen werden, nicht als Risiko. Professor Tilmann Müller-Wolff bekräftigte: „Without nurses, medicine is just a concept.“ (Quelle: Ärzte Zeitung)
Mehr Befugnisse für Pflegekräfte: Kaum Änderungen in Brake spürbar
Trotz neuer Befugnisse für Pflegekräfte zeigen sich kaum Änderungen in Brake, da Entbürokratisierung noch nicht effektiv umgesetzt wird.
Trotz neuer Befugnisse für Pflegekräfte zeigen sich kaum Änderungen in Brake, da Entbürokratisierung noch nicht effektiv umgesetzt wird.
Mehr Befugnisse für Pflegekräfte führen bislang zu wenig spürbaren Änderungen in Brake. Laut NWZ wird die Entbürokratisierung begrüßt, doch Verantwortliche weisen darauf hin, dass die Umsetzung in Krankenhäusern wie dem St. Bernhard-Hospital sowie im Altenpflegeheim Christophorus-Haus bisher kaum merkbar ist. Die Neuerungen ermöglichen Pflegekräften bei entsprechender Qualifikation eigenständig Tätigkeiten zu übernehmen, die vorher Ärzten vorbehalten waren. Dies könnte, trotz Chancen für die Praxis, angesichts des Fachkräftemangels eine Herausforderung darstellen.
Pflegeheime in Schleswig-Holstein: Diakonie fordert Kostendeckel und Reform
Die Diakonie fordert in Schleswig-Holstein angesichts hoher Eigenanteile für Pflegeheime eine Reform mit Kostendeckel und mehr Unterstützung durch die Pflegeversicherung.
Die Diakonie fordert in Schleswig-Holstein angesichts hoher Eigenanteile für Pflegeheime eine Reform mit Kostendeckel und mehr Unterstützung durch die Pflegeversicherung.
Die steigenden Kosten für Pflegeheime in Schleswig-Holstein belasten die Betroffenen zunehmend. Laut einem Bericht der "LN Online" müssen Pflegebedürftige im Schnitt über 3000 Euro aus eigener Tasche zahlen, was die Rente vieler Menschen übersteigt. Die Diakonie sowie Vertreter aus der Politik fordern daher dringend eine Reform, die eine Entlastung der Pflegebedürftigen sicherstellt. Ein Kostendeckel und eine Übernahme eines größeren Anteils der Heimkosten durch die Pflegeversicherung werden als Lösungen ins Gespräch gebracht.
Mindestlohn in der Altenpflege soll 2026 auf 16,52 Euro steigen
Der Mindestlohn in der Altenpflege soll ab Juli 2026 auf 16,52 Euro ansteigen, was bundesweit alle Pflegebetriebe betrifft.
Der Mindestlohn in der Altenpflege soll ab Juli 2026 auf 16,52 Euro ansteigen, was bundesweit alle Pflegebetriebe betrifft.
Die Mindestlöhne in der Altenpflege sollen ab Juli 2026 gemäß einem Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales angehoben werden, wie auf www.altenheim.net berichtet wird. Pflegehilfskräfte ohne mindestens einjährige Ausbildung könnten dann mindestens 16,52 Euro verdienen; ab 2027 sollen es 16,95 Euro sein. Für qualifizierte Pflegekräfte sind entsprechend höhere Sätze vorgesehen. Die Verordnung betrifft bundesweit alle Pflegebetriebe und soll bis September 2028 gültig sein. Ob der Entwurf in seiner aktuellen Form umgesetzt wird, wird aktuell diskutiert.
Herpes-zoster-Impfung senkt Demenzrisiko bei Senioren erheblich
Eine kanadische Studie zeigt: Herpes-zoster-Impfung verringert das Demenzrisiko bei Senioren, vor allem Frauen, erheblich. Wichtiger Impuls für Impfstrategien!
Eine kanadische Studie zeigt: Herpes-zoster-Impfung verringert das Demenzrisiko bei Senioren, vor allem Frauen, erheblich. Wichtiger Impuls für Impfstrategien!
Eine neue Studie aus Kanada deutet darauf hin, dass die Herpes-zoster-Impfung das Risiko einer Demenz bei älteren Menschen verringern könnte, was insbesondere bei Frauen zu beobachten sei. Die Ergebnisse legen nahe, dass Impfberechtigte ein deutlich reduziertes Demenzrisiko aufweisen. Diese Hinweise stützen sich auf frühere Forschungsergebnisse, die bereits auf einen solchen Zusammenhang zwischen der Herpes-zoster-Impfung und einem verminderten Demenzrisiko hingewiesen hatten. Diese Entdeckung könnte weitreichende Implikationen für die Priorisierung von Impfkampagnen haben, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit älterer Menschen [Quelle: Ärztezeitung.de].
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
30.01.2026
Innovativer Ansatz zur Dekubitus-Prävention verbessert Patientensicherheit
Ein neuartiger, struktureller Ansatz zur Dekubitus-Prävention könnte die Patientensicherheit maßgeblich stärken, sagt Pflegeexpertin Kerstin Gmeinwieser.
Ein neuartiger, struktureller Ansatz zur Dekubitus-Prävention könnte die Patientensicherheit maßgeblich stärken, sagt Pflegeexpertin Kerstin Gmeinwieser.
Kerstin Gmeinwieser, Pflegewissenschaftlerin, hebt die Bedeutung eines strukturierten Ansatzes zur Prävention, Überwachung und Intervention bei Dekubitus hervor, und betont die Notwendigkeit, das Zeitfenster, in dem sich ein Dekubitus entwickelt, optimal zu nutzen. Die Uniklinik Augsburg, die an einem Kongress über innovative Gesundheitsstrategien teilnahm, verfolgt einen multiperspektivischen Prozess im Dekubitusmonitoring, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet. Diese Methode könnte die Patientensicherheit in der Pflege signifikant verbessern, indem sie einen ganzheitlichen Blick auf die Entstehung und Vermeidung von Dekubitus einnimmt.
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