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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
29.04.2026
Innovationsfonds: Trotz Förderung weiter Hürden für Regelversorgung
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Milliardenmitteln neue Versorgungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zehn Jahre nach dem Start fällt die Bilanz ambivalent aus: Zwar wurden mehr als 800 Projekte unterstützt, doch der Weg in die Regelversorgung bleibt häufig lang und komplex. Ein ausführlicher Beitrag in „Gesundheit + Gesellschaft“ (G+G) 04/2026 analysiert die Entwicklung des Innovationsfonds und beleuchtet, welche Hürden eine erfolgreiche Überführung der Projekte in die Versorgung erschweren. Besondere Aufmerksamkeit gilt den strukturellen Problemen, die den Übergang behindern. Der Artikel diskutiert künftige Reformvorschläge und zeigt auf, wie der Fonds stärker auf die praktische Umsetzung fokussiert werden könnte. (Quelle: aok.de)
COVID-19-Impfstoffe in Rheinland-Pfalz: Haltbarkeitsdatum beachten
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz hat darauf hingewiesen, dass bestimmte COVID-19-Impfstoffe bald das Haltbarkeitsdatum erreichen werden. Gesundheitsberufe und Mitarbeiter der Gesundheitsbranche sollten sich zeitnah informieren, um unnötigen Verlust an Impfstoffen zu vermeiden. Dies ist besonders kritisch, da die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Impfschutzes in der Bevölkerung weiterhin hohe Priorität hat. Solche Informationen sind nicht nur für medizinisches Fachpersonal, sondern auch für Verantwortliche in der Lagerung und Verteilung von Vakzinen von Bedeutung. Details hierzu könne man auf den Seiten der aerztezeitung.de nachlesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.04.2026
Berliner Arztpraxen vor Schließung: Existenzangst durch Sparmaßnahmen
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin hat ergeben, dass nahezu jede zweite Arztpraxis in Berlin von einer Schließung bedroht ist. Dies wurde durch die Befragung von über 2.400 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten festgestellt. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das negative Konsequenzen auf die ambulante Versorgung haben könnte, steht dabei im Zentrum der Sorgen. Mehr als 90 Prozent der Befragten sehen gravierende Auswirkungen voraus. So rechnen etwa 80 Prozent mit Leistungseinschränkungen für gesetzlich Versicherte und längeren Wartezeiten für Patienten. Über die Hälfte der Ärzte spricht von Existenzängsten, ein Drittel erwägt sogar Personalabbau oder Praxisschließung. „Das ist ein Armutszeugnis für unser Gesundheitssystem“, urteilt der Vorstand der KV Berlin. Diese erdrückenden Ergebnisse verdeutlichen die potenziellen Folgen der Sparmaßnahmen auf Initiative der Bundesgesundheitsministerin. Mehr als 1.000 Ärzte erwägen, ihre Praxen aufzugeben oder frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Studie: Frailty-Score hilft Komplikationsrisiko bei Herz-OPs einzuschätzen
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Eine Forschungsgruppe der Universität Michigan hat herausgefunden, dass der Gebrechlichkeits-Score der Clinical Frailty Scale (CFS) bei der Risikoabschätzung für Komplikationen nach Herzoperationen nützlich sein könnte. In ihrer Studie war ein CFS-Wert von 5 oder mehr signifikant mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität assoziiert. Die Forschungsergebnisse unterstützen die Durchführung eines Frailty-Screenings vor herzchirurgischen Eingriffen, um eine entsprechende Risikoberatung zu ermöglichen. Eine solch präventive Maßnahme könnte dazu beitragen, postoperative Komplikationen besser vorherzusehen und möglicherweise zu verhindern. Diese Informationen stammen aus einer Veröffentlichung, die auf der Website der „Ärzte Zeitung“ zu finden ist.
Pflegereform: Mehr Belastung für Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Stiftung Warentest berichtet, dass die geplante Pflegereform der Bundesregierung Pflegebedürftige stärker belasten könnte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, die Pflegeversicherung finanziell zu entlasten, was jedoch zur Folge hätte, dass Bewohner von Pflegeheimen erst nach längeren Aufenthalten von Zuschüssen profitieren. Der Zuschuss von 15 Prozent der Pflegekosten soll künftig erst nach 1,5 Jahren, anstatt nach einem Jahr, gewährt werden. Zudem sollen die Kriterien zur Anerkennung der Pflegebedürftigkeit verschärft werden, was dazu führen könnte, dass weniger Menschen in den Genuss von Leistungen kommen. Dies würde die finanzielle Belastung der Pflegeversicherung verringern, indem sie Ausgaben reduziert. Die Reformpläne sind noch nicht in einen Gesetzesentwurf überführt worden. (Quelle: Stiftung Warentest)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.04.2026
Pflegeeinrichtungen nutzen Förderung kaum: Studie kritisiert Bürokratie
Pflegeeinrichtungen lassen Fördermittel zur internationalen Fachkräftegewinnung liegen: Bürokratie bremst vor allem kleinere Häuser aus, zeigt eine neue Studie.
Pflegeeinrichtungen lassen Fördermittel zur internationalen Fachkräftegewinnung liegen: Bürokratie bremst vor allem kleinere Häuser aus, zeigt eine neue Studie.
Eine aktuelle Studie zeigt eine massive Lücke bei der Nutzung des Förderinstruments nach § 81 SGB III zur Gewinnung internationaler Fachkräfte in der Pflege. Trotz der Wichtigkeit dieser Förderung geben 58 Prozent der Pflegeeinrichtungen an, ihre Rekrutierungen davon abhängig zu machen, doch 82 Prozent nutzen sie nicht. Besonders kleinere Einrichtungen kämpfen mit den komplexen Anträgen. Die Studie bemängelt diesen Missstand und schlägt vereinfachte Verfahren und regionale Mentoring-Programme vor, um die Hindernisse zu reduzieren, berichtet die Quelle 'www.haeusliche-pflege.net'.
Pflegekosten in Deutschland bis 2024 mehr als verdoppelt
Pflegeausgaben verdoppelt: Bis 2024 steigen die Kosten für Pflegeleistungen in Deutschland von 65 auf 135,9 Milliarden Euro, meldet das Statistische Bundesamt.
Pflegeausgaben verdoppelt: Bis 2024 steigen die Kosten für Pflegeleistungen in Deutschland von 65 auf 135,9 Milliarden Euro, meldet das Statistische Bundesamt.
Die Ausgaben für Pflegeleistungen in Deutschland haben sich zwischen 2014 und 2024 mehr als verdoppelt, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Während die Kosten im Jahr 2014 noch bei 65 Milliarden Euro lagen und damit ein Fünftel der gesamten Gesundheitsausgaben ausmachten, beliefen sie sich 2024 auf 135,9 Milliarden Euro, was etwa einem Viertel der Gesundheitsausgaben entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden finanziellen Druck im Pflegebereich, der weit über den Anstieg anderer Gesundheitskosten hinausgeht (Quelle: www.stern.de).
Experten fordern digitales Diabetes-Management zur Schließung von Versorgungslücken
Experten fordern ein digitales DMP für Diabetes, um Versorgungslücken zu schließen und die Betreuung für 9,4 Millionen Betroffene zu verbessern.
Experten fordern ein digitales DMP für Diabetes, um Versorgungslücken zu schließen und die Betreuung für 9,4 Millionen Betroffene zu verbessern.
In Deutschland sind 9,4 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wobei viele Patienten von Versorgungsbrüchen berichten, wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert. Um dem entgegenzuwirken, wird ein eigenständiges digitales Disease-Management-Programm (DMP) gefordert. Solch ein digitales DMP könnte eine kontinuierlichere Betreuung und Versorgung sicherstellen, vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen werden erfüllt. Die Initiative wird insbesondere im Lichte der steigenden Zahl von Diabetikern und der aktuellen Herausforderungen im Gesundheitssystem als notwendig erachtet. Experten sehen darin eine Chance, die Versorgungslücken zu schließen und gleichzeitig das System effizienter zu gestalten. Quelle: Ärzte Zeitung.
Pflegeversicherung: Experten drängen auf rasche Reformen
Experten fordern rasche Reformen der Pflegeversicherung, um strukturelle Defizite zu beheben und das System krisenfest für die Zukunft zu gestalten.
Experten fordern rasche Reformen der Pflegeversicherung, um strukturelle Defizite zu beheben und das System krisenfest für die Zukunft zu gestalten.
Die soziale Pflegeversicherung steht vor ernsthaften Herausforderungen, die dringende Reformen erfordern. Trotz steigender Beitragssätze und wachsender Eigenanteile ist das System von strukturellen Defiziten geplagt. Die Vorstände der Krankenkassen drängen die Regierungskoalition, zügig eine weitreichende Reform auf den Weg zu bringen, die nachhaltig für die kommenden zwei Jahrzehnte Bestand hat. Zu viel Zeit dürfe nicht mehr verstreichen, um die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und eine krisenfeste Lösung zu finden. Das Problem, so die Experten, ist akut und bedarf entschlossenem Handeln. Diese dringliche Forderung wurde gegenüber der „Ärzte Zeitung“ deutlich gemacht.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
27.04.2026
„Viola“: Barrierefreies Wohnprojekt für Senioren in Bad Vilbel bis 2027
In Bad Vilbel entsteht das barrierefreie Senioren-Wohnprojekt „Viola“ mit 256 Wohnungen, geplant für 2027. Ein Begegnungszentrum ergänzt das Angebot.
In Bad Vilbel entsteht das barrierefreie Senioren-Wohnprojekt „Viola“ mit 256 Wohnungen, geplant für 2027. Ein Begegnungszentrum ergänzt das Angebot.
In Bad Vilbel entsteht das barrierefreie Wohnprojekt „Viola“, dessen Fertigstellung für Anfang 2027 geplant ist, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Es handelt sich um 256 seniorengerechte Mietwohnungen, die von einem Unternehmen der Familie Hopp errichtet werden. Der Wohnkomplex ist vollständig barrierefrei gestaltet und bietet Einrichtungen wie befahrbare Badezimmer und stufenlose Zugänge zu Balkonen. Die Wohnungen sollen ein Leben bis ins hohe Alter ermöglichen, ohne dass ein weiterer Umzug nötig wäre. Der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe plant vor Ort ein Begegnungszentrum mit vielfältigen Bewegungs- und Geist anregenden Aktivitäten sowie Unterstützungsangeboten im Alltag. Die Miete orientiert sich am Neubau-Niveau von Bad Vilbel, wobei über eine Umlage von 60 Euro monatlich Serviceleistungen bereitgestellt werden. Besonders ist die Vernetzung mit weiteren Generationen, wie es in der angrenzenden Nachbarschaft der Fall ist.
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