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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
16.09.2026
"Demenzkosten in Europa: 221 Milliarden Euro jährlich, Studie zeigt Handlungsbedarf"
Die jährlichen Demenzkosten in Europa betragen 221 Milliarden Euro. Eine Studie hebt den dringenden Handlungsbedarf bei Unterstützung und Prävention hervor.
Die jährlichen Demenzkosten in Europa betragen 221 Milliarden Euro. Eine Studie hebt den dringenden Handlungsbedarf bei Unterstützung und Prävention hervor.
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Richard Dodel von der Universität Duisburg-Essen hat festgestellt, dass die Kosten durch Demenz in Europa jährlich 221,4 Milliarden Euro betragen. Die Studie, veröffentlicht im Journal of Alzheimers Disease, zeigt, dass 58 Prozent dieser Kosten durch informelle Pflege von Angehörigen verursacht werden. Prof. Dodel betont die Notwendigkeit, Demenz sowohl medizinisch als auch gesellschaftlich anzugehen, um die Belastung durch verbesserte Prävention und Unterstützung für pflegende Angehörige zu reduzieren (nachrichten.idw-online.de).
Hoyerswerda: Millionenprojekt für digitale Pflegeausbildung gestartet
In Hoyerswerda startet ein Millionenprojekt: Ein modernes Schulungszentrum für die digitale Pflegeausbildung entsteht, finanziert durch den Landkreis Bautzen.
In Hoyerswerda startet ein Millionenprojekt: Ein modernes Schulungszentrum für die digitale Pflegeausbildung entsteht, finanziert durch den Landkreis Bautzen.
In Hoyerswerda wird ein Millionenprojekt zur digitalen Ausbildung von Pflegekräften ins Leben gerufen, so berichtet "www.lr-online.de". Der Landkreis Bautzen investiert in ein hochmodernes Schulungszentrum, das auf einem ehemaligen Parkplatz errichtet wird. Hier entstehen die Grundlagen für ein KI-geführtes Labor, in dem zukünftige Pflegekräfte ausgebildet werden sollen. Dieses Projekt reflektiert den strukturellen Wandel in der Region und zeigt, wie digitalisierte Lernumgebungen in der Praxis eingesetzt werden können.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.09.2026
Pflege-Kollaps im Kreis Pinneberg: Hunderte Fachkräfte fehlen
Im Kreis Pinneberg fehlen Hunderte Pflegekräfte, während die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2040 stark steigt. Maßnahmen zur Unterstützung sind dringend nötig.
Im Kreis Pinneberg fehlen Hunderte Pflegekräfte, während die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2040 stark steigt. Maßnahmen zur Unterstützung sind dringend nötig.
Im Kreis Pinneberg droht ein Pflege-Kollaps, da nach einer aktuellen Studie bereits heute Hunderte Fachkräfte fehlen. Der Bedarf an Pflegeleistungen wird bis 2040 deutlich steigen, da 2300 zusätzliche Senioren pflegebedürftig werden. Dies führt zu einem Mangel von 600 Pflegekräften und dem Bedarf an zehn neuen Pflegediensten. Der Sozialausschuss des Kreistages betont die Notwendigkeit, pflegende Angehörige zu stärken und fordert Maßnahmen zur Unterstützung, bevor Menschen pflegebedürftig werden, um den Rückstand zu bewältigen. (Quelle: www.abendblatt.de)
Kritik an Linnemanns Pflegekommission: Dringender Handlungsbedarf ignoriert?
Kritik an Linnemanns Pflegekommission: Ablenkung statt Handlung? Pflegeminister Linnemann wird vorgeworfen, mit der Idee einer neuen Kommission bestehende Probleme zu ignorieren.
Einordnung: Kritiker halten die Pflegekommission für überflüssig und fordern statt weiterer Beratung schnelle Maßnahmen zur Umsetzung bekannter Lösungen.
Vorher: „Gesundheitsminister Linnemann plant Kommission für Pflegereform“ (11.09.2026)
Kritik an Linnemanns Pflegekommission: Ablenkung statt Handlung? Pflegeminister Linnemann wird vorgeworfen, mit der Idee einer neuen Kommission bestehende Probleme zu ignorieren.
Carsten Linnemann, der amtierende Pflegeminister, steht angesichts der brennenden Probleme im Pflegesektor unter besonderem Druck. Sein Vorschlag, eine neue Pflegekommission ins Leben zu rufen, trifft jedoch auf Skepsis. Kritiker bemängeln, dass eine solche Kommission überflüssig sei, da das Problem nicht im Wissensdefizit liege, sondern in der Umsetzung bestehender Erkenntnisse. Besonders im Hinblick auf die soziale Pflegeversicherung gibt es keine neuen Einsichten, die eine zusätzliche Kommission rechtfertigen würden. Die Herausforderungen im Pflegesektor erfordern daher vielmehr entschlossene Maßnahmen und schnell umsetzbare Lösungen. Die Diskussion über eine Pflegekommission lenkt dabei von den dringenden Handlungsnotwendigkeiten ab und könnte wertvolle Zeit kosten, die zur Lösung der akuten Probleme im Pflegesystem benötigt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
Bundesländer fordern mehr Einfluss auf Sozialreformen in Rente und Pflege
Bundesländer drängen auf mehr Mitsprache bei Sozialreformen in Rente und Pflege, kritisieren Fokus auf Leistungskürzungen und fordern frühzeitige Einbeziehung.
Bundesländer drängen auf mehr Mitsprache bei Sozialreformen in Rente und Pflege, kritisieren Fokus auf Leistungskürzungen und fordern frühzeitige Einbeziehung.
Laut berichten von Börse Express fordern die Bundesländer mehr Einfluss auf die geplanten Sozialreformen in den Bereichen Rente und Pflege. In den deutschen Länderkammern herrsche Unmut darüber, dass wesentliche Entscheidungen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ohne angemessene Rücksprache mit den Ländern erfolgen. Ein zentraler Kritikpunkt ist die aus ihrer Sicht einseitige Fokussierung der Reformvorschläge auf Leistungskürzungen statt auf eine nachhaltige Systementwicklung. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, betonte die Rolle der Länder im Gesetzgebungsprozess und forderte deren Einbeziehung von Beginn an.
Neue S3-Leitlinie: Dreistufiges Modell und Fokus auf Spiritualität
Die aktualisierte S3-Leitlinie zur Palliativmedizin betont ein dreistufiges Versorgungskonzept mit einem zentralen Fokus auf Spiritualität und Angehörigen.
Bereits gemeldet: Dieselbe Meldung zur aktualisierten S3-Leitlinie mit Angehörigen, Spiritualität und dreistufigem Modell wurde bereits berichtet.
Vorher: „Neue S3-Leitlinie stärkt ganzheitliche Palliativversorgung bei Krebs“ (15.09.2026)
Die aktualisierte S3-Leitlinie zur Palliativmedizin betont ein dreistufiges Versorgungskonzept mit einem zentralen Fokus auf Spiritualität und Angehörigen.
Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient:innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ wurde umfassend aktualisiert und führt nun ein dreistufiges Versorgungsmodell ein. Zu den wesentlichen Neuerungen gehört ein neues Kapitel, das sich spezifisch mit Angehörigen und ihrer Rolle in der Palliativversorgung befasst. Zudem wird erstmals Spiritualität als entscheidender Aspekt für die Betreuung berücksichtigt. Diese Leitlinienaktualisierung zielt darauf ab, den komplexen Bedürfnissen von Krebspatient:innen gerechter zu werden und eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten. Quelle: aerztezeitung.de.
Neue S3-Leitlinie stärkt ganzheitliche Palliativversorgung bei Krebs
Die aktualisierte S3-Leitlinie stärkt die ganzheitliche Palliativversorgung bei Krebs mit neuen Kapiteln zu Angehörigenbedürfnissen, Spiritualität und einem dreistufigen Modell.
Die aktualisierte S3-Leitlinie stärkt die ganzheitliche Palliativversorgung bei Krebs mit neuen Kapiteln zu Angehörigenbedürfnissen, Spiritualität und einem dreistufigen Modell.
Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient:innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ wurde umfassend aktualisiert, berichtet die "Ärzte Zeitung". Zu den wesentlichen Änderungen zählen ein neues Kapitel zu den Bedürfnissen der Angehörigen sowie eines zur Spiritualität. Zudem wurde ein dreistufiges Versorgungsmodell als Grundlage etabliert. Diese Anpassungen unterstreichen die fortlaufende Weiterentwicklung in der Palliativmedizin, die sich auf eine ganzheitliche Versorgung der Patient:innen und deren Umfeld fokussiert. Vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen in der palliativen Versorgung bietet die aktualisierte Leitlinie nun klare Handlungsanweisungen zur Verbesserung der Therapiequalität und Unterstützung der Betroffenen. Die "Ärzte Zeitung" hebt hervor, dass damit praxisnahe Impulse für eine verbesserte Betreuung von Krebspatienten mit palliativen Bedürfnissen geschaffen wurden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.09.2026
BMG begrenzt Honoraranstieg für Ärzte 2027 auf 2,42 Prozent
Das BMG deckelt den Honoraranstieg für Ärzte 2027 auf 2,42 Prozent, was Verhandlungen für die EBM-Anpassung prägt und Herausforderungen im Gesundheitswesen birgt.
Das BMG deckelt den Honoraranstieg für Ärzte 2027 auf 2,42 Prozent, was Verhandlungen für die EBM-Anpassung prägt und Herausforderungen im Gesundheitswesen birgt.
Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Schiedsstelle sind über die Honorarentwicklung 2027 informiert: Der Orientierungswert darf maximal um 2,42 Prozent steigen, wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bekannt gegeben hat. Diese Vorgabe setzt den Rahmen für die Verhandlungen über die Anpassung der Gebührenordnung für Ärzte (EBM), die die Vergütung ärztlicher Leistungen ab 2027 bestimmt. Wenig Spielraum bleibt somit für Honorarzuwächse, was für manche Akteure im Gesundheitswesen Herausforderungen mit sich bringen könnte. Aus diesem Grund besteht Klarheit für die Planungen in den kommenden Jahren. Quelle: aerztezeitung.de
Pflegefachkräfte dürfen mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen
Pflegefachkräfte dürfen ab sofort mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen, wodurch ihre Eigenständigkeit und Effizienz in der Patientenversorgung gestärkt wird.
Pflegefachkräfte dürfen ab sofort mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen, wodurch ihre Eigenständigkeit und Effizienz in der Patientenversorgung gestärkt wird.
Pflegefachpersonen erhalten künftig die Möglichkeit, ein breiteres Spektrum an Hilfs- und Pflegehilfsmitteln zu empfehlen. Dies folgt einer Überarbeitung der Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes im Zuge der gesetzlichen Änderungen durch das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP), wie die AOK berichtet. Neu ist die Aufnahme von Produkten zur Versorgung bei Inkontinenz, Tracheostoma, Dekubitus und Stoma. Eine ärztliche Verordnung ist hierbei grundsätzlich nicht erforderlich, solange die Empfehlung auf einer pflegefachlichen Qualifikation nach §15a Absatz 3 SGB V basiert. Entscheidend ist, dass die Empfehlung keine ärztliche Maßnahme erfordert. Die neuen Richtlinien, die am 6. Juli 2026 beschlossen und vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigt wurden, stellen zudem sicher, dass Pflegefachpersonen bei ihrer Empfehlung keine eigenwirtschaftlichen Interessen verfolgen. Alle Informationen sind auf der Website des GKV-Spitzenverbandes zu finden.
Hessen fördert Hitzeschutz in Kitas und Pflegeeinrichtungen mit 10 Mio.
Hessen investiert 10 Mio. Euro in "Hitzehilfe für Hessen", um Kitas und Pflegeheime mit Klimaanlagen auszustatten und somit den Hitzeschutz zu verbessern.
Einordnung: Neu sind Details zur Finanzierung: Lea-Zuschüsse werden um 80 Prozent gekürzt, 15 Stellen entfallen; Grüne und BUND kritisieren dies.
Vorher: „Hessen fördert Klimaschutz in Pflegeheimen und Kitas mit 10 Mio. Euro“ (03.09.2026)
Hessen investiert 10 Mio. Euro in "Hitzehilfe für Hessen", um Kitas und Pflegeheime mit Klimaanlagen auszustatten und somit den Hitzeschutz zu verbessern.
Die hessische Landesregierung hat ein Förderprogramm namens "Hitzehilfe für Hessen" ins Leben gerufen, um den Hitzeschutz in Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Umweltminister Ingmar Jung (CDU) kündigte an, innerhalb von drei Jahren zehn Millionen Euro bereitzustellen. Das Förderprogramm zielt darauf ab, gefährdete Gruppen, wie Kinder und ältere Menschen, besser vor Hitzewellen zu schützen, indem beispielsweise mobile und teilstationäre Klimaanlagen gefördert werden. Um das Programm zu finanzieren, werden Zuschüsse der Landesenergieagentur (Lea) um 80 Prozent gekürzt, was zur Streichung von 15 Arbeitsplätzen führt. Diese Kürzungen stoßen auf Kritik, insbesondere seitens der Grünen, die befürchten, dass kleinere Kommunen ohne ausreichende Fachkenntnisse im Bereich Klimaschutz beeinträchtigt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen äußerte ebenfalls Bedenken bezüglich der Wirksamkeit der Energieberatung. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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