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Pflegepolitik und Recht
26.02.2026
Pflegekosten in Bayern explodieren: 3.286 Euro Eigenanteil monatlich
Pflegekostenexplosion in Bayern: Durchschnittlich 3.286 Euro Eigenanteil monatlich. Zahl der Pflegebedürftigen steigt drastisch an. Reformen gefordert.
Pflegekostenexplosion in Bayern: Durchschnittlich 3.286 Euro Eigenanteil monatlich. Zahl der Pflegebedürftigen steigt drastisch an. Reformen gefordert.
Die Pflegekosten in Bayern steigen weiterhin drastisch, mit einem Eigenanteil von durchschnittlich 3286 Euro monatlich für einen Heimplatz. Laut einem Bericht der Barmer Krankenkasse erhöht sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern von 385.600 (2017) auf 626.500 (2024), was einem Anstieg von 62 Prozent entspricht. Verantwortlich für die Kostenexplosion ist der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff seit 2017, der Pflegegrade statt Pflegestufen eingeführt hat. Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer fordert daher dringende Reformen, so die „Süddeutsche Zeitung“.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
26.02.2026
Pflegereport: Bayerns Pflegebedürftigkeit steigt auf über 626.000
Bayerns Pflegebedürftigkeit steigt auf über 626.000 – Barmer Pflegereport warnt vor Systembelastung und fordert mehr Unterstützung und Zusammenarbeit.
Bayerns Pflegebedürftigkeit steigt auf über 626.000 – Barmer Pflegereport warnt vor Systembelastung und fordert mehr Unterstützung und Zusammenarbeit.
Der jüngste Pflegereport der Barmer Krankenkasse zeigt einen deutlichen Anstieg der Pflegebedürftigkeit in Bayern, von etwa 385.000 im Jahr 2017 auf über 626.000 aktuell. Laut einem Bericht von BR24 betont Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer, dass die Zunahme teilweise auf gesetzliche Änderungen zurückzuführen sei, trotzdem bestehe ein akuter Bedarf an Unterstützung. Um einem Zusammenbruch des Pflegesystems vorzubeugen, fordert die Barmer mehr Handlungsspielraum für Pflegekräfte und eine bessere Kooperation zwischen ambulanten Diensten, Pflegeheimen und Ärzten.
Initiative: Gesundheit soll als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Betriebskrankenkasse mkk hat zusammen mit dem Gesundheitswissenschaftler Ingo Froböse eine Petition beim Bundestag eingereicht, um Prävention als verfassungsrechtliches Ziel im Grundgesetz zu verankern. Laut der mkk sollte Gesundheit nicht nur als Teil der Versorgung betrachtet werden, sondern als staatlicher Auftrag, den es zu schützen gilt. Die Kasse schlägt eine Ergänzung von Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes vor, die ein Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit einführt und damit staatliche Maßnahmen zur Gesundheitssicherung rechtfertigen soll. Dies sei notwendig, um den Flickenteppich aus unterschiedlichen Zuständigkeiten und unkoordinierter Mittelverteilung zu beseitigen. Unterstützt durch ein Positionspapier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, fordert mkk-Vorständin Andrea Galle mutige politische Maßnahmen zur Förderung gesunder Lebensverhältnisse wie Zuckersteuer und Alkoholabgaben. Der Bundestags-Petitionsausschuss soll die Initiative "Gesundheit gehört ins Grundgesetz" bald prüfen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
26.02.2026
Regierung plant umfassende Reform des Gesundheitssystems mit Krisenplan
Die Regierung plant eine umfassende Gesundheitsreform mit Schwerpunkt auf Pflege, Notfallversorgung und Digitalisierung zur Krisensicherheit.
Die Regierung plant eine umfassende Gesundheitsreform mit Schwerpunkt auf Pflege, Notfallversorgung und Digitalisierung zur Krisensicherheit.
Laut www.bundesgesundheitsministerium.de plant die Bundesregierung unter Ministerin Nina Warken ein umfangreiches Gesetzespaket zur Sicherung und Reform des Gesundheitssystems. Dabei wird ein Gesundheitssicherstellungsgesetz angestrebt, um einen gemeinsamen Rechtsrahmen für Krisenfälle zu schaffen. Im Fokus stehen Reformen in der Pflege, Notfallversorgung, Apothekenwesen und Digitalisierung. Ziel der Reformen ist, Einnahmen und Ausgaben auszugleichen, die gesetzliche Krankenversicherung zu stabilisieren sowie Pflegebedürftige finanziell zu entlasten. Zudem soll die Digitalisierung als zentrale Säule etabliert werden.
Pflegekonferenz: KI-Potenzial hängt an Strukturen, nicht nur Technik
KI in der Pflege scheitert oft an Strukturen, nicht Technik, betonen Experten. Zersplitterung behindert Fortschritt, sektorenübergreifendes Umdenken nötig.
KI in der Pflege scheitert oft an Strukturen, nicht Technik, betonen Experten. Zersplitterung behindert Fortschritt, sektorenübergreifendes Umdenken nötig.
Experten und Expertinnen diskutierten bei der Ruhrgebietskonferenz „Pflege digital – KI, aber wie!?“ darüber, wie Künstliche Intelligenz (KI) den Pflegealltag verbessern kann. Claudia Ott von der Theodor-Fliedner-Stiftung betonte laut „häusliche-pflege.net“, dass die Herausforderung oft weniger in der Technik als in den umgebenden Strukturen liege. Zersplitterte Zuständigkeiten behindern den Fortschritt, weshalb ein sektorenübergreifendes Umdenken nötig sei. Trotz Verfügbarkeit digitaler Werkzeuge scheitern Projekte häufig an unzureichender Finanzierung und mangelnder Kompatibilität der Systeme.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.02.2026
Pflegegehälter 2026 gestiegen: Median jetzt bei 58.000 Euro brutto
Pflegegehälter erreichen 2026 neuen Höchststand: Median in Gesundheits- und Pflegeberufen steigt auf 58.000 Euro brutto. Gender-Pay-Gap bleibt bestehen.
Pflegegehälter erreichen 2026 neuen Höchststand: Median in Gesundheits- und Pflegeberufen steigt auf 58.000 Euro brutto. Gender-Pay-Gap bleibt bestehen.
Die Gehälter in Gesundheits- und Pflegeberufen sind 2026 weiter gestiegen, berichtet der Staatsanzeiger unter Berufung auf den aktuellen Stepstone-Gehaltsreport. Demnach liegt das bundesweite Durchschnittsgehalt im Bereich Gesundheits- und Pflegeberufe bei 53.000 Euro brutto. Besonders gut schneiden Tätigkeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettung und Geburtshilfe ab, mit einem Jahresmediangehalt von 58.000 Euro. Der Report zeigt zudem geschlechterspezifische Unterschiede auf, mit einem unbereinigten Gender-Pay-Gap von 9,3 Prozent.
Arbeitsrechtlerin Ney warnt vor Folgen von Reform des Arbeitszeitgesetzes
Arbeitsrechtlerin Ney warnt: Reform des Arbeitszeitgesetzes könnte zu längeren Arbeitszeiten und rechtlichen Herausforderungen führen, besonders in Pflege und Gastronomie.
Arbeitsrechtlerin Ney warnt: Reform des Arbeitszeitgesetzes könnte zu längeren Arbeitszeiten und rechtlichen Herausforderungen führen, besonders in Pflege und Gastronomie.
In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich die Arbeitsrechtlerin Mira Ney kritisch zu einer möglichen Reform des Arbeitszeitgesetzes, wie sie von der schwarz-roten Bundesregierung erwogen wird. Viele Arbeitnehmer in ihrer Kanzlei klagen über zu lange Arbeitszeiten und unbezahlte Überstunden. Die gesetzliche Erfassung von Arbeitszeiten könnte solchen Missständen entgegenwirken, doch die Kontrolle obliegt den Arbeitgebern. Ein fehlendes Gesetz würde Beschäftigte ohne Betriebsrat oder gewerkschaftliche Organisation vor große Herausforderungen stellen. Bundeskanzler Friedrich Merz hält das Arbeitszeitgesetz für verzichtbar, doch Ney betont die Wichtigkeit gesetzlicher Mindeststandards, insbesondere in Branchen wie der Pflege und Gastronomie. Überstunden sind ein häufiger Streitpunkt, wobei Arbeitnehmer die Beweislast tragen, dass sie angeordnet wurden. Laut Ney würde die Abschaffung des Acht-Stunden-Korsetts zu einer Entgrenzung der Arbeit führen. (Quelle: F.A.Z.)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
24.02.2026
Kostenlose Demenz-Schulungen für Pflegekräfte im Kreis Ahrweiler
Kostenlose Demenz-Schulungen im Kreis Ahrweiler unterstützen Pflegekräfte in Sinzig, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau. Anmeldung online.
Kostenlose Demenz-Schulungen im Kreis Ahrweiler unterstützen Pflegekräfte in Sinzig, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau. Anmeldung online.
Die Koordinationsstelle Demenz der Kreisverwaltung Ahrweiler bietet eine kostenlose Schulung zum Thema "Umgang mit Demenz in der Pflege" an, um Pflegepersonal fachlich zu unterstützen und deren Resilienz zu stärken. Teilnahmeberechtigt sind examinierte Pflegefachkräfte, Pflegehelfer und Betreuungsassistenten. Termine sind am 9. März in Sinzig, am 27. März in Bad Breisig, am 30. März in Bad Neuenahr-Ahrweiler und am 24. April in Adenau. Interessierte müssen sich über die Website des Kreises anmelden. (Quelle: www.blick-aktuell.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.02.2026
EU gibt grünes Licht: Ethanol bleibt als Desinfektionsmittel erlaubt
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Befürchtungen, dass Ethanol nicht länger als Desinfektionsmittel verfügbar sein könnte, nachdem es von der EU als krebserregend eingestuft wurde, haben sich zerschlagen. Laut "Ärzte Zeitung" hat der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Biozidprodukte (BPC) entschieden, dass Ethanol weiterhin für Desinfektionsmittel zugelassen werden kann. BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Schritt, um ein De-facto-Verbot von Ethanol-basierten Biozidprodukten zu vermeiden. Verschiedene Verbände der Gesundheitswirtschaft hatten davor gewarnt, Ethanol als krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch zu deklarieren, da dies den Infektionsschutz gefährden könnte. Nun wird die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) der EU-Kommission eine Empfehlung zur Einstufung von Ethanol im Rahmen des Biozidrechtsverfahrens geben.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
24.02.2026
Kreis Höxter: Verstärkte Kooperation mit Schwester-Hatune-Stiftung geplant
Der Kreis Höxter intensiviert die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung, um gezielt internationale Pflegekräfte zu gewinnen.
Der Kreis Höxter intensiviert die Zusammenarbeit mit der Schwester-Hatune-Stiftung, um gezielt internationale Pflegekräfte zu gewinnen.
Der Kreis Höxter plant, die Kooperation mit der Schwester-Hatune-Stiftung auszubauen, um Menschen aus dem Ausland gezielt für die Pflege zu gewinnen. Im Rahmen eines Treffens in der Pflegeschule Rimbeck tauschten sich Landrat Michael Stickeln und weitere Vertreter über die bereits erfolgreiche Vermittlung von acht Frauen aus Indien durch die syrisch-orthodoxe Schwester Hatune Dogan aus. Die Initiative zielt darauf ab, den Personalmangel in heimischen Pflegeeinrichtungen durch ausländische Fachkräfte zu mildern, berichtete das "Westfalen-Blatt".
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