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Pflegepolitik und Recht
30.01.2026
Pflegeheime in Schleswig-Holstein: Diakonie fordert Kostendeckel und Reform
Die Diakonie fordert in Schleswig-Holstein angesichts hoher Eigenanteile für Pflegeheime eine Reform mit Kostendeckel und mehr Unterstützung durch die Pflegeversicherung.
Die Diakonie fordert in Schleswig-Holstein angesichts hoher Eigenanteile für Pflegeheime eine Reform mit Kostendeckel und mehr Unterstützung durch die Pflegeversicherung.
Die steigenden Kosten für Pflegeheime in Schleswig-Holstein belasten die Betroffenen zunehmend. Laut einem Bericht der "LN Online" müssen Pflegebedürftige im Schnitt über 3000 Euro aus eigener Tasche zahlen, was die Rente vieler Menschen übersteigt. Die Diakonie sowie Vertreter aus der Politik fordern daher dringend eine Reform, die eine Entlastung der Pflegebedürftigen sicherstellt. Ein Kostendeckel und eine Übernahme eines größeren Anteils der Heimkosten durch die Pflegeversicherung werden als Lösungen ins Gespräch gebracht.
Mindestlohn in der Altenpflege soll 2026 auf 16,52 Euro steigen
Der Mindestlohn in der Altenpflege soll ab Juli 2026 auf 16,52 Euro ansteigen, was bundesweit alle Pflegebetriebe betrifft.
Der Mindestlohn in der Altenpflege soll ab Juli 2026 auf 16,52 Euro ansteigen, was bundesweit alle Pflegebetriebe betrifft.
Die Mindestlöhne in der Altenpflege sollen ab Juli 2026 gemäß einem Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales angehoben werden, wie auf www.altenheim.net berichtet wird. Pflegehilfskräfte ohne mindestens einjährige Ausbildung könnten dann mindestens 16,52 Euro verdienen; ab 2027 sollen es 16,95 Euro sein. Für qualifizierte Pflegekräfte sind entsprechend höhere Sätze vorgesehen. Die Verordnung betrifft bundesweit alle Pflegebetriebe und soll bis September 2028 gültig sein. Ob der Entwurf in seiner aktuellen Form umgesetzt wird, wird aktuell diskutiert.
Herpes-zoster-Impfung senkt Demenzrisiko bei Senioren erheblich
Eine kanadische Studie zeigt: Herpes-zoster-Impfung verringert das Demenzrisiko bei Senioren, vor allem Frauen, erheblich. Wichtiger Impuls für Impfstrategien!
Eine kanadische Studie zeigt: Herpes-zoster-Impfung verringert das Demenzrisiko bei Senioren, vor allem Frauen, erheblich. Wichtiger Impuls für Impfstrategien!
Eine neue Studie aus Kanada deutet darauf hin, dass die Herpes-zoster-Impfung das Risiko einer Demenz bei älteren Menschen verringern könnte, was insbesondere bei Frauen zu beobachten sei. Die Ergebnisse legen nahe, dass Impfberechtigte ein deutlich reduziertes Demenzrisiko aufweisen. Diese Hinweise stützen sich auf frühere Forschungsergebnisse, die bereits auf einen solchen Zusammenhang zwischen der Herpes-zoster-Impfung und einem verminderten Demenzrisiko hingewiesen hatten. Diese Entdeckung könnte weitreichende Implikationen für die Priorisierung von Impfkampagnen haben, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit älterer Menschen [Quelle: Ärztezeitung.de].
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
30.01.2026
Innovativer Ansatz zur Dekubitus-Prävention verbessert Patientensicherheit
Ein neuartiger, struktureller Ansatz zur Dekubitus-Prävention könnte die Patientensicherheit maßgeblich stärken, sagt Pflegeexpertin Kerstin Gmeinwieser.
Ein neuartiger, struktureller Ansatz zur Dekubitus-Prävention könnte die Patientensicherheit maßgeblich stärken, sagt Pflegeexpertin Kerstin Gmeinwieser.
Kerstin Gmeinwieser, Pflegewissenschaftlerin, hebt die Bedeutung eines strukturierten Ansatzes zur Prävention, Überwachung und Intervention bei Dekubitus hervor, und betont die Notwendigkeit, das Zeitfenster, in dem sich ein Dekubitus entwickelt, optimal zu nutzen. Die Uniklinik Augsburg, die an einem Kongress über innovative Gesundheitsstrategien teilnahm, verfolgt einen multiperspektivischen Prozess im Dekubitusmonitoring, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet. Diese Methode könnte die Patientensicherheit in der Pflege signifikant verbessern, indem sie einen ganzheitlichen Blick auf die Entstehung und Vermeidung von Dekubitus einnimmt.
Versorgungslücken für ältere Menschen mit Behinderung beunruhigen Experten
Experten warnen vor unzureichender Versorgung älterer Menschen mit Behinderung und fordern angepasste, wohnortnahe Angebote zur Förderung der Selbstbestimmung.
Experten warnen vor unzureichender Versorgung älterer Menschen mit Behinderung und fordern angepasste, wohnortnahe Angebote zur Förderung der Selbstbestimmung.
Wolf-Dietrich Trenner vom Arbeitskreis Down-Syndrom hebt hervor, dass das Versorgungssystem unzureichend auf ältere Menschen mit Behinderung vorbereitet ist. Laut AOK (www.aok.de) sind Pflegeeinrichtungen oft nicht für diese Gruppe ausgelegt, da Behinderung im Alter oft als Randthema behandelt wird. Hinzu kommt, dass bürokratische Hürden und mangelnde Wohnangebote die Situation zusätzlich erschweren. Trenner fordert wohnortnahe, finanzierte Angebote, die Selbstbestimmung fördern und die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen bis ins hohe Alter ermöglichen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.01.2026
Pflegekrise im Kreis Siegen-Wittgenstein: Plätze reichen nicht aus
Im Kreis Siegen-Wittgenstein droht eine Pflegekrise: Pflegeplätze reichen nicht aus, um der steigenden Zahl älterer Bürger gerecht zu werden.
Im Kreis Siegen-Wittgenstein droht eine Pflegekrise: Pflegeplätze reichen nicht aus, um der steigenden Zahl älterer Bürger gerecht zu werden.
Laut einem Bericht der Siegener Zeitung steht die Pflege im Kreis Siegen-Wittgenstein kurz vor dem Kollaps. Angesichts der steigenden Lebenserwartung wächst die Zahl der Pflegebedürftigen, während die vorhandenen Pflegeplätze nicht ausreichend sind. Der Pflegebedarfsplan des Kreises zeigt diese besorgniserregende Entwicklung auf. Der Kreis arbeitet intensiv daran, Lösungsansätze zu finden, um die Krise zu bewältigen und die Versorgung älterer Menschen sicherzustellen.
Pflegekosten-Rekord: Eigenanteile für Heimplätze 2026 auf Höchststand
2026 erreichen Eigenanteile für Heimplätze mit 3.542 Euro monatlich einen Rekordwert. Trotz Leistungszuschlägen sind Pflegebedürftige stark belastet.
2026 erreichen Eigenanteile für Heimplätze mit 3.542 Euro monatlich einen Rekordwert. Trotz Leistungszuschlägen sind Pflegebedürftige stark belastet.
Die Eigenanteile für Pflegeheimplätze haben laut Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen einen neuen Rekordwert erreicht. Durchschnittlich müssen Pflegebedürftige seit Jahresbeginn 2026 monatlich 3.542 Euro ohne Zuschüsse aus eigener Tasche zahlen. Dies stellt eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr dar, wie "Versicherungsbote.de" berichtet. Trotz eines seit 2022 geltenden Leistungszuschlags seitens der Pflegekassen, der bis zu 70 Prozent der Pflegekosten abdeckt, steigen die Belastungen weiterhin. Der Kostenschub variiert stark zwischen den Bundesländern.
Tarifvertrag benachteiligt Pflegekräfte: Keine Umwandlung von Weihnachtsgeld
Der neue Tarifvertrag schließt Pflegekräfte von der Umwandlung von Weihnachtsgeld in freie Tage aus, was Unmut und Diskussionen über Anerkennung und Fairness entfacht.
Der neue Tarifvertrag schließt Pflegekräfte von der Umwandlung von Weihnachtsgeld in freie Tage aus, was Unmut und Diskussionen über Anerkennung und Fairness entfacht.
Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bringt viele Neuerungen, doch nicht jede Berufsgruppe profitiert gleichermaßen. Während die meisten Beschäftigten Teile ihres Weihnachtsgeldes in freie Tage umwandeln können, bleibt diese Option für Pflegekräfte ausgeschlossen. Laut einer Mitteilung des Deutschen Roten Kreuzes sei dies ein Zeichen der Anerkennung, aber das Grundproblem der Finanzstabilität im Gesundheitssystem bestünde weiterhin. Thomas Greiner vom Arbeitgeberverband Pflege betont die Notwendigkeit einer effizienten Lösung zum Wohle der Einrichtungen und Pflegebedürftigen. (Quelle: www.merkur.de)
Prozess in Karlsruhe: Ärzte und Pfleger wegen tragischen Todes angeklagt
Prozess in Karlsruhe: Ärzte und Pfleger angeklagt, nachdem ein Patient in einem Pforzheimer Krankenhaus bei einem misslungenen Befreiungsversuch verbrannte.
Prozess in Karlsruhe: Ärzte und Pfleger angeklagt, nachdem ein Patient in einem Pforzheimer Krankenhaus bei einem misslungenen Befreiungsversuch verbrannte.
Ein Patient verbrannte bei lebendigem Leib in einem Krankenhaus in Pforzheim, nachdem er versucht hatte, sich selbst mittels eines Feuerzeugs von Fixierungsgurten zu befreien. Im Prozess vor dem Landgericht Karlsruhe stehen zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte unter Anklage. Ihnen wird vorgeworfen, die seitens des Bundesverfassungsgerichts vorgeschriebenen Maßnahmen zur Fixierung nicht eingehalten zu haben. Einer der Ärzte weist die Vorwürfe über seinen Verteidiger zurück, da er weder die Fixierung angeordnet noch davon Kenntnis gehabt habe. Der Vorfall ereignete sich im Mai 2023, nachdem der 58-jährige Patient mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden war. In der Notaufnahme verhielt er sich aggressiv, woraufhin er fixiert wurde. Berichten zufolge wurde der Mann anschließend über Stunden unbeaufsichtigt gelassen, was den Vorschriften widerspricht. Der Prozess soll insgesamt neun Verhandlungstage umfassen und ein Urteil wird für den 19. März erwartet.
SPRIND-Chef fordert Digitalisierung und Bürokratieabbau im Gesundheitswesen
SPRIND-Chef Andreas Zaby fordert mehr Digitalisierung und Bürokratieabbau im Gesundheitswesen, um Forschung und Innovation effizienter voranzutreiben.
SPRIND-Chef Andreas Zaby fordert mehr Digitalisierung und Bürokratieabbau im Gesundheitswesen, um Forschung und Innovation effizienter voranzutreiben.
Andreas Zaby von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) betont die Notwendigkeit von Digitalisierung, Bürokratieabbau und Risikokapital, um die Forschung im Gesundheitswesen voranzubringen. Trotz der Herausforderungen, die Innovatoren im "Valley of Death" erleben, sieht Zaby in bestimmten Bereichen positive Entwicklungen. Diese Maßnahmen könnten helfen, innovative Technologien und Forschungsergebnisse effektiver zur Marktreife zu bringen. Wie 'Ärzte Zeitung' berichtet, sind solche Veränderungen essentiell, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung nachhaltig zu gestalten.
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