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Medizin, Gesundheit und Prävention
12.05.2026
Studie: Körperliche Aktivität hebt Stimmung und Energie im Alltag
Regelmäßige Bewegung hebt Stimmung und Energie, besonders bei geringem Wohlbefinden, zeigt eine internationale Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit.
Regelmäßige Bewegung hebt Stimmung und Energie, besonders bei geringem Wohlbefinden, zeigt eine internationale Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit.
Bewegung im Alltag verbessert die Stimmung und das Gefühl von Wachheit und Energie bei den meisten Menschen, so eine Meta-Analyse, an der das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim beteiligt war (Quelle: Ärzte Zeitung). Die Studie zeigt, dass Menschen, die sich körperlich betätigen, besser gelaunt sind, wobei dieser Effekt bereits aus Laborstudien bekannt ist. Untersucht wurden die Stimmung und körperliche Aktivität der Teilnehmer im Alltag mithilfe von elektronischen Geräten. Während der Zusammenhang zwischen Aktivität und Wohlbefinden bei vielen positiv war, zeigte sich, dass Ruhe nach körperlicher Aktivität oft gemindert war. Besonders diejenigen mit niedrigem Wohlbefinden profitierten von Aktivität. Mehr als 95 Prozent der untersuchten Personen berichteten von erhöhter Energie vor oder nach körperlicher Aktivität. Die Forscher sammelten Daten von 8.000 Teilnehmern weltweit, was diese Untersuchung zur größten ihrer Art macht. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Bewegungsfrequenz und -intensität wesentliche Einflussfaktoren auf das affektive Wohlbefinden sind.
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg, während Petra Krebs als Staatssekretärin wechselnde Akzente setzen soll.
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg, während Petra Krebs als Staatssekretärin wechselnde Akzente setzen soll.
Oliver Hildenbrand, 38-jähriger Psychologe, soll Gesundheitsminister in Baden-Württemberg werden, wie „Ärzte Zeitung“ berichtet. Der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir stellte Hildenbrand als Nachfolger von Manfred Lucha vor, der nach zehn Jahren sein Amt niederlegt. Petra Krebs, die seit 2016 im Landtag sitzt und als versierte Gesundheitspolitikerin gilt, wurde zur Staatssekretärin ernannt. Hildenbrand hat sich als Innenpolitiker profiliert und war ehemals Sprecher der Grünen Jugend. Seine Gesundheitskompetenz zieht er aus einem Psychologiestudium und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Psychiatrie. Die grün-schwarze Regierung plant im neuen Koalitionsvertrag unter anderem eine Kinderarztquote und die Förderung multiprofessioneller Praxismodelle. Hildenbrand bedankt sich für das Vertrauen und sieht respektvoll auf die kommende Aufgabe. Petra Krebs, ausgebildete Krankenschwester, übernimmt von Dr. Ute Leidig als Staatssekretärin.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.05.2026
EU verstärkt Arzneimittelproduktion mit neuem „Critical Medicines Act“
EU beschließt „Critical Medicines Act“, um Arzneimittelproduktion zu stärken und Abhängigkeit von Nicht-EU-Herstellern zu verringern. Engpässe sollen Geschichte sein.
EU beschließt „Critical Medicines Act“, um Arzneimittelproduktion zu stärken und Abhängigkeit von Nicht-EU-Herstellern zu verringern. Engpässe sollen Geschichte sein.
Das neue Gesetz der Europäischen Union, bekannt als „Critical Medicines Act“, wurde von Unterhändlern des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten beschlossen, um den Mangel an wichtigen Medikamenten zu beheben. Das Gesetzziel zielt darauf ab, die Produktion von Arzneimitteln in Europa zu erhöhen, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Herstellern zu verringern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die jüngsten Engpässe bei Medikamenten wie Schmerzmitteln und Antibiotika haben die Verwundbarkeit aktueller Lieferketten offengelegt. Künftig sollen Mitgliedstaaten nicht nur den billigsten Anbieter bei Ausschreibungen wählen, sondern auch die regionale Herstellung honorieren. Mindestens 50 Prozent der Wirkstoffe eines Medikaments müssen aus der EU stammen. Auch sollen Forschungs- und Produktionsvorhaben, die für die EU von strategischer Bedeutung sind, schneller genehmigt werden. Ein „Made in EU“-Kriterium soll in der öffentlichen Beschaffung Vorrang haben. Die endgültige Zustimmung von Parlament und Mitgliedstaaten wird als Formsache betrachtet.
Haftung bei Pflege-Azubis: Keine Schonung trotz mangelnder Erfahrung
Pflege-Azubis haften bei Fehlern wie reguläre Mitarbeiter, sofern sie Sorgfaltspflichten verletzen. Einrichtungen sind für ausreichende Aufsicht mitverantwortlich.
Pflege-Azubis haften bei Fehlern wie reguläre Mitarbeiter, sofern sie Sorgfaltspflichten verletzen. Einrichtungen sind für ausreichende Aufsicht mitverantwortlich.
Die Haftungsfrage bei Fehlern von Pflege-Azubis wird nach einem Bericht von 'Care vor9' ähnlich wie bei normalen Beschäftigten gehandhabt. Fehlende Berufserfahrung schützt Azubis nicht, wenn sie erwartete Sorgfaltspflichten verletzen. Pflegeeinrichtungen tragen dabei ebenfalls Verantwortung, indem Praxisanleiter die Azubis beaufsichtigen und bei Bedarf eingreifen müssen. Mangelnde Anleitung oder Dokumentation kann als Organisationsverschulden gelten. Entscheidend sind der Ausbildungsstand, die Aufgabenstellung sowie der Grad des Verschuldens der Auszubildenden.
Pflegeverband fordert erweiterte Befugnisse und mehr Verantwortung
Pflegeverband Südwest: Mehr Verantwortung und Befugnisse für Pflegekräfte gefordert, um Effizienz zu steigern und bürokratische Hürden zu überwinden.
Pflegeverband Südwest: Mehr Verantwortung und Befugnisse für Pflegekräfte gefordert, um Effizienz zu steigern und bürokratische Hürden zu überwinden.
Christina Nestler, Vorstandsmitglied des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Südwest, hob im Gespräch mit SWR Aktuell die Herausforderungen in der Pflege hervor und forderte mehr Befugnisse für Pflegekräfte. Trotz Personalmangel und bürokratischen Hürden beschreibt sie die Arbeit in der Pflege als "wunderbar". Um Verbesserungen zu erzielen, müssten laut Nestler Pflegende beispielsweise mehr Verantwortung bei der Wundversorgung und bei der Ausstellung von Folgerezepten übernehmen dürfen. Dies könnte die Pflegeeffizienz steigern und Unterbrechungen minimieren, berichtete SWR.de.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Arbeitsagentur fordert 3-Punkte-Strategie gegen Pflege-Fachkräftemangel
Die Arbeitsagentur fordert eine 3-Punkte-Strategie gegen den Pflege-Fachkräftemangel: Beratung, Weiterbildung und gesteuerte Zuwanderung sind entscheidend.
Die Arbeitsagentur fordert eine 3-Punkte-Strategie gegen den Pflege-Fachkräftemangel: Beratung, Weiterbildung und gesteuerte Zuwanderung sind entscheidend.
Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege fordert die Bundesagentur für Arbeit eine dreigleisige Strategie bestehend aus Beratung, Weiterbildung und gesteuerter Zuwanderung. Markus Schmitz, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, betonte am Internationalen Tag der Pflege, dass Zuwanderung essenziell für die Organisation der Pflege sei. Aktuell haben 28,2 Prozent der 256.824 Pflegekräfte in Bayern ausländische Wurzeln. Trotz Qualifikationslücken beabsichtigt die Arbeitsagentur, durch Weiterbildungen den Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu begegnen (www.br.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Sachsen-Anhalt startet Projekt zur Anwerbung internationaler Pflegekräfte
Sachsen-Anhalt startet das Projekt „ProBe“, um internationale Pflegekräfte zu gewinnen und langfristig in der Region zu halten.
Sachsen-Anhalt startet das Projekt „ProBe“, um internationale Pflegekräfte zu gewinnen und langfristig in der Region zu halten.
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Sachsen-Anhalt hat das Projekt „ProBe“ gestartet, um mehr internationale Fachkräfte für die Pflege- und Gesundheitsberufe zu gewinnen. Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne betonte, dass eine verlässliche Kümmererstruktur notwendig sei, um die Fachkräfte langfristig in der Region zu halten. Das Projekt zielt darauf ab, internationale Arbeitskräfte bei ihrer beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen, was auch Pflege- und Gesundheitseinrichtungen entlastet. Bis zum Jahr 2035 werden in Sachsen-Anhalt 24.000 zusätzliche Fachkräfte in der Pflege benötigt. (Quelle: www.sachsen-anhalt.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Pflegekräfte unzufrieden: Hohe Verantwortung, geringe Anerkennung
Eine DBfK-Befragung enthüllt: Pflegekräfte spüren große Verantwortung, aber wenig Anerkennung. Finanzielle Engpässe könnten Personalabbau verschärfen.
Eine DBfK-Befragung enthüllt: Pflegekräfte spüren große Verantwortung, aber wenig Anerkennung. Finanzielle Engpässe könnten Personalabbau verschärfen.
Eine aktuelle DBfK-Befragung verdeutlicht, dass beruflich Pflegende trotz ihrer großen Verantwortung weiterhin mit strukturellen Hindernissen konfrontiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass 83 Prozent der Befragten ihre Arbeit als sinnvoll empfinden, jedoch nur drei Prozent gesellschaftliche Anerkennung verspüren. Vera Lux vom DBfK betont die Wichtigkeit der Einbindung von Pflegefachpersonen in Entscheidungen, besonders angesichts der geplanten Budgetdeckelung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor finanziellen Engpässen, die zu einem Abbau von Pflegepersonal führen könnten (Quelle: kma-online.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.05.2026
Pflege und Beruf: Neue AOK-Studie zeigt hohe Belastung für Erwerbstätige
Eine neue AOK-Studie enthüllt die hohe Belastung für erwerbstätige pflegende Angehörige, wobei viele ihre Arbeitszeit reduzieren müssen.
Eine neue AOK-Studie enthüllt die hohe Belastung für erwerbstätige pflegende Angehörige, wobei viele ihre Arbeitszeit reduzieren müssen.
Der neue WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hebt die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Deutschland hervor. Eine Umfrage unter 1.500 pflegenden Angehörigen zeigt, dass 59 Prozent erwerbstätig sind, wobei viele ihre Arbeitszeit aus Pflegegründen reduzieren. 46,9 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich psychisch und körperlich stark belastet. Die Studie verdeutlicht auch eine Geschlechterungleichheit, da 60,4 Prozent der Pflegenden Frauen sind. Diese Belastungen, so Susann Behrendt von WIdO, erfordern verbesserte Unterstützungsangebote und stärkere Berücksichtigung in der Pflegepolitik (idw-online.de).
Hohe Krankheitsausfälle bei Pflegekräften: Prävention gefordert
Pflegekräfte fehlen 2025 im Schnitt 27,8 Tage wegen Krankheit. Hohe Belastungen machen Prävention zur Priorität, fordert die Techniker Krankenkasse.
Pflegekräfte fehlen 2025 im Schnitt 27,8 Tage wegen Krankheit. Hohe Belastungen machen Prävention zur Priorität, fordert die Techniker Krankenkasse.
Pflegekräfte sind laut einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) weiterhin von hohen krankheitsbedingten Ausfällen betroffen. Im Jahr 2025 waren Pflegekräfte im Durchschnitt 27,8 Tage krankgeschrieben, etwa 10 Tage mehr als in anderen Berufen. Altenpflegekräfte verzeichneten besonders hohe Ausfallzeiten mit durchschnittlich 32,7 Tagen. Hauptursachen sind psychische und körperliche Belastungen. Die TK betont, dass die geplante Pflegereform Prävention in den Fokus rücken sollte, um die Gesundheit der Pflegekräfte zu fördern und deren Arbeitsbedingungen zu verbessern. (Quelle: www.tk.de)
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