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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.04.2026
Hessen beschleunigt Einwanderung qualifizierter Fachkräfte mit neuer Behörde
Hessen startet zentrale Behörde zur Beschleunigung der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte, um Unternehmen besser zu unterstützen und Verfahren zu optimieren.
Hessen startet zentrale Behörde zur Beschleunigung der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte, um Unternehmen besser zu unterstützen und Verfahren zu optimieren.
Hessen plant, die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland zu beschleunigen. Eine neue zentrale Einrichtung beim Regierungspräsidium Darmstadt soll im Herbst starten, um Unternehmen als Ansprechpartner zu dienen und die Einwanderungsverfahren zu beschleunigen. Die Minister für Inneres und Soziales, Roman Poseck (CDU) und Heike Hofmann (SPD), betonten die Bedeutung einer "fast lane" für eine effizientere Bearbeitung. Kommunale Ausländerbehörden bleiben bestehen, erhalten jedoch Entlastung durch zusätzliche Ressourcen des Sozialministeriums. Die neue Behörde soll eine koordinierende Rolle einnehmen, indem sie Kommunikationswege mit Anerkennungsbehörden und der Bundesagentur für Arbeit bündelt. Die FDP und die hessische Wirtschaft unterstützen das Vorhaben. Poseck unterstrich die Notwendigkeit eines positiven Klimas für ausländische Fachkräfte, und die AfD wurde kritisiert. Verbesserungen bei Anerkennungsverfahren bleiben zentral, um effektiv Fachkräfte zu gewinnen. (Quelle: F.A.Z.)
Berliner Palliativarzt wegen Verdachts auf Patiententötung angeklagt
Ein Berliner Palliativarzt steht wegen des Verdachts auf heimliche Tötung von 15 Patienten mit Muskelrelaxanzien vor Gericht. Ermittlungen laufen in 70 weiteren Fällen.
Ein Berliner Palliativarzt steht wegen des Verdachts auf heimliche Tötung von 15 Patienten mit Muskelrelaxanzien vor Gericht. Ermittlungen laufen in 70 weiteren Fällen.
Ein Berliner Palliativarzt, Johannes M., steht unter dem Verdacht, mindestens 15 Patienten heimlich mit Muskelrelaxanzien getötet zu haben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Dabei handelte es sich um Medikamentengaben ohne medizinische Indikation, die schnell zur Lähmung der Atemmuskulatur führten. Der Arzt soll seine Taten im Bekanntenkreis mit dem Gefühl gerechtfertigt haben, sich „als Herr über Leben und Tod“ gefühlt zu haben. Er schweigt zu den Vorwürfen, während abgehörte Gespräche mit seiner Ehefrau teils schockierende Motive und Überlegungen zur Prozessstrategie offenbaren. Die Ermittlungen laufen parallel in über 70 weiteren Fällen der Staatsanwaltschaft. Der Prozess vor dem Berliner Landgericht enthüllt dabei auch, dass der Angeklagte aktiv überlegte, wie er im Verfahren seine Aktionen rechtfertigen könne.
Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Pflege-Angeboten und Kostenfallen
Die Verbraucherzentrale warnt Pflegebedürftige und Angehörige vor unseriösen Angeboten und versteckten Kostenfallen bei Pflegeanträgen und Dienstleistungen.
Die Verbraucherzentrale warnt Pflegebedürftige und Angehörige vor unseriösen Angeboten und versteckten Kostenfallen bei Pflegeanträgen und Dienstleistungen.
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sehen sich immer häufiger unseriösen Angeboten gegenüber, die auf ihre Unsicherheit im Umgang mit Pflegeleistungen abzielen, so die Verbraucherzentrale. Besonders problematisch sind kostenpflichtige Hilfestellungen beim Pflegeantrag, obwohl die Antragsstellung direkt bei der Pflegekasse kostenfrei ist. Dienstleister bieten oft vermeintlich kostenlose Services an, wobei unbeabsichtigt weitere Leistungen, wie Pflegehilfsmittel, beantragt werden. Auch unerlaubte Werbeanrufe, bei denen angebliche Mitarbeiter der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes für Verträge drängen, sind ein wachsendes Problem. Verbraucher geraten zudem in Kostenfallen durch versteckte Abtretungserklärungen bei ambulanten Pflegediensten. Die Verbraucherzentralen raten, vorsichtig mit persönlichen Daten umzugehen, sich direkt an die Pflegekasse zu wenden und vor Vertragsschluss alle Bedingungen gründlich zu prüfen. Unabhängige Beratungsstellen wie die Pflegestützpunkte oder die Verbraucherzentrale bieten Orientierung und Hilfe. (Quelle: verbraucherzentrale.de)
30 Jahre DEAS: Neue Erkenntnisse zum Älterwerden und Pflegeheime
30 Jahre DEAS: Neue Studienphase offenbart zentrale Erkenntnisse zum Älterwerden und bezieht erstmals auch Pflegeheime in die Analyse ein.
30 Jahre DEAS: Neue Studienphase offenbart zentrale Erkenntnisse zum Älterwerden und bezieht erstmals auch Pflegeheime in die Analyse ein.
Am 15. April 2026 startete der Deutsche Alterssurvey (DEAS) in seine neunte Erhebungsphase und begeht damit sein 30-jähriges Jubiläum. Seit drei Jahrzehnten liefert diese bundesweit repräsentative Studie zentrale Erkenntnisse über das Leben von Menschen in der zweiten Lebenshälfte, insbesondere im Alter von 40 bis 85 Jahren. Bundesministerin Karin Prien betonte die Bedeutung des Surveys, der zeigt, wie vielfältig das Älterwerden heute ist, und dient als Kompass für politische Rahmenbedingungen. Der DEAS berücksichtigt nun auch systematisch die Lebenssituation in Alten- und Pflegeheimen und erweitert Themen wie das lebenslange Lernen. Mit seinem einzigartigen Design ermöglicht die Studie eine Analyse gesellschaftlicher Veränderungen und individueller Alternsverläufe. Der Deutsche Alterssurvey ist aus einer evidenzbasierten Politik nicht mehr wegzudenken, so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Wohnanpassung beugt Stürzen vor: Expertenhinweise von Kongress
Barrierefreies Wohnen mindert Sturzrisiken, sagen Experten: Fördermittel erleichtern Anpassungen, denn Partnerangst hemmt oft Senioren. Beratung hilft.
Barrierefreies Wohnen mindert Sturzrisiken, sagen Experten: Fördermittel erleichtern Anpassungen, denn Partnerangst hemmt oft Senioren. Beratung hilft.
Barrierefreies Wohnen ist ein entscheidender Aspekt der Sturzprävention im häuslichen Umfeld, wird jedoch häufig von älteren Patienten und ihren Angehörigen unterschätzt. Beim diesjährigen DGIM-Kongress betonten Experten die Bedeutung von Wohnberatungen, die individuelle Anpassungen für Senioren empfehlen. Professor Maximilian König von der Universitätsmedizin Greifswald unterstrich, dass Wohnanpassungen nicht immer kostspielig sein müssen und Fördermittel verfügbar sind. Wohnberatungsstellen bieten zudem kostenlos Beratungen und Online-Checklisten zur Identifizierung von heimischen Barrieren an. Die Studie SeFallED hob den Einfluss der Partnerangst als stärkere Einschränkung der körperlichen Aktivität von Senioren hervor. Ärzte sollten auch dyadische Beziehungen im Blick behalten und das soziale Umfeld in die Betreuung einbeziehen. Die Quelle dieser Erkenntnisse ist die Ärztezeitung.
Der DBfK warnt: Die GKV-Reform deckelt das Pflegebudget und gefährdet so die Pflegequalität. Pflege darf nicht zum Sparobjekt werden.
Der DBfK warnt: Die GKV-Reform deckelt das Pflegebudget und gefährdet so die Pflegequalität. Pflege darf nicht zum Sparobjekt werden.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) warnt vor einer Sparpolitik, die die Pflege beeinträchtigt. Insbesondere kritisiert er die geplante Deckelung des Pflegebudgets im Rahmen der GKV-Reform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, berichtet 'eu-schwerbehinderung.eu'. Laut DBfK-Präsidentin Vera Lux dürfe Pflege nicht als variabler Kostenblock angesehen werden, dessen Umfang von der finanziellen Lage abhängig gemacht werden kann. Der Verband fordert stattdessen strukturelle Reformen, um Überlastungen zu vermeiden und die Pflegekapazitäten sachgerecht anzupassen.
DBfK warnt: GKV-Budgetdeckelung setzt falsches Signal in der Pflege
Der DBfK warnt: Eine Budgetdeckelung der Pflegekosten setzt ein falsches Signal und erfordert strukturelle Reformen statt pauschaler Sparmaßnahmen.
Der DBfK warnt: Eine Budgetdeckelung der Pflegekosten setzt ein falsches Signal und erfordert strukturelle Reformen statt pauschaler Sparmaßnahmen.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) warnt vor den Plänen der Bundesregierung, das Pflegebudget im Rahmen der GKV-Reform zu deckeln. Wie medinfoweb.de berichtet, kritisiert der DBfK, dass die Begrenzung der Pflegekosten ein falsches Signal setzt und drängt auf strukturelle Reformen statt pauschaler Ausgabenbremsen. Pflege sei kein flexibel reduzierbarer Kostenblock, erklärt DBfK-Präsidentin Vera Lux. Notwendig sei ein besser organisiertes Gesundheitssystem, das Überlastung und Fehlsteuerung vermeidet. Die GKV, so der DBfK, brauche tiefgreifende Veränderungen, nicht kurzfristige Einsparungen.
Pflegegeld 2026: Neue Regeln für Verhinderungspflege und Budgetierung
Ab 2026 gelten neue Regeln für die Verhinderungspflege: Das Pflegegeld wird bei längerer Abwesenheit halbiert, während bei stundenweiser Pflege alles beim Alten bleibt.
Ab 2026 gelten neue Regeln für die Verhinderungspflege: Das Pflegegeld wird bei längerer Abwesenheit halbiert, während bei stundenweiser Pflege alles beim Alten bleibt.
Laut einem Artikel auf 'www.gegen-hartz.de' gibt es 2026 wichtige Änderungen bei der Verhinderungspflege. Wenn pflegende Angehörige für längere Zeit vertreten werden müssen, zahlt die Pflegekasse das Pflegegeld nur noch zur Hälfte für bis zu acht Wochen im Jahr weiter. Bei stundenweiser Ersatzpflege hingegen bleibt das volle Pflegegeld erhalten, wenn die Betreuung an einem Tag nicht länger als acht Stunden dauert. Ein neuer Jahresbetrag von 3.539 Euro kann flexibel für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege genutzt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium betont.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.04.2026
"BAPID II: Neue Ausgabe stärkt professionelle Verantwortung in der Pflege"
Die zweite Auflage von BAPID II fokussiert auf professionelle Verantwortung und fördert klare Rollenprofile in der Pflege, meldet eu-schwerbehinderung.eu.
Die zweite Auflage von BAPID II fokussiert auf professionelle Verantwortung und fördert klare Rollenprofile in der Pflege, meldet eu-schwerbehinderung.eu.
Die zweite, überarbeitete Auflage von BAPID II, bekannt als "Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland", wurde vorgestellt, berichtet eu-schwerbehinderung.eu. Mit der neuen Ausgabe entfällt die frühere Unterscheidung zwischen "komplexen" und "hochkomplexen" Pflegesituationen zugunsten einer klaren Ausrichtung auf die professionelle Verantwortung. Christine Vogler vom Deutschen Pflegerat betont die Notwendigkeit klarer und praxistauglicher Rollenprofile, die eine bessere Strukturierung und Professionalisierung der Pflege erlauben sollen. Diese Änderungen adressieren ungenaue bisherige Modelle und fördern eine praxisorientierte Pflegeentwicklung.
Assistenzrobotik entlastet Pflegekräfte im Altenheim St. Vinzenz
Assistenzrobotik im Altenheim St. Vinzenz: EDAN entlastet Pflegekräfte bei Logistik, schafft Zeit für Bewohner. Caritas-Projekt SMiLE2getherGaPa zeigt Erfolge.
Assistenzrobotik im Altenheim St. Vinzenz: EDAN entlastet Pflegekräfte bei Logistik, schafft Zeit für Bewohner. Caritas-Projekt SMiLE2getherGaPa zeigt Erfolge.
Das Forschungsprojekt SMiLE2getherGaPa zeigt, dass Assistenzrobotik Pflegepersonen im Alltag signifikant entlasten kann, insbesondere bei logistischen und organisatorischen Aufgaben. Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising nutzte das robotische System EDAN im Altenheim St. Vinzenz in Garmisch-Partenkirchen und fand heraus, dass Pflegekräfte durch Einsparung von Zeit bei Routineaufgaben mehr Raum für direkte Bewohnerbetreuung gewinnen können. Die Entwicklung der Technologien erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Pflegenden, was praxisnahe Anwendungsszenarien schuf (www.altenheim.net).
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