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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.07.2026
Ampel-Koalition: Neue Hybrid-Modelle verändern Gesundheitsversorgung
Neue Hybrid-Modelle prägen Gesundheitswesen: Ampel-Koalition fördert ambulante und sektorübergreifende Versorgung für Fachärzte und Kliniken mit neuen Chancen.
Neue Hybrid-Modelle prägen Gesundheitswesen: Ampel-Koalition fördert ambulante und sektorübergreifende Versorgung für Fachärzte und Kliniken mit neuen Chancen.
Die von der Ampel-Koalition beschlossenen Veränderungen im Gesundheitswesen, insbesondere im Bereich der Ambulantisierung und sektorenübergreifenden Versorgung, beginnen sich in der Praxis bemerkbar zu machen. Neue hybride Versorgungsmodelle, die sich zwischen Praxis und Klinik etablieren, eröffnen sowohl neue Konkurrenz- als auch Kooperationsfelder für niedergelassene Fachärzte und Kliniken. Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, die auf die Schaffung moderner Vergütungs- und Versorgungsstrukturen abzielt, die die traditionellen Sektorengrenzen überwinden. Dies berichtet die „Ärzte Zeitung“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Die Einführung solcher Modelle könnte langfristig sowohl Herausforderungen als auch Chancen für das Gesundheitswesen mit sich bringen.
VdK fordert gesetzliche Pflicht für flächendeckende Pflegestützpunkte
VdK fordert gesetzliche Pflicht für Pflegestützpunkte, um bundesweit einheitliche und umfassende Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu gewährleisten.
VdK fordert gesetzliche Pflicht für Pflegestützpunkte, um bundesweit einheitliche und umfassende Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu gewährleisten.
Der Sozialverband VdK hebt die Wichtigkeit von Pflegestützpunkten hervor, die kostenlose und unabhängige Beratung für Pflegebedürftige und deren Angehörige bieten. Diese Stützpunkte, die in fast allen Bundesländern existieren, unterstützen bei der Orientierung im Pflegeversorgungssystem. Der VdK kritisiert jedoch regionale Unterschiede in Deutschland, die eine uneinheitliche Versorgung zur Folge haben. Der Verband fordert eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Pflege auf kommunaler Ebene für flächendeckende Angebote. Informationen zu örtlichen Pflegestützpunkten sind beim Zentrum für Qualität in der Pflege abrufbar. (Quelle: vdk.de)
Zukunftspakt Pflege: Kürzung der Hilfsmittel trotz drohender Einbußen?
Der "Zukunftspakt Pflege" droht mit Kürzungen bei Pflegehilfsmitteln, was Millionen von zu Hause Gepflegten Einbußen von bis zu 60 Prozent bescheren könnte.
Der "Zukunftspakt Pflege" droht mit Kürzungen bei Pflegehilfsmitteln, was Millionen von zu Hause Gepflegten Einbußen von bis zu 60 Prozent bescheren könnte.
Laut einem Bericht von www.gegen-hartz.de stellt der "Zukunftspakt Pflege" den eigenständigen Anspruch auf monatlich 42 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch in Frage. Diese Leistung soll in zwei neue Sammelbudgets überführt werden, was etwa 4,9 Millionen zu Hause gepflegte Menschen in Deutschland betreffen würde. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnte vor "massiven Kürzungen", und pflegende Angehörige befürchten Einbußen von bis zu 60 Prozent. Die Reformvorschläge haben bislang noch keine verbindliche gesetzliche Grundlage.
Neue Therapieansätze: Gewichtsreduktion lindert Arthroseschmerzen
Neue Therapieansätze: Gewichtsreduktion mit GLP-1-Rezeptoragonisten lindert effektiv Arthroseschmerzen und verbessert die Gelenkfunktion bei Osteoarthrose.
Neue Therapieansätze: Gewichtsreduktion mit GLP-1-Rezeptoragonisten lindert effektiv Arthroseschmerzen und verbessert die Gelenkfunktion bei Osteoarthrose.
Gewichtsreduktion kann bei Osteoarthrose positiv auf Gelenkschmerz und -funktion wirken. Laut einer Meldung des EULAR-Kongresses gibt es mit GLP-1-Rezeptoragonisten nun ein krankheitsmodifizierendes Therapieprinzip. Diese neuen Ansätze könnten eine vielversprechende Option für die Behandlung von Osteoarthrose darstellen. Quelle: aerztezeitung.de.
GKV-Sparpaket: Bundesrat und Bundestag beraten über Änderungsanträge
Der Bundestag diskutiert über 64 Änderungsanträge zum GKV-Sparpaket, die besonders die Beiträge der Pharmaindustrie und die Pflegepersonaluntergrenzen betreffen.
Der Bundestag diskutiert über 64 Änderungsanträge zum GKV-Sparpaket, die besonders die Beiträge der Pharmaindustrie und die Pflegepersonaluntergrenzen betreffen.
Im Zuge der Verhandlungen um das GKV-Sparpaket wurden am Wochenende 64 Änderungsanträge seitens des Bundesgesundheitsministeriums eingereicht, die der Ärzte Zeitung vorliegen. Diese Woche wird als „Woche der Wahrheit" bezeichnet, da der Gesundheitsausschuss des Bundestags das Papier diskutieren wird. Eine Entscheidung könnte bereits am Freitag fallen, wenn der Bundestag das Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit der Mehrheit von Union und SPD verabschieden könnte. Zeitgleich wird der Bundesrat darüber abstimmen.
Gravierende Änderungen betreffen den Sparbeitrag der Pharmaindustrie und den Bundeszuschuss zur GKV. Ursprünglich geplante Kürzungen sollen teilweise zurückgenommen werden, was durch Einnahmen aus der geplanten Zuckersteuer ermöglicht wird. Zusätzliche Mittel sollen auch für die Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern fließen. Die Pflegepersonaluntergrenzen sollen zudem gestärkt und die Personalbemessung weiterentwickelt werden, während die Kommission für die Personalbemessung abgeschafft wird.
Bayern startet 4,5-Millionen-Initiative zur Digitalisierung der Pflege
Bayern investiert 4,5 Mio. Euro in Digitalisierung der Pflege und startet die Initiative FiPtec, um technologische Innovationen bis 2028 voranzutreiben.
Bayern investiert 4,5 Mio. Euro in Digitalisierung der Pflege und startet die Initiative FiPtec, um technologische Innovationen bis 2028 voranzutreiben.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat die Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec) am Bayerischen Zentrum Pflege Digital in Kempten gestartet. Ziel der Initiative ist es, die Digitalisierung in der Pflege voranzutreiben. Gerlach betonte, dass die Initiative mit 4,5 Millionen Euro gefördert wird und Teil der HighCare Agenda ist, die bis 2028 etwa 31 Millionen Euro in Digitalisierung investiert. FiPtec bündelt Wissen aus verschiedenen Forschungsbereichen, um innovative Technologien in die Pflegepraxis zu überführen, berichtet das Bayerische Gesundheitsministerium.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
06.07.2026
"Gemeinschaftliches Wohnen in Wiesbaden: Ein 'Dorf in der Stadt' entsteht"
In Wiesbaden entsteht ein "Dorf in der Stadt": 37 Wohnungen für gemeinschaftliches Wohnen stehen kurz vor der Fertigstellung und bieten Lösungen gegen Vereinsamung.
In Wiesbaden entsteht ein "Dorf in der Stadt": 37 Wohnungen für gemeinschaftliches Wohnen stehen kurz vor der Fertigstellung und bieten Lösungen gegen Vereinsamung.
Das Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“ im Wiesbadener Stadtteil Bierstadt befindet sich in der Endphase. 37 Wohnungen sollen bis spätestens Dezember bezugsfertig sein. Initiator und Vereinsvorsitzender Andreas Börner beschreibt das Vorhaben als „Dorf in der Stadt“, in dem die Bewohner ein enges Miteinander pflegen können. In einer Gesellschaft, in der Vereinsamung alter Menschen ein wachsendes Problem darstellt, biete das Konzept eine Lösung. Die Idee, die vor über 20 Jahren entstanden ist, nimmt mit der Unterstützung der städtischen Wohnungsgesellschaft GWW nun Form an, berichtet die F.A.Z. Das Bauprojekt umfasst fünf dreigeschossige Gebäude in Holzhybridbauweise, für die rund 13 Millionen Euro investiert werden. Die Baukosten teilen sich auf erhebliche 5800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche auf. Fast alle Wohnungen sind bereits vergeben, die Mieter müssen Mitglieder des Vereins sein, und die Miete wird durch eine Umlage für Gemeinschaftsflächen ergänzt. Letztere umfassen Räume für Veranstaltungen, Homeoffice und Kreativität.
Neue Prävention gegen Harnwegsinfektionen: Immuntherapie ohne Antibiotika
Neue Immuntherapie gegen Harnwegsinfekte: Eine sublinguale Option verbessert Lebensqualität und reduziert Antibiotikaeinsatz bei Betroffenen.
Neue Immuntherapie gegen Harnwegsinfekte: Eine sublinguale Option verbessert Lebensqualität und reduziert Antibiotikaeinsatz bei Betroffenen.
Bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen gibt es zunehmend Optionen, um vorzubeugen, ohne direkt auf Antibiotika zurückgreifen zu müssen, berichtet die Ärzte Zeitung. Eine Möglichkeit stellt die sublinguale Immunmodulation dar. Dies könnte insbesondere für Patientinnen und Patienten interessant sein, die regelmäßig mit Antibiotika behandelt werden und dabei mit Problemen wie Resistenzbildung oder Nebenwirkungen konfrontiert sind. Aerztezeitung.de berichtet, dass diese präventiven Maßnahmen dabei helfen könnten, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu verbessern und langfristig zur Reduktion der Antibiotika-Nutzung beitragen könnten.
Osteoporose-Medikamente sicher in Frakturheilung, sagt Studie
Osteoporose-Medikamente beeinträchtigen laut Studie nicht die Frakturheilung, was Pflegefachkräfte und Angehörige bei der Therapie beruhigen dürfte.
Osteoporose-Medikamente beeinträchtigen laut Studie nicht die Frakturheilung, was Pflegefachkräfte und Angehörige bei der Therapie beruhigen dürfte.
Wie die "Ärzte Zeitung" berichtet, beeinflusst die antiresorptive Wirkung von Osteoporose-Medikamenten nicht die Frakturheilung negativ. Eine aktuelle Metaanalyse zeigt, dass Bisphosphonate auch nach einer akuten Fraktur zur Therapie geeignet sind. Dies dürfte besonders Fachkräfte aus der Pflege, die eng mit der postoperativen Betreuung von osteoporosebedingten Frakturen zu tun haben, interessieren. Die Ergebnisse der Metaanalyse könnten dazu beitragen, bestehende Unsicherheiten in der Behandlung von Patienten mit akuten Frakturen abzubauen. Auch Angehörige, die der Betreuung von Patienten mit Osteoporose involviert sind, könnte diese Nachricht über die Sicherheit und Wirksamkeit der eingesetzten Medikamente beruhigen.
AOK warnt vor Risiken durch geplante Aussetzung der Pflege-Tariftreue
Die AOK warnt vor Risiken bei Aussetzung der Pflege-Tariftreue und sieht die Fachkräftesicherung bedroht, fordert stattdessen optimierte Vergütungsmodelle.
Die AOK warnt vor Risiken bei Aussetzung der Pflege-Tariftreue und sieht die Fachkräftesicherung bedroht, fordert stattdessen optimierte Vergütungsmodelle.
Die AOK kritisiert das Vorhaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), die Tariftreue in der Pflege auszusetzen. Laut AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann haben die Lohnerhöhungen seit Einführung der Tarifbindung 2021 die Entgeltlücke zur Krankenhauspflege verringert, was zur Fachkräftesicherung beiträgt. Die Aussetzung der Tariftreue könnte diese Fortschritte gefährden, so Reimann laut der Quelle www.eu-schwerbehinderung.eu. Sie schlägt stattdessen vor, die Grundlohnsummenentwicklung als Maßstab für Vergütungssteigerungen zu nutzen, um die Ausgabeneffizienz der sozialen Pflegeversicherung zu verbessern.
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