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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
22.06.2026
Pflege-Azubis leiten selbstständig Geriatriestation in Groß-Umstadt
Pflege-Azubis führen selbstständig Geriatriestation in Groß-Umstadt – Ein innovatives Projekt zur Förderung praktischer Fähigkeiten und Eigenverantwortung.
Pflege-Azubis führen selbstständig Geriatriestation in Groß-Umstadt – Ein innovatives Projekt zur Förderung praktischer Fähigkeiten und Eigenverantwortung.
In der Kreisklinik Groß-Umstadt übernehmen 28 Pflege-Auszubildende eigenständig für zehn Tage eine Geriatriestation. Unter Anleitung von Praxisanleitern, die nur in Ausnahmefällen eingreifen, gestalten sie Dienstpläne und treffen pflegerische Entscheidungen eigenständig. Das Projekt "Auszubildende leiten eine Station" bietet den Azubis praktische Erfahrungen und bereitet sie auf die eigenverantwortlichen Aufgaben in ihrer beruflichen Zukunft vor. Die Leistungen werden per Fragebogen von den Patienten bewertet, zudem erhält jeder Azubi Feedback zur Stärkung seiner Reflexionsfähigkeit. (Quelle: www.op-online.de)
Betriebsrat droht Ausschluss bei Verstoß gegen Datenschutzregeln
Das Landesarbeitsgericht Hessen entschied: Betriebsräte riskieren den Ausschluss, wenn sie gegen Datenschutzregeln verstoßen, wie bei unzulässigen Weiterleitungen von E-Mails.
Das Landesarbeitsgericht Hessen entschied: Betriebsräte riskieren den Ausschluss, wenn sie gegen Datenschutzregeln verstoßen, wie bei unzulässigen Weiterleitungen von E-Mails.
Betriebsräte haben regelmäßig Zugang zu sensiblen Personaldaten, was eine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht nach sich zieht. Eine aktuelle Entscheidung des Hessischen Landesarbeitsgerichts hat gezeigt, dass Betriebsratsmitglieder, die gegen die Datenschutzregeln verstoßen, aus dem Betriebsrat ausgeschlossen werden können. In dem betreffenden Fall hatte ein Betriebsratsvorsitzender einer Klinik dienstliche E-Mails an seine private Adresse weitergeleitet, trotz Abmahnung. Dies führte zu einem Ausschlussverfahren. Das Gericht entschied, dass die Weiterleitung personenbezogener Daten an einen privaten E-Mail-Account eine grobe Pflichtverletzung darstellt. Laut F.A.Z. betont das Urteil, dass Betriebsratsmitglieder die Datenvorschriften strikt einhalten müssen. Arbeitgeber sollten hingegen darauf achten, dass Betriebsräte technisch ausreichend ausgestattet sind, um keine privaten Geräte nutzen zu müssen.
Sachverständigenrat: Reformbedarf bei Sozialhilfe für Pflegebedürftige
Der Sachverständigenrat fordert Reformen bei der Sozialhilfe für Pflegebedürftige, um steigenden Sozialversicherungsbeiträgen entgegenzuwirken.
Der Sachverständigenrat fordert Reformen bei der Sozialhilfe für Pflegebedürftige, um steigenden Sozialversicherungsbeiträgen entgegenzuwirken.
Im Frühjahrsgutachten 2026 schlägt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor, dass Pflegebedürftige, die Kosten nicht aus eigener Tasche zahlen können, schneller beim Sozialamt Unterstützung beantragen müssen. Hintergrund ist die Prognose, dass ohne Reformen der Sozialversicherungsbeitrag bis 2040 auf fast 50 Prozent steigen könnte. Der Rat empfiehlt unter anderem, bisherige Leistungszuschläge zu streichen und eine Bedürftigkeitsprüfung einzuführen. Dies könnte mehr Pflegebedürftige in Armut und Sozialhilfeabhängigkeit führen, zitiert www.buerger-geld.org.
Biochemiker Behl zweifelt an Antikörper-Therapien bei Alzheimer
Biochemiker Behl aus Mainz bezweifelt den Nutzen neuer Antikörper-Therapien gegen Alzheimer und fordert innovative Forschungsansätze zur umfassenden Demenzbekämpfung.
Biochemiker Behl aus Mainz bezweifelt den Nutzen neuer Antikörper-Therapien gegen Alzheimer und fordert innovative Forschungsansätze zur umfassenden Demenzbekämpfung.
Im Kampf gegen Alzheimer setzen viele Hoffnungen auf neue Antikörper-Therapien. Doch der Biochemiker Christian Behl, tätig in Mainz, äußert Zweifel an deren Nutzen. Stattdessen fordert er innovative Forschungsansätze, um die Wirksamkeit von Behandlungen zu verbessern und die Ursachen der Demenz besser zu verstehen. Behl hebt hervor, dass die Ablagerung von Amyloid zwischen den Nervenzellen, die oft im Fokus der Forschung steht, möglicherweise nicht die zentrale Ursache der Krankheit darstellt. Um das Risiko von Demenz umfassend zu adressieren, sei ein breiteres Verständnis der Einflussfaktoren nötig, so Behl. (Quelle: F.A.Z.)
Hitzewelle überrollt Deutschland: Temperaturen bis zu 39 Grad erwartet
Deutschland erwartet am Wochenende rekordverdächtige Hitze bis zu 39 Grad und Unwettergefahr, besonders im Südwesten, mit Auswirkungen auf Outdoor-Veranstaltungen.
Deutschland erwartet am Wochenende rekordverdächtige Hitze bis zu 39 Grad und Unwettergefahr, besonders im Südwesten, mit Auswirkungen auf Outdoor-Veranstaltungen.
Deutschland steht am Wochenende vor einer anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von über 38 Grad, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für Samstag schwülheiße 30 bis 38 Grad, insbesondere im Südwesten des Landes. Bereits am Freitag kletterten die Temperaturen in einigen Regionen auf Rekordwerte, darunter 38,5 Grad in Kitzingen, Bayern. Es besteht zudem Unwettergefahr mit möglichen Gewittern, wie bereits in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Veranstaltungen wie das Southside Festival in Baden-Württemberg waren von den Witterungsbedingungen betroffen. Am Sonntag könnte mit 30 bis 39 Grad der Höhepunkt der Hitzewelle erreicht werden. Auf Veranstaltungen im Freien, wie die Fête de la Musique in Berlin, dürften die hohen Temperaturen weiterhin Auswirkungen haben. Hitzewellen dieser Art sind durch den Klimawandel häufiger geworden und stellen besonders für gefährdete Gruppen eine Herausforderung dar. (Quelle: FAZ, dpa)
Krankenkassen-Ausgaben steigen stärker als Einnahmen im 1. Quartal
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen im 1. Quartal stärker als die Einnahmen, mit einem Anstieg der Leistungsausgaben um 7,7 Prozent.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen im 1. Quartal stärker als die Einnahmen, mit einem Anstieg der Leistungsausgaben um 7,7 Prozent.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung sind im ersten Quartal des Jahres deutlich stärker gestiegen als die Einnahmen, berichtet die Ärzte Zeitung unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Trotz eines Quartalsüberschusses von 1,3 Milliarden Euro stiegen die Leistungsausgaben um 7,7 Prozent, während die Einnahmen nur um 4,1 Prozent zulegten. Besonders im stationären Sektor kam es zu einem Anstieg von 9,3 Prozent, was das Ministerium als Hauptkostenfaktor sieht. Zur Stabilisierung der Finanzlage plant Gesundheitsministerin Nina Warken eine Erhöhung des Entlastungsvolumens auf 19 Milliarden Euro. Die Verwaltungskosten stiegen moderater an und sanken sogar um eine Million Euro. Dennoch bleibt der finanzielle Druck auf die Krankenkassen bestehen.
Verzögerung des Pflegeneuordnungsgesetzes: Verabschiedung erst 2026
Das Pflegeneuordnungsgesetz verzögert sich auf 2026 – Kritik und Hoffnungen begleiten die Entscheidung zu neuen Pflegevorgaben und Tariftreueregelung.
Das Pflegeneuordnungsgesetz verzögert sich auf 2026 – Kritik und Hoffnungen begleiten die Entscheidung zu neuen Pflegevorgaben und Tariftreueregelung.
Das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wird erst im Juli 2026 im Bundeskabinett behandelt, wie "www.haeusliche-pflege.net" berichtet. Ursprünglich war ein Beschluss bereits für Mai geplant, aber nach mehreren Verschiebungen, zuletzt für den 27. Mai und 3. Juni, ist eine Verabschiedung vor der Sommerpause unwahrscheinlich. Der Bundesgeschäftsführer des VDAB, Thomas Knieling, begrüßt die Verschiebung als Chance für Nachbesserungen. Kritisiert wird vor allem die Aussetzung der Tariftreueregelung, welche Pflegeeinrichtungen wirtschaftlich gefährden könnte.
Bundesregierung lehnt Länderforderungen zum GKV-Sparpaket weitgehend ab
Die Bundesregierung blockiert nahezu alle Änderungswünsche der Länder zum GKV-Sparpaket und bleibt bei ihrer strikten Ausgabenpolitik.
Die Bundesregierung blockiert nahezu alle Änderungswünsche der Länder zum GKV-Sparpaket und bleibt bei ihrer strikten Ausgabenpolitik.
Die Bundesregierung geht bei dem GKV-Sparpaket weiterhin konfrontativ vor und lehnt nahezu alle Änderungswünsche der Länder ab. In ihrer Gegenäußerung zum Beitragssatzstabilisierungs-Gesetz reagiert sie ebenso kompromisslos wie zuvor der Bundesrat. Nur in Ausnahmen will sie einzelne Anliegen prüfen, etwa die drohende Unterversorgung im Bereich der Kieferorthopädie. Kritikpunkte der Länder wie die systematische Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch den geplanten Spardeckel oder die vollständige Streichung der TSVG-Zuschläge für Vertragsärzte bleiben unberücksichtigt. Die Regierung betont, eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik sei zwingend notwendig, um die Stabilität der Beitragssätze zu gewährleisten. Auch bei den vorgeschlagenen Anpassungen der Pflegepersonaluntergrenzen signalisiert sie lediglich Prüfbereitschaft. Der abschließenden Beratung des Sparpakets im Bundestag wurde auf den 10. Juli vertagt. (Quelle: aerztezeitung.de)
gematik plant Modernisierung: TI 2.0 mit Fokus auf digitale Interoperabilität
gematik treibt TI 2.0 voran: Fokus auf digitale Interoperabilität, um ePA, E-Rezept und sichere Kommunikation zu stärken. Weniger Hardware, mehr mobile Nutzung.
gematik treibt TI 2.0 voran: Fokus auf digitale Interoperabilität, um ePA, E-Rezept und sichere Kommunikation zu stärken. Weniger Hardware, mehr mobile Nutzung.
Die nächste Generation der Telematikinfrastruktur (TI 2.0) nimmt Gestalt an, da die gematik Schritte zur Modernisierung plant. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung zentraler TI-Elemente in einer einheitlichen Plattform, um parallele Entwicklungen zu vermeiden. Dies soll die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept und die sichere Kommunikation stärken. Laut gematik ist der Übergang zur TI 2.0 bereits im Gange, wobei weniger Spezialhardware und mehr mobile Nutzung, digitale Identitäten und moderne Sicherheitsstandards im Vordergrund stehen. Diese Änderungen sollen die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der TI verbessern. Die gematik wird mit ihren Gesellschaftern und Partnern einen konkreten Umsetzungsplan entwickeln, der die beschleunigte Einführung von TI 2.0 und den Aufbau der Plattform umfasst (aerztezeitung.de).
BSG-Urteil: Keine Ausschlussfrist für Corona-Pflege-Rettungsschirm
BSG-Urteil: Pflegeeinrichtungen können Erstattungsansprüche aus dem Corona-Rettungsschirm ohne Ausschlussfrist geltend machen.
BSG-Urteil: Pflegeeinrichtungen können Erstattungsansprüche aus dem Corona-Rettungsschirm ohne Ausschlussfrist geltend machen.
Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden, dass Erstattungsansprüche nach dem Corona-Pflege-Rettungsschirm keiner materiellen Ausschlussfrist unterliegen. Das Gericht befand, dass der GKV-Spitzenverband nicht befugt gewesen war, eine solche Frist festzulegen. Rechtsanwältin Julia-Marie Bludau erläuterte, dass dadurch auch verspätete Ansprüche weiterhin durchgesetzt werden können. Pflegeeinrichtungen haben somit die Möglichkeit, offene Forderungen im Rahmen der regulären Verjährungsfristen geltend zu machen. (Quelle: www.altenheim.net)
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