Zuletzt verfügte das Heim über 44 stationäre Pflegeplätze; ein gleichwertiger Ersatz zeichnet sich bislang nicht ab.
Wie BGLand24 von der Bürgerversammlung berichtet, ist die Form der Nachnutzung nicht festgelegt. Genannt werden betreutes Wohnen, gemischt mit normalen Wohnungen, sowie Senioren-Wohngemeinschaften; zugleich ist von zwölf normalen beziehungsweise betreuten Wohnungen die Rede. Welche Form der Interessent tatsächlich plant und welche Pflege- oder Unterstützungsleistungen vorgesehen sind, bleibt offen. Auch die Finanzierung ist laut Fegg noch zu klären.
Zahlenmäßig wären zwölf Wohnungen gut ein Viertel der 44 bisherigen stationären Plätze. Fegg beschreibt Senioren-Wohngemeinschaften als Modell, in dem Bewohner länger selbstständig bleiben und nach ihrem Bedarf Unterstützung erhalten. Nach Angaben des Caritas-Verbands endet mit St. Felicitas die stationäre Pflege im Ort und in der Region. Der ambulante Caritas-Dienst am Standort wird dagegen fortgeführt.
Anfragen bei anderen Betreibern blieben Fegg zufolge ohne Erfolg. Die bisherige Zahl der Plätze sei für sie zu gering; ein zusätzliches Haus würde finanzielle Schwierigkeiten mit sich bringen. Eine verbindliche Lösung gibt es somit weiterhin nicht.
Bei der Bürgerversammlung wurden Sorgen über sinkende Pflegekapazitäten geäußert. Der frühere Leiter des Seniorenzentrums „Insula“, Rolf Hopmann, hält zwölf betreute Wohnungen für unzureichend und verlangte einen „runden oder eckigen Tisch“ zur demografischen Entwicklung. Dem Bericht zufolge sollen 2040 mehr als 45 Prozent der Bevölkerung Bischofswiesens über 65 Jahre alt sein. BGLand24 nennt zudem 200 fehlende Pflegeplätze im Landkreis. Diese Zahl bleibt erklärungsbedürftig: Laut Chiemgau24 stammt die jüngste Statistik von 2023 und weist 1.182 vollstationäre Plätze bei 985 stationär versorgten Senioren aus. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor; wie sich daraus ein Fehlbedarf von 200 Plätzen ableitet, bleibt offen.