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Nach tödlichem Messerangriff in Olfen: Seelsorge unterstützt Bewohner und Pflegeteam

Nach dem tödlichen Messerangriff im St.-Vitus-Stift begleitet die Seelsorge Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige sowie Beschäftigte. Die beiden schwer verletzten Frauen sind nach Angaben der Ermittler außer Lebensgefahr.

Für den 24. Oktober ist ein öffentlicher Gedenkgottesdienst angekündigt.

Pflegepersonal muss Versorgung aufrechterhalten

Am Freitagabend, 16. Oktober, soll ein 72-jähriger Bewohner in der Cafeteria des Olfener Altenheims drei Mitbewohnerinnen mit einem Messer angegriffen haben. Eine Frau starb. Zwei weitere Bewohnerinnen wurden schwer verletzt und im Laufe des Wochenendes operiert. Am 20. Oktober lagen sie laut einem Bericht im Krankenhaus.

Die Seelsorger der Gemeinde St. Vitus sind seit dem Angriff im Dauereinsatz. Das St.-Vitus-Stift organisiert seelsorgerische Unterstützung für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige sowie Mitarbeitende. Pfarrer Ulrich Franke zufolge ist die Stimmung weiterhin von Fassungslosigkeit und Schock geprägt.

Für das Pflegepersonal ist die Situation doppelt belastend. Viele Beschäftigte seien selbst betroffen und fassungslos, zugleich müsse der Betrieb weitergehen und die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner aufrechterhalten werden, sagt Pastoralreferent Martin Reuter.

Der WDR berichtet von großem Zusammenhalt im Team. Kolleginnen und Kollegen blieben länger, um zu helfen. Einige kamen am Tatabend aus ihrer Freizeit ins Heim, um das Team zu unterstützen.

Begleitung orientiert sich an individuellen Bedürfnissen

Franke zufolge richtet sich die seelsorgerische Begleitung nach den individuellen Bedürfnissen. Entscheidend sei, da zu sein, zuzuhören, Gespräche anzubieten oder gemeinsames Schweigen auszuhalten. Die Seelsorger seien unabhängig von einer Kirchenbindung für alle ansprechbar, die etwas sagen oder weinen möchten.

Bei Menschen mit Demenz könne dies auch bedeuten, den Angriff nicht anzusprechen, wenn sie das Geschehen nicht mitbekommen hätten, sagt Franke.

Zu den gemeinschaftlichen Angeboten gehörte eine heilige Messe mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden in der Krankenhauskapelle. Im St.-Vitus-Stift kommen Menschen außerdem zum Rosenkranzgebet zusammen. Dort wird ein Gedenkort eingerichtet und ein Buch ausgelegt, in das Bewohner ein Wort, ein Gebet oder einen Satz eintragen können.

Öffentlicher Gedenkgottesdienst angekündigt

Für Samstag, 24. Oktober, ist um 15 Uhr in der Kirche St. Vitus in Olfen ein öffentlicher Gedenkgottesdienst für die Verstorbene und alle Geschädigten angekündigt.

Quellen und weiterführende Informationen

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