Vier Dienste haben Interesse an einer Beteiligung bekundet.
Mehr Zeit für die Versorgung
An dem Modellvorhaben nach § 123 SGB XI beteiligen sich Urbach, Plüderhausen, Winterbach, Remshalden, Rudersberg, Welzheim, Alfdorf, Kaisersbach, Berglen und Schorndorf. In dem Gebiet leben rund 122.000 Menschen.
Durch die bessere Koordination der Fahrten soll mehr Zeit für die Versorgung bleiben. Ergänzend sind digitale Beratungs- und Unterstützungsangebote vorgesehen. Ehrenamtliche Unterstützungsangebote sollen ausgebaut und fachlich begleitet werden. Ziel ist laut Mitteilung, die Pflege im Mittelbereich Schorndorf–Welzheim zu stärken und pflegende Angehörige zu entlasten.
Geschäftsstelle soll Zusammenarbeit koordinieren
Die Stadt Schorndorf leitet das Projekt. Bei ihr soll eine interkommunale Geschäftsstelle entstehen, die die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und Partner koordiniert und die Weiterentwicklung der regionalen Pflegeversorgung begleitet.
Das Land Baden-Württemberg hat bis zu rund 595.000 Euro bewilligt. Die Pflegekassen tragen einen Anteil in gleicher Höhe. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben liegen damit bei rund 1,19 Millionen Euro.
Wissenschaftliche Begleitung vorgesehen
Das Vorhaben gehört zum Landesprogramm „OrtsNahePflege BW“. Schorndorf ist einer der ersten sechs Modellstandorte im Land.
Die Projekte des Programms werden wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erfahrungen sollen zeigen, welche Ansätze sich bewähren und möglicherweise auf andere Regionen übertragen lassen.