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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.10.2026
Bund prüft besseren Hitzeschutz im Gesundheitswesen
Der Bund prüft besseren Hitzeschutz im Gesundheitswesen. Maßnahmen können als Teil förderfähiger Klinikprojekte aus dem Transformationsfonds finanziert werden.
Der Bund prüft besseren Hitzeschutz im Gesundheitswesen. Maßnahmen können als Teil förderfähiger Klinikprojekte aus dem Transformationsfonds finanziert werden.
Die Bundesregierung prüft fortlaufend Verbesserungen des Hitzeschutzes in den verschiedenen Versorgungsbereichen des Gesundheitswesens. Wie aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, können hitzeschutzrelevante bauliche oder technische Anpassungen über den Krankenhaustransformationsfonds mitfinanziert werden. Voraussetzung ist, dass Maßnahmen wie Verschattung, Gebäudebegrünung oder klimafreundliche Kühlung Bestandteil eines förderfähigen Gesamtvorhabens sind. Einen eigenständigen Fördertatbestand für Klimaschutzvorkehrungen gibt es nicht. Nach Angaben des Deutschen Bundestages traten 2026 mehrere Hitzewellen auf. Erste Hinweise auf eine intensive Hitzewelle lagen dem Deutschen Wetterdienst ab dem 14. Juni vor. Warnungen über das Modulare Warnsystem betrafen an mehreren Tagen im Juni, Juli und August unter anderem Tübingen und den Odenwaldkreis.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.10.2026
Neuer Pflege-Kompass für Ausbildungssuchende aus Drittstaaten
Ein kostenloser digitaler Pflege-Kompass informiert Menschen aus Drittstaaten in elf Sprachen über Ausbildung, Berufsalltag und Leben in Deutschland.
Ein kostenloser digitaler Pflege-Kompass informiert Menschen aus Drittstaaten in elf Sprachen über Ausbildung, Berufsalltag und Leben in Deutschland.
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe hat einen kostenlosen digitalen Entscheidungskompass für Menschen aus Drittstaaten veröffentlicht, die eine Pflegeausbildung in Deutschland erwägen. Laut Bibliomed Pflege vermittelt das anonyme Tool in elf Sprachen anhand von 60 Fragen ein realistisches Bild von Ausbildung, Berufsalltag und Leben in Deutschland. Es zeigt individuellen Informationsbedarf auf, beeinflusst Bewerbungen aber nicht. Hintergrund ist die geplante Ausweitung des Gütesiegels „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ auf Ausbildungssuchende ab 2027.
Die Stiko rät Risikogruppen und Pflegepersonal zur jährlichen Grippeimpfung. Ideal ist der Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte Dezember.
Einordnung: Neu sind konkrete Impfzeiträume, Angebote in Apotheken sowie Hinweise zur gleichzeitigen Covid-19-Impfung und zu Kombinationsimpfstoffen.
Vorher: „Grippeimpfung: Schutz für Risikogruppen in Alten- und Pflegeheimen“ (24.09.2026)
Die Stiko rät Risikogruppen und Pflegepersonal zur jährlichen Grippeimpfung. Ideal ist der Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte Dezember.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Beschäftigten im Gesundheitswesen. Auch enge Kontaktpersonen von Risikopatienten sollten sich impfen lassen. Nach Angaben der F.A.Z. ist der Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte Dezember besonders geeignet; der vollständige Schutz entsteht nach zehn bis 14 Tagen. Impfungen bieten neben Arztpraxen auch teilnehmende Apotheken an. Eine Grippe- und eine Coronaimpfung können beim selben Termin verabreicht werden. Einen zugelassenen Kombinationsimpfstoff empfiehlt die Stiko wegen noch unzureichender Daten zu Nutzen und Sicherheit jedoch nicht. Wer die Termine trennt, sollte sich angesichts der derzeit stärkeren Verbreitung des Coronavirus zunächst gegen Covid-19 impfen lassen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Grippeimpfung für Personen, die unter die Stiko-Empfehlung fallen.
Bei überaktiver Blase sollen Hausärzte, Gynäkologen, Urologen und Geriater enger kooperieren, um Diagnose und Therapie zu verbessern.
Bei überaktiver Blase sollen Hausärzte, Gynäkologen, Urologen und Geriater enger kooperieren, um Diagnose und Therapie zu verbessern.
Bei der Versorgung von Menschen mit überaktiver Blase sollten Hausärzte, Gynäkologen, Urologen und gegebenenfalls Geriater enger zusammenarbeiten. Nach Angaben der „Ärzte Zeitung“ fehlt es bislang häufig an strukturierten Abläufen. Dadurch werde die Erkrankung teils spät erkannt, unzureichend diagnostiziert oder verspätet beziehungsweise nicht wirksam behandelt. Abgestimmte Behandlungspfade sowie klare Regeln für Überweisungen und Rücküberweisungen könnten die Versorgung verbessern. Ziel sei eine individuell geeignete Therapie und eine der chronischen Erkrankung angemessene langfristige Betreuung. Der Beitrag entstand mit Unterstützung der Apogepha Arzneimittel GmbH.
Welthändewaschtag: BIÖG räumt mit Hygieneirrtümern auf
Zum Welthändewaschtag klärt das BIÖG über Hygieneirrtümer auf: Entscheidend sind Seife, gründliches Einreiben und 20 bis 30 Sekunden Waschzeit.
Zum Welthändewaschtag klärt das BIÖG über Hygieneirrtümer auf: Entscheidend sind Seife, gründliches Einreiben und 20 bis 30 Sekunden Waschzeit.
Zum Welthändewaschtag am 15. Oktober startet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA) die Plakatkampagne „Wo waren deine Hände heute?“. Sie soll in Sanitärräumen über richtiges Händewaschen informieren und verbreitete Irrtümer ausräumen. Wie bereits wissenschaftlich bestätigt, ist die Wassertemperatur für die Entfernung von Krankheitserregern nicht entscheidend. Neu im Fokus steht, dass Wasser allein weniger wirksam ist als die Kombination mit Seife. Die Hände sollten 20 bis 30 Sekunden lang an allen Stellen eingeseift werden. Antimikrobielle Seifen bieten gesunden Menschen im Privathaushalt laut BIÖG in der Regel keinen zusätzlichen Nutzen; Desinfektionsmittel seien dort nur in begründeten Ausnahmefällen nötig. Zu häufiges Waschen mit starken Reinigungsmitteln könne zudem den natürlichen Säureschutzmantel der Haut belasten. Empfohlen werden Wasser und milde, pH-neutrale Seife. Einrichtungen und Betriebe können Plakate und Aufkleber kostenfrei beim BIÖG bestellen.
Studie: KI erstellt verständliche Rheuma-Entlassungsbriefe
Eine Pilotstudie zeigt: KI kann verständliche Rheuma-Entlassungsbriefe erstellen. 30 Betroffene bewerteten die Schreiben sehr positiv.
Eine Pilotstudie zeigt: KI kann verständliche Rheuma-Entlassungsbriefe erstellen. 30 Betroffene bewerteten die Schreiben sehr positiv.
Die Erstellung laienverständlicher Entlassungsbriefe zu rheumatologischen Erkrankungen mithilfe eines großen Sprachmodells ist offenbar machbar. In einer Pilotstudie mit 30 Betroffenen wurden die automatisiert erstellten Schreiben sehr gut angenommen und könnten verständlicher sein als herkömmliche Arztbriefe. Das berichtete eine Arbeitsgruppe laut aerzteblatt.de beim Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig. Die Ergebnisse wurden im Abstractband des Kongresses veröffentlicht.
CDU hält an Rentenanrechnung für häusliche Pflege fest
Die CDU will häusliche Pflegezeiten weiter auf die Rente anrechnen und rückt damit von früheren Koalitionsplänen für Kürzungen ab.
Die CDU will häusliche Pflegezeiten weiter auf die Rente anrechnen und rückt damit von früheren Koalitionsplänen für Kürzungen ab.
Die Anrechnung häuslicher Pflegezeiten auf die Rente soll erhalten bleiben. Das bekräftigte das CDU-Präsidium laut „Deutschem Ärzteblatt“ in einem Positionspapier. Pflegende Angehörige leisteten Außergewöhnliches und stützten den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie das Pflegesystem. Damit rückt die CDU von früheren Koalitionsplänen ab, die Rentenanrechnung zu reduzieren. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hatte diesen Kurswechsel bereits bei der Vorstellung des Entwurfs zum Pflegeneuordnungsgesetz angekündigt. Die geplante Reform der Pflegeversicherung soll zudem verhindern, dass das Defizit auf kommunaler Ebene weiter steigt.
Trotz Hitzewellen weniger Sterbefälle im dritten Quartal
Trotz Hitzewellen starben im dritten Quartal 2026 rund 3.000 Menschen weniger als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2025.
Einordnung: Destatis bilanziert das dritte Quartal: Trotz hitzebedingter Spitzen gab es rund 3.000 Todesfälle weniger als im Mittel 2022 bis 2025.
Vorher: „Hitzewelle 2026: Sterberate in Deutschland um 32 % gestiegen“ (14.07.2026)
Trotz Hitzewellen starben im dritten Quartal 2026 rund 3.000 Menschen weniger als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2025.
Im dritten Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 230.428 Menschen gestorben. Während der Hitzewelle zum Monatswechsel Juni/Juli lagen die Sterbefallzahlen in der betreffenden Woche 28 Prozent über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Eine weitere Hitzephase vom 27. Juli bis 9. August ging mit jeweils vier Prozent höheren Wochenwerten einher. Außerhalb der Hitzewellen blieben die Zahlen dagegen meist unter den Vergleichswerten. Insgesamt wurden im dritten Quartal rund 3.000 Todesfälle weniger registriert als im Mittel der Jahre 2022 bis 2025. Im Juni allein hatte die Zahl noch fast 8.000 Fälle über dem Vergleichswert gelegen. Für Juli meldet Destatis ein Plus von vier Prozent, für August ein Minus von zwei und für September ein Minus von fünf Prozent.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.10.2026
Junge Menschen setzen auf Sicherheit und Wertschätzung
Sicherheit, Gesundheit und Wertschätzung zählen für junge Menschen mehr als Extras. Viele erleben jedoch Aggression, Mobbing oder sexuelle Belästigung.
Sicherheit, Gesundheit und Wertschätzung zählen für junge Menschen mehr als Extras. Viele erleben jedoch Aggression, Mobbing oder sexuelle Belästigung.
Junge Menschen legen in Ausbildung und Studium mehr Wert auf Sicherheit, Gesundheit und Wertschätzung als auf Jobtickets oder Prämien. Das zeigt das repräsentative „DGUV Barometer Bildungswelt 2026“. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wurden 710 Menschen zwischen 16 und 26 Jahren befragt.
Von den Auszubildenden berichten 91 Prozent, dass Sicherheit und Gesundheit vermittelt werden; 72 Prozent fühlen sich gut auf ein sicheres Berufsleben vorbereitet. Respekt und Wertschätzung sind für 98 Prozent wichtig oder sehr wichtig. Zugleich haben 42 Prozent verbale Aggressionen, 28 Prozent Mobbing und 24 Prozent sexuelle Belästigung erlebt oder beobachtet.
Unter Studierenden kennen 35 Prozent bei Sicherheits- und Gesundheitsproblemen keine Ansprechstelle. Bei Auszubildenden sind es zwölf Prozent. DGUV-Hauptgeschäftsführer Stephan Fasshauer fordert klare Strukturen und Prävention unabhängig vom Bildungsweg. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen Betriebe und Bildungseinrichtungen dabei.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.10.2026
Paritätischer informiert zu Beruf und Angehörigenpflege
Der Paritätische informiert am 10. November in einer kostenlosen Online-Fachveranstaltung über Hilfen zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege.
Der Paritätische informiert am 10. November in einer kostenlosen Online-Fachveranstaltung über Hilfen zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege.
Der Paritätische veranstaltet am 10. November von 13 bis 14 Uhr eine kostenlose Online-Fachveranstaltung zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Im Mittelpunkt stehen konkrete Unterstützungsangebote durch Beratungsstellen und Arbeitgeber. Laut einer vom Verband angeführten AOK-Befragung sind 59 Prozent der Hauptpflegepersonen erwerbstätig. Viele kennen gesetzliche Freistellungen nicht oder verzichten aus finanziellen und beruflichen Gründen darauf.
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