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Medizin, Gesundheit und Prävention
10.10.2026
ZQP-Umfrage zeigt hohe Risiken in der häuslichen Pflege
Eine ZQP-Umfrage zeigt hohe Risiken in der häuslichen Pflege: Medikationsfehler, Stürze und Überlastung gefährden Pflegebedürftige und Angehörige.
Einordnung: Neu sind Angaben zu Stürzen, Notaufnahmen, Belastungen sowie Schwierigkeiten bei der Suche nach Pflegediensten und Tagespflegeplätzen.
Vorher: „Medikamentenfehler bei jedem zweiten Pflegebedürftigen zu Hause“ (05.10.2026)
Eine ZQP-Umfrage zeigt hohe Risiken in der häuslichen Pflege: Medikationsfehler, Stürze und Überlastung gefährden Pflegebedürftige und Angehörige.
Eine ZQP-Befragung unter 1.012 pflegenden Angehörigen zeigt neben häufigen Medikationsfehlern weitere Risiken: 36 Prozent berichten von verletzungsbedingten Stürzen, ebenso viele von Notaufnahmen binnen eines Jahres. 53 Prozent fühlen sich psychisch, 38 Prozent körperlich belastet. Jeweils 26 Prozent hatten Schwierigkeiten, einen ambulanten Pflegedienst oder einen Tagespflegeplatz zu finden. Das ZQP fordert laut häusliche-pflege.net, Angehörige systematisch einzubinden, zu schulen und gezielt zu entlasten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.10.2026
Pflegemodell „Stambulant“ soll 2027 Kassenleistung werden
Das Pflegemodell „Stambulant“ soll ab 2027 Kassenleistung werden. Es verbindet stationäre und ambulante Versorgung unter Einbindung Angehöriger.
Das Pflegemodell „Stambulant“ soll ab 2027 Kassenleistung werden. Es verbindet stationäre und ambulante Versorgung unter Einbindung Angehöriger.
Das von BeneVit mitentwickelte Pflegekonzept „Stambulant“ soll ab 2027 gesetzlich verankert und als Kassenleistung geregelt werden. Nach Angaben des SWR will der GKV-Spitzenverband entsprechende Richtlinien schaffen. Das Modell verbindet stationäre und ambulante Pflege: Angehörige übernehmen freiwillig Aufgaben wie Kochen, Waschen oder Putzen und können dadurch laut BeneVit bis zu 1.000 Euro monatlich sparen. Bislang wird das Konzept nur in einem Heim erprobt; künftig könnten es alle BeneVit-Häuser nutzen.
Landtagsopposition fordert Hilfe für pflegende Angehörige
SPD, FDP und SSW fordern in Schleswig-Holstein ein Landesprogramm, das pflegende Angehörige mit Lotsen und Angeboten in Randzeiten entlastet.
SPD, FDP und SSW fordern in Schleswig-Holstein ein Landesprogramm, das pflegende Angehörige mit Lotsen und Angeboten in Randzeiten entlastet.
SPD, FDP und SSW fordern im schleswig-holsteinischen Landtag ein Landesprogramm zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Pflegende Angehörige sollen nach Angaben des NDR durch spezielle Lotsen sowie zusätzliche Unterstützungsangebote in Randzeiten entlastet werden. Damit rückt neben der bundesweiten Finanzierungsdebatte die konkrete Alltagshilfe für Angehörige in den Fokus.
Bundestag berät AfD-Anträge zur Pflegefinanzierung
Der Bundestag berät am 15. Oktober über zwei AfD-Anträge zur Pflegefinanzierung – von stabilen Beiträgen bis zur Rückkehr zu getrennten Ausbildungen.
Der Bundestag berät am 15. Oktober über zwei AfD-Anträge zur Pflegefinanzierung – von stabilen Beiträgen bis zur Rückkehr zu getrennten Ausbildungen.
Der Bundestag berät am 15. Oktober zwei AfD-Anträge zur Pflegefinanzierung. Nach Angaben des Parlaments fordert die Fraktion unter anderem stabile Beitragssätze, weniger Bürokratie, eine stärkere Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus dem Bundeshaushalt und mehr Geld für private häusliche Pflege. Zudem will sie zur getrennten Ausbildung in Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zurückkehren. Ein Antrag wird abgestimmt, der zweite erstmals beraten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.10.2026
Holetschek fordert konzertierte Aktion für Pflege und Gesundheit
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine konzertierte Aktion für Reformen in Gesundheit und Pflege – samt Bürokratieabbau und Corona-Ausgleich.
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine konzertierte Aktion für Reformen in Gesundheit und Pflege – samt Bürokratieabbau und Corona-Ausgleich.
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine „Konzertierte Aktion“ für Reformen der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung. Vertreter von Krankenkassen, Ärzteschaft, Krankenhäusern, Gewerkschaften und Arbeitgebern müssten gemeinsam Lösungen entwickeln und „endlich liefern“, sagte der frühere bayerische Gesundheits- und Pflegeminister im Podcast „Die Berliner Stunde“ der Ärzte Zeitung. Gesundheit und Pflege seien demokratierelevant: Fehlende Arzttermine oder Pflegeplätze könnten Verzweiflung, Frustration und Radikalisierung fördern. Holetschek verlangt zudem einen nachhaltigen Bürokratieabbau für Arztpraxen, Heime und Krankenhäuser sowie eine engere Zusammenarbeit von Pflegefachkräften, Familien, Ehrenamtlichen und Kommunen. Überfällig sei außerdem die Erstattung der Corona-Kosten an die Pflegekassen in Höhe von fünf bis sechs Milliarden Euro.
Grüne legen Konzept für umfassende Pflegereform vor
Die Grünen fordern eine umfassende Pflegereform mit gedeckelten Eigenanteilen, Bundeszuschüssen, Entlastungsbudget und weniger Bürokratie.
Die Grünen fordern eine umfassende Pflegereform mit gedeckelten Eigenanteilen, Bundeszuschüssen, Entlastungsbudget und weniger Bürokratie.
Die Grünen-Fraktion fordert eine umfassende Reform der Sozialen Pflegeversicherung und hält den Entwurf der Bundesregierung zum Pflegeneuordnungsgesetz für unzureichend. Neu ist ihr nun vorgelegtes Konzept mit konkreten Finanzierungs- und Strukturvorschlägen. Laut Deutschem Bundestag verlangt die Fraktion einen vollständigen Risikostrukturausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung sowie Bundeszuschüsse. Pandemiebedingte Mehrausgaben und Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sollen aus dem Bundeshaushalt finanziert, Pflegeausbildungskosten schrittweise aus den Eigenanteilen herausgelöst werden. Zudem sollen die Eigenanteile in der stationären Langzeitpflege begrenzt und Angehörige durch ein flexibel nutzbares Entlastungsbudget unterstützt werden. Vorgesehen sind außerdem ein Pflegepräventionsgesetz mit Zielwerten bis 2035, weniger doppelte Dokumentation, mehr Digitalisierung und der Ausbau neuer Kompetenzmodelle in der Pflege.
Bundestag berät Gesetz zu Gesundheitsdaten und Innovationen
Der Bundestag hat am 8. Oktober erstmals über den Gesetzentwurf zu Gesundheitsdaten und digitalen Innovationen beraten.
Einordnung: Der GeDIG-Entwurf wurde am 8. Oktober 2026 erstmals im Bundestag beraten; Grundlage war Drucksache 21/8279.
Vorher: „Bundeskabinett beschließt GeDIG: Digitalisierung im Gesundheitswesen“ (15.07.2026)
Der Bundestag hat am 8. Oktober erstmals über den Gesetzentwurf zu Gesundheitsdaten und digitalen Innovationen beraten.
Der Bundestag hat am 8. Oktober 2026 erstmals über den Gesetzentwurf der Bundesregierung für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen beraten. Grundlage der Debatte war die Bundestagsdrucksache 21/8279, wie der Deutsche Bundestag mitteilte.
Bund stützt Pflegeversicherung mit weiteren 700 Millionen Euro
Der Bund stützt die Pflegeversicherung mit weiteren 700 Millionen Euro. Grund sind höhere Ausgaben durch die wachsende Zahl Pflegebedürftiger.
Der Bund stützt die Pflegeversicherung mit weiteren 700 Millionen Euro. Grund sind höhere Ausgaben durch die wachsende Zahl Pflegebedürftiger.
Der Bund gewährt der Pflegeversicherung ein zusätzliches Darlehen von bis zu 700 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss billigte die überplanmäßige Ausgabe, berichtet häusliche-pflege.net. Die bereits zugesagten 3,2 Milliarden Euro reichen demnach nicht aus, um die Pflegekassen bis zum Jahreswechsel liquide zu halten. Grund seien stärker als erwartet gestiegene Leistungsausgaben infolge der wachsenden Zahl Pflegebedürftiger. Das neue Darlehen soll die akute Finanzierungslücke bis Jahresende schließen.
Pflegereform soll Reha und Prävention ab 2027 stärken
Die Pflegereform soll ab 2027 Reha und Prävention stärken: Der Medizinische Dienst muss Reha-Chancen genauer prüfen und Ablehnungen begründen.
Einordnung: Der Kabinettsbeschluss konkretisiert die Reform um stärkere Reha- und Präventionsprüfungen sowie neue Vorsorgeangebote ab 2027.
Vorher: „Pflegereform 2027: Neue Budget-Struktur und verschärfte Zugangsregeln“ (01.09.2026)
Die Pflegereform soll ab 2027 Reha und Prävention stärken: Der Medizinische Dienst muss Reha-Chancen genauer prüfen und Ablehnungen begründen.
Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Pflegereform beschlossen, die ab 2027 Prävention und Rehabilitation stärken soll. Neu ist laut Main-Post: Der Medizinische Dienst soll bei Begutachtungen konsequenter prüfen, ob Reha den Pflegebedarf senken kann. Unterbleibt eine Empfehlung, muss dies einzelfallbezogen begründet werden. Ab 60 Jahren ist eine Früherkennungsuntersuchung vorgesehen; häuslich Pflegebedürftige sollen präventionsorientierte Pflegebegleitung erhalten. Der Entwurf muss noch durch das Parlament.
Ein Webinar von Altenpflege erklärt am 23. Oktober die Neuerungen des aktualisierten Demenz-Expertenstandards und ihre Bedeutung für die Praxis.
Ein Webinar von Altenpflege erklärt am 23. Oktober die Neuerungen des aktualisierten Demenz-Expertenstandards und ihre Bedeutung für die Praxis.
Ein Webinar von Altenpflege vermittelt am 23. Oktober die Neuerungen der ersten Aktualisierung des Expertenstandards „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“. Pflegeexpertin Heike Jurgschat-Geer erläutert die praktische Bedeutung der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Laut altenpflege-online.net ist das Angebot für Abonnenten kostenlos und anschließend als Aufzeichnung abrufbar.
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