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Medizin, Gesundheit und Prävention
19.02.2026
Grippewelle überschritten: Impfquoten bei Risikogruppen weiterhin niedrig
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Die Grippewelle in Deutschland hält zwar an, scheint jedoch ihren Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung" und liefert einen Überblick über die aktuelle Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen. Die BARMER gibt zu bedenken, dass die Impfquote besonders bei über 60-Jährigen noch immer weit hinter den internationalen Zielen zurückbleibt. Auch für chronisch kranke Menschen unter 60 Jahren besteht laut Experten ein erhöhtes Risiko durch Grippeinfektionen. Eine Fachkommission der STIKO empfiehlt daher, die Grippeimpfung auch bei gesunden Kindern ab 6 Monaten vorzunehmen, um die Krankheitslast zu reduzieren. In Rheinland-Pfalz hat die Kassenärztliche Vereinigung nun außerdem die wirtschaftliche Vorbestellung von Grippeimpfstoff ohne Regressrisiko ermöglicht, was in Vorbereitung auf den kommenden Winter von Bedeutung sein könnte.
Bad Krozingen: Fachgespräch zu Pflege und demographischen Herausforderungen
In Bad Krozingen diskutieren Experten am 25. Februar 2026 im Kurhaus über demographische Herausforderungen und steigende Pflegekosten.
In Bad Krozingen diskutieren Experten am 25. Februar 2026 im Kurhaus über demographische Herausforderungen und steigende Pflegekosten.
In Bad Krozingen findet am 25. Februar 2026 ein Fachgespräch zum Gesundheitswesen und zur Pflege statt, wie www.regiotrends.de berichtet. Eingeladen haben die Sozialausschüsse der CDU Südbaden und die Senioren Union. Das Treffen im Kurhaus widmet sich den Herausforderungen durch demographische Entwicklungen und steigende Kosten in der Pflege. Nach einem Impulsreferat von Birgit Schaer führen Experten, darunter Vertreter der Theresienklinik und der BARMER, eine Diskussion. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen.
PKV warnt: Reformpläne könnten Pflegekosten bis 2040 stark erhöhen
Die PKV warnt vor Reformplänen der Pflegeversicherung, die Pflegekosten bis 2040 drastisch erhöhen und Zusatzkosten von bis zu 137,6 Milliarden Euro verursachen könnten.
Die PKV warnt vor Reformplänen der Pflegeversicherung, die Pflegekosten bis 2040 drastisch erhöhen und Zusatzkosten von bis zu 137,6 Milliarden Euro verursachen könnten.
Laut der Quelle "medinfoweb.de" äußert der Verband der Privaten Krankenversicherung deutliche Kritik an Reformvorschlägen der Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege". Diese zielen darauf ab, die gesetzliche Pflegeversicherung zu reformieren. Der Verband prognostiziert, dass durch die geplante Deckelung der Eigenanteile auf 1.200 Euro hohe Zusatzkosten bis 2040 entstehen könnten, mindestens 101,9 Milliarden Euro. Ein Absinken des Pflegedeckels auf 1.000 Euro könnte die Belastung auf 137,6 Milliarden Euro erhöhen. Die Vorschläge stoßen auf geteilte Meinungen, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen.
Deutschland: Influenza-Impfquoten bleiben hinter internationalen Zielen zurück
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Schlechte Nachrichten zum Thema Impfen: Die Influenza-Impfquoten in Deutschland bleiben deutlich hinter internationalen Zielen zurück. Besonders gefährdete Gruppen wie Herzpatienten werden nicht ausreichend erreicht. Laut dem neuen Arzneimittelreport der Krankenkasse BARMER wurden im Jahr 2023 sechs von zehn Menschen über 60 Jahren nicht gegen Grippe geimpft. Bewohner Baden-Württembergs weisen mit 29,7 Prozent die niedrigste Impfquote des Landes auf. Dabei zeigt die Studie, dass mehr als die Hälfte der besonders gefährdeten Patienten in stationärer Pflege oder nach einem Herzinfarkt nicht geimpft wurden. Die Einführung der Möglichkeit zur Grippeimpfung in Apotheken zeigt bisher keinen signifikanten Effekt auf die Impfquote, so BARMER-Vorstandschef Professor Christopher Straub. Professor Daniel Grandt von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin betont, dass Hausärzte eine besondere Verantwortung tragen, die unzureichenden Impfquoten zu verbessern. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kritik an elektronischer Patientenakte: Hausärzte und Verbraucher fordern Nachbesserungen
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Die elektronische Patientenakte (ePA), die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als zentrales digitals Instrument der Gesundheitsversorgung eingeführt wurde, stößt auf Kritik. Hausärzte und Verbrauchervertreter äußern sich ernüchtert über den bisherigen Verlauf und fordern dringende Verbesserungen. Dr. Markus Beier vom Hausärzteverband kritisierte den komplizierten Registrierungsprozess in der Berliner Morgenpost und sagte, viele Patienten hätten die ePA nicht einmal angeschaut. Ramona Pop vom Verbraucherzentrale Bundesverband bemerkte, dass die ePA bislang hinter den Erwartungen zurückbleibe. Eine vzbv-Umfrage zeigte, dass 71 Prozent der Befragten die ePA nicht aktiv nutzen. Pop forderte eine einheitliche App, um die zersplitterte Landschaft zu vereinfachen. Die Verbraucherzentrale sieht in der mangelnden Nutzung vor allem fehlende Funktionen und komplizierte Freischaltungsprozesse als Hindernisse. Die Krankenkassen sollen zur besseren Information und Beratung verpflichtet sein. (Quelle: Ärztezeitung)
Chikungunya-Risiko in Europa: Virus breitet sich auch bei Kälte aus
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Die Verbreitung des Chikungunya-Virus durch Asiatische Tigermücken könnte in Europa problematischer werden als bisher angenommen, berichtete die Ärzte Zeitung. Neueste Analysen eines britischen Forschungsteams zeigen, dass das Virus sich auch bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten kann als zuvor angenommen. Eine Übertragung ist in einem Temperaturbereich von 14 °C bis 32 °C möglich, was eine Verbreitung vor allem im Juli und August in weiten Teilen Europas wahrscheinlicher macht. Neben den südeuropäischen Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien, die bereits Ausbrüche verzeichneten, könnte auch Deutschland künftig stärker betroffen sein. Die Wissenschaftler warnen, dass die globale Erwärmung die Verbreitung weiterer von Mücken übertragener Viruserkrankungen in Europa, wie z.B. Dengue, begünstigen könnte (J R Soc Interface 2026).
Mehr Pflegepersonal, aber Versorgung bleibt kritisch: Kritik an System
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
In deutschen Kliniken nimmt die Anzahl der Pflegekräfte zu, jedoch bleibt die Versorgung der Patienten unzureichend. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird das Pflegebudget zunehmend für die Einstellung von Pflegekräften genutzt, obwohl immer weniger Patienten betreut werden. Das Pflegebudget, das seit 2020 unabhängig von Fallpauschalen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet wird, führte nicht zu einer verbesserten Betreuungssituation. Stattdessen wird von einem Missbrauch des Systems gesprochen. Diese Situation belastet zusätzlich andere Branchen, die zunehmend unter Fachkräftemangel leiden. Die Kritik richtet sich insbesondere an die unzureichende Überprüfung durch die Krankenkassen, die eine Verschwendung von Ressourcen begünstigt. Quelle: FAZ.
Studie: Pflegedeckel könnte Beitragsbelastung bis 2040 drastisch erhöhen
Ein Pflegedeckel könnte laut PKV-Studie die Beitragslast bis 2040 massiv steigern und Generationenkonflikte auslösen.
Ein Pflegedeckel könnte laut PKV-Studie die Beitragslast bis 2040 massiv steigern und Generationenkonflikte auslösen.
Ein geplanter Pflegedeckel zur Begrenzung von Eigenanteilen könnte laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV hohe Belastungen für zukünftige Beitragszahler verursachen, berichtet pfefferminzia.de. Ein angenommener Deckel von 1.200 Euro monatlich könnte bis 2040 zusätzliche Kosten von 102 Milliarden Euro verursachen. Florian Reuther vom PKV-Verband warnt, die Reform könnte zu einem Generationenkonflikt führen, da die Belastungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber erheblich steigen würden.
Demografischer Wandel bedroht Pflege: Ifo fordert Reformen bis 2070
Der demografische Wandel verschärft Arbeitskräftemangel und Pflegeprobleme. Ifo-Institut fordert Reformen bis 2070, besonders in Ostdeutschland.
Der demografische Wandel verschärft Arbeitskräftemangel und Pflegeprobleme. Ifo-Institut fordert Reformen bis 2070, besonders in Ostdeutschland.
Der demografische Wandel führt laut einer Analyse des Ifo-Instituts Dresden schneller zu Problemen in den Bereichen Arbeitskräftemangel, Renten und Pflege als bisher angenommen. Besonders die ostdeutschen Länder sind betroffen, da die Bevölkerung dort bis 2070 um bis zu 22 Prozent schrumpfen könnte. Dr. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut rät, diesen Rückgang in politischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Der Bevölkerungsrückgang und verfehlte Zuwanderungsprognosen erfordern Reformen in Gesundheitswesen und Pflege, so die Forscher. (Quelle: oiger.de)
Experten fordern umfassende Reformen im Pflegesystem mit Digitalfokus
Experten fordern umfassende Pflegereform mit Digitalfokus. Neue Ideen in Berlin präsentiert: Finanzierung, Pflegepfade und Digitalisierung im Zentrum.
Experten fordern umfassende Pflegereform mit Digitalfokus. Neue Ideen in Berlin präsentiert: Finanzierung, Pflegepfade und Digitalisierung im Zentrum.
Ein neues Positionspapier, das in Berlin vorgestellt wurde, bietet einen umfassenden Reformrahmen für die Pflege und adressiert dringend notwendige strukturelle Veränderungen im Versorgungssystem. Rund 60 Experten aus verschiedenen Bereichen haben unter anderem bundesweit verbindliche Pflegepfade und eine bessere Finanzierung des Entlassmanagements gefordert. Auch die Einbindung rehabilitativer Leistungen und eine grenzüberwindende Finanzierungsstruktur stehen im Fokus. Die Digitalisierung soll dabei gezielt auf Versorgungsprozesse abgestimmt werden, berichtet 'medinfoweb.de'.
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