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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
04.02.2026
Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Schlüssel zur Fachkräftesicherung
Die Balance von Beruf und Pflege gilt als Schlüssel zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen, um dem prognostizierten Personalmangel effektiv zu begegnen.
Die Balance von Beruf und Pflege gilt als Schlüssel zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen, um dem prognostizierten Personalmangel effektiv zu begegnen.
Bei einer Fachtagung des Landesprogramms "Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW" wurde die Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen hervorgehoben. Fachleute betonten, dass diese Balance entscheidend zur Versorgungssicherheit beiträgt. Bis 2049 wird ein Defizit von bis zu 690.000 Pflegekräften prognostiziert. Neue Pflegemodelle sind nötig, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Lösungen wie flexible Arbeitszeiten und Schulung von Pflege-Guides stehen im Fokus. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zeigte vielfältige Ansätze, die auf Unternehmensebene umgesetzt werden können. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit systemischer Ansätze zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Dies ist nicht nur eine individuelle Herausforderung, sondern ein gesellschaftliches Thema, das auch von der Politik aufgegriffen werden muss. Indirekte Zitate nach idw-online.de.
Elektronische Patientenakte erhält Push-Nachrichten und neue Funktionen
Ab Herbst bietet die elektronische Patientenakte Push-Benachrichtigungen und neue Funktionen, um den Zugang zu Gesundheitsdaten zu erleichtern.
Ab Herbst bietet die elektronische Patientenakte Push-Benachrichtigungen und neue Funktionen, um den Zugang zu Gesundheitsdaten zu erleichtern.
Ab Herbst wird die elektronische Patientenakte (ePA) durch eine neue Funktion in der App der Krankenkassen verbessert, berichtet die dpa. Versicherte erhalten dann Push-Benachrichtigungen über neue Dokumente in ihrer ePA. Laut AOK Hessen ist die ePA über das Smartphone einfach erreichbar, was orts- und zeitunabhängigen Zugang ermöglicht. Zukünftig sollen auch elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Pflegedaten und Hinweise zur Patientenverfügung integriert werden können. Zudem ist bis Jahresende eine Volltextsuche für Ärzte geplant. Die Quelle verweist auf eine automatische Meldung der dpa.
Pflegerats-Präsidentin fordert stärkere Pflegeeinbindung in Versorgung
Pflegerats-Präsidentin Vogler fordert stärkere Pflegeeinbindung in die Primärversorgung und plädiert für eine multiprofessionelle Organisation der Zentren.
Pflegerats-Präsidentin Vogler fordert stärkere Pflegeeinbindung in die Primärversorgung und plädiert für eine multiprofessionelle Organisation der Zentren.
Pflegerats-Präsidentin Christine Vogler betont, dass die Primärversorgung ohne Einbindung der Pflege lediglich Theorie bleibt. Laut Vogler müssen Pflegefachpersonen in Primärversorgungszentren kompetenzorientiert agieren können. Diese Zentren sollten multiprofessionell und wohnortnah organisiert sein und die pflegefachliche Perspektive integrieren. Derzeit wird im Gesundheitsministerium ein Fachdialog über die Primärversorgung geführt, bei dem Vogler eine stärkere Beteiligung der Pflege fordert. Darüber hinaus plädiert Vogler für die Verkammerung, um der Pflege eine verbindliche Stimme in der Selbstverwaltung zu geben und Standards sowie Qualitätsverantwortung zu sichern. Im Koalitionsvertrag ist bislang nur ein „Primärarztsystem“ erwähnt, jedoch sieht der BMC-Vorsitzende Lutz Hager die Diskussion um Primärversorgung als ein positives Signal, auch wenn viele Akteure bisher unberücksichtigt bleiben. Die Ärzte Zeitung berichtete.
Langfristige PPI-Nutzung erhöht Risiko bei Atemwegserkrankungen
Langfristige PPI-Nutzung steigert das Risiko für schwere Exazerbationen bei COPD, zeigt eine belgische Studie, und fordert ein Umdenken im Verschreibungsverhalten.
Langfristige PPI-Nutzung steigert das Risiko für schwere Exazerbationen bei COPD, zeigt eine belgische Studie, und fordert ein Umdenken im Verschreibungsverhalten.
Die langfristige Anwendung von Protonenpumpenhemmern (PPI) ist laut einer belgischen Kohortenstudie mit einem erhöhten Risiko für moderate und schwere Exazerbationen bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen verbunden. Die Untersuchung zeigt eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung, wodurch besonders vulnerable Patientengruppen identifiziert wurden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines rationaleren Einsatzes von PPI, um mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren. Details der Studie und deren Methodik sind über aerztezeitung.de verfügbar.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
04.02.2026
Körpersprache erleichtert Pflege von Demenzkranken, sagt Expertin
Körpersprache kann die Pflege von Demenzkranken erleichtern, betont Expertin Steinmetz und empfiehlt langsame, bewusste Gestik und Mimik.
Körpersprache kann die Pflege von Demenzkranken erleichtern, betont Expertin Steinmetz und empfiehlt langsame, bewusste Gestik und Mimik.
Millionen Deutsche leiden an Demenz, und die Pflege dieser Menschen erfordert oft viel Kraft. Eine Expertin betont die Bedeutung von Gestik und Mimik, die im Umgang mit Demenzkranken vieles erleichtern können, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Es lohne sich, die Kommunikation mit Betroffenen durch langsame und bedachte Körpersprache zu führen. So könne man nicht nur Zeit sparen, sondern auch dem Erkrankten ein besseres Gefühl vermitteln. Körpersprache-Trainerin Steinmetz, die sich auf Mimik und Gestik in der Pflege spezialisiert hat, hebt hervor, dass schon die kleinsten Bewegungen der Finger viel über die Gefühlslage von Patienten verraten können. Die richtige Interpretation und Anwendung dieser nonverbalen Signale können die Pflege effizienter gestalten und dabei helfen, einen konstruktiven Austausch zu ermöglichen.
US-Studie: Corona-Impfung reduziert Krankenhausaufenthalte um 40%
Eine neue US-Studie belegt: Die Corona-Impfung senkt das Risiko von Krankenhausaufenthalten im Jahr 2024/2025 um 40%.
Eine neue US-Studie belegt: Die Corona-Impfung senkt das Risiko von Krankenhausaufenthalten im Jahr 2024/2025 um 40%.
Eine US-amerikanische Studie hat die Wirksamkeit der Corona-Impfung für die Saison 2024/2025 bewertet, mit Schwerpunkt auf Prävention von Hospitalisierungen und schweren Krankheitsverläufen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Impfung einen 40-prozentigen Schutz gegen Krankenhausaufenthalte bietet. Untersucht wurden außerdem die unterschiedlichen COVID-19-Varianten und wie gut der Impfstoff gegen diese schützt. Diese Erkenntnisse tragen zur fortlaufenden Bewertung der Impfstoffeffektivität bei und könnten zukünftige Impfstrategien beeinflussen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Reha-Bonus in Pflegeheimen: Kaum abgerufen, Fehlanreize kritisiert
Reha-Bonus in Pflegeheimen selten genutzt: Wirtschaftliche Fehlanreize behindern rehabilitative Pflege, Reformen von Krankenkassen und bpa gefordert.
Reha-Bonus in Pflegeheimen selten genutzt: Wirtschaftliche Fehlanreize behindern rehabilitative Pflege, Reformen von Krankenkassen und bpa gefordert.
Laut Recherchen des NDR zeigt sich, dass Bonuszahlungen in Pflegeheimen für die Rehabilitierung kaum abgerufen werden. Trotz des Grundsatzes "Reha vor Pflege" werden nur etwa 0,006 Prozent der Bonuszahlungen tatsächlich gewährt, wie Zahlen des GKV-Spitzenverbands nahelegen. Heime berichten, dass die Rückstufung in niedrigere Pflegegrade unattraktiv sei, da dies weniger finanzielle Mittel bedeute. Oskar Dierbach kritisiert die wirtschaftlichen Fehlanreize des Systems. Die Krankenkassen und der bpa fordern Reformen zur Förderung rehabilitierender Pflege. (www.tagesschau.de)
Rehageld in Altenheimen bleibt ungenutzt: Nur 42 von 720.000 profitieren
Rehageld in Altenheimen: Nur 42 von 720.000 Bewohnern profitieren, da bürokratische Hürden und Systemprobleme die Nutzung erschweren.
Rehageld in Altenheimen: Nur 42 von 720.000 Bewohnern profitieren, da bürokratische Hürden und Systemprobleme die Nutzung erschweren.
Laut dem Magazin Panorama bleibt die rehabilitierende Pflege in Altenheimen weitgehend Theorie. Trotz der Möglichkeit, Pflegebedürftige durch gezielte Maßnahmen zu mobilisieren und den Pflegegrad herabzustufen, wurden 2024 nur 42 von 720.000 Pflegeheimbewohnern von diesem Bonusprogramm erfasst. Betreiber kritisieren den hohen bürokratischen Aufwand. Systemische Hürden zwischen Kranken- und Pflegekassen erschweren die praktische Umsetzung von Rehabilitationskonzepten. Dies berichtet carevor9.de.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2026
Neue Hybrid-DRGs: Kliniken und Praxen profitieren ab 2026
Ab 2026 profitieren Kliniken und Praxen von 69 neuen Hybrid-DRGs, die über 100 zusätzliche Leistungen für sektorengleiche Vergütung ermöglichen.
Ab 2026 profitieren Kliniken und Praxen von 69 neuen Hybrid-DRGs, die über 100 zusätzliche Leistungen für sektorengleiche Vergütung ermöglichen.
Seit dem 1. Januar 2026 können Kliniken und Arztpraxen über insgesamt 69 Hybrid-DRGs mehr als 100 zusätzliche Leistungen im Rahmen der sektorengleichen Vergütung erbringen und abrechnen. Dies wurde durch den ergänzten erweiterten Bewertungsausschuss bereits im November 2025 beschlossen und veröffentlicht, wie aok.de berichtet. Die neuen Leistungen umfassen unter anderem diagnostische und therapeutische Interventionen an Herzkranzgefäßen, elektrophysiologische Untersuchungen am Herzen sowie operative Maßnahmen mit Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Der Katalog erfasst nach der Festlegung auch Fälle mit einer Krankenhausverweildauer von bis zu zwei Tagen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die gesetzlich geforderte Fallzahl von einer Million Patienten zu erreichen, die zuvor stationär versorgt wurden.
Erste DiGA „Kranus Mictera“ bringt Innovation in Inkontinenztherapie
Startschuss für "Kranus Mictera": Erste DiGA für Inkontinenztherapie im DiGA-Verzeichnis, erstattet ab April durch Krankenkassen.
Startschuss für "Kranus Mictera": Erste DiGA für Inkontinenztherapie im DiGA-Verzeichnis, erstattet ab April durch Krankenkassen.
Die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) „Kranus Mictera“ ist als erste ihrer Art zur Therapiebegleitung inkontinenter Patientinnen offiziell in das DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte aufgenommen worden. Ab April können die Kosten für die Verlaufsdokumentation der Anwendung über die Krankenkassen abgerechnet werden, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Integration digitaler Gesundheitslösungen in die reguläre Versorgung und unterstreicht das Potenzial der DiGA-Technologie im Gesundheitsbereich.
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