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Finanzen und Versicherung
20.08.2026
CDU-Wirtschaftsrat fordert Stundenmodell und höhere Beiträge für Vermögende
CDU-Wirtschaftsrat fordert neues Pflegefinanzierungsmodell: Pflege nach Stunden und höhere Beiträge für Vermögende. Diskussionen entfachen.
CDU-Wirtschaftsrat fordert neues Pflegefinanzierungsmodell: Pflege nach Stunden und höhere Beiträge für Vermögende. Diskussionen entfachen.
Der Wirtschaftsrat der CDU strebt einen grundlegenden Wandel in der Pflegefinanzierung an, indem er ein Stundenmodell für Pflegeleistungen vorschlägt, berichtet "www.haeusliche-pflege.net". Hierbei sollen Fachleistungsstunden abhängig vom Pflegegrad und der erforderlichen Qualifikation finanziert werden. Zudem sollen Vermögende stärker an den Kosten beteiligt werden. Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe unterstützt die Forderungen. Kritik hingegen kommt von den Grünen, die langfristig höhere Kosten für die Solidargemeinschaft befürchten.
GKV meldet 2,3 Milliarden Euro Überschuss trotz steigender Ausgaben
Trotz 2,3 Milliarden Euro Überschuss warnt die GKV vor steigenden Ausgaben, die Rücklagen erfordern, um ein Defizit zu verhindern.
Trotz 2,3 Milliarden Euro Überschuss warnt die GKV vor steigenden Ausgaben, die Rücklagen erfordern, um ein Defizit zu verhindern.
Zur Jahresmitte 2026 verzeichnet die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Überschuss von rund 2,3 Milliarden Euro. Dies geht aus den aktuellen Finanzdaten von vier Kassenarten hervor. Trotz des Überschusses steigt die Dynamik der Leistungsausgaben, was Kassenmanager keineswegs als Entspannungssignal werten. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende der Ersatzkassen, nennt die Finanzlage „angespannt“, da der Überschuss zur Auffüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen benötigt wird. Die Leistungsausgaben stiegen im ersten Halbjahr um 7,1 Prozent je Versicherten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Einnahmen nur um 6,6 Prozent zunahmen, so die Ärzte Zeitung. Die AOK-Gemeinschaft kommentiert, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sich weiter öffnet und für 2026 ein Defizit erwartet wird. Die Kassenverbände fordern, dass Einsparvolumen aus dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz vollständig genutzt werden müssen, um weitere Sparmaßnahmen zu vermeiden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.08.2026
Pflegekräfte sollen Medikamentenpläne von Senioren prüfen
Pflegekräfte sollen bei Entlassung von Senioren sedierende Medikamente auf Notwendigkeit prüfen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Pflegekräfte sollen bei Entlassung von Senioren sedierende Medikamente auf Notwendigkeit prüfen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Bei der Entlassung älterer Patienten aus dem Krankenhaus wird oft ein sedierendes Medikament neu in den Medikationsplan aufgenommen. Es ist entscheidend, zu überprüfen, ob die Verordnung noch notwendig ist, da diese gemäß einer Studie mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Pflegekräfte und Angehörige werden ermutigt, den Medikationsplan der Senioren sorgfältig zu prüfen, um unnötige Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Diese Information wurde von aerztezeitung.de bereitgestellt.
Krankenkassen mit Überschuss: Steigende Arzneimittelkosten trüben Bild
Trotz eines Überschusses von über zwei Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen steigen die Arzneimittel- und Arzthonorarkosten weiter stark an.
Trotz eines Überschusses von über zwei Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen steigen die Arzneimittel- und Arzthonorarkosten weiter stark an.
Im ersten Halbjahr 2026 zeichnet sich bei den gesetzlichen Krankenkassen ein Überschuss von mehr als zwei Milliarden Euro ab, so berichtet die Ärzte Zeitung. Dieser Überschuss resultiert hauptsächlich aus den Einnahmen der Ersatzkassen, der AOK-Gemeinschaft und der Betriebskrankenkassen. Trotz dieses finanziellen Vorteils gibt es keine Entwarnung: Die Ausgaben für Arzneimittel und Arzthonorare steigen weiterhin dynamisch, teils um über sieben Prozent. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird größer, was laut Jens Martin Hoyer vom AOK-Bundesverband bedeutet, dass ohne weitere Einsparungen die Zusatzbeiträge 2027 nicht stabil gehalten werden können. Anne-Katrin Klemm vom BKK Dachverband sieht ebenfalls keinen Rückgang der Ausgabendynamik und erwartet kurzfristig zusätzlich notwendige Sparmaßnahmen. Laut Ärzte Zeitung wird die geplante Rückkehr zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik als notwendig erachtet, um die GKV-Finanzen nachhaltig zu stabilisieren.
DGIM: Ernährungsstatus bei Tumorerkrankungen regelmäßig prüfen
Die DGIM rät, bei Tumorerkrankungen den Ernährungsstatus frühzeitig zu prüfen und gegebenenfalls eine Intervention einzuleiten, um die Therapieergebnisse zu verbessern.
Die DGIM rät, bei Tumorerkrankungen den Ernährungsstatus frühzeitig zu prüfen und gegebenenfalls eine Intervention einzuleiten, um die Therapieergebnisse zu verbessern.
Ab der Diagnose einer Tumorerkrankung sollte der Ernährungsstatus regelmäßig mit validierten Assessment-Tools erfasst und bei vorhandener oder drohender Mangelernährung eine Ernährungsintervention empfohlen werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Diese Empfehlung ist Teil der „Klug entscheiden“-Initiative, die sich für ein evidenzbasiertes und ressourcenschonendes Vorgehen in der Medizin starkmacht. Der Fokus liegt hierbei darauf, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern, um die Lebensqualität und das Therapieergebnis bei Krebserkrankungen zu verbessern. Details zu diesen neuen Empfehlungen sind auf der Webseite der „Ärzte Zeitung“ nach dem Login verfügbar (Quelle: aerztezeitung.de).
Pflegeleistungen in Deutschland sollen 2028 um bis zu 7,8% steigen
Pflegeleistungen in Deutschland könnten 2028 um bis zu 7,8 % steigen und somit Pflegebedürftige und Angehörige finanziell entlasten.
Pflegeleistungen in Deutschland könnten 2028 um bis zu 7,8 % steigen und somit Pflegebedürftige und Angehörige finanziell entlasten.
Zum 1. Januar 2028 sollen die Pflegeleistungen in Deutschland erneut steigen. Quelle berichtet, dass die genaue Anpassungshöhe noch unklar ist, Prognosen jedoch ein Wachstum von bis zu 7,8 Prozent erwarten lassen. Diese Erhöhung basiert auf der kumulierten Kerninflation der Jahre 2025 bis 2027, während die Lohnentwicklung im selben Zeitraum die Obergrenze darstellt. Sollten sich die Prognosen bestätigen, könnten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen von erhöhten Pflegegeldbeträgen und Pflegesachleistungen profitieren, wodurch eine finanzielle Entlastung im Pflegealltag möglich wäre.
DPR schlägt einheitliche Pflegeterminologie für ganz Deutschland vor
Der Deutsche Pflegerat schlägt eine einheitliche Pflegeterminologie vor, um bundesweit Dokumentationen zu standardisieren und Pflegeleistungen besser abzubilden.
Der Deutsche Pflegerat schlägt eine einheitliche Pflegeterminologie vor, um bundesweit Dokumentationen zu standardisieren und Pflegeleistungen besser abzubilden.
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Konzept für eine einheitliche Referenzterminologie in der Pflege vorgeschlagen, um Dokumentations- und Klassifikationssysteme bundesweit zu standardisieren. Dieses Vorhaben wurde von der Pflegekammer Rheinland-Pfalz ausdrücklich unterstützt, wie medinfoweb.de berichtet. Es soll bestehende Systeme in den Einrichtungen erhalten, jedoch eine einheitliche Beschreibung pflegerischer Informationen ermöglichen. Langfristig wird eine stärkere Berücksichtigung von Pflegeleistungen in Planung und Finanzierung des Gesundheitswesens angestrebt. Voraussetzung ist die Einbindung von Pflegefachpersonen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
18.08.2026
Ausländische Pflegekräfte: Schlüsselrolle im deutschen Gesundheitswesen
Ausländische Pflegekräfte nehmen eine immer wichtigere Rolle im deutschen Gesundheitswesen ein, besonders in Engpassberufen mit hohem Personalbedarf.
Ausländische Pflegekräfte nehmen eine immer wichtigere Rolle im deutschen Gesundheitswesen ein, besonders in Engpassberufen mit hohem Personalbedarf.
Die Bedeutung von ausländischen Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen wächst kontinuierlich, wie die Bundesagentur für Arbeit bezeugt. Insbesondere in Engpassberufen, also Berufsgruppen mit überdurchschnittlich langen Nachbesetzungszeiten für offene Stellen, hat der Anteil ausländischer Arbeitnehmer stark zugenommen. So stieg beispielsweise der Anteil ausländischer Pflegekräfte zwischen 2021 und 2025 von 9,7 auf 15,1 Prozent an. Insgesamt arbeiteten im vergangenen Jahr etwa 940.000 Menschen mit Zuwanderungshintergrund in Gesundheitsberufen. Diese Entwicklung unterstreicht die Abhängigkeit des deutschen Arbeitsmarktes von ausländischen Arbeitskräften, ein Trend, der sich auch in anderen Branchen abzeichnet. Die Bundesregierung sieht bis 2029 einen Bedarf von 4,8 Millionen Arbeitskräften, wovon jedoch nur 4,4 Millionen aus dem Bildungssektor oder durch Zuwanderung gedeckt werden können. Auch in ärztlichen Fachgruppen, wie der Psychiatrie und Chirurgie, sind ausländische Arbeitskräfte unverzichtbar. (Quelle: Ärzte Zeitung)
KI revolutioniert Personalabteilungen: Datenschutz bleibt Herausforderung
KI gewinnt in Personalabteilungen an Bedeutung, doch Datenschutz und EU-Regulierungen bleiben Hürden, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt.
KI gewinnt in Personalabteilungen an Bedeutung, doch Datenschutz und EU-Regulierungen bleiben Hürden, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt.
In den Personalabteilungen von deutschen Unternehmen gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend an Bedeutung, auch wenn der flächendeckende Durchbruch noch aussteht. Laut einer repräsentativen Erhebung des Digitalverbands Bitkom, an der über 600 Unternehmen teilnahmen, nutzen bereits 14 Prozent der Betriebe KI-gestützte Anwendungen zur Erstellung von Arbeitszeugnissen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen interessiert sich für künftige Anwendungen. In der individuellen Weiterbildung und beim Onboarding neuer Mitarbeiter zeigt sich ebenfalls eine hohe Bereitschaft zur Nutzung von KI. Trotz ihres wachsenden Einsatzes sind Datenschutzbedenken und EU-Regulierungen Hemmschwellen, die die Verbreitung hemmen. Strenge Vorgaben zum Datenschutz sowie Rechtsunsicherheiten im Zusammenhang mit dem europäischen AI Act bremsen insbesondere den Einsatz in der Personalarbeit, da viele Anwendungen als Hochrisikosysteme eingestuft werden, so Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Neues Gesetz stoppt Kassenrezepte für Cannabis-Blüten
Das neue Gesetz verhindert Kassenrezepte für Cannabis-Blüten und fordert alternative Lösungen für Patienten. Experten erläutern die praktische Umsetzung der Regelungen.
Das neue Gesetz verhindert Kassenrezepte für Cannabis-Blüten und fordert alternative Lösungen für Patienten. Experten erläutern die praktische Umsetzung der Regelungen.
Das im Juli in Kraft getretene Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat merkliche Auswirkungen auf die Verordnung von Cannabis-Medikamenten: Cannabis-Blüten können nun nicht mehr auf Kassenrezept verschrieben werden. Diese Änderung wirft Fragen hinsichtlich der verordnungsfähigen Darreichungsformen und der Einsatznotwendigkeit von Fertigarzneimitteln auf. Laut Dr. Konrad F. Cimander, Vorsitzender der Deutschen Medizinal-Cannabis Gesellschaft, erläutern der GKV-Spitzenverband und die KBV, wie diese Regelungen praktisch umzusetzen sind. Patienten, die ein schnelles Anfluten des Wirkstoffs benötigen, könnten nun durch alternative Darreichungsformen versorgt werden, wobei der Gemeinsame Bundesausschuss ebenfalls involviert ist. Zudem wird im „ÄrzteTag“-Podcast auf die Bedeutung der Indikation bei Fertigarzneimitteln hingewiesen und mögliche gesetzgeberische Schritte gegen Telemedizin-Plattformen diskutiert, die Medizinal-Cannabis per Privatrezept vermitteln. Quelle: aerztezeitung.de.
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