PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG erhöht ab 2027 die Gehälter um 3,9%, führt Zulagen für schwierige Pflegefälle ein und steigert die Attraktivität der Pflegeberufe.
PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG erhöht ab 2027 die Gehälter um 3,9%, führt Zulagen für schwierige Pflegefälle ein und steigert die Attraktivität der Pflegeberufe.
Hamburgs größter stationärer Pflegeanbieter, PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG, hat mit ver.di einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen, der ab Januar 2027 in Kraft tritt. Die Löhne steigen um 3,9 Prozent und um weitere 2,1 Prozent im Jahr 2028. Eine Zulage für die Pflege besonders belastender Fälle, wie Demenzpatienten, wird eingeführt. Für Pflegefachkräfte werden Einstiegsgehälter über 4.000 Euro brutto monatlich erwartet. Auch die Ausbildungsvergütung steigt. Mit diesen Maßnahmen soll die Attraktivität der Pflegeberufe erhöht werden, berichtete "Altenpflege Online".
Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Verschärfung der Fachkräftekrise
Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Organisationen warnen, dass es die Fachkräftekrise verschärfen und zu Engpässen und Ungleichheiten führen könnte.
Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Organisationen warnen, dass es die Fachkräftekrise verschärfen und zu Engpässen und Ungleichheiten führen könnte.
Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wird von mehreren Organisationen und Gewerkschaften als problematisch bewertet. Gemäß der Arbeitnehmerkammer Bremen, dem Bremer Pflegerat, dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verschärft das Gesetz die Krise im Pflegebereich erheblich (Quelle: arbeitnehmerkammer.de). Dabei werden insbesondere die Personalbemessung, die Tariflöhne sowie die Rolle der Digitalisierung als fehlerhaft kritisiert. Es drohen Einsparungen, die zu Engpässen führen und bestehende Ungleichheiten verstärken könnten.
Verdi: Extremhitze von 45 Grad gefährdet Altenpflegebewohner:innen
Verdi warnt: Raumtemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gefährden Bewohner und fordern baulichen Hitzeschutz in Pflegeheimen.
Verdi warnt: Raumtemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gefährden Bewohner und fordern baulichen Hitzeschutz in Pflegeheimen.
Die Gewerkschaft Verdi hat alarmierende Ergebnisse ihrer Befragung unter Altenpflegebeschäftigten offengelegt, so ein Bericht auf "BibliomedPflege". Demnach wurden in einigen Pflegeheimen Raumtemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gemessen, was zu erheblichen Gesundheitsproblemen führte. Kreislaufzusammenbrüche, Dehydrierungen und sogar mutmaßlich hitzebedingte Todesfälle wurden gemeldet. Verdi fordert daher dringend Investitionen in baulichen Hitzeschutz und ein Sofortprogramm für energetische Sanierungen in Pflegeeinrichtungen.
Verbände fordern Nachbesserungen am Pflegeneuordnungsgesetz
Verbände warnen vor Personalabbau durch das Pflegeneuordnungsgesetz und fordern Nachbesserungen bei der Personalbemessung sowie der Pflegeversicherung.
Verbände warnen vor Personalabbau durch das Pflegeneuordnungsgesetz und fordern Nachbesserungen bei der Personalbemessung sowie der Pflegeversicherung.
Laut BibliomedPflege fordern die Arbeitnehmerkammer Bremen, der Bremer Pflegerat, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest und die Gewerkschaft Verdi Nachbesserungen am geplanten Pflegeneuordnungsgesetz. Sie warnen vor einem Personalabbau in Pflegeeinrichtungen sowie Risiken für die Tarifbindung. Besonders die geplante Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege wird kritisiert. Die Organisationen sehen zahlreiche Verschlechterungen bei Arbeitsbedingungen und der finanziellen Belastung von Pflegebedürftigen. Die Verbände verlangen zudem eine umfassende Reform der Pflegeversicherung.
Steuerliche Entlastung für Pflegekosten von Eltern gefordert
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Es werden Forderungen laut, die Einkommensgrenze für steuerliche Entlastung von Pflegekosten für Eltern abzuschaffen und somit mehr Kinder finanziell zu entlasten.
Kinder, die Pflegekosten für ihre Eltern übernehmen, können diese laut Frankfurter Allgemeine Zeitung steuerlich absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass ihre Eltern als pflegebedürftig gelten. Derzeit werden Kinder erst herangezogen, wenn ihr Gesamtjahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt. Aus dem Bundesgesundheitsministerium gibt es allerdings Forderungen, diese Einkommensgrenze abzuschaffen, sodass möglicherweise auch Kinder mit geringeren Einkommen an Kosten beteiligt werden könnten. Es wäre sinnvoll, dass sich Familien bereits frühzeitig mit den anstehenden finanziellen Belastungen auseinandersetzen, um gut vorbereitet zu sein (Quelle: FAZ).
Gesunde Ernährung gegen Gebrechlichkeit: Experten diskutieren Lösungen
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Beim DGIM-Kongress betonen Experten, wie pflanzliche Ernährung altersbedingte Gebrechlichkeit bekämpfen kann, um Kraft und Mobilität im Alter zu erhalten.
Im Alter steigt das Risiko von Multimorbidität, Sarkopenie und Gebrechlichkeit. Besonders die Ernährung ist ein Schlüsselfaktor, der beeinflusst, wie gesund ein Mensch altert. Beim 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurde diskutiert, welche Ernährungsweisen diesem Risiko entgegenwirken können. Pflanzliche Lebensmittel könnten eine wichtige Rolle spielen, indem sie vor diesen altersbedingten Beschwerden schützen. Experten teilten ihr Wissen über Strategien, um die Kraft und Mobilität älterer Menschen durch richtige Ernährung zu erhalten und so die Lebensqualität zu steigern. Diese Erkenntnisse waren Teil der Fachdebatten auf dem Kongress, der eine Plattform für den Austausch neuer, evidenzbasierter Ansätze zur Förderung eines gesunden Alterns darstellte. Weitere Inhalte sind auf der Website von 'Ärzte Zeitung' verfügbar, sobald die Nutzer eingeloggt sind.
Neues System zur Erfassung von Pflegediagnosen stößt auf Skepsis
Neues Erfassungssystem für Pflegediagnosen: Chancen für Transparenz, aber Bedenken bezüglich der Komplexität und Dokumentationsaufwände bleiben bestehen.
Neues Erfassungssystem für Pflegediagnosen: Chancen für Transparenz, aber Bedenken bezüglich der Komplexität und Dokumentationsaufwände bleiben bestehen.
Das Bundesgesundheitsministerium bringt Pflegediagnosen und Pflegeleistungen als Basis eines neuen Systems ins Spiel, um pflegerische Leistungen ähnlich wie medizinische systematisch zu erfassen. Arne Evers vom St. Josefs-Hospital Wiesbaden betont, dass die Umsetzung komplex sei und umfangreiche Vorarbeiten erfordere. Ein solches System würde zwar Chancen für mehr Transparenz bieten, jedoch auch Herausforderungen wie höheren Dokumentationsaufwand und die Notwendigkeit der Standardisierung mit sich bringen. Skepsis bleibt, ob Deutschland einen Sonderweg gehen sollte, berichtet BibliomedManager.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.08.2026
Pflegegehälter seit 2015 um 47% gestiegen - regionale Unterschiede bleiben
Pflegegehälter um 47% seit 2015 gestiegen – dennoch bleiben regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, wie aktuelle Daten zeigen.
Pflegegehälter um 47% seit 2015 gestiegen – dennoch bleiben regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen, wie aktuelle Daten zeigen.
Seit 2015 sind die Gehälter in der Pflege um 47 Prozent gestiegen, berichtet die Bundesagentur für Arbeit. Trotz des Anstiegs, der den Abstand zu Industrieberufen verkleinert, bestehen weiterhin regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede. In Baden-Württemberg lag das Bruttomonatsentgelt 2025 für Pflegefachkräfte bei 4.732 Euro. Der ostdeutsche Gender-Pay-Gap zeigt, dass Frauen hier teilweise mehr verdienen als Männer. In Westdeutschland bleibt der Gehaltsunterschied jedoch zu Ungunsten der Frauen. Diese Entwicklungen verdeutlichen die dynamische Gehaltsentwicklung im sozialen Sektor. (Quelle: www.ad-hoc-news.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
17.08.2026
Baden-Württemberg fördert wohnortnahe Pflege mit Millionenbudget
Baden-Württemberg investiert 14,3 Mio. Euro in sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftige länger zu Hause zu betreuen.
Baden-Württemberg investiert 14,3 Mio. Euro in sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftige länger zu Hause zu betreuen.
In Baden-Württemberg starten sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege, um Pflegebedürftigen ein längeres Verbleiben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Das Förderprogramm „OrtsNahePflegeBW“ unterstützt diese Projekte mit etwa 14,3 Millionen Euro, ein Teil der insgesamt bis 2029 vorgesehenen 31 Millionen Euro. Staatssekretärin Petra Krebs betonte bei einer Pressekonferenz die Innovationskraft der eingereichten Konzepte. Ziel ist die Entwicklung tragfähiger Strukturen in Kommunen, um dem demografischen Wandel zu begegnen, so Johannes Bauernfeind von der AOK Baden-Württemberg (Quelle: www.gesundheit-adhoc.de).
Experten warnen: Die Pflege-Reform 2027 könnte durch 30% geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige Altersarmut verstärken und längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge bringen.
Experten warnen: Die Pflege-Reform 2027 könnte durch 30% geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige Altersarmut verstärken und längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge bringen.
Laut "Gegen-Hartz.de" warnen Experten vor erheblichen Kürzungen durch die geplante Pflege-Reform 2027, die eine Senkung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 30 Prozent vorsieht. Dies könnte das Risiko von Altersarmut, insbesondere für Frauen, erhöhen. Das Münchner Sozialreferat kritisiert die Reform als Widerspruch zwischen notwendiger Pflege und sozialer Absicherung. Die Deutsche Rentenversicherung warnt ebenfalls vor negativen Folgen. Außerdem sollen Pflegeheimbewohner längere Wartezeiten für Entlastungszuschläge in Kauf nehmen müssen, was zu höherer finanzieller Belastung führen würde.
Wir verwenden notwendige Cookies für den Betrieb dieser Website.
Zusätzlich nutzen wir Google reCAPTCHA zum Schutz vor Spam, das Daten an Google überträgt.
Sie können zustimmen oder nur notwendige Cookies erlauben.
Mehr erfahren.