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Pflegepolitik und Recht
28.06.2026
Studie: Pflegebedürftige in ländlichen Regionen oft benachteiligt
Pflegebedürftige auf dem Land sind oft benachteiligt, da die Postleitzahl den Zugang zu Pflegeleistungen bestimmt, warnt eine neue Studie des Paritätischen Gesamtverbands.
Pflegebedürftige auf dem Land sind oft benachteiligt, da die Postleitzahl den Zugang zu Pflegeleistungen bestimmt, warnt eine neue Studie des Paritätischen Gesamtverbands.
Aufgrund einer neuen Studie zur Altersarmut, die vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegeben wurde, erhalten viele der rund 390.000 pflegebedürftigen Menschen in Deutschland, die Anspruch auf "Hilfe zur Pflege" haben, nicht die ihnen zustehende Unterstützung. Einer der Hauptgründe sei, dass die Postleitzahl über den Zugang zu Leistungen entscheide. Regionale Unterschiede führten zu massiven Ungleichheiten. Besonders ländliche Gebiete in den neuen Bundesländern weisen niedrige Inanspruchnahme-Quoten auf. Joachim Rock vom Paritätischen Gesamtverband fordert, diese Ungerechtigkeiten abzubauen. (Quelle: allgaeuer-zeitung.de)
Gesundheitsministerin fordert Reformen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung
Ministerin Warken drängt auf Reformen der Pflegeversicherung, um ein 7,5 Milliarden Euro Defizit abzuwenden. Einsparungen und neue Einnahmen sind geplant.
Ministerin Warken drängt auf Reformen der Pflegeversicherung, um ein 7,5 Milliarden Euro Defizit abzuwenden. Einsparungen und neue Einnahmen sind geplant.
Angesichts eines drohenden Defizits der Pflegeversicherung von 7,5 Milliarden Euro im nächsten Jahr fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken tiefgreifende Reformen. Sie plant, die Pflegeversicherung mit einer Kombination aus Einsparungen und neuen Einnahmen zu stabilisieren, ohne die Kassenbeiträge allgemein zu erhöhen. Besonders umstritten sind die geplanten Kürzungen bei Zuschüssen für Heimbewohner und die Beiträge für Renten versichernde pflegende Angehörige. Die Opposition kritisierte die Maßnahmen scharf. Warken rechtfertigt die Reform als notwendig für die Anpassung an moderne Rahmenbedingungen. (Quelle: ntv.de)
Hauptstadtkongress thematisiert Machtmissbrauch im Gesundheitswesen
Der Hauptstadtkongress beleuchtet den Machtmissbrauch im Gesundheitswesen und fordert verstärkte Maßnahmen gegen sexuelles Fehlverhalten in Kliniken und Praxen.
Der Hauptstadtkongress beleuchtet den Machtmissbrauch im Gesundheitswesen und fordert verstärkte Maßnahmen gegen sexuelles Fehlverhalten in Kliniken und Praxen.
Sexuelles Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Kliniken und Praxen sind keine neuen Themen im Gesundheitswesen, doch jüngste Vorfälle haben die Aufmerksamkeit darauf stark erhöht. Experten betonen nun die Bedeutung, sowohl die Täter als auch die unterstützenden Strukturen in den Blick zu nehmen, um solche Verhaltensweisen effektiv zu bekämpfen. Dies wurde auf dem Hauptstadtkongress thematisiert, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Die Diskussion um den richtigen Umgang mit diesen Problemen steht im Kontext zunehmender gesellschaftlicher Sensibilisierung für Schutzräume innerhalb medizinischer Einrichtungen und der notwendigen Aufarbeitung solcher Vorkommnisse.
Zügiger Fortschritt bei elektronischer Patientenakte gefordert
Schnellerer Fortschritt bei der ePA gefordert: Anpassungen bei Praxissoftware nötig, um digitalen Gesundheitsstandard effektiv zu integrieren. Dahmen kritisiert Verzögerungen.
Schnellerer Fortschritt bei der ePA gefordert: Anpassungen bei Praxissoftware nötig, um digitalen Gesundheitsstandard effektiv zu integrieren. Dahmen kritisiert Verzögerungen.
Die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland soll zügiger vorangebracht werden, wie die Ärztezeitung berichtet. Eine Umstellung der Aktensysteme auf eine neue Version erfordert eine Anpassung der Praxisverwaltungssysteme (PVS). Der Abgeordnete Dahmen kritisiert, dass es an ärztlichem Mehrwert mangelt und der Prozess insgesamt zu langsam voranschreitet. Änderungen werden notwendig, um den Umgang mit der ePA effizienter zu gestalten und die Einbindung in den Praxisalltag zu verbessern. Die elektronische Patientenakte ist ein zentrales Element des digitalen Gesundheitswesens, weshalb eine zügige Entwicklung im Interesse aller Beteiligten liegt. Die vollständige Nachricht ist nur für registrierte Nutzer auf der Webseite von 'aerztezeitung.de' zugänglich.
DAK-Report 2026: Pflegekosten und Personalmangel als Hauptprobleme
Der DAK-Pflegereport 2026 zeigt, dass 70 % der Befragten die Pflegekosten als zentrales Problem sehen, dicht gefolgt von Personalmangel mit 68 %.
Der DAK-Pflegereport 2026 zeigt, dass 70 % der Befragten die Pflegekosten als zentrales Problem sehen, dicht gefolgt von Personalmangel mit 68 %.
Laut dem DAK-Pflegereport 2026 sehen 70 Prozent der Befragten die Kosten der stationären Pflege als Hauptproblem, gefolgt von einem 68-prozentigen Hinweis auf Personalmangel. Weiterhin wird die geplante pflegefachliche Begleitung von einer Mehrheit unterstützt, allerdings sind strukturelle Reformen dringend gefordert. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt vor einem möglichen Funktionsverlust der sozialen Pflegeversicherung und betont die Notwendigkeit, die Finanzlage zu stabilisieren und eine zukunftsfeste Pflegeinfrastruktur zu schaffen. (Quelle: www.haeusliche-pflege.net)
Dahmen: Schnellerer Fortschritt bei elektronischen Patientenakten nötig
Abgeordneter Dahmen fordert zügige Fortschritte bei der ePA-Entwicklung, um die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern und den ärztlichen Mehrwert zu erhöhen.
Abgeordneter Dahmen fordert zügige Fortschritte bei der ePA-Entwicklung, um die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern und den ärztlichen Mehrwert zu erhöhen.
Die elektronischen Patientenakten (ePA) sollen in Deutschland zügig weiterentwickelt werden, was Änderungen in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) erforderlich macht, berichtet die "Ärzte Zeitung". Abgeordneter Dahmen kritisiert das bisherige Tempo der Umsetzung und fordert einen schnelleren Fortschritt. Derzeit wird der ärztliche Mehrwert der ePA häufig als unzureichend angesehen. Mit einer Aktualisierung der Aktensysteme auf eine neue Version wird der gesamte Umstellungsprozess vorangetrieben, wobei betont wird, dass insbesondere die Vorteile für Ärzte stärker herausgestellt werden müssen, um der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen mehr Effizienz zu verleihen.
DAK-Chef will Kapitalstock für Pflege ähnlich schwedischem Modell
DAK-Chef Storm schlägt vor, einen Kapitalstock nach schwedischem Vorbild für die Pflege aufzubauen, um Beitragsstabilität zu sichern und Leistungskürzungen zu vermeiden.
DAK-Chef Storm schlägt vor, einen Kapitalstock nach schwedischem Vorbild für die Pflege aufzubauen, um Beitragsstabilität zu sichern und Leistungskürzungen zu vermeiden.
Der DAK-Gesundheit-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm hat angesichts der angespannten finanziellen Lage der Pflegeversicherung vorgeschlagen, einen zusätzlichen Kapitalstock aufzubauen, der in Aktien- und Anleihefonds investiert wird. Die Idee, inspiriert vom schwedischen Rentenmodell, soll helfen, die Beitragsstabilität zu gewährleisten und mögliche Leistungskürzungen zu vermeiden. Ab 2028 könnte ein Beitrag von 0,1 Prozent, der bis 2031 auf 0,4 Prozent ansteigen soll, eingeführt werden, finanziert von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Ziel ist es, etwa acht Milliarden Euro jährlich für die Zukunft der Pflege anzulegen. (Quelle: Merkur.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
25.06.2026
Effizientere Patientenversorgung: Deutschland kann von Ausland lernen
Deutschland kann von internationalen Modellen zur Patientensteuerung lernen, um die Versorgung effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten.
Deutschland kann von internationalen Modellen zur Patientensteuerung lernen, um die Versorgung effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten.
Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort angemessen zu versorgen, hat in Deutschland noch Verbesserungspotenzial. Auf dem Hauptstadtkongress wurden erfolgreiche Modelle aus anderen Ländern vorgestellt, die als Vorbild dienen könnten. Eine funktionierende Patientensteuerung setzt jedoch Vertrauen voraus, betonen Experten. Nur mit ausreichendem Vertrauen in das System und die koordinierenden Instanzen können Patienten effizient und bedarfsgerecht versorgt werden. Der Austausch mit internationalen Best Practices könnte dazu beitragen, bestehende Defizite im deutschen Versorgungssystem zu überwinden. Die vollständige Berichterstattung finden Interessierte auf der Seite der Ärzte Zeitung.
KI-Tool erleichtert Pflegekräften in Bremen die Dokumentationsarbeit
Ein KI-Tool in Bremen optimiert die Pflege-Dokumentation per Spracheingabe und entlastet Pflegekräfte, während menschliches Mitdenken unverzichtbar bleibt.
Ein KI-Tool in Bremen optimiert die Pflege-Dokumentation per Spracheingabe und entlastet Pflegekräfte, während menschliches Mitdenken unverzichtbar bleibt.
In Bremen erleichtert ein neues KI-Tool zur Spracherkennung den Pflegealltag, indem es Pflegekräfte bei der Dokumentation unterstützt, berichtet die DGUV (Quelle: aug.dguv.de). Anstatt Informationen am Ende der Schicht am Computer einzugeben, können Pflegekräfte wie Babu Jinci nun direkt über ihre Diensthandys per Sprachbefehl dokumentieren. Dies reduziert Wartezeiten, Überstunden und den Verlust von Informationen. Trotz der technologischen Unterstützung bleibt menschliches Mitdenken unerlässlich, da die Verantwortung für die Pflegeplanung und -bewertung weiterhin in menschlichen Händen liegt.
Palliativarzt gesteht zwölffachen Mord an Patienten vor Gericht
Palliativarzt gesteht vor Gericht zwölffachen Mord an Patienten und bittet Angehörige um Entschuldigung. Prozess untersucht weitere 76 Verdachtsfälle.
Palliativarzt gesteht vor Gericht zwölffachen Mord an Patienten und bittet Angehörige um Entschuldigung. Prozess untersucht weitere 76 Verdachtsfälle.
Ein 41-jähriger Palliativarzt steht seit Juli 2025 vor Gericht, angeklagt wegen Mordes an mindestens 15 Patienten. Nun hat er sein Schweigen gebrochen und am 54. Verhandlungstag vor dem Berliner Landgericht einen Großteil der Vorwürfe eingeräumt. Er erklärte, sich der Verantwortung für seine Taten bewusst zu sein und bat die Angehörigen sowie seine Familie um Entschuldigung. Der Mediziner gestand zwölf der 15 angeklagten Taten und äußerte, er habe sich selbst eingeredet, den Patienten durch die Vermeidung von Leid zu helfen. Trotz der erdrückenden Beweise habe er sich nicht aus Zwang, sondern durch innere Auseinandersetzungen zum Geständnis entschieden. Während des Prozesses werden weiterhin 76 Fälle untersucht, in denen M. möglicherweise ebenfalls involviert ist. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, faz.net)
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