Ökonomen fordern Bürokratieabbau, um Schließungen von Krankenhäusern zu vermeiden und die finanzielle Belastung der Gesundheitsversorgung zu verringern.
Ökonomen fordern Bürokratieabbau, um Schließungen von Krankenhäusern zu vermeiden und die finanzielle Belastung der Gesundheitsversorgung zu verringern.
Die stationäre Gesundheitsversorgung steht vor großen Herausforderungen: Mehr als ein Drittel der Krankenhausstandorte müssten schließen, um wirtschaftlich zu arbeiten, wie der aktuelle Krankenhaus Rating Report offenbart. Ökonomen fordern daher einen Abbau von Bürokratie im Krankenhaus, um die finanzielle Belastung zu mindern. Die „Aerztezeitung.de“ berichtet, dass trotz der angespannten Situation auch alternative Maßnahmen im Gespräch sind, um den stationären Sektor zu entlasten, ohne extreme Maßnahmen wie Standortschließungen umsetzen zu müssen.
Hitzewarnungen: Gefahr für Senioren - Kommunen unzureichend vorbereitet
Hitzewarnungen in Hessen erhöhen die Gefahr für Senioren, während Kommunen unzureichend vorbereitet sind, um dem wachsenden Extremwetter entgegenzuwirken.
Hitzewarnungen in Hessen erhöhen die Gefahr für Senioren, während Kommunen unzureichend vorbereitet sind, um dem wachsenden Extremwetter entgegenzuwirken.
Hitzeperioden sind eine ernstzunehmende Gefahr und werden künftig häufiger auftreten, worauf die Kommunen kaum vorbereitet sind. Der Deutsche Wetterdienst hat aufgrund der aktuellen Wetterlage in Hessen Hitze-Warnungen der Stufe zwei ausgesprochen und zieht die Einführung einer dritten Warnstufe in Betracht. Besonders gefährdet sind ältere, pflegebedürftige Menschen, Schwangere und Kinder, aber auch gesunde Erwachsene fühlen sich gesundheitlich belastet. Trotz der Warnungen zeigt sich keine Entspannung der Lage. Diese Extremwetterlagen werden zunehmen, was besonders bedenklich ist, da Klimaschutz global wenig Priorität hat. Laut dem Robert-Koch-Institut steigt während Hitzeperioden die Anzahl der Sterbefälle. Städte sind dringend angehalten, Hitzeaktionspläne zu entwickeln. Dies betrifft nicht nur die lokalen Verwaltungen, sondern auch das Land und den Bund in Bezug auf Gebäudevorgaben und Arbeitsrecht. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Kritik an Regierungsplänen: Pflegebudget in Kliniken vor dem Aus
Regierungspläne bedrohen Pflegebudget: Kritiker warnen vor Personalabbau und Gefährdung der Patientensicherheit in Kliniken. Diskussionen stehen bevor.
Regierungspläne bedrohen Pflegebudget: Kritiker warnen vor Personalabbau und Gefährdung der Patientensicherheit in Kliniken. Diskussionen stehen bevor.
Teile der Bundesregierung planen massive Einsparungen im Pflegebereich von Kliniken, berichtet die Quelle 'www.nd-aktuell.de'. Ein unbestätigtes Papier der Regierungskoalition schlägt vor, das Pflegebudget vollständig abzuschaffen und die Pflege wieder den Fallpauschalen zuzuordnen. Dies könnte zu einem Rückgang der Pflegepersonalzahl und einer Erhöhung planbarer Eingriffe führen. Kritiker befürchten, dass die Patientensicherheit leidet und die Abwanderung aus dem Pflegeberuf zunimmt. Die Diskussionen über das Gesetz sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
25.06.2026
Pflegeheime ergreifen Schutzmaßnahmen gegen Hitzewelle in Südbaden
Pflegeheime in Südbaden schützen Bewohner mit Spezialmaßnahmen vor der Hitzewelle, um insbesondere demenzbetroffene Senioren zu sichern.
Pflegeheime in Südbaden schützen Bewohner mit Spezialmaßnahmen vor der Hitzewelle, um insbesondere demenzbetroffene Senioren zu sichern.
Angesichts der aktuellen Hitzewelle, die das Leben vieler Menschen beeinflusst, ergreifen Pflege- und Seniorenheime in den Regionen Bodensee, Oberschwaben und Allgäu besondere Schutzmaßnahmen für ihre Bewohner. Laut SWR konzentrieren sich die Bemühungen vor allem auf die Sicherheit älterer Menschen, die durch die hohen Temperaturen besonders gefährdet sind. Eine Sprecherin der Evangelischen Heimstiftung erklärte, dass das Personal geschult wurde, um Hitzeschäden vorzubeugen. Insbesondere Menschen mit Demenz erhalten zusätzliche Aufmerksamkeit und Schutzmaßnahmen. (Quelle: swr.de)
Reformpläne gefährden flexible Minijobs in der Pflegebranche
Reformpläne könnten Minijobs in der Pflege gefährden: Experten warnen vor Verlust von Flexibilität und Nebenverdienstmöglichkeiten.
Reformpläne könnten Minijobs in der Pflege gefährden: Experten warnen vor Verlust von Flexibilität und Nebenverdienstmöglichkeiten.
Die Abschaffung der Minijobs, wie von der Rentenkommission vorgeschlagen, könnte erhebliche Auswirkungen auf die Pflegebranche haben, warnt Markus Mai, Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Derzeit arbeiten vier Prozent der Pflegenden ausschließlich in Minijobs, während sieben Prozent eine solche Beschäftigung zusätzlich zu ihrem Hauptjob haben. Diese Arbeitsplätze bieten den Einrichtungen Flexibilität bei Engpässen und Ausfällen. Besonders für Eltern und Rentner könnte die geplante Reform eine Herausforderung darstellen, da sie ihre Nebentätigkeiten möglicherweise aufgeben, sofern sie sozialversicherungspflichtig werden, so Mai. (Quelle: www.carevor9.de)
Kontroverse um privates Kapital in ambulanter Versorgung beim Hauptstadtforum
Beim Hauptstadtkongress in Berlin sorgt der Einsatz von privatem Kapital in der ambulanten Versorgung für anhaltende Kontroversen unter Experten.
Beim Hauptstadtkongress in Berlin sorgt der Einsatz von privatem Kapital in der ambulanten Versorgung für anhaltende Kontroversen unter Experten.
Beim Hauptstadtkongress in Berlin wird weiter über den Einsatz von privatem Kapital in der ambulanten Versorgung diskutiert, wobei die Kontroversen anhalten. Sibylle Stauch-Eckmann vom Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren argumentiert, privates Kapital sei notwendig wegen medizinischem Fortschritt, Demografie, Fachkräftemangel und Investitionslücken. Dr. Janosch Dahmen von der Grünen-Bundestagsfraktion kritisiert hingegen, dass private Kapitalgeber die Gesundheitsversorgung primär aus Profitgründen beeinflussen und es zu Fehl-, Unter- und Überversorgung komme. Er warnt vor „Rosinenpickerei“, wo lukrative Behandlungen bevorzugt werden. Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt fordert klare Erfüllung des Versorgungsauftrags durch MVZ-Betreiber. Diese Diskussion verdeutlicht, dass wirtschaftliche Anreize und medizinische Versorgung im Gesundheitswesen sorgfältig austariert werden müssen. (Quelle: Ärztezeitung)
Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz vertagt: Verbände wie DPR und bpa verlangen Nachbesserungen und mahnen zu stärkerer Personalsicherung.
Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz vertagt: Verbände wie DPR und bpa verlangen Nachbesserungen und mahnen zu stärkerer Personalsicherung.
Der Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wurde kurzfristig verschoben und soll nun erst im Juli erfolgen, berichtet BibliomedPflege. Der Deutsche Pflegerat (DPR) und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fordern Nachbesserungen, betonen die Notwendigkeit der Personalsicherung als zentrales Reformziel. Beide Verbände kritisieren den übermäßigen Fokus auf Kostenbegrenzung. Bernd Meurer vom bpa warnt vor einer Abwanderung von Fachkräften und fordert Maßnahmen zur schnelleren Anerkennung internationaler Pflegekräfte.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.06.2026
Forderung nach klaren Regeln für Primärversorgungszentren Integration
Fehlende Regelungen bremsen Primärversorgungszentren: Experten fordern beim Hauptstadtkongress klare gesetzliche Vorgaben für eine bessere Integration in die Regelversorgung.
Fehlende Regelungen bremsen Primärversorgungszentren: Experten fordern beim Hauptstadtkongress klare gesetzliche Vorgaben für eine bessere Integration in die Regelversorgung.
Beim Hauptstadtkongress wurde die Herausforderung thematisiert, Primärversorgungszentren erfolgreich in die Regelversorgung zu integrieren. Einer der Hauptkritikpunkte ist das Fehlen klarer gesetzlicher Regelungen seitens des Bundes, die die Finanzierung und rechtliche Fragen klären könnten. Michael Zaske, Abteilungsleiter im brandenburgischen Gesundheitsministerium, wies darauf hin, dass eine ausschließlich auf Hausärzte fokussierte Versorgung nicht ausreiche, vor allem in Regionen mit unbesetzten Arztsitzen. Er forderte, weitere Berufsgruppen stärker einzubeziehen und deren Fähigkeiten effizient zu nutzen. Trotz der Auflagen sei das Potenzial solcher interprofessioneller Teams groß, so Dr. Helmut Hildebrandt, der durch Untersuchungen zeigen konnte, dass Hausärzte in solchen Settings signifikant mehr Patienten betreuen können. Mike Teske vom Bosch Health Campus bemerkte, dass bloße Teamzusammenstellungen nicht genügen, um die angestrebte Versorgung zu erreichen. Manuela Pintarelli-Rauschenbach vom Verband für Physiotherapie betonte zudem, dass der politische Wille und die Vergütungsstruktur entscheidend für den Erfolg sind. (Quelle: aerztezeitung.de)
Mehr finanzielle Förderung für nichtärztliche Fachkräfte ab Juli
Ab Juli fördert der Selektivvertrag der Betriebskrankenkassen erstmals akademisch qualifizierte, nichtärztliche Fachkräfte finanziell.
Ab Juli fördert der Selektivvertrag der Betriebskrankenkassen erstmals akademisch qualifizierte, nichtärztliche Fachkräfte finanziell.
Ab Juli wird es für Versicherte der Betriebskrankenkassen im Rahmen des hausärztlichen Selektivvertrags mehr finanzielle Unterstützung geben. Die Besonderheit dabei: Erstmals wird der Einsatz von akademisch qualifizierten, nichtärztlichen Fachkräften gefördert. Dieser Schritt ist formell eingebettet in den Bereich des „Praxis-Patienten-Kontakts“. Das berichten Quellen der Ärzte Zeitung. Diese Maßnahme könnte die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und nichtärztlichem Personal intensivieren, was langfristig zu einer verbesserten Patientenbetreuung führen kann. Für die ärztlichen Praxen bedeutet dies nicht nur eine monetäre Unterstützung, sondern auch eine Anerkennung der wertvollen Arbeit der unterstützenden Mitarbeiter.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.06.2026
Notfallregelung für Kliniken: G-BA-Novelle kann in Kraft treten
Das Bundesgesundheitsministerium genehmigt neue Notfallregeln: Kliniken ohne Einstufung drohen 60 Euro Abschlag pro Fall. Veröffentlichung steht aus.
Das Bundesgesundheitsministerium genehmigt neue Notfallregeln: Kliniken ohne Einstufung drohen 60 Euro Abschlag pro Fall. Veröffentlichung steht aus.
Das Bundesgesundheitsministerium hat keine Einwände gegen die überarbeitete Notfallstufenregelung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), sodass diese in Kraft treten kann. Dies berichtet die AOK auf ihrer Webseite. Danach können die im November 2025 beschlossenen Regelungen wirksam werden, sobald sie im Bundesgesetzblatt veröffentlicht sind. Krankenhäuser ohne Notfallstufenzuordnung müssen dann pauschale Abschläge von 60 Euro pro vollstationärem Fall akzeptieren. Hintergrund der Anpassung war ein Urteil des Bundessozialgerichts, das die vorherigen Vorgaben teilweise für unwirksam erklärt hatte. Nun sind Kliniken, die Mindestvorgaben nicht erfüllen, klar in die Kategorie "Nicht-Teilnahme an der Notfallversorgung" eingeordnet. Laut Ärzteblatt sind etwa 550 Krankenhäuser der Basis-Notfallstufe für Erwachsene zugeordnet, 104 Standorte kümmern sich um Kinder. Erweiterte Notfallstufen decken 271 Standorte für Erwachsene und 135 für Kinder ab, während umfassende Stufen an 175 beziehungsweise 57 Standorten angeboten werden.
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