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Medizin, Gesundheit und Prävention
04.05.2026
Grenzen der Behandlung: Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung
Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung: Bei einem Drittel psychisch Erkrankter stoßen Behandlungen an ihre Grenzen. Was bleibt, wenn Therapieversuche scheitern?
Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung: Bei einem Drittel psychisch Erkrankter stoßen Behandlungen an ihre Grenzen. Was bleibt, wenn Therapieversuche scheitern?
Bei jedem dritten psychisch Erkrankten stößt die Behandlung an ihre Grenzen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Betroffene, die an schweren Depressionen, Schizophrenie oder Essstörungen leiden, möchten oft keine weiteren Therapieversuche mehr unternehmen, nachdem sie bereits verschiedene Behandlungsansätze wie Antidepressiva, Psychotherapie, Magnetstimulation und Elektrokrampftherapie ausprobiert haben, ohne Erfolg. Ein Beispiel ist ein Mann Anfang 60, der seit Jahrzehnten schwer depressiv ist und nach etlichen Therapieveruschen einfach seine Ruhe haben möchte, ohne weitere Behandlungen auszuprobieren. Wie diese Patienten dennoch weiter unterstützt werden können, bleibt eine Herausforderung für die palliative Psychiatrie.
Dr. Nothelfer fordert echte Digitalisierung im Gesundheitswesen
Dr. Nothelfer fordert im Gespräch mit der Ärzte Zeitung eine echte Digitalisierung im Gesundheitswesen zur Förderung präventiver Gesundheitsansätze.
Dr. Nothelfer fordert im Gespräch mit der Ärzte Zeitung eine echte Digitalisierung im Gesundheitswesen zur Förderung präventiver Gesundheitsansätze.
Im Gespräch mit der Ärzte Zeitung hebt Dr. Manuel Nothelfer, Geschäftsführer der Wellster Healthtech Group, die Notwendigkeit einer echten Digitalisierung im Gesundheitswesen hervor. Laut Nothelfer befindet sich das Gesundheitswesen derzeit lediglich in der "Phase der Elektrifizierung". Er fordert Zertifizierungsmöglichkeiten für Telemediziner und betont die präventiven Möglichkeiten digitaler Angebote. Dr. Nothelfer wirft dabei auch einen Blick auf den aktuellen Stand und die zukünftige Rolle digitaler Technologien im medizinischen Bereich. Diese Technologien könnten nicht nur Prozesse vereinfachen, sondern auch einen präventiven Gesundheitsansatz fördern, so Nothelfer im Interview weiter. Die Quelle dieser Aussagen ist die Ärzte Zeitung.
Urteil: Zweifel an Krankmeldungen nach Urlaub unter bestimmten Umständen zulässig
Krankmeldungen nach dem Urlaub können angefochten werden, wenn konkrete Zweifel bestehen – so das Urteil des Arbeitsgerichts Heilbronn.
Krankmeldungen nach dem Urlaub können angefochten werden, wenn konkrete Zweifel bestehen – so das Urteil des Arbeitsgerichts Heilbronn.
Ein aktuelles Urteil des Arbeitsgerichts Heilbronn vom 27. März 2026 beschäftigt sich mit der Frage, wann Zweifel an Krankmeldungen nach dem Urlaub gerechtfertigt sein könnten. Laut dem Arbeitsgericht sei die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im deutschen Arbeitsrecht grundsätzlich von hohem Beweiswert. Jedoch könne dieser erschüttert werden, wenn der Arbeitgeber konkrete Anhaltspunkte liefert, die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Krankschreibung rechtfertigen. Im verhandelten Fall meldete sich ein Arbeitnehmer nach genehmigtem Urlaub krank, nachdem ihm eine Verlängerung seines Urlaubs verwehrt wurde. Das Gericht fand, dass die wiederholte zeitliche Nähe zwischen Urlaub und Krankmeldung, gepaart mit dem identischen Verlauf in den beiden Vorjahren, sowie die kurzfristig angezeigte Krankheit ernsthafte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Krankschreibungen aufwarfen. Das Urteil verdeutlicht, dass Krankmeldungen nach dem Urlaub nicht per se verdächtig sind, aber unter bestimmten Umständen angefochten werden können. (Quelle: F.A.Z.)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.05.2026
Pflegefachkräftemangel: 690.000 Kräfte könnten bis 2049 fehlen
Der Pflegebranche droht ein drastischer Fachkräftemangel: Bis 2049 könnten 690.000 Pflegekräfte fehlen, warnt das Statistische Bundesamt.
Der Pflegebranche droht ein drastischer Fachkräftemangel: Bis 2049 könnten 690.000 Pflegekräfte fehlen, warnt das Statistische Bundesamt.
Die Pflegebranche steht vor großen Herausforderungen, berichtet die Allgäuer Zeitung. Trotz steigendem Pflegebedarf wechseln viele Pflegekräfte die Branche, und zu wenig neue Fachkräfte rücken nach. Das Statistische Bundesamt prognostiziert, dass bis 2049 bis zu 690.000 Pflegekräfte fehlen könnten. Eine Analyse der Plattform Pflegia zeigt, dass mehr zufriedene Pflegekräfte einen Berufswechsel erwägen als unzufriedene. Besonders belastend sind für viele die Arbeitsbedingungen wie Schichtarbeit. Arbeitgeber könnten durch attraktivere Angebote und Entwicklungsmöglichkeiten den Abgang verhindern.
VdK warnt vor Kürzungen in der Pflege durch Krankenkassen-Reform
Der VdK warnt vor Kürzungen in der Pflege durch die geplante Krankenkassen-Reform, die Belastungen für Angehörige und Pflegebedürftige verstärken könnte.
Der VdK warnt vor Kürzungen in der Pflege durch die geplante Krankenkassen-Reform, die Belastungen für Angehörige und Pflegebedürftige verstärken könnte.
Der Sozialverband VdK hat vor möglichen Kürzungen in der Pflege im Zuge der geplanten Krankenkassen-Reform gewarnt, berichtet der Deutschlandfunk. Laut Verena Bentele, der Präsidentin des VdK, würde eine verzögerte Feststellung der Pflegegrade die Belastungen auf die pflegenden Angehörigen verlagern. Die benötigte Hilfe solle stattdessen durch den Ausbau von Prävention und Rehabilitation erfolgen. Die CDUs Bundesgesundheitsministerin Warken plant, ihre Vorschläge für eine Pflegereform Mitte Mai vorzustellen. Dabei werden mögliche Kürzungen bei Pflegeheimbewohner-Zuschüssen und Restriktionen in den Pflegegraden diskutiert.
Deutsche lehnen Kürzungen in der Pflegeversicherung laut Umfrage ab
77% der Deutschen sind laut einer YouGov-Umfrage gegen Kürzungen bei der Pflegeversicherung, was zu einer erhöhten Belastung der Angehörigen führen könnte.
77% der Deutschen sind laut einer YouGov-Umfrage gegen Kürzungen bei der Pflegeversicherung, was zu einer erhöhten Belastung der Angehörigen führen könnte.
Laut einer YouGov-Umfrage, die der Sozialverband VdK in Auftrag gegeben hat, lehnen 77 Prozent der Deutschen mögliche Kürzungen bei den Leistungen der Pflegeversicherung ab, berichtet "Welt". Insbesondere strengere Pflegegrade und geringere Leistungen stoßen auf Kritik. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt, dass verzögerte Zugänge zu Pflegegraden die Belastung auf Angehörige verlagern könnten. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant eine Pflegereform bis 2026, um die Finanzlage der Pflegeversicherung zu stabilisieren.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
01.05.2026
Pharmaindustrie kritisiert geplanten Herstellerabschlag und warnt vor Folgen
Pharmaindustrie warnt: Geplanter Herstellerabschlag könnte Investitionen hemmen und Medikamentenversorgung in Deutschland gefährden.
Pharmaindustrie warnt: Geplanter Herstellerabschlag könnte Investitionen hemmen und Medikamentenversorgung in Deutschland gefährden.
Inmitten der Debatte um die Gesundheitsreform von Ministerin Warken laufen Vertreter der Pharmaindustrie Sturm gegen den angekündigten Herstellerabschlag, der regelmäßig erhöht werden soll. Dies, so Han Steutel, Präsident des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), entziehe der Industrie jede Planbarkeit und mache Investitionen unkalkulierbar. Die Deutschlandchefin von Sanofi, Heidrun Irschik-Hadjieff, betont, dass der kurze Zeitraum zur Bekanntgabe der Abschläge eine vorausschauende Planung erschwere. Vor allem die Einführung von Rabattverträgen für patentgeschützte Arzneimittel stößt auf Kritik. Laut Irschik-Hadjieff gefährden diese Verträge die Versorgungssicherheit und widersprechen Zusagen der Regierung, die Prävention stärken zu wollen. Sanofi etwa plant nun, Arzneimittelreserven eher für Länder mit besseren Bedingungen vorzuhalten. Vor diesen Hintergründen befürchten Branchenexperten eine verzögerte Einführung neuer Medikamente in Deutschland und mögliche Stellenstreichungen. (Quelle: F.A.Z.)
Optimierung der Inhalationstherapie bei multimorbiden älteren Patienten
Effizientere Inhalationstherapie für multimorbide ältere Patienten: Experten diskutieren beim DGIM-Kongress Anpassungen für Patienten mit Lungenerkrankungen.
Effizientere Inhalationstherapie für multimorbide ältere Patienten: Experten diskutieren beim DGIM-Kongress Anpassungen für Patienten mit Lungenerkrankungen.
Beim DGIM-Kongress wurde thematisiert, wie sich die Behandlung von multimorbiden älteren Menschen mit zusätzlichen Lungenerkrankungen optimieren lässt. Diese Erkrankungen beeinflussen das gesamte Therapieregime und erfordern spezifische Anpassungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Herausforderungen der Inhalationstherapie. Der Lungenfacharzt Sebastian Sohrab erläuterte häufige Fehler beim Einsatz von Inhalationsgeräten und wie diese vermieden werden können. Dabei betonte er, dass es insbesondere für ältere Patienten mit mehreren Diagnosen schwierig sein kann, die richtige Anwendungstechnik zu erlernen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Herausforderungen bei der Inhalationstherapie für ältere Patienten
Ältere Patienten kämpfen mit Inhalationstherapie, warnt Lungenfacharzt Sohrab: Schulung zur Geräthandhabung entscheidend für Behandlungserfolg.
Ältere Patienten kämpfen mit Inhalationstherapie, warnt Lungenfacharzt Sohrab: Schulung zur Geräthandhabung entscheidend für Behandlungserfolg.
Einen Arzneistoff in die Lunge zu befördern, gestaltet sich insbesondere für ältere Patienten mit mehreren Erkrankungen als herausfordernd. Dies erläuterte Sebastian Sohrab, Lungenfacharzt, auf dem DGIM-Kongress. Besonders bei der Inhalationstherapie können verschiedene Probleme im Umgang mit den Geräten auftreten, die die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen. Diese Schwierigkeiten erfordern eine sorgfältige Schulung und Betreuung der Patienten, um den Therapieerfolg sicherzustellen. Informationen über die richtige Handhabung sind essenziell, um die Medikamente korrekt zu applizieren und mögliche Fehlerquellen zu minimieren. Die Quelle für diese Einschätzungen ist die „Ärzte Zeitung“, die über den Vortrag berichtete.
Gericht: Doppelzimmer in Pflegeheimen nur in Ausnahmefällen erlaubt
Das Oberverwaltungsgericht begrenzt Doppelzimmer in Pflegeheimen auf Ausnahmefälle, was Betreiber vor Herausforderungen bei der Raumgestaltung stellt.
Das Oberverwaltungsgericht begrenzt Doppelzimmer in Pflegeheimen auf Ausnahmefälle, was Betreiber vor Herausforderungen bei der Raumgestaltung stellt.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat beschlossen, dass Doppelzimmer in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich nur in Ausnahmefällen gestattet sind, berichtet die Webseite "www.lr-online.de". Die Entscheidung könnte erhebliche Konsequenzen für Pflegeheime in Cottbus und der Lausitz haben. Betreiber von Pflegeeinrichtungen müssen sich nun mit den Anforderungen an die Privatsphäre der Bewohner intensiver auseinandersetzen. Besonders in Regionen wie Spree-Neiße könnte dies zu einem Anpassungsbedarf bei der Raumgestaltung führen.
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