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Pflegepolitik und Recht
06.05.2026
DBfK Südwest kritisiert vagen Pflegekurs im Koalitionsvertrag Rheinlands-Pfalz
DBfK Südwest kritisiert die unklaren Pflegepläne im rheinland-pfälzischen Koalitionsvertrag von CDU und SPD und fordert eine stärkere Anerkennung der Pflegeberufe.
DBfK Südwest kritisiert die unklaren Pflegepläne im rheinland-pfälzischen Koalitionsvertrag von CDU und SPD und fordert eine stärkere Anerkennung der Pflegeberufe.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) kritisiert den Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Rheinland-Pfalz, da er in der pflegepolitischen Ausrichtung zu vage sei. Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest, bemängelt, dass die Pflege nicht als eigenständiger Heilberuf anerkannt wird. Sie fordert klare politische Entscheidungen und Verlässlichkeit. Laut EU-Schwerbehinderung fehlt eine Strategie, die mit der ärztlichen Versorgung vergleichbar ist, wodurch wichtige Chancen zur Verbesserung der pflegerischen Leistungen verpasst werden.
GKV fordert Überprüfung der Vergabekriterien für Pflegegrade
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Überprüfung der Vergabekriterien für Pflegegrade, da sich die Zahl pflegebedürftiger Versicherter rapide erhöht hat.
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Überprüfung der Vergabekriterien für Pflegegrade, da sich die Zahl pflegebedürftiger Versicherter rapide erhöht hat.
Binnen weniger als einem Jahrzehnt hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen fast verdoppelt. Der Hauptgrund, laut einem IGES-Gutachten im Auftrag des GKV-Spitzenverbands, liegt in den großzügigen Schwellenwerten für die Zuerkennung von Pflegegraden, die seit 2017 gelten. Der Anteil der Pflegebedürftigen unter den gesetzlich Versicherten ist von 4,6 auf 7,6 Prozent gestiegen, ohne dass dies allein durch die demografische Alterung zu erklären wäre, so der Verbandsvorsitzende Oliver Blatt. Der GKV-Spitzenverband fordert daher, die Kriterien für die Pflegegrade zu überdenken. Ein hoher Anteil der Neu-Anträge stammt von jüngeren Versicherten unter 65 Jahren, die somit länger Leistungen beziehen. Diesem Umstand sollte durch eine Anpassung der Begutachtungsinstrumente Rechnung getragen werden, um das System nachhaltig finanzierbar zu halten. Die bevorstehende Pflegereform könnte hierfür eine Gelegenheit bieten. Quelle: aerztezeitung.de
PKV-Verband fordert mutige Reformen zur Sicherung der Pflegefinanzierung
PKV fordert mutige Reformen, um die Pflegefinanzierung zu sichern und Beitragszahler zu entlasten. Ein 3-Säulen-Plan soll ein Defizit ausgleichen.
PKV fordert mutige Reformen, um die Pflegefinanzierung zu sichern und Beitragszahler zu entlasten. Ein 3-Säulen-Plan soll ein Defizit ausgleichen.
Der PKV-Verband hat ein umfassendes Reformpaket vorgestellt, um die Finanzierung der Pflegeversicherung langfristig zu sichern, meldet "www.pkv.de". Ein 3-Säulen-Sofortprogramm soll das erwartete Defizit von sechs Milliarden Euro im Jahr 2027 ausgleichen, ohne die Beitragszahler weiter zu belasten. PKV-Chef Thomas Brahm fordert die Regierung auf, mutige Strukturreformen durchzuführen, um den Anstieg der Beitragssätze zu verhindern. Eigenverantwortung und Prävention sollen gestärkt werden, um die Pflegekosten zu senken. Solche Reformen könnten das Versorgungssystem bedarfsgerecht gestalten.
„PfleBeO: Bundesweite Einführung des PKV-Bewegungsprogramms für Pflegeheime“
Das PKV-Präventionsprogramm "PfleBeO" zur Förderung von Bewegung startet nach erfolgreicher Testphase bundesweit in Pflegeeinrichtungen.
Das PKV-Präventionsprogramm "PfleBeO" zur Förderung von Bewegung startet nach erfolgreicher Testphase bundesweit in Pflegeeinrichtungen.
Der PKV-Verband startet das Präventionsprogramm „PfleBeO“ (Pflegeeinrichtungen – Bewegungsfreundliche Organisationen) nun deutschlandweit, nachdem es seit 2020 erfolgreich in 28 Pflegeeinrichtungen getestet wurde. Ziel ist es, bis 2028 in 65 weiteren Einrichtungen bewegungsfreundliche Strukturen zu etablieren. Dies sei essenziell, da rund 800.000 Menschen in Pflegeeinrichtungen oft zu wenig Bewegung in ihren Alltag einbinden. Der Verbreitungsprozess des Programms wird durch eine wissenschaftliche Evaluation begleitet, so der PKV-Verband in einer Mitteilung (www.pkv.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.05.2026
Neue Tarifverträge: Gehaltserhöhung und Boni für Pflegekräfte im öffentlichen Dienst
Pflegekräfte im öffentlichen Dienst erhalten ab Mai 2026 u.a. 2,8% mehr Gehalt, höhere Wechselschichtzulagen und einen Weihnachtsbonus, meldet die Allgäuer Zeitung.
Pflegekräfte im öffentlichen Dienst erhalten ab Mai 2026 u.a. 2,8% mehr Gehalt, höhere Wechselschichtzulagen und einen Weihnachtsbonus, meldet die Allgäuer Zeitung.
Seit Mai 2026 profitieren Pflegekräfte im öffentlichen Dienst von mehreren tariflichen Änderungen, berichtet die Allgäuer Zeitung. Die Gehälter sind um 2,8 Prozent gestiegen, was zum Beispiel Pflegekräften in kommunalen Krankenhäusern zugutekommt. Auch die Wechselschichtzulage wurde erhöht, nun beträgt sie 141,82 Euro monatlich. Zudem erhalten Pflegekräfte zu Weihnachten einen Bonus, der bis zu 90 Prozent eines Monatsgehalts betragen kann. Im Zuge des Fachkräftemangels werden auch Arbeitszeitregelungen flexibler gestaltet, was Arbeitgeber als positive Entwicklung werten.
Schleswig-Holstein fördert digitale Pflege mit 1,2 Mio. Euro bis 2028
Schleswig-Holstein investiert 1,2 Mio. Euro in die Digitalisierung der Pflege bis 2028, um digitale Kompetenzen zu fördern und die Vernetzung der Pflege zu stärken.
Schleswig-Holstein investiert 1,2 Mio. Euro in die Digitalisierung der Pflege bis 2028, um digitale Kompetenzen zu fördern und die Vernetzung der Pflege zu stärken.
Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Digitalisierung in der Pflege mit 1,2 Millionen Euro. Sozialministerin Aminata Touré betonte laut www.altenheim.net die Bedeutung der digitalen Lösungen zur Entlastung der Pflege. Das Projekt "ZAPF@DigitAl" wird als zentrales Anlaufstelle fungieren, um digitale Kompetenzen zu fördern und praktische Lösungen im Alltag zu integrieren. Das Vorhaben, gefördert bis Ende 2028, soll pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen Orientierung im Umgang mit digitalen Anwendungen bieten. Ziel ist eine stärkere Vernetzung der Pflegeakteure.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.05.2026
Mangel an Lehrkräften bedroht Wachstum in der Pflegeausbildung
Lehrermangel bremst Pflegeausbildung: Trotz mehr Ausbildungsplätzen fehlen qualifizierte Lehrkräfte, um das Wachstum zu halten, warnen Experten.
Lehrermangel bremst Pflegeausbildung: Trotz mehr Ausbildungsplätzen fehlen qualifizierte Lehrkräfte, um das Wachstum zu halten, warnen Experten.
In der Pflegeausbildung gibt es einen Anstieg der Ausbildungsplätze, dem jedoch ein Mangel an Lehrkräften entgegensteht. Fachverbände warnen, dass dieser Engpass das Wachstum der Pflegeausbildung gefährden könnte, berichtet tagesschau.de. Die Zahl der Ausbildungsverträge sei zuletzt um acht Prozent gestiegen, doch Schulen erreichen ihre Kapazitätsgrenzen. Zusätzlich verschärfen steigende Anforderungen an das Lehrpersonal die Lage, da ab 2030 regulär nur noch Lehrkräfte mit Masterabschluss unterrichten sollen, so tagesschau.de. Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege fordert daher flexiblere Übergangsregelungen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.05.2026
RKI-Präsident Schaade im IGeL-Podcast: Aufgaben und Lehren des RKI
RKI-Präsident Schaade im IGeL-Podcast: Er beleuchtet die Rolle des RKI im Gesundheitswesen, internationale Zusammenarbeit, Klimakrise und Lehren aus der Pandemie.
RKI-Präsident Schaade im IGeL-Podcast: Er beleuchtet die Rolle des RKI im Gesundheitswesen, internationale Zusammenarbeit, Klimakrise und Lehren aus der Pandemie.
In einer neuen Folge des IGeL-Podcasts beleuchtet der IGeL-Monitor zusammen mit RKI-Präsident Lars Schaade die Rolle des Robert Koch-Instituts (RKI) im deutschen Gesundheitswesen. Schaade diskutiert die vielfältigen Aufgaben des RKI, insbesondere im Kontext der internationalen Gesundheitszusammenarbeit und der Klimakrise. Zudem reflektiert er über die Lehren aus der Corona-Pandemie und die optimierte Reaktionsfähigkeit des RKI. Seit Oktober 2023 führt Schaade das Institut, als Facharzt für Medizinische Mikrobiologie lehrt er zudem an der Charité. (Quelle: md-bund.de)
AOK erweitert Pflege-Mediathek: Digitalisierung im Fokus für Fachkräfte
Die AOK erweitert ihre Mediathek um Module zur Digitalisierung, um Pflegefachkräfte bei rechtlichen, technischen und praktischen Aspekten zu unterstützen.
Die AOK erweitert ihre Mediathek um Module zur Digitalisierung, um Pflegefachkräfte bei rechtlichen, technischen und praktischen Aspekten zu unterstützen.
Die AOK hat ihre Pflege-Mediathek um zwei neue Grundlagenmodule erweitert, um Pflegefachkräften einen umfassenden Einstieg in die Digitalisierung zu bieten. Diese Module beleuchten bedeutende Aspekte wie rechtliche Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation sowie konkrete Anwendungen wie die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und die Telematikinfrastruktur. Zudem wird praxisnah aufgezeigt, wie digitale Lösungen Arbeitsabläufe von der Pflegeplanung bis hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit verändern und welche technologischen Voraussetzungen dafür nötig sind. Datenschutz und Qualifizierungsbedarf sind ebenfalls zentrale Themen. Die AOK zielt darauf ab, Pflegeeinrichtungen und Leistungserbringern das notwendige Wissen zu vermitteln, um die Digitalisierung aktiv mitzugestalten. Diese Meldung wurde auf der Webseite der AOK veröffentlicht.
Grenzen der Behandlung: Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung
Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung: Bei einem Drittel psychisch Erkrankter stoßen Behandlungen an ihre Grenzen. Was bleibt, wenn Therapieversuche scheitern?
Palliative Psychiatrie als letzte Hoffnung: Bei einem Drittel psychisch Erkrankter stoßen Behandlungen an ihre Grenzen. Was bleibt, wenn Therapieversuche scheitern?
Bei jedem dritten psychisch Erkrankten stößt die Behandlung an ihre Grenzen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Betroffene, die an schweren Depressionen, Schizophrenie oder Essstörungen leiden, möchten oft keine weiteren Therapieversuche mehr unternehmen, nachdem sie bereits verschiedene Behandlungsansätze wie Antidepressiva, Psychotherapie, Magnetstimulation und Elektrokrampftherapie ausprobiert haben, ohne Erfolg. Ein Beispiel ist ein Mann Anfang 60, der seit Jahrzehnten schwer depressiv ist und nach etlichen Therapieveruschen einfach seine Ruhe haben möchte, ohne weitere Behandlungen auszuprobieren. Wie diese Patienten dennoch weiter unterstützt werden können, bleibt eine Herausforderung für die palliative Psychiatrie.
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