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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.03.2026
Warken plant bis Sommer neues digitales Primärversorgungskonzept
Gesundheitsministerin Warken entwickelt bis Sommer ein digitales Primärversorgungskonzept zur Stärkung der ambulanten Versorgung und effizienteren Patientensteuerung.
Gesundheitsministerin Warken entwickelt bis Sommer ein digitales Primärversorgungskonzept zur Stärkung der ambulanten Versorgung und effizienteren Patientensteuerung.
Gesundheitsministerin Nina Warken betonte beim SpiFa-Fachärztetag in Berlin die Notwendigkeit einer Stärkung der ambulanten Versorgung als tragendes Element des Gesundheitssystems. Sie hob hervor, dass ein Primärversorgungssystem zentral für den ambulanten Bereich sei und dass hier die Digitalisierung eine wesentliche Rolle spiele. Warken kündigte an, bis zum Sommer ein Konzept zur Primärversorgung vorzulegen, das digitale Elemente wie Ersteinschätzungs-Apps, digitale Terminvergaben und elektronische Überweisungen integrieren soll. Dies solle den Zugang zur fachärztlichen Versorgung neu organisieren, wobei eine bessere Steuerung entscheidend ist. Warken mahnte zur Offenheit gegenüber Veränderungen und betonte, dass Entscheidungen nicht länger aufgeschoben werden könnten. Die Ärzteschaft signalisiert Unterstützung, zieht jedoch klare Grenzen. Ein Dialog mit Verbänden laufe bereits, um offene Fragen zu klären, etwa welche Leistungserbringer vorrangig Verantwortung tragen und welche digitalen Werkzeuge sinnvoll einsetzbar sind. (Quellen: aerztezeitung.de)
Apotheken-Notdienst am 23. März: Wichtige Medikamente nur dort verfügbar
Am 23. März nur im Notdienst: Wichtige Medikamente sind an diesem Tag ausschließlich über den Apotheken-Notdienst verfügbar, reguläre Apotheken sind ausgeschlossen.
Am 23. März nur im Notdienst: Wichtige Medikamente sind an diesem Tag ausschließlich über den Apotheken-Notdienst verfügbar, reguläre Apotheken sind ausgeschlossen.
Patienten müssen am kommenden Montag, den 23. März, den Apotheken-Notdienst aufsuchen, um dringend benötigte Akutmedikationen zu erhalten, da diese an diesem Tag nur dort verfügbar sein werden. Laut Informationen der "Ärzte Zeitung" sind die regulären Apotheken nicht befugt, diese Medikamente außerhalb des Notdienstes abzugeben. Dies wurde bekanntgegeben, um eine koordinierte und sichere Versorgung der benötigten Medikamente zu gewährleisten. Angehörige von Betroffenen sollten rechtzeitig planen, um Verzögerungen bei der Medikamentenbeschaffung zu vermeiden. Dies ist besonders relevant für Pflegekräfte und Familien, die schnell auf benötigte Medikationen zugreifen müssen.
Pflegekosten in Baden-Württemberg steigen 2026 auf 3532 Euro monatlich
Pflege in Baden-Württemberg: Eigenanteil steigt 2026 auf 3532 Euro – Sozialverband fordert Reform und Übernahme der Investitionskosten.
Pflege in Baden-Württemberg: Eigenanteil steigt 2026 auf 3532 Euro – Sozialverband fordert Reform und Übernahme der Investitionskosten.
Der Eigenanteil in der stationären Pflege in Baden-Württemberg hat sich weiter erhöht und liegt 2026 bei 3532 Euro monatlich, so der Sozialverband VdK Baden-Württemberg. Dies stellt eine erhebliche finanzielle Belastung für Pflegebedürftige dar, da die Durchschnittsrente nur einen Bruchteil dieser Kosten abdeckt. Der Sozialverband fordert eine mutige Pflegereform und die Übernahme der Investitionskosten durch das Land, welches sich seit 2010 nicht mehr finanziell an solchen Kosten beteiligt. Dies berichtet bw.vdk.de.
Rheinland-Pfalz stärkt psychosoziale Pflege: Neues APN-Profil soll Versorgungslücken schließen und die Betreuung psychisch erkrankter Senioren verbessern.
Rheinland-Pfalz stärkt psychosoziale Pflege: Neues APN-Profil soll Versorgungslücken schließen und die Betreuung psychisch erkrankter Senioren verbessern.
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat ein neues Profil für Advanced Practice Nurses (APN) im Bereich der psychosozialen Versorgung entwickelt, um Versorgungslücken besser zu schließen und Betroffene optimal zu begleiten, berichtet "Bibliomed Pflege". APN, die über einen Masterabschluss und erweiterte klinische Kompetenzen verfügen, sollen beispielsweise durch präventive Hausbesuche die Betreuung älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessern. Die Kammer plädiert dafür, APN fest in die Versorgungsstrukturen zu integrieren und rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.03.2026
NRW: Pflegebedarf steigt bis 2050 um 21% auf 1,7 Millionen an
Der Pflegebedarf in NRW wächst bis 2050 auf 1,7 Millionen Menschen, ein Anstieg von 21%. Besonders stark betroffen sind ambulante und stationäre Pflegedienste.
Der Pflegebedarf in NRW wächst bis 2050 auf 1,7 Millionen Menschen, ein Anstieg von 21%. Besonders stark betroffen sind ambulante und stationäre Pflegedienste.
Laut einer Modellrechnung des Statistischen Landesamts IT.NRW wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen bis 2050 auf knapp 1,7 Millionen ansteigen, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Besonders betroffen sind die ambulanten Pflegedienste, deren Versorgungszahlen um 28 Prozent auf 307.600 Personen steigen sollen. Noch stärker ist der Zuwachs in der stationären Pflege mit einem Plus von einem Drittel auf 226.300 Personen. Die regionalen Unterschiede sind erheblich, mit erwarteten Zuwächsen vor allem in den Kreisen Coesfeld, Borken und Paderborn.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.03.2026
Beschäftigtenzahl in Krankenhäusern steigt, Fachkräftemangel bleibt Krise
Trotz steigender Beschäftigtenzahl in Krankenhäusern bleibt der Fachkräftemangel gravierend, mit drohender Verschärfung durch den demografischen Wandel bis 2035.
Trotz steigender Beschäftigtenzahl in Krankenhäusern bleibt der Fachkräftemangel gravierend, mit drohender Verschärfung durch den demografischen Wandel bis 2035.
Die Zahl der Beschäftigten im Pflegedienst an deutschen Krankenhäusern ist laut dem Fachkräftemonitoring 2026 der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erheblich gestiegen, erreichte jedoch erstmals über 400.000. Trotz dieser Zunahme bleibt der Fachkräftemangel in der Pflege eine große Herausforderung. Der demografische Wandel könnte die Lage weiter verschärfen, da bis 2035 rund 300.000 Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Die DKG bemängelt zudem den hohen bürokratischen Aufwand der Personalbemessung, der die Versorgungsqualität beeinträchtigt, berichtet BibliomedPflege.
Pflegesektor in finanzieller Krise: Alarm wegen hoher Heimkosten
Hohe Heimkosten und ein drohender Finanzkollaps im Pflegesektor alarmieren Experten: Thomas Knieling fordert Reformen und mehr Effizienz.
Hohe Heimkosten und ein drohender Finanzkollaps im Pflegesektor alarmieren Experten: Thomas Knieling fordert Reformen und mehr Effizienz.
Thomas Knieling, Chef des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe, hat in einem Interview mit FOCUS Online vor der drohenden finanziellen Krise im Pflegesektor gewarnt. Die Kosten für Heimplätze überschreiten bereits 3000 Euro im Monat, was deutlich über dem durchschnittlichen Renteneinkommen liegt. Ohne Reformen, so Knieling, seien steigende Beiträge unumgänglich. Er schlägt mehr Effizienz und unternehmerische Freiheiten vor, um den Teufelskreis aus hohen Kosten und begrenzten Ressourcen zu durchbrechen. Die Pflegeversicherung benötige zudem ein Bundesdarlehen von 3,2 Milliarden Euro.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
19.03.2026
DNQP kündigt Überarbeitung des Demenz-Pflegestandards an
Das DNQP überarbeitet den Demenz-Pflegestandard. Experten um Martina Roes passen ihn an. Feedback bis Mai 2026 erwünscht; Veröffentlichung im Herbst 2026.
Das DNQP überarbeitet den Demenz-Pflegestandard. Experten um Martina Roes passen ihn an. Feedback bis Mai 2026 erwünscht; Veröffentlichung im Herbst 2026.
Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat die Überarbeitung des Expertenstandards "Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz" angekündigt. Eine Expertengruppe unter Martina Roes vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen hat den Standard nach einer aktuellen Literaturrecherche angepasst. Die Konsultationsphase ermöglicht Stellungnahmen bis zum 8. Mai 2026. Der fertige Standard wird im Herbst 2026 veröffentlicht. Rückmeldungen fließen in die finale Fassung ein (www.bibliomed-pflege.de).
Pflegearmut in Deutschland: Hunderttausende ohne notwendige Hilfe
Hunderttausende Pflegebedürftige in Deutschland erhalten trotz Anspruch keine Unterstützung, da Bürokratie und Informationsmangel Hürden darstellen. Experten fordern Handeln.
Hunderttausende Pflegebedürftige in Deutschland erhalten trotz Anspruch keine Unterstützung, da Bürokratie und Informationsmangel Hürden darstellen. Experten fordern Handeln.
Laut einer von der ZEIT zitierten Studie zur Pflegearmut erhalten Hunderttausende von Pflegebedürftigen in Deutschland trotz Anspruch keine Unterstützung zur Pflege. Etwa 390.000 Pflegebedürftige, die zu Hause versorgt werden, könnten Hilfsleistungen beantragen, doch nur rund 76.000 tun dies tatsächlich. Bürokratische Hürden und ein Mangel an Information werden als Gründe für diese verdeckte Pflegearmut angeführt. Experten fordern daher verstärkte Maßnahmen auf Bundesebene, um diese Missstände zu beheben und die Situation der Betroffenen zu verbessern.
Studie: 80% der Pflegebedürftigen nutzen Hilfsanspruch nicht aus
Studie: 80% der Pflegebedürftigen in Deutschland nutzen ihren Anspruch auf staatliche Hilfe nicht, oft aus Unwissenheit oder Scham. Der Verband fordert Lösungen.
Studie: 80% der Pflegebedürftigen in Deutschland nutzen ihren Anspruch auf staatliche Hilfe nicht, oft aus Unwissenheit oder Scham. Der Verband fordert Lösungen.
Laut einer aktuellen Studie des Paritätischen Gesamtverbands, die von MDR zitiert wird, nehmen viele Pflegebedürftige in Deutschland ihre Ansprüche auf staatliche Unterstützung nicht wahr. Trotz eines Anspruchs auf "Hilfe zur Pflege" erhalten nur rund 20 Prozent der Berechtigten diese Leistungen. Hauptgründe seien Unwissenheit, Scham und regionale Unterschiede in der Bewilligungspraxis. Der Verband fordert eine einheitliche, bundesweite Umsetzung gesetzlicher Ansprüche, um Pflegearmut zu reduzieren. (Quelle: www.mdr.de)
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