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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.02.2026
Zahl der Altenpflege-Azubis auf Rekordtief: Zukunft ungewiss
Altenpflege in der Krise: Nur 83 Azubis 2024, Experten fordern Stärkung des spezialisierten Berufsabschlusses – Zukunft der Ausbildung ungewiss.
Altenpflege in der Krise: Nur 83 Azubis 2024, Experten fordern Stärkung des spezialisierten Berufsabschlusses – Zukunft der Ausbildung ungewiss.
Ein aktueller Bericht der Bundesregierung zeigt, dass der spezialisierte Berufsabschluss in der Altenpflege zunehmend an Bedeutung verliert. Nur 83 Auszubildende entschieden sich 2024 für diesen Weg, was nur 0,2 Prozent der Pflegeabsolventen entspricht. Der Bericht, der von www.haeusliche-pflege.net zitiert wird, deutet darauf hin, dass die Altenpflegeausbildung bald gesetzlich auslaufen könnte, da die erforderlichen Bewerberzahlen nicht erreicht werden. Auch wenn die allgemeine Pflegeausbildung dominiert, rufen Experten dazu auf, die eigenständige Altenpflegeausbildung wieder stärker in den Fokus zu rücken.
Baden-Württemberg: Neues Gesetz entlastet ABWGs, VdK warnt vor Lücken
Neues Gesetz entlastet ABWGs in Baden-Württemberg, doch VdK warnt vor Schutzlücken. Ombudsstelle soll als Ausgleich dienen.
Neues Gesetz entlastet ABWGs in Baden-Württemberg, doch VdK warnt vor Schutzlücken. Ombudsstelle soll als Ausgleich dienen.
Der baden-württembergische Landtag hat am 4. Februar 2026 das Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz (TPQG) verabschiedet, das ambulant betreute Wohngemeinschaften (ABWGs) weitgehend aus dem Heimrecht herausnimmt. Während der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) dies als Entlastung begrüßt, warnt der Sozialverband VdK vor möglichen Schutzlücken durch die entfallende Zuständigkeit der Heimaufsicht. Nach Protesten wurden jedoch Nachbesserungen implementiert, wie die Einrichtung einer Ombudsstelle, berichtet die Webseite 'www.haeusliche-pflege.net'.
Kostenlose Erstkopie von Behandlungsunterlagen: Neues BGB-Gesetz in Kraft
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Am 05. Februar wurde das „Gesetz zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts sowie zur Änderung des Behandlungsvertragsrechts“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist nun in Kraft. Dieses Gesetz beinhaltet die Neufassung des Paragrafen 360g des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), welcher den Anspruch von Patientinnen und Patienten auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen regelt. Diese Neuregelung, berichtet die Ärzte Zeitung, klärt den Konflikt zwischen bisher anderslautenden Passagen in den Berufsordnungen der Landesärztekammern, welche Kopien „gegen Erstattung der Kosten“ vorsahen, und den Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) von 2018. Der Europäische Gerichtshof hatte bereits 2023 entschieden, dass die erste Kopie der personenbezogenen Daten kostenfrei sein muss. Dies betrifft insbesondere Arztpraxen und Kliniken, die nun verpflichtet sind, die Unterlagen bei einem Praxiswechsel kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Bayern reformiert Aufsicht für Pflegeheime: Effizienz im Fokus
Bayern reformiert die Pflegeheimaufsicht: Klare Zuständigkeiten und weniger Bürokratie sollen Effizienz und Qualitätssicherung verbessern.
Bayern reformiert die Pflegeheimaufsicht: Klare Zuständigkeiten und weniger Bürokratie sollen Effizienz und Qualitätssicherung verbessern.
Bayern wird die Aufsicht über Pflegeheime reformieren, wie Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach ankündigte. Die Neustrukturierung soll Klarheit bei den Zuständigkeiten schaffen und Bürokratie abbauen, ohne die Wirksamkeit der Kontrollen zu beeinträchtigen. Der Medizinische Dienst übernimmt künftig die jährlichen Prüfungen, während die Fachstellen maßgeblich für anlassbezogene Prüfungen und Beratungen zuständig bleiben. Gerlach unterstrich, die Reform solle Effizienz und Qualitätssicherung in den Vordergrund stellen. Umsetzung erfolgt im Schulterschluss mit relevanten Akteuren. (Quelle: www.stmgp.bayern.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.02.2026
Studie: Fachkräftemangel in Pflege und Energiewende bedroht Fortschritt
Die Studie „Fachkräfte gesucht“ zeigt, wie Fachkräftemangel die Energiewende und Pflege herausfordert und fordert bessere Arbeitsbedingungen für Fortschritt.
Die Studie „Fachkräfte gesucht“ zeigt, wie Fachkräftemangel die Energiewende und Pflege herausfordert und fordert bessere Arbeitsbedingungen für Fortschritt.
Die neue Studie „Fachkräfte gesucht“ von Michaela Evans-Borchers, veröffentlicht von der Heinrich-Böll-Stiftung, thematisiert die Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Energiewende und der sozialen Daseinsvorsorge. Die Analyse verbindet die Bereiche Energiewende, Bildung und Pflege und identifiziert Potenziale zur Fachkräftesicherung durch verbesserte Arbeitsbedingungen. Ein zentrales Anliegen ist es, mehr Menschen in Vollzeitarbeit zu bringen und die Infrastrukturen für Betreuung zu stärken. Die Studie hebt die Bedeutung regionaler Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung hervor (idw-online.de).
Vertrauenskrise in NRW-Pflege: Mehrheit sieht Versorgung skeptisch
Vertrauenskrise in der NRW-Pflege: 59 % sehen die Versorgung skeptisch. Hohe Kosten und Personalmangel drängen auf Reformen, warnt die DAK.
Vertrauenskrise in der NRW-Pflege: 59 % sehen die Versorgung skeptisch. Hohe Kosten und Personalmangel drängen auf Reformen, warnt die DAK.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der DAK-Gesundheit gibt es in Nordrhein-Westfalen einen erheblichen Vertrauensverlust in die Pflegeversorgung. 59 Prozent der Befragten empfinden die Pflegesituation als schlecht, und 46 Prozent erwarten eine Verschlechterung in den nächsten zehn Jahren. Die hohen Pflegekosten und der Personalmangel werden als Hauptprobleme gesehen. Klaus Overdiek von der DAK-Gesundheit betont die Dringlichkeit einer Pflegereform, die eine bezahlbare Absicherung gewährleisten muss. (medecon.ruhr)
Pflegende Angehörige: Gericht stärkt Recht auf höhere Rente rückwirkend
Gericht stärkt pflegende Angehörige: Rückwirkend höhere Rente möglich durch unzureichende Beratung, entscheidet das Sozialgericht Hannover.
Gericht stärkt pflegende Angehörige: Rückwirkend höhere Rente möglich durch unzureichende Beratung, entscheidet das Sozialgericht Hannover.
Das Sozialgericht Hannover hat entschieden, dass die Rentenversicherungspflicht pflegende Angehörige aktiv über die Möglichkeit einer Teilrente informieren muss. Unterbleibt dieser Hinweis, können Altersrenten rückwirkend zugunsten der Versicherten neu berechnet werden. Dies führt zu einer höheren gesetzlichen Rente durch zusätzliche Pflichtbeiträge aus der Pflege, so berichtet rentenbescheid24.de. Die Entscheidung bietet pflegenden Rentnern ein starkes rechtliches Instrument, ihre Rente dauerhaft zu steigern, wenn ihre Beratung unzureichend war.
Warnung vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen für Fachkräfte
Die Europäische Arzneimittelagentur warnt Fachkräfte vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen aufgrund von Problemen mit der Nadelsicherung.
Die Europäische Arzneimittelagentur warnt Fachkräfte vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen aufgrund von Problemen mit der Nadelsicherung.
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die zuständige Überwachungsbehörde haben auf einen schwerwiegenden Qualitätsmangel im Zusammenhang mit der Nadel in der vorgefüllten Spritze des Medikaments Arixtra (Fondaparinux Natrium) hingewiesen, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet. Ein Rote-Hand-Brief wurde als Warnung herausgegeben, um auf die potenziellen Risiken hinzuweisen. Diese Informationen sind für Fachkräfte im Gesundheitswesen von Bedeutung, um die Sicherheit ihrer Patienten zu gewährleisten und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.
Baden-Württemberg: Neues Gesetz für bürokratieärmere Pflege beschlossen
Baden-Württemberg entfesselt die Pflege: Neues Gesetz reduziert Bürokratie, sichert Qualität und stärkt Transparenz durch unabhängige Beschwerdestelle.
Baden-Württemberg entfesselt die Pflege: Neues Gesetz reduziert Bürokratie, sichert Qualität und stärkt Transparenz durch unabhängige Beschwerdestelle.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat das Gesetz zur Teilhabe- und Pflegequalität (TPQG) beschlossen, das die Pflege bürokratieärmer gestalten und zugleich die Qualität sichern soll. Damit erhalten Pflegeeinrichtungen mehr Handlungsspielraum, ohne die Rechte der Bewohner:innen einzuschränken, wie die Grünen anmerken. Ein zentrales Element ist die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle im Sozialministerium. Dies soll Vertrauen schaffen und Transparenz stärken. Begleitend sorgt ein Entschließungsantrag für weiterhin hohe Versorgungsqualität. Die Auswirkungen des Gesetzes werden bis 2028 dokumentiert (www.gruene-landtag-bw.de).
AOK-Pflegenavigator: Jetzt Suche nach Intensivpflege-Einrichtungen möglich
Der AOK-Pflegenavigator ermöglicht jetzt die gezielte Suche nach Einrichtungen für außerklinische Intensivpflege, ideal für beatmungspflichtige Patienten.
Der AOK-Pflegenavigator ermöglicht jetzt die gezielte Suche nach Einrichtungen für außerklinische Intensivpflege, ideal für beatmungspflichtige Patienten.
Die AOK bietet im Rahmen ihres Pflegenavigators nun auch die Möglichkeit, gezielt nach Einrichtungen für außerklinische Intensivpflege (AKI) zu suchen, wie die Webseite aok.de informiert. Diese Erweiterung ermöglicht es den Nutzern, spezialisierte Anbieternähe ihres Wohnorts anzeigen zu lassen. Unter den Suchergebnissen sind die spezifischen Spezialisierungen der jeweiligen Leistungserbringer genannt. Das Angebot richtet sich an beatmungspflichtige Kinder und Erwachsene, wobei die Versorgung sowohl zu Hause als auch in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden kann. Eine ärztliche Verordnung und die Genehmigung durch die Krankenkasse sind Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Pflegeleistung. Durch diese Neuerung können Ärzte, Pflegefachpersonen sowie Angehörige einfacher geeignete Pflegeplätze finden.
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