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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.02.2026
Warken will Krankenhausreform anpassen: Bedenken wegen Kosten & Strukturwandel
Gesundheitsministerin Warken will die Krankenhausreform anpassen, doch Kritiker fürchten erhöhte Kosten und Aufweichung des Strukturwandels.
Gesundheitsministerin Warken will die Krankenhausreform anpassen, doch Kritiker fürchten erhöhte Kosten und Aufweichung des Strukturwandels.
Gesundheitsministerin Nina Warken plant, die Krankenhausreform ihres Vorgängers praxistauglich zu gestalten. Kritiker äußern Bedenken, dass der notwendige Strukturwandel dadurch verwässert werden könnte und warnen zudem vor steigenden Kosten für die Beitragszahler. Diese Diskussion entbrannte im Zuge der geplanten Änderungen an der von Lauterbach initiierten Reform. Laut der Ärzte Zeitung sehen einige Experten darin nicht nur eine Bedrohung für Praxen, sondern auch Chancen für niedergelassene Ärzte an neu definierten Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Im Zuge dieser Reform könnten Kliniken verstärkt in den Bereich der ambulanten Versorgung einsteigen, was für die niedergelassene Praxislandschaft Herausforderungen und neue Möglichkeiten mit sich bringen könnte (Quelle: Ärzte Zeitung).
Arzneimittelkosten der GKV auf Rekordhoch: AOK kritisiert AMNOG
Rekordkosten für Arzneimittel: Die GKV-Ausgaben stiegen 2024 um zehn Prozent. AOK fordert Anpassungen beim AMNOG zur Eindämmung der Kostenexplosion.
Rekordkosten für Arzneimittel: Die GKV-Ausgaben stiegen 2024 um zehn Prozent. AOK fordert Anpassungen beim AMNOG zur Eindämmung der Kostenexplosion.
Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind laut einem Bericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) auf ein neues Rekordniveau gestiegen. 2024 betrugen die Nettokosten 59,3 Milliarden Euro, ein Anstieg von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Patentgeschützte Arzneimittel sind die Haupttreiber des Kostenanstiegs, obwohl sie nur sieben Prozent der verordneten Tagesdosen ausmachen, sind sie für 54 Prozent der Kosten verantwortlich. Seit der Einführung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) im Jahr 2011 sind die GKV-Ausgaben für Arzneimittel um mehr als 125 Prozent gestiegen. Das WIdO kritisiert die sinkende Steuerungswirkung des AMNOG und die zunehmenden Umgehungsstrategien bei der frühen Nutzenbewertung und Preisverhandlung. Die AOK fordert eine Neujustierung der Arzneimittelpolitik, um Innovationen finanzierbar zu halten, und lehnt intransparente Vergütungsmodelle ab. Quelle: aok.de.
Grippe- und RSV-Welle belasten Arztpraxen: Hohe Infektionszahlen
Grippe- und RSV-Welle steigern Arztbesuche: Hohe Infektionszahlen belasten Praxen und unterstreichen die Dringlichkeit von Prävention und Behandlung in Deutschland.
Grippe- und RSV-Welle steigern Arztbesuche: Hohe Infektionszahlen belasten Praxen und unterstreichen die Dringlichkeit von Prävention und Behandlung in Deutschland.
Deutschland steckt mitten in einer Grippe-Welle und steht am Beginn einer RSV-Welle, wie aerztezeitung.de berichtete. Die Zahl der Arztbesuche aufgrund von Atemwegserkrankungen ist aktuell hoch, was auf die anhaltende Zirkulation von Atemwegserregern zurückzuführen ist. Die Grippe-Welle zeigt sich in einem signifikanten Anstieg von Patienten, die medizinische Betreuung benötigen. Zudem wird von einer bevorstehenden RSV-Welle gesprochen, die ebenfalls zur Belastung der Arztpraxen beitragen dürfte. Die steigenden Infektionszahlen verdeutlichen die Bedeutung einer guten Präventionsstrategie und einer effektiven Behandlung, um den Anstieg der Fälle effektiv zu managen.
Versorgungslücke: Schlechtere Diabetes-Betreuung für psychisch Erkrankte
Psychisch Erkrankte erhalten bei Diabetes oft weniger Untersuchungen und Medikation, was auf eine erhebliche Versorgungslücke hinweist.
Psychisch Erkrankte erhalten bei Diabetes oft weniger Untersuchungen und Medikation, was auf eine erhebliche Versorgungslücke hinweist.
Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten eine schlechtere medizinische Versorgung bei Diabetes, berichtet aerztezeitung.de. Wichtige Untersuchungen wie die HbA1c-Messung und Fußuntersuchungen werden bei dieser Patientengruppe seltener durchgeführt. Zusätzlich haben diese Patienten offenbar weniger Zugang zu modernen Medikamenten wie GLP-1-Rezeptoragonisten, wie aus einer systematischen Überprüfung hervorgeht. Dies deutet auf eine besorgniserregende Versorgungslücke hin, die sowohl die Überwachung als auch die Behandlung von Diabetes betrifft.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
04.02.2026
Wachsende Chancen: Weiterbildungen für Pflegekräfte dringend benötigt
Dringend gesucht: Mindestens 280.000 Pflegekräfte bis 2049. Weiterbildungen bieten Chancen für Quereinsteiger und sichern Jobs – staatlich gefördert.
Dringend gesucht: Mindestens 280.000 Pflegekräfte bis 2049. Weiterbildungen bieten Chancen für Quereinsteiger und sichern Jobs – staatlich gefördert.
Angesichts des wachsenden Bedarfs an Pflegefachkräften sieht sich die Branche erheblichen Herausforderungen gegenüber. Bibliomed-Pflege hebt hervor, dass bis 2049 mindestens 280.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden. Eine gezielte Weiterbildung kann helfen, Fachwissen zu vertiefen und die eigene Arbeitsplatzsituation zu verbessern. Besonders für Quereinsteiger bietet eine Weiterbildung in der Pflege vielversprechende Aussichten und Jobsicherheit. Auch die finanzielle Unterstützung durch den Staat wird als Vorteil hervorgehoben, so www.bibliomed-pflege.de.
Baden-Württemberg: Weniger Kontrollen in Pflegeheimen beschlossen
Baden-Württemberg reduziert die Kontrollfrequenz in Pflegeheimen und schafft Heimbeiräte ab, um Bürokratie abzubauen. Sozialverbände warnen vor Sicherheitsverlust.
Baden-Württemberg reduziert die Kontrollfrequenz in Pflegeheimen und schafft Heimbeiräte ab, um Bürokratie abzubauen. Sozialverbände warnen vor Sicherheitsverlust.
Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat ein neues Pflegegesetz verabschiedet, das weniger häufige Kontrollen in Pflegeheimen vorsieht. Der Landtag begründet dies mit dem Abbau von Bürokratie. Künftig soll nur noch etwa jede dritte Einrichtung jährlich inspiziert werden, während jede mindestens alle fünf Jahre überprüft wird. Zudem wird die Verpflichtung zur Einrichtung von Heimbeiräten abgeschafft. Sozialverbände warnen vor einem Verlust an Schutz für Pflegebedürftige. Das Gesetz sieht erstmals eine Registrierung von Pflege-WGs vor, um unkontrollierte Entwicklungen zu verhindern. Die Quelle dieser Informationen ist 'www.zeit.de'.
Brandenburgs Gesundheitsministerin fordert gerechtere Pflegekosten: Einkommensabhängige Reform soll Menschen mit niedrigen Einkommen entlasten und Solidarität fördern.
Brandenburgs Gesundheitsministerin fordert gerechtere Pflegekosten: Einkommensabhängige Reform soll Menschen mit niedrigen Einkommen entlasten und Solidarität fördern.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller fordert eine Reform der Pflegeversicherung, die den Eigenanteil von Pflegebedürftigen an deren Vermögen und Einkommen koppelt. Laut Müller sollen Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen entlastet werden, um sie vor dem Abrutschen in die Sozialhilfe zu bewahren. Der Eigenanteil für Pflege könnte sich aktuell auf über 3.500 Euro monatlich belaufen. Müller betont, die Pflegeversicherung solle solidarisch sein, in der Wohlhabendere höhere Eigenanteile leisten. Bundes- und Landesregierungen planen bis Ende des Jahres eine umfassende Reform. (Quelle: www.welt.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
04.02.2026
BVMC-Chef: "Ping Pong" statt Integration im deutschen Gesundheitssystem
BVMC-Chef Lutz Hager kritisiert das "Ping Pong" im deutschen Gesundheitssystem und fordert eine bessere Vernetzung zur Optimierung der Primärversorgung.
BVMC-Chef Lutz Hager kritisiert das "Ping Pong" im deutschen Gesundheitssystem und fordert eine bessere Vernetzung zur Optimierung der Primärversorgung.
Der Vorstandschef des Bundesverbandes Managed Care, Lutz Hager, kritisiert die derzeitige Herangehensweise an das Primärversorgungssystem in Deutschland und vergleicht es mit einem "Ping Pong" zwischen Arztpraxen. Im Interview mit der Ärzte Zeitung spricht Hager über die Herausforderungen bei der Umsetzung eines solchen Systems, die bestehenden Hindernisse im Digitalisierungsprozess sowie über unzureichend versorgte Regionen, die er als "weiße Flecken auf der Landkarte" bezeichnet. Hager hebt hervor, dass eine stärkere Vernetzung und ein ganzheitlicher Ansatz notwendig sind, um die Primärversorgung in Deutschland zu optimieren. Quellen: Ärzte Zeitung.
Leopoldina fordert nationale Strategie gegen Adipositas-Epidemie
Leopoldina drängt auf nationale Anti-Adipositas-Strategie mit Zuckersteuer und Werbeverboten für ungesunde Produkte, um effektive Prävention zu unterstützen.
Leopoldina drängt auf nationale Anti-Adipositas-Strategie mit Zuckersteuer und Werbeverboten für ungesunde Produkte, um effektive Prävention zu unterstützen.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert entschiedene Maßnahmen im Kampf gegen die Adipositas-Epidemie und appelliert an Bund und Länder, eine umfassende nationale Strategie zu entwickeln. Laut Leopoldina reicht kleinteilige Prävention nicht aus; erforderlich seien harte Regulierungen, die gesunde Lebensverhältnisse fördern. Insbesondere werden Maßnahmen wie eine Zuckersteuer und Werbeverbote für ungesunde Produkte gefordert. Fachgesellschaften begrüßen die Stellungnahme der Leopoldina und betonen die Dringlichkeit einer umfassenden Adipositas-Strategie, um nachhaltige Erfolge in der Prävention und Therapie zu erzielen (Quelle: aerztezeitung.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
04.02.2026
Pflegekrise: Bis 2030 fehlt eine halbe Million Fachkräfte in Deutschland
Pflegekrise: Bis 2030 fehlen in Deutschland 500.000 Fachkräfte. Eine ARD-reportage beleuchtet Lücken im Pflegesektor und mögliche Lösungsansätze.
Pflegekrise: Bis 2030 fehlen in Deutschland 500.000 Fachkräfte. Eine ARD-reportage beleuchtet Lücken im Pflegesektor und mögliche Lösungsansätze.
Laut einer Reportage von ARD alpha wird bis 2030 in Deutschland eine halbe Million Pflegefachkräfte fehlen, selbst bei optimistischen Schätzungen. Der Beitrag thematisiert die gravierenden Lücken im Pflegesektor und erkundet mögliche Lösungsansätze. Die Reportage beleuchtet auch die Erfahrungen von Pflegefachkräften und Auszubildenden, um aufzuzeigen, wie man der Krise begegnen könnte. Quellen wie BR und picture-alliance/dpa wurden für die Darstellung genutzt.
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