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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.07.2026
Fachtagung in Berlin: Community Health Nursing soll gestärkt werden
Fachtagung in Berlin: Experten diskutieren über die Stärkung von Community Health Nursing in der Primärversorgung und die mögliche gesetzliche Verankerung.
Fachtagung in Berlin: Experten diskutieren über die Stärkung von Community Health Nursing in der Primärversorgung und die mögliche gesetzliche Verankerung.
Die Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Bosch Health Campus haben in Berlin eine Fachtagung zur Stärkung von Community Health Nursing im Rahmen der Primärversorgung veranstaltet. Experten aus verschiedenen Ländern diskutierten, wie Primärversorgung näher an die Lebensrealität der Menschen gebracht werden kann. Laut einer Keynote von Prof. Dr. Katharina Janus geht es um mehr als nur eine Eingangstür im Gesundheitssystem, sondern um eine umfassende Koordination der Akteure und kontinuierliche Versorgung. **www.eu-schwerbehinderung.eu** berichtet über die Möglichkeit, Community Health Nursing gesetzlich zu verankern.
Japan setzt auf KI-Roboter gegen Fachkräftemangel bis 2040
Japan plant bis 2040 den Einsatz von zehn Millionen KI-Robotern, um in 18 Branchen, darunter Altenpflege, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Japan plant bis 2040 den Einsatz von zehn Millionen KI-Robotern, um in 18 Branchen, darunter Altenpflege, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Japan plant bis 2040 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Milliardenprojekt sieht vor, rund zehn Millionen KI-Roboter in 18 Branchen, darunter Altenpflege und Gastronomie, zu integrieren. Besonders in ländlichen Gebieten, die stark vom demografischen Wandel betroffen sind, sollen die Roboter Arbeitskräfte unterstützen und ersetzen. Die Regierung arbeitet dazu mit internationalen Forschungseinrichtungen zusammen und setzt auf das KI-Modell "Noetra", welches von Unternehmen wie SoftBank und Sony entwickelt wird, berichtet "TechRadar".
Studie prognostiziert Verdopplung der Demenzfälle in Schleswig-Holstein bis 2060
Studie: Demenzfälle in Schleswig-Holstein könnten sich bis 2060 verdoppeln. Präventive Maßnahmen könnten jedoch fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern.
Studie: Demenzfälle in Schleswig-Holstein könnten sich bis 2060 verdoppeln. Präventive Maßnahmen könnten jedoch fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern.
Laut einer AOK-Studie, die in Zusammenarbeit mit Universitäten aus Köln, Trier und Rostock entstand, könnten sich die Demenzfälle bis 2060 in Schleswig-Holstein nahezu verdoppeln. Derzeit gibt es etwa 44.834 Demenzkranke in der Region, was sich auf bis zu 80.504 erhöhen könnte. Dr. Max Nedelmann, Neurologe am Klinikum Pinneberg, führt dies auf den demographischen Wandel zurück. Die Studie zeigt ein Stadt-Land-Gefälle, wobei ländliche Regionen stärker betroffen sind. Prävention, so Nedelmann, könnte fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern, berichtet "www.ndr.de".
Bundesarbeitsgericht: Kündigung ohne bEM bei Langzeitkranken unzulässig
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine Kündigung von wiederholt langzeitkranken Arbeitnehmern ohne ein zuvor angebotene betriebliche Eingliederungsmanagement (bEM) nicht zulässig ist. Selbst wenn ein Arbeitnehmer ein solches Eingliederungsmanagement in der Vergangenheit abgelehnt hat, muss der Arbeitgeber bei erneuter längerer Krankheitsdauer diesen Prozess weiterhin regelmäßig anbieten. Ein Einwurfeinschreiben reicht als Beweis für das Zugangsangebot des bEM nicht aus. Im vorliegenden Fall, der einen Arbeitnehmer aus Hamburg betraf, wurde die Kündigung als sozial ungerechtfertigt und somit unwirksam erklärt, da der Arbeitgeber das bEM nicht ordnungsgemäß angeregt hatte. Die Richter des Bundesarbeitsgerichts betonten, dass ein vollständiges und bewiesenes bEM-Verfahren eine Voraussetzung für eine rechtmäßige Kündigung in solchen Fällen darstellt. (Quelle: Ärzte Zeitung)
GKV-Gesetz: Pflegekammer RLP warnt vor Versorgungsengpässen in der Pflege
Die Pflegekammer RLP warnt nach dem neuen GKV-Gesetz vor Versorgungsengpässen. Steigender Kostendruck könnte Personalabbau und Pflegequalität bedrohen.
Die Pflegekammer RLP warnt nach dem neuen GKV-Gesetz vor Versorgungsengpässen. Steigender Kostendruck könnte Personalabbau und Pflegequalität bedrohen.
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz warnt nach dem Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes im Bundestag vor drohenden Versorgungslücken im Land. Laut der Kammer erhöht das Gesetz den finanziellen Druck auf Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Dies könnte Personalabbau und unbesetzte Stellen zur Folge haben, was sich negativ auf die Pflegequalität auswirken könnte. Präsident Dr. Markus Mai kritisiert, dass die Pflege als zentrale Schnittstelle im Gesundheitswesen von der Entscheidung betroffen ist und fordert eine Nachbesserung durch die Landesregierung. (Quelle: pflegekammer-rlp.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.07.2026
Charité schult Pflegekräfte kostenfrei für Krisensituationen online
Die Charité bietet kostenfreie Online-Trainings für Pflegekräfte an, um sie auf Krisensituationen wie Stromausfälle besser vorzubereiten.
Die Charité bietet kostenfreie Online-Trainings für Pflegekräfte an, um sie auf Krisensituationen wie Stromausfälle besser vorzubereiten.
Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat Schnell-Lern-Lektionen (SLL) zur Krisenvorbereitung entwickelt, berichtet BibliomedPflege. Diese Module, die kostenfrei online verfügbar sind, sollen Pflegefachkräfte besser auf Notfälle wie Stromausfälle und Bevölkerungsrisiken vorbereiten. Sie bestehen aus Audio- und Videomaterial zu Themen wie Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die Initiative ist Teil des Projekts "Aufrechterhaltung ambulanter Pflegeinfrastrukturen in Krisenzeiten" (AUPIK).
Erhöhte Krankenkassenbeiträge belasten Schwerbehinderte und Pflegebedürftige
Erhöhte Krankenkassenbeiträge treffen Schwerbehinderte und Pflegebedürftige hart: Zuzahlungen steigen um 50 Prozent, während Zuschüsse gekürzt werden.
Erhöhte Krankenkassenbeiträge treffen Schwerbehinderte und Pflegebedürftige hart: Zuzahlungen steigen um 50 Prozent, während Zuschüsse gekürzt werden.
Der Bundestag hat ein Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen, das besonders Schwerbehinderte und Pflegebedürftige treffen wird. Laut Informationen von "www.gegen-hartz.de" werden die Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente und andere Leistungen um 50 Prozent erhöht. Während die Belastungsgrenzen für chronisch Kranke bei einem Prozent bleiben, müssen Versicherte mit höheren Kosten beim Zahnersatz rechnen, da der Zuschuss der Krankenkassen reduziert wurde. Kritiker bemängeln, dass die Änderungen gerade für finanziell schwache Gruppen eine zusätzliche Belastung darstellen.
Bayerns „Pflege 2030“: Zukunftsweisende Konzepte verbinden Technik und Personaleinsatz, um Pflegesysteme effizient zu optimieren.
Bayerns „Pflege 2030“: Zukunftsweisende Konzepte verbinden Technik und Personaleinsatz, um Pflegesysteme effizient zu optimieren.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Pflege 2030“ in Karlsfeld innovative Konzepte zur Verbesserung der Pflegebedingungen betont. Ziel sei es, Technik und Personaleinsatz effizient zu verbinden, um die Betreuung von Pflegebedürftigen zu optimieren. Das Projekt, unterstützt durch das Bayerische Gesundheitsministerium mit 3,1 Millionen Euro, entwickelte ein Praxishandbuch, das als Blaupause für die Verbesserung der Pflege in Bayern und darüber hinaus dienen soll, berichtet 'aschaffenburg.news'.
Bundestag verabschiedet GKV-Sparpaket: Einsparungen und Entlastungen ab 2027
Der Bundestag hat das GKV-Sparpaket verabschiedet, das ab 2027 Einsparungen von 19 Milliarden Euro und Entlastungen für Krankenhäuser vorsieht.
Der Bundestag hat das GKV-Sparpaket verabschiedet, das ab 2027 Einsparungen von 19 Milliarden Euro und Entlastungen für Krankenhäuser vorsieht.
Laut dem AOK-Presseportal hat der Bundestag das GKV-Sparpaket zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung verabschiedet. Das Gesetz, das bereits ab 2027 Einsparungen von 19 Milliarden Euro vorsieht, nahm nach intensiven Verhandlungen die letzten Hürden. Allerdings gibt es nun Zugeständnisse wie eine finanzielle Entlastung für Krankenhäuser und Änderungen bei den Pflegepersonaluntergrenzen. Trotz Kritik aus der Opposition betonte Gesundheitsministerin Nina Warken die Notwendigkeit des Sparens zur Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität. (Quelle: www.aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.07.2026
GKV-Reform beschlossen: Gesundheitssektor in Aufruhr und Kritik
Der Bundestag verabschiedet die umstrittene GKV-Reform, während Proteste und Kritik von Beschäftigten und Opposition den Gesundheitssektor erschüttern.
Der Bundestag verabschiedet die umstrittene GKV-Reform, während Proteste und Kritik von Beschäftigten und Opposition den Gesundheitssektor erschüttern.
Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)-Reform, eines der zentralen Reformpakete der Bundesregierung, wurde vom Bundestag verabschiedet. Vor der Abstimmung kam es zu Protesten von Beschäftigten im Gesundheitswesen, die gegen die Kürzungen wetterten. Kritik erfolgte auch von Seiten der Opposition. Reuters berichtete, dass die Reform für erhebliche Unruhe sorgen könnte. Hinzu kommt, dass die Pharmabranche sich im Würgegriff sehe. Die Reform beabsichtigt grundlegende finanzielle Anpassungen im Gesundheitswesen, um die Nachhaltigkeit des Systems sicherzustellen. Doch die Verteilung von Belastungen und Einsparungen steht in der Kritik. Die Auseinandersetzungen um diese Gesundheitsreform verdeutlichen die tiefen Gräben zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitssektor.
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