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Pflegepolitik und Recht
28.05.2026
CDU-Politiker fordert Eigenheim-Beteiligung bei Pflegekosten
CDU-Politiker Stegemann fordert die Einbeziehung von Eigenheimen zur Eigenbeteiligung bei Pflegekosten, um so die Solidargemeinschaft zu entlasten.
CDU-Politiker Stegemann fordert die Einbeziehung von Eigenheimen zur Eigenbeteiligung bei Pflegekosten, um so die Solidargemeinschaft zu entlasten.
In der Debatte um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung hat sich der stellvertretende Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) für die Einbeziehung des Eigenheims bei der Eigenbeteiligung von Pflegebedürftigen stark gemacht. „Ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit kann es nicht geben“, äußerte Stegemann gegenüber der „Bild“-Zeitung. Personen mit Vermögen sollten, seiner Meinung nach, dieses zuerst nutzen, bevor sie Leistungen der Solidargemeinschaft beanspruchen. Außerdem betonte er die Wichtigkeit einer stärkeren privaten Vorsorge durch Pflegezusatzversicherungen oder andere Sparformen. Im Zusammenhang mit der geplanten Pflegereform, die durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angestoßen werden soll, rechnet Warken mit einem Defizit der Pflegeversicherung von 22,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde für Mai angekündigt, allerdings verschoben. Ein Ministeriumssprecher verwies auf offene Detailfragen, die noch regierungsintern diskutiert werden.
Versorgungslücken bei Typ-2-Diabetes: Effektive Medikamente oft ungenutzt
Effektive Medikamente gegen Typ-2-Diabetes bleiben untergenutzt: Versorgungslücken offenbaren Defizite bei der Umsetzung medizinischer Leitlinien.
Effektive Medikamente gegen Typ-2-Diabetes bleiben untergenutzt: Versorgungslücken offenbaren Defizite bei der Umsetzung medizinischer Leitlinien.
Es gibt erhebliche Versorgungslücken bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes, insbesondere in Bezug auf die Nutzung von SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptoragonisten. Diese Medikamente, die laut ärztlichen Leitlinien eigentlich häufiger zum Einsatz kommen sollten, werden bei weitem nicht allen geeigneten Patienten verschrieben. Dies offenbart ein aktueller Überblick über die Versorgungssituation. Der Artikel weist darauf hin, dass trotz bestehender Leitlinien und der Verfügbarkeit effektiver Medikamente viele Patienten nicht in den Genuss dieser Behandlung kommen, was die Notwendigkeit einer besseren Umsetzung von Therapiestandards in der medizinischen Praxis unterstreicht. Quellen: Ärztezeitung, Springer Medizin Verlag.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.05.2026
Krankenhaus-Report 2024: Hohe Chancen für Ambulantisierung entdeckt
Der Krankenhaus-Report 2024 des WIdO zeigt, dass mehr als die Hälfte der stationären Behandlungen ambulant erfolgen oder vermieden werden könnten.
Der Krankenhaus-Report 2024 des WIdO zeigt, dass mehr als die Hälfte der stationären Behandlungen ambulant erfolgen oder vermieden werden könnten.
Der aktuelle Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt ein erhebliches Potenzial zur Ambulantisierung in Deutschland. Laut der Analyse aus dem Jahr 2024 könnten mehr als die Hälfte der stationär behandelten Fälle entweder ambulant versorgt oder ganz vermieden werden. Dies betrifft etwa 8,6 Millionen von 15,2 Millionen Krankenhausfällen und würde rund 42 Prozent der Belegungstage und 39 Prozent der Klinik-Ausgaben betreffen. Dr. David Scheller-Kreinsen, WIdO-Geschäftsführer, betont, dass die ambulante Leistungserbringung deutlich geringere Kosten verursacht. Diese Einsparungen sollten sich auch in den Erlösen wiederspiegeln, um die GKV-Finanzen zu stabilisieren. Erste Umsetzungen in Nordrhein-Westfalen zeigen positive Effekte bei der Bündelung spezieller Eingriffe, jedoch fehlen nationale Fortschritte. Die Reform erfordert eine Reduzierung der operierenden Standorte basierend auf spezifischen Qualitätskriterien, um das Ziel der qualitätsorientierten Konzentration zu erreichen.
Sachverständigenräte warnen vor steigenden Kosten im Pflegesektor
Sachverständigenräte warnen: Ohne Reformen drohen massive Kostensteigerungen im Pflegesektor, die Beiträge und Arbeitskosten belasten könnten.
Sachverständigenräte warnen: Ohne Reformen drohen massive Kostensteigerungen im Pflegesektor, die Beiträge und Arbeitskosten belasten könnten.
Die Sachverständigenräte der Wirtschaft warnen vor drastisch steigenden Kosten im Gesundheits- und Pflegesektor, sollte es keine umfassenden Reformen geben, berichtet die dpa laut www.zeit.de. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Rates, betonte den dringenden Handlungsbedarf. Ohne Reformen könnten steigende Beiträge die Nettolöhne senken und die Arbeitskosten erhöhen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat bereits Maßnahmen angekündigt, um finanzielle Belastungen zu reduzieren und erwartet ein Defizit der Krankenkassen 2027 auszugleichen.
Union will Eigenheim in Pflege-Eigenbeteiligung einbeziehen
Union fordert: Eigenheim soll bei Pflege-Eigenbeteiligung berücksichtigt werden, um Erbenschutz auf Kosten der Allgemeinheit zu vermeiden, so Unionsfraktionsvize Stegemann.
Union fordert: Eigenheim soll bei Pflege-Eigenbeteiligung berücksichtigt werden, um Erbenschutz auf Kosten der Allgemeinheit zu vermeiden, so Unionsfraktionsvize Stegemann.
In der Diskussion um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung plädiert Unionsfraktionsvize Albert Stegemann dafür, auch das Eigenheim bei der Eigenbeteiligung der Betroffenen zu berücksichtigen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sagte Stegemann, ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit sei nicht akzeptabel. Vermögen, einschließlich Immobilieneigentum, müsse zuerst eingesetzt werden, bevor die Gemeinschaft einspringt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken rechnet mit einem Defizit von 22,5 Milliarden Euro in den kommenden Jahren und plant eine große Pflegereform. (Quelle: FAZ)
Medizinbetrieb im Fokus: Machtmissbrauch und Belästigung weit verbreitet
Machtmissbrauch und Belästigung sind häufige Probleme im Medizinbetrieb. Kliniken müssen nun handeln und Betroffene gezielt unterstützen.
Machtmissbrauch und Belästigung sind häufige Probleme im Medizinbetrieb. Kliniken müssen nun handeln und Betroffene gezielt unterstützen.
Aktuelle Studien und Umfragen verdeutlichen, dass Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im Medizinbetrieb weit verbreitet sind. Kliniken, Fakultäten und Verbände stehen in der Pflicht, ein professionelles Meldewesen zu etablieren und Betroffene besser zu unterstützen. Trotz wortgewaltiger Empörung genügt es nicht, lediglich darüber zu diskutieren; konkrete Maßnahmen sind gefragt. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Reformen im Gesundheitswesen unerlässlich: Experten warnen vor einem Anstieg des Sozialversicherungsbeitrags auf 45,4% bis 2030.
Reformen im Gesundheitswesen unerlässlich: Experten warnen vor einem Anstieg des Sozialversicherungsbeitrags auf 45,4% bis 2030.
Die Wirtschaftsweisen drängen auf umfassende Reformen im Gesundheits- und Pflegesektor. Unterbleiben notwendige Maßnahmen, könnte der Beitragssatz der Sozialversicherungen bis 2030 auf 45,4 Prozent steigen, warnen die Experten laut ihres aktuellen Frühjahrsgutachtens. Eine solche Entwicklung würde nach Ansicht von Martin Werding vom Sachverständigenrat die Wirtschaft und Beschäftigung negativ beeinflussen. Die Vorsitzende Monika Schnitzer ist jedoch optimistisch, dass die Regierung reagieren wird. Der Rat sieht die Gesetzliche Krankenversicherung als das größte Problem, da das System ineffizient sei. Im Bereich der sozialen Pflegeversicherung wird eine starke Zunahme der Pflegebedürftigen erwartet, weshalb Reformen dringend notwendig seien. Der Rat fordert unter anderem, den Pflegebedürftigkeitsbegriff zu überprüfen und Leistungen restriktiver zu gestalten. Die Einbeziehung von Beamten in die GKV wird als unwesentlich erachtet. Quelle: ÄrzteZeitung, 27. Mai 2026.
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt: Neue Regeln
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt - neue Regeln könnten Landwirtschaft und Versicherungssysteme verändern.
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt - neue Regeln könnten Landwirtschaft und Versicherungssysteme verändern.
Parkinson, ausgelöst durch häufig selbst angewendete Pestizide, wird künftig als Berufskrankheit anerkannt. Das Bundesarbeitsministerium hat diese Entscheidung basierend auf Empfehlungen eines Ärzteausschusses getroffen. Studien zeigten, dass bestimmte Chemikalien die chronische neurologische Erkrankung verursachen könnten, was die Nervenkrankheit in die offizielle Liste der Berufskrankheiten aufnimmt. Die Bundesregierung hat bereits zusätzliche Mittel zur Beitragssenkung in der Unfallversicherung bereitgestellt, um gestiegene Behandlungskosten auszugleichen. Die Arbeitgebervereinigung BDA und der Deutsche Bauernverband äußerten Bedenken hinsichtlich der wissenschaftlichen Grundlage und der finanziellen Folgen. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf betroffene Arbeitnehmer und die Landwirtschaftsbranche haben, berichtet die Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.05.2026
Teilzeitboom in Deutschland: Immer mehr arbeiten in reduzierten Stunden
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Am deutschen Arbeitsmarkt setzen sich Teilzeitmodelle immer mehr durch. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im vergangenen Jahr so viele Menschen mit reduzierter Stundenzahl wie nie zuvor. Der Teilzeitanteil lag bei 31,9 Prozent aller Beschäftigten, die im Schnitt 21,3 Wochenstunden leisteten – etwas mehr als im letzten Jahr und merklich mehr als 2015. Die Gewerkschafts-Expertin Yvonne Lott begrüßt diese Entwicklung als Schritt zu längeren Teilzeitmodellen, die mehr Erwerbsbeteiligung ermöglichen. Ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zieht ähnliche Schlüsse und zeigt zudem eine höhere Teilzeitquote bei Frauen im Vergleich zu Männern. Vor allem in jungen Familien sind die Unterschiede signifikant. Dennoch diskutiert die CDU kontrovers, ob ein Rechtsanspruch auf "Lifestyle-Teilzeit" bestehen soll. Lott betont, dass es sich um selbstbestimmtes Arbeiten handelt, das stabilere Kinderbetreuungsangebote erfordert. Auch im Alter zieht die Teilzeitarbeit merklich an. (Quelle: FAZ.net)
Pflegeversicherung vor Milliarden-Defizit: Dringende Reformen nötig, um Finanzlücke von über 22 Milliarden Euro zu schließen, Beitragserhöhungen geplant.
Pflegeversicherung vor Milliarden-Defizit: Dringende Reformen nötig, um Finanzlücke von über 22 Milliarden Euro zu schließen, Beitragserhöhungen geplant.
Angesichts eines drohenden Milliarden-Defizits steht die Pflegeversicherung in Deutschland unter erheblichem Reformdruck, berichtet BibliomedPflege. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechnet mit einem Defizit von über 22 Milliarden Euro in den kommenden Jahren, falls keine Reformen greifen. Beitragserhöhungen werden erwogen, vor allem für Kinderlose. Kritik gibt es an den Maßnahmen von Gesundheitspolitikern, Verbänden und Experten. Das Pflegebündnis Mittelbaden fordert eine grundlegende Strukturreform, da die Pflegeversicherung überlastet ist.
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