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Pflegepolitik und Recht
19.05.2026
Pflegereform: Anstieg der Eigenanteile sorgt für Kritik und Sorgen
Die geplante Pflegereform stößt auf Widerstand, da steigende Eigenanteile in Heimen das Armutsrisiko erhöhen könnten, warnt die SPD.
Die geplante Pflegereform stößt auf Widerstand, da steigende Eigenanteile in Heimen das Armutsrisiko erhöhen könnten, warnt die SPD.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken steht vor einer Herausforderung: Die geplante Pflegereform der sozialen Pflegeversicherung sorgt für Unmut. Trotz fehlender Entwurfsdetails wird bereits Kritik laut. Geplante Änderungen könnten den Eigenanteil im Pflegeheim erhöhen, was das Armutsrisiko für Bewohner verschärfen könnte, so die DAK-Gesundheit. Ein Kurzgutachten von Professor Heinz Rothgang prognostiziert monatliche Mehrkosten von 161 Euro. Die SPD warnt vor einer Verschiebung finanzieller Lasten auf Pflegebedürftige und ihre Familien. Pflegeverbände fordern schnelle Maßnahmen zur Entlastung. (Quelle: www.aerztezeitung.de)
Spezielle Trinknahrung könnte Todesrisiko bei Mangelernährung senken
Speziell entwickelte Trinknahrung könnte laut Cochrane-Review das Todesrisiko bei mangelernährten älteren Patienten im Krankenhaus signifikant senken.
Speziell entwickelte Trinknahrung könnte laut Cochrane-Review das Todesrisiko bei mangelernährten älteren Patienten im Krankenhaus signifikant senken.
Ein Cochrane-Review deutet darauf hin, dass spezielle Trinknahrung das Risiko von Tod und schweren Komplikationen bei älteren mangelernährten Krankenhauspatienten senken könnte. Die Evidenz bleibt jedoch unsicher, so BibliomedPflege. Im Vergleich zur Standardversorgung könnten bis zu 57 Todesfälle pro 1.000 Patienten vermieden werden. Auch die Zahl schwerer Komplikationen könnte reduziert werden. Die Datenqualität sei laut Experten jedoch teils eingeschränkt. Bis 2027 sollen systematische Qualitätsvorgaben zur Mangelernährung im Krankenhaus entwickelt werden. (Quelle: www.bibliomed-pflege.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
18.05.2026
Pflegebelastung: Studie zeigt geschlechtsspezifische Herausforderungen
Studie enthüllt: Geschlechtsspezifische Unterschiede belasten pflegende Angehörige und beeinflussen Erwerbsbiografien und Gesundheit erheblich.
Studie enthüllt: Geschlechtsspezifische Unterschiede belasten pflegende Angehörige und beeinflussen Erwerbsbiografien und Gesundheit erheblich.
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat in einer bundesweiten Befragung Einblicke in die Lage pflegender Angehöriger in Deutschland gewährt. Die Ergebnisse zeigen, dass informelle Pflege überwiegend nicht geschlechtsneutral ist und erhebliche Auswirkungen auf Erwerbsbiografien und Gesundheitszustände der Pflegenden hat. Rund 63 Prozent der pflegenden Angehörigen sind täglich in die Pflege involviert, wobei 45 Prozent ihre Erwerbstätigkeit einschränken. Gesetzliche Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf werden selten genutzt. (Quelle: www.wido.de)
GLP-1-Diäten: Risiko für Muskelverlust bei Senioren beachten
GLP-1-Rezeptoragonisten können bei Senioren Muskelschwund fördern und das Sarkopenie-Risiko erhöhen; Krafttraining und ausgewogene Ernährung sind entscheidend.
GLP-1-Rezeptoragonisten können bei Senioren Muskelschwund fördern und das Sarkopenie-Risiko erhöhen; Krafttraining und ausgewogene Ernährung sind entscheidend.
Wer mit Hilfe von GLP-1-Rezeptoragonisten Gewicht verliert, reduziert nicht nur Körperfett, sondern auch die Muskelmasse, was insbesondere für ältere Menschen problematisch sein kann. Dies erhöht das Risiko für Sarkopenie, den altersbedingten Verlust von Muskelmasse und -funktion. Um dem vorzubeugen, sind Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Diese Maßnahmen sollen den Muskelverlust ausgleichen und die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten. Zusätzlich sollten sich Betroffene und ihre Betreuer aktiv um eine adäquate Versorgung und Betreuung kümmern, um die Gesundheit der Patienten nachhaltig zu gewährleisten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Entscheidungstool für Antidepressiva zeigt bessere Wirkung als Standard
Ein neues Tool zur Antidepressiva-Auswahl überzeugt in Studien durch höhere Behandlungserfolge und weniger Abbrüche im Vergleich zur Standardtherapie.
Ein neues Tool zur Antidepressiva-Auswahl überzeugt in Studien durch höhere Behandlungserfolge und weniger Abbrüche im Vergleich zur Standardtherapie.
Ein einfaches Entscheidungstool zur Auswahl von Antidepressiva hat sich in einer Studie als wirksamer erwiesen als die Standardtherapie, die häufig mit einem SSRI beginnt. Das Tool berücksichtigt klinische Merkmale, demografische Faktoren und Patientenpräferenzen. Dadurch konnten erfolgreichere Behandlungen erzielt und weniger Therapieabbrüche verzeichnet werden. Die Quelle für diese Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Bewegung als Prävention: Pflege entlasten, Operationen vermeiden
Bewegung stärkt Vorsorge: Politik fördert Ergonomie und Prävention, um Pflege zu entlasten und Operationen zu vermeiden, berichtet Apfeltalk.
Bewegung stärkt Vorsorge: Politik fördert Ergonomie und Prävention, um Pflege zu entlasten und Operationen zu vermeiden, berichtet Apfeltalk.
Die Gesundheits- und Pflegepolitik legt zunehmend Wert auf die Rolle von Bewegung zur Prävention und Gesundheitsförderung, berichtet Apfeltalk. Durch gezielte Alltagsaktivitäten und ergonomische Maßnahmen sollen Operationen vermieden und Pflegekassen entlastet werden. Experten betonen, dass regelmäßige Bewegung chronische Erkrankungen wie Rückenschmerzen verzögern und die Mobilität im Alter unterstützen kann. Insbesondere ergonomische Arbeitsplatzgestaltungen und Programme zur Sturzprävention gewinnen aufgrund des Anstiegs von Homeoffice an Bedeutung.
Hinweisgeberschutz in Probezeit: Kein Sonderkündigungsschutz
Whistleblower in der Probezeit genießen keinen Sonderkündigungsschutz, sofern die Kündigung nicht direkt auf deren Meldung basiert, so das Bundesarbeitsgericht.
Whistleblower in der Probezeit genießen keinen Sonderkündigungsschutz, sofern die Kündigung nicht direkt auf deren Meldung basiert, so das Bundesarbeitsgericht.
Das Hinweisgeberschutzgesetz schützt Beschäftigte vor Benachteiligungen beim Melden von Fehlverhalten, für Whistleblower in der Probezeit bietet es jedoch keinen Sonderkündigungsschutz. Laut Bundesarbeitsgericht greift der Schutz nur, wenn die Kündigung direkt auf der Meldung beruht. In einem kürzlich entschiedenen Fall klagte ein Arbeitnehmer, der nach fünf Monaten Beschäftigung gekündigt wurde, kurz nachdem er einen Compliance-Verstoß angezeigt hatte. Die Kündigung sei jedoch keine Repressalie, da der Entschluss zur Kündigung bereits vor der Meldung feststand. Der Arbeitnehmer konnte nicht nachweisen, dass die Kündigung aufgrund seiner Hinweisgabe erfolgte. Das Urteil zeigt die Begrenzungen des Hinweisgeberschutzgesetzes auf, denn gerade in der Probezeit müssen Kündigungen nicht detailliert begründet werden, was den Schutz für Hinweisgeber praktisch schwächt. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Hochdosierte Grippe-Impfung könnte Demenz-Diagnose verzögern, jedoch sind weitere Forschungen nötig, um mögliche schützende Effekte zu bestätigen.
Hochdosierte Grippe-Impfung könnte Demenz-Diagnose verzögern, jedoch sind weitere Forschungen nötig, um mögliche schützende Effekte zu bestätigen.
Eine hochdosierte Influenza-Vakzine könnte laut einer Analyse von US-Gesundheitsdaten mit einer verzögerten Diagnose von Demenzerkrankungen assoziiert sein. Besonders bemerkenswert sind die Effekte in den ersten Monaten nach der Impfung. Die Studie hebt hervor, dass eine Impfung mit dieser Vakzine möglicherweise einen schützenden Effekt gegen schnelle kognitive Beeinträchtigungen haben könnte, was jedoch weiteren Untersuchungen bedarf. Die Ergebnisse lassen auch andere mögliche Erklärungen zu, sodass die Interpretation mit Vorsicht zu genießen ist. Experten betonen die Notwendigkeit weiterer Forschungen, um die potenziellen Mechanismen und Ursachen vollständig zu verstehen. Die „Ärzte Zeitung“ berichtete hierzu unter Berufung auf die aktuelle Datenlage.
Thüringens Landkreistag warnt: Pflegereform belastet Kommunen stark
Die geplante Pflegereform der Bundesregierung könnte Thüringens Kommunen finanziell stark belasten, warnt Landkreistagspräsident Christian Herrgott.
Die geplante Pflegereform der Bundesregierung könnte Thüringens Kommunen finanziell stark belasten, warnt Landkreistagspräsident Christian Herrgott.
Der Präsident des Thüringischen Landkreistages, Christian Herrgott (CDU), äußerte Sorge über die finanzielle Belastung der Kommunen durch die geplante Pflegereform der Bundesregierung. Herrgott warnte vor steigenden Sozialhilfeausgaben, da viele Pflegeheimbewohner früher auf finanzielle Unterstützung angewiesen sein könnten. Hintergrund ist die Diskussion um Einsparungen bei Entlastungszuschlägen, die erst nach 18 Monaten Aufenthalt gezahlt werden sollen. Die Eigenanteile für Heimplätze in Thüringen liegen bereits über 3.000 Euro, was viele Pflegebedürftige zur Sozialhilfe zwingt (Quelle: www.welt.de).
BKK Dachverband: ePA wird zentrales Element der Gesundheitsversorgung
Die elektronische Patientenakte wird laut BKK Dachverband zum Herzstück der Gesundheitsversorgung, indem sie Zugang zu Leistungen und Gesundheitschecks ermöglicht.
Die elektronische Patientenakte wird laut BKK Dachverband zum Herzstück der Gesundheitsversorgung, indem sie Zugang zu Leistungen und Gesundheitschecks ermöglicht.
Der BKK Dachverband hebt in einem Statement auf seiner Webseite die Bedeutung der elektronischen Patientenakte (ePA) für die künftige Gesundheitsversorgung hervor. Laut Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des Verbands, wird die ePA zum zentralen Element der Versorgung werden, indem Versicherte darüber Zugang zu Leistungen erhalten und eine Ersteinschätzung durchführen können. Zudem dürfen Krankenkassen künftig bestimmte Daten aus der ePA nutzen, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Präventionsangebote zu machen, sofern die Versicherten dies wünschen (Quelle: www.bkk-dachverband.de).
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