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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.04.2026
Pflegelöhne steigen um 6%: Median-Bruttolohn über 4.120 Euro
Pflegelöhne steigen um 6%: Median-Bruttolohn über 4.120 Euro, Niedriglohnanteil sinkt. Kritik an Helplern als „billige Reserve“ bleibt bestehen.
Pflegelöhne steigen um 6%: Median-Bruttolohn über 4.120 Euro, Niedriglohnanteil sinkt. Kritik an Helplern als „billige Reserve“ bleibt bestehen.
Die Löhne in Pflegeberufen haben in den letzten Jahren einen Anstieg verzeichnet, wie das Deutsche Ärzteblatt unter Berufung auf das Bundesarbeitsministerium berichtet. Der Median-Bruttolohn für Vollzeitbeschäftigte erreichte Ende 2024 mehr als 4.120 Euro, ein Zuwachs von etwa sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig fiel der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnbereich auf 7,1 Prozent. Die Linken-Abgeordnete Julia-Christina Stange kritisierte, dass Pflegehelfer als „billige, flexible Reserve“ genutzt würden. Die Branche verzeichnete zudem einen Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
ACP aktualisiert COVID-19-Therapieempfehlungen: Relevanz für Deutschland
Das American College of Physicians aktualisiert COVID-19-Therapierichtlinien: Deutsche Fachkräfte sollten neue Risiken und Vorteile in ihrer Praxis beachten.
Das American College of Physicians aktualisiert COVID-19-Therapierichtlinien: Deutsche Fachkräfte sollten neue Risiken und Vorteile in ihrer Praxis beachten.
Das American College of Physicians (ACP) hat seine Praxisempfehlungen zur ambulanten antiviralen Therapie bei COVID-19 aktualisiert. Diese Empfehlungen sind teilweise auch für Deutschland von Relevanz und enthalten wichtige Warnhinweise. Fachkräfte im Gesundheitswesen sollten die neuen ACP-Richtlinien beachten, um ihre Praxis bei der Behandlung von COVID-19-Patienten entsprechend anzupassen. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass bestimmte antivirale Therapien spezifische Risiken und Vorteile mit sich bringen können, die im klinischen Entscheidungsprozess berücksichtigt werden sollten. Die Anpassungen adressieren sowohl therapeutische als auch präventive Maßnahmen und sind dazu gedacht, die Versorgung von COVID-19-Patienten zu optimieren. Diese Aktualisierungen könnten auch Auswirkungen auf die Versorgungsprozesse in den deutschen Gesundheitseinrichtungen haben, insbesondere im Hinblick auf die ständig wechselnden Bedingungen der Pandemie. Der Artikel auf aerztezeitung.de liefert weitere Einblicke und Hintergründe zu diesen neuen Empfehlungen.
Pflegekasse muss Treppenlift nicht bezuschussen, entscheidet LSG Hessen
LSG Hessen: Pflegekassen müssen Treppenlift nur bezuschussen, wenn er Pflege erleichtert oder Selbstständigkeit ermöglicht. Komfort ist Privatsache.
LSG Hessen: Pflegekassen müssen Treppenlift nur bezuschussen, wenn er Pflege erleichtert oder Selbstständigkeit ermöglicht. Komfort ist Privatsache.
Laut einem Urteil des Landessozialgerichts Hessen muss die Pflegekasse den Einbau eines Treppenlifts nur dann bezuschussen, wenn es die Pflege erleichtert oder eine selbstständige Lebensführung ermöglicht. Im konkreten Fall wurde einer pflegebedürftigen Frau, die in einem Einfamilienhaus lebt, der Zuschuss verweigert. Da die wesentliche Versorgung im Erdgeschoss möglich ist, sah das Gericht keinen Bedarf, den Lift zu bezuschussen, auch wenn er die Selbstständigkeit der Frau gefördert hätte. Komfort und Wohnqualität bleiben laut t-online Privatsache.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.04.2026
Immer weniger Pflegekräfte in Deutschland verdienen Niedriglohn
Immer weniger Pflegekräfte verdienen Niedriglohn: 2024 erhielten nur 7,1% unter 2.676 Euro. Kritik an niedrigen Löhnen für Pflegehelfer bleibt bestehen.
Immer weniger Pflegekräfte verdienen Niedriglohn: 2024 erhielten nur 7,1% unter 2.676 Euro. Kritik an niedrigen Löhnen für Pflegehelfer bleibt bestehen.
In Deutschland arbeiten immer weniger Pflegekräfte für einen Niedriglohn, meldet die Zeit online. Ende 2024 verdienten nur noch 7,1 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Pflegeberufen weniger als 2.676 Euro brutto im Monat. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zu 2022, wo noch 10 Prozent unter dieser Schwelle lagen, und 2020, als es 14,7 Prozent waren. Das mittlere Monatsgehalt in der Pflege stieg auf 4.124 Euro brutto. Kritisiert wird der Einsatz von Pflegehelfern als "billige Reserve", da ihr Einkommen weit unter dem der Fachkräfte liegt.
Online-Event: KI-Revolution in der Pflege am 21. April 2026 in Osnabrück
Erfahren Sie am 21. April 2026, wie KI die Pflege revolutioniert! Online-Event der Regionalakademie Osnabrück mit Experten und Praxisberichten.
Erfahren Sie am 21. April 2026, wie KI die Pflege revolutioniert! Online-Event der Regionalakademie Osnabrück mit Experten und Praxisberichten.
Am 21. April 2026, um 18 Uhr, veranstaltet die Online-Regionalakademie Osnabrück ein Online-Event zum Thema „KI in der Pflege – können Roboter helfen?“, das laut der Neuen Osnabrücker Zeitung Bürgern die Möglichkeit bietet, sich über den Einsatz von KI in der Pflege zu informieren. Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler von der Universität Osnabrück und Dirk Tietz vom Caritas Pflegezentrum Melle-Wellingholzhausen werden über die praktischen Auswirkungen von KI in der Pflegearbeit sprechen. Interessierte können sich kostenlos auf der Website der Online-Regionalakademie anmelden.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
09.04.2026
Sprachliche Nuancen in Stellenanzeigen steigern Bewerberzahlen erheblich
Wortwahl in Jobanzeigen beeinflusst Bewerberanzahl erheblich, zeigt eine Kölner Studie. Flexibilität und Gehalt steigern Bewerbungen um 30%.
Wortwahl in Jobanzeigen beeinflusst Bewerberanzahl erheblich, zeigt eine Kölner Studie. Flexibilität und Gehalt steigern Bewerbungen um 30%.
Ökonomen der Universität zu Köln haben herausgefunden, dass die Wortwahl in Stellenanzeigen entscheidenden Einfluss auf die Anzahl an Bewerbungen hat. In einem Experiment mit einem großen deutschen Techkonzern wurden dabei durch Anzeigenformulierung, die Flexibilität oder Gehaltsentwicklung hervorhoben, rund 30 Prozent mehr Bewerbungen erzeugt, im Vergleich zu neutral formulierten Anzeigen. Während Flexibilitätsversprechen die Gesamtzahl der Bewerbungen bei Frauen und Männern gleichermaßen erhöhte, zogen Gehaltsversprechen mehr Bewerbungen von Männern an. Eine Untersuchung zeigte auch, dass Bewerber auf Wachstum betonte Anzeigen häufiger Studienabschlüsse von führenden Hochschulen haben, während Flexibilitätsangebote keine qualitativen Unterschiede der Kandidaten bewirkten. Laut Forscherduo Matthias Heinz und Pia Pinger beeinflussen sprachliche Nuancen nicht nur Bewerbungszahlen, sondern auch die Erwartungshaltung der Bewerber in Bezug auf Arbeitsbedingungen und -umfeld. Quelle: F.A.Z.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.04.2026
OECD warnt: Long-COVID bedroht Wirtschaft und Gesundheitssysteme
OECD-Studie warnt: Long-COVID bedroht Wirtschaft und Sozialsysteme mit enormen Kosten – bessere Strategien und Unterstützung gefordert.
OECD-Studie warnt: Long-COVID bedroht Wirtschaft und Sozialsysteme mit enormen Kosten – bessere Strategien und Unterstützung gefordert.
Die internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in einer neuen Analyse davor gewarnt, dass die langfristigen Belastungen durch Long-COVID sowohl die Wirtschaft als auch die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten erheblich belasten könnten. Wie die Ärztezeitung in einem Bericht vom 8. April 2026 darlegt, könnten sich die Kosten dieser Langzeiterkrankung jährlich auf bis zu dreistellige Milliardenbeträge summieren. Die OECD hebt hervor, dass direkte Gesundheitskosten bis 2035 auf jährlich rund 9,4 Milliarden Euro steigen könnten, während die indirekten wirtschaftlichen Kosten, etwa durch Krankheitsfehltage und frühe Berentung, noch höher ausfielen. Die Organisation betonte, wie wichtig eine verbesserte Diagnose, Behandlung und gesundheitssystematische Unterstützung für Long-COVID-Patienten ist und verwies auf Deutschland und die Niederlande als Vorreiter bei der Entwicklung nationaler Strategien.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.04.2026
G-BA Innovationsausschuss genehmigt 21 Förderberichte zur Gesundheitsversorgung
G-BA genehmigt 21 Förderberichte zur Optimierung der Gesundheitsversorgung im ersten Quartal 2026.
G-BA genehmigt 21 Förderberichte zur Optimierung der Gesundheitsversorgung im ersten Quartal 2026.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 21 Abschlussberichte zu Förderprojekten angenommen, die potenziell die Gesundheitsversorgung verbessern können. Davon entfallen 15 Berichte auf die Versorgungsforschung und sechs auf neue Versorgungsformen. Laut dem Bericht aus dem Fachportal der AOK (aok.de), handelte es sich bei sieben dieser Projekte um Vorhaben, die medizinische Leitlinien neu entwickelten oder überarbeiteten, für die eine Transferkategorie „Prüfbitte/Überführung“ ausgesprochen wurde. Weitere neun Projekte erhielten die Kategorie „Weitergabe der wissenschaftlichen Erkenntnisse“, während bei fünf Projekten keine Transferempfehlung erfolgte, unter anderem wegen methodischer Einschränkungen oder weil sie keinen Vorteil gegenüber etablierten Verfahren zeigten. Der Innovationsfondsbeim G-BA verzeichnet alle Beschlüsse und Evaluationsberichte in einer Beschlussdatenbank.
BRUBEG-Gesetz: Neue Risiken für Pflegeeinrichtungen durch CO₂-Bilanz
Neue Risiken für Pflegeheime: BRUBEG-Gesetz könnte durch CO₂-Bilanz die Kreditvergabe erschweren und Modernisierung gefährden.
Neue Risiken für Pflegeheime: BRUBEG-Gesetz könnte durch CO₂-Bilanz die Kreditvergabe erschweren und Modernisierung gefährden.
Soziale Einrichtungen in Deutschland stehen mit der Einführung des BRUBEG-Gesetzes am 1. April 2026 vor neuen Herausforderungen. Wie die Webseite "www.haeusliche-pflege.net" berichtet, fordert das Gesetz Kreditinstitute auf, Klima- und Sozialrisiken verstärkt in die Risikobewertung einzubeziehen. Harald Schmitz, Vorstandsvorsitzender der SozialBank, mahnt, dass Einrichtungen mit ungünstiger CO₂-Bilanz als risikoreicher gelten könnten, was zu höheren Finanzierungskosten oder gar Kreditablehnungen führen könnte. Dies gefährde die Modernisierung von Pflegeeinrichtungen erheblich.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
09.04.2026
Fachtagung in Ansbach: Experte diskutiert Zukunft der Pflegeführung
Experten beleuchten am 13. Mai in Ansbach die Zukunft der Pflegeführung - zentrale Themen sind Führungskultur, Personalgewinnung und Integration internationaler Pflegekräfte.
Experten beleuchten am 13. Mai in Ansbach die Zukunft der Pflegeführung - zentrale Themen sind Führungskultur, Personalgewinnung und Integration internationaler Pflegekräfte.
Die Gesundheitsregion plus Landkreis und Stadt Ansbach lädt gemeinsam mit dem Regionalmanagement zur „Fachtagung Pflege“ am 13. Mai 2026 ein, die im Sitzungssaal des Landratsamts Ansbach stattfindet. Im Zentrum stehen Themen wie Führung, Personalgewinnung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender in der Pflege. Prof. Dr. Alfred Quenzler referiert über die sich wandelnde Führungskultur, während Jannik Timov und Lorenz Schlotter Einblicke in erfolgreiches Recruiting geben. Die Integration internationaler Pflegekräfte wird von Tobias Schallenberger thematisiert, berichtet fraenkischer.de. Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung erforderlich.
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