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Pflegepolitik und Recht
15.09.2026
Pflegeverband fordert einheitliches Verfahren für Kompetenzfeststellung
Der DBfK Nordwest fordert Niedersachsen auf, ein einheitliches Verfahren zur Kompetenzfeststellung in der Pflege einzuführen, um erweiterte Befugnisse zu nutzen.
Der DBfK Nordwest fordert Niedersachsen auf, ein einheitliches Verfahren zur Kompetenzfeststellung in der Pflege einzuführen, um erweiterte Befugnisse zu nutzen.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest fordert Niedersachsen auf, ein einheitliches Kompetenzfeststellungsverfahren zur Anwendung des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) einzuführen. Laut Sandra Mehmecke vom DBfK Nordwest reichen die gesetzlichen Rahmenbedingungen allein nicht aus, um Pflegefachpersonen ihre erweiterten Kompetenzen nutzen zu lassen. Beispiele wie Community Health Nurses und Pflege-geleitete Stationen zeigen ungenutztes Potenzial. Dr. Gesa Schirrmacher vom Sozialministerium erkennt den Wandelbedarf an, betont jedoch den Zeitbedarf für Systemveränderungen. Quelle: medinfoweb.de.
OVG Berlin stärkt ärztliche Meinungsfreiheit, stoppt falsche Gutachten
OVG Berlin: Ärztliche Meinungsfreiheit zu Impfungen bestätigt, Gefälligkeitsgutachten werden jedoch klar ausgeschlossen.
OVG Berlin: Ärztliche Meinungsfreiheit zu Impfungen bestätigt, Gefälligkeitsgutachten werden jedoch klar ausgeschlossen.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin hat ein Urteil zur Unterscheidung zwischen ärztlicher Meinungsfreiheit und dem Ausstellen falscher Zeugnisse in Bezug auf Impfungen gefällt. Ärzten ist es laut Gericht erlaubt, eine andere als die aktuelle wissenschaftliche Meinung zu Impfungen zu vertreten. Dies falle unter die Meinungsfreiheit. Allerdings lehnt das Gericht Gefälligkeitsgutachten, die vermeintliche Impfunverträglichkeiten bescheinigen, klar ab. Solche Gutachten seien nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt und könnten nicht als zulässige ärztliche Meinungsäußerung angesehen werden. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Pflegeneuordnungsgesetz: Kritik an geplanter finanzieller Mehrbelastung
Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Geplante Formel belastet Pflegebedürftige, warnt der Bundesverband BAD - drohende versteckte Leistungskürzungen.
Einordnung: Der bad konkretisiert die Kritik: Die Leistungsanpassung ab 2028 berücksichtige steigende Personalkosten nicht und verlagere Lasten auf Pflegebedürftige.
Vorher: „Pflegebranche in Sorge: Kritik an geplantem Pflegeneuordnungsgesetz“ (31.08.2026)
Kritik am Pflegeneuordnungsgesetz: Geplante Formel belastet Pflegebedürftige, warnt der Bundesverband BAD - drohende versteckte Leistungskürzungen.
Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. zeigt Besorgnis über den Referentenentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG). Laut Marco Hägermann, 1. Vorsitzender des bad-Landesverbands Schleswig-Holstein, werde dadurch die finanzielle Last auf Pflegebedürftige verschoben. Er kritisiert, dass die neue Berechnungsformel für die Anpassung der Leistungsbeträge ab 2028 zu einer versteckten Leistungskürzung führe, da sie die steigenden Personalkosten nicht einbezieht. Dies könnte zu einem erschwerten Zugang zu Pflegegraden führen und zusätzliche finanzielle Belastungen verursachen. (Quelle: www.altenheim.net)
Steigende Spritkosten: Pflegedienste fordern politische Unterstützung
Steigende Spritkosten belasten Pflegedienste massiv; Wohlfahrtsorganisationen fordern dringende politische Maßnahmen zur finanziellen Entlastung.
Steigende Spritkosten belasten Pflegedienste massiv; Wohlfahrtsorganisationen fordern dringende politische Maßnahmen zur finanziellen Entlastung.
Soziale Wohlfahrtsorganisationen schlagen Alarm wegen der steigenden Kraftstoffpreise, die den Pflegediensten zunehmend finanziell zu schaffen machen. Laut shz.de fordern sie von der Politik dringend Unterstützung und klare Maßnahmen, um den Druck auf mobile Pflegedienste zu mindern. Die hohen Spritkosten stellen eine erhebliche Belastung dar, die nicht länger ignoriert werden kann. Diese Warnung richtet sich vor allem an Entscheidungsträger in der Politik, da Lösungen nötig sind, um die Fortführung dieser wichtigen Dienstleistungen zu sichern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.09.2026
Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen
Der Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen und fordert umfangreiche Präventionsmaßnahmen im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes.
Der Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen und fordert umfangreiche Präventionsmaßnahmen im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes.
Der Bundesrat setzt sich im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes (GeDIG) der Bundesregierung für eine verstärkte Rolle der Krankenkassen als aktive Akteure der Prävention und Gesundheitsförderung ein. In einer Stellungnahme der Fachausschüsse wird vorgeschlagen, dass Krankenkassen ihren Versicherten umfangreiche Präventionshinweise geben oder an Vorsorgeuntersuchungen erinnern dürfen. Konkret wird gefordert, dass bereits ein "erhöhtes Risiko" einer Erkrankung ausreicht, um Versicherte gezielt anzusprechen. Zusätzlich sollen Apotheken in die präventiven Maßnahmen eingebunden werden, indem sie beispielsweise Medikationsanalysen und Impfangebote anbieten. Der Bundesrat plant, die Bürokratie durch den Wegfall der Anzeigepflicht bei der Aufsichtsbehörde zu reduzieren. Das Vorhaben stößt jedoch auf Kritik, insbesondere wegen der möglichen Beeinträchtigung des Vertrauens in die elektronische Patientenakte. Der Bundesrat plädiert zudem dafür, die Erprobungsdauer innovativer Ansätze auf maximal fünf Jahre zu begrenzen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Ab 1. August 2026 übernimmt die SPS Germany GmbH das Belegmanagement der AOK Hessen, während die Rechnungsprüfung intern bleibt.
Ab 1. August 2026 übernimmt die SPS Germany GmbH das Belegmanagement der AOK Hessen, während die Rechnungsprüfung intern bleibt.
Die AOK Hessen ändert ihre Abrechnungsverfahren ab dem 1. August 2026. Zukünftig wird die inhaltliche Rechnungsprüfung wieder direkt von der AOK Hessen durchgeführt. Die Organisation des physikalischen Belegmanagements für Papierunterlagen wird hingegen von der SPS Germany GmbH übernommen. Die DAVASO GmbH ist ab dem Zeitpunkt nicht mehr für die Belegannahme zuständig. Eingehende Unterlagen werden von dort zurückgesandt. Während sich die Datenannahmestelle nicht ändert, müssen Papierrechnungen und zugehörige Unterlagen künftig nur noch im Original per Post an die AOK Hessen gesendet werden. Detaillierte Informationen und spezifische Ausnahmeregelungen können einem Merkblatt entnommen werden. Die Anpassung zielt darauf ab, die Rechnungsabwicklung effektiver zu gestalten. Diese Maßnahmen sind von der AOK angekündigt worden.
VdK kritisiert: Pläne zur Aufhebung des Angehörigenentlastungsgesetzes
Der VdK kritisiert die Pläne des Gesundheitsministeriums, das Angehörigenentlastungsgesetz aufzuheben und damit mehr Pflegekosten auf Familien abzuwälzen.
Der VdK kritisiert die Pläne des Gesundheitsministeriums, das Angehörigenentlastungsgesetz aufzuheben und damit mehr Pflegekosten auf Familien abzuwälzen.
Das Bundesgesundheitsministerium plant, Angehörige stärker an den Pflegekosten zu beteiligen, indem das Angehörigenentlastungsgesetz von 2020 rückgängig gemacht werden soll. Der VdK kritisiert diese Pläne und fordert, die Einkommensgrenze von 100.000 Euro beizubehalten. VdK-Präsidentin Verena Bentele betont, dass Pflegebedürftigkeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die solidarisch finanziert werden müsse, da die Belastungen ungleich verteilt sind. Die Abschaffung der Einkommensgrenze würde bürokratische Prüfungen für Angehörige nach sich ziehen, ohne signifikante Einsparungen für Kommunen zu erbringen (vgl. www.vdk.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
14.09.2026
Erschöpfung bei Führungskräften: Stress mindert Entscheidungsfähigkeit
Stress setzt Führungskräften zu: Erschöpfung mindert ihre Entscheidungsfähigkeit, warnt Neuropsychologin Johanna Feilhauer in der F.A.Z.
Stress setzt Führungskräften zu: Erschöpfung mindert ihre Entscheidungsfähigkeit, warnt Neuropsychologin Johanna Feilhauer in der F.A.Z.
Führungskräfte stehen heute unter ständigem Druck, Entscheidungen unter unsicheren Bedingungen treffen zu müssen, was oft zu Erschöpfung führt, berichtet die Neuropsychologin Johanna Feilhauer. Dies liege daran, dass das rationale Denken unter Stress beeinträchtigt werde. Frau Feilhauer arbeitet eng mit erschöpften Führungskräften zusammen, deren beruflicher Alltag immer anspruchsvoller werde. Die Notwendigkeit, ständig schnelle Entscheidungen zu fällen, lasse das Gefühl der Anstrengung steigen, so die Expertin. Trotz dieser Herausforderungen gebe es Wege, um effektive Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren und fokussiert zu bleiben, spiele dabei eine wesentliche Rolle, betont die Fachfrau laut der Quelle, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.).
Mettmann fördert Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit neuer Charta
Der Kreis Mettmann verbessert die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit neuer Charta, unterstützt von NRW-Arbeitsminister und flexiblen Arbeitszeitmodellen.
Der Kreis Mettmann verbessert die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit neuer Charta, unterstützt von NRW-Arbeitsminister und flexiblen Arbeitszeitmodellen.
Der Kreis Mettmann hat die Charta "Vereinbarkeit von Beruf und Pflege" unterzeichnet, berichtet supertipp-online.de. Gemeinsam mit dem NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und weiteren Unterzeichnern startete der Kreis ein Landesprogramm, das Arbeitnehmer bei der Pflege von Angehörigen unterstützt. In den Verwaltungsgebäuden werden geschulte Pflege-Guides als Ansprechpartner bereitgestellt. Zudem bietet die Kreisverwaltung flexible Arbeitszeitmodelle und spezielle Infomaterialien an, um ein pflegefreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
13.09.2026
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnmodell schließt Lücke vor Pflegeheim
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnprojekt schließt Lücke zwischen eigenem Zuhause und Pflegeheim – Vorbildcharakter in Deutschland. Alle Wohnungen vermietet!
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnprojekt schließt Lücke zwischen eigenem Zuhause und Pflegeheim – Vorbildcharakter in Deutschland. Alle Wohnungen vermietet!
Petra Zugmann und Georg Gottfried haben mit „Hildes Heim“ in der hessischen Provinz ein innovatives Wohnmodell entwickelt, das die Lücke zwischen dem Leben allein in den eigenen vier Wänden und dem Umzug in ein Pflegeheim schließen soll. Wie die FAZ berichtet, sind die Wohnungen in diesem neuartigen Projekt bereits alle vermietet. Mit viel Engagement und eigenem Kapital haben die beiden Unternehmer ein Angebot geschaffen, das als Vorbild für ganz Deutschland gelten könnte. Ziel ist es, älteren Menschen ein Leben in Eigenständigkeit zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendige Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, ohne sofort in ein Pflegeheim ziehen zu müssen. „Wir schließen die Lücke zwischen allein daheimbleiben und dem Umzug ins Heim“, äußert sich Zugmann voller Zuversicht. Dieses neue Konzept könnte in Zukunft den Ansatz der Altenpflege in Deutschland revolutionieren.
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