Kronberg startet ein Pilotprojekt für demenzfreundliche Umgebungen mit Schulungen und lilafarbenen Aufklebern, unterstützt von lokalen Stiftungen und dem Rotary Club.
Kronberg startet ein Pilotprojekt für demenzfreundliche Umgebungen mit Schulungen und lilafarbenen Aufklebern, unterstützt von lokalen Stiftungen und dem Rotary Club.
Die Stadt Kronberg im Taunus plant, eine demenzfreundliche Umgebung zu schaffen, unterstützt von der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung und dem Kronberger Rotary Club. Schulungen für Personal und Privatleute sowie lilafarbene Aufkleber an Läden und Einrichtungen, deren Mitarbeiter im Umgang mit Demenzkranken geschult sind, sollen die Teilhabe von Menschen mit Demenz am sozialen Leben ermöglichen. Kronbergs Bürgermeister unterstützt das Projekt als Schirmherr. Die Stadt, deren Einwohner im Durchschnitt älter als der nationale Durchschnitt sind, ist aufgrund ihrer Kompaktheit und Altersstruktur gut geeignet für dieses Pilotvorhaben. Seit dem Sommer 2026 findet das niederschwellige Programm auch in anderen hessischen Gemeinden Interesse. F.A.Z.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
14.02.2026
Bayerns "Leading Nurse"-Modell stärkt Pflege durch mehr Verantwortung
Bayerns "Leading Nurse"-Modell stärkt Pflege durch mehr Verantwortung und Anerkennung für Pflegekräfte in vollstationären Einrichtungen.
Bayerns "Leading Nurse"-Modell stärkt Pflege durch mehr Verantwortung und Anerkennung für Pflegekräfte in vollstationären Einrichtungen.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach erklärte anlässlich des Abschlusses eines Projekts der Caritas gGmbH, dass das neue Modell der "Leading Nurse" in der Pflege das Vertrauen stärke und die Verantwortung der Pflegekräfte erhöhe (Quelle: www.demografie-portal.de). Dieses Konzept, gefördert mit 720.000 Euro, strukturiere vollstationäre Einrichtungen neu und ermögliche Pflegefachkräften mehr Verantwortung und Anerkennung. Ziel sei es, trotz Fachkräftemangels eine qualitativ hochwertige Pflege zu gewährleisten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.02.2026
Sachsen-Anhalt gewinnt über 130 Mediziner durch Landarztquote
Sachsen-Anhalt sichert durch die Landarztquote über 130 Mediziner für ländliche Gebiete und setzt auf Eignung statt Bestnoten.
Sachsen-Anhalt sichert durch die Landarztquote über 130 Mediziner für ländliche Gebiete und setzt auf Eignung statt Bestnoten.
In Sachsen-Anhalt sind über die Landarztquote mehr als 130 zukünftige Mediziner für ländliche Regionen gewonnen worden. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärt, ihr Bundesland sei mit diesem Modell der Studienplatzvergabe Vorreiter. Bewerber, die sich verpflichten, nach dem Studium mindestens zehn Jahre als Hausarzt in einer ländlichen Region zu arbeiten, können auch ohne Bestnoten in Halle oder Magdeburg studieren. Entscheidend sind vor allem berufliche Vorerfahrungen im medizinischen Bereich und das Ergebnis eines speziellen Eignungstests. Für die Landarztquote sind 7,8 Prozent der Medizinstudienplätze, etwa 32 Studienplätze, vorgesehen. Darüber hinaus sind 1,5 Prozent – wahrscheinlich fünf Studienplätze – für angehende Amtsärzte vorgesehen, da auch in Gesundheitsämtern Mediziner fehlen. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung, einer Publikation von Springer Medizin, bereitgestellt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.02.2026
G-BA erweitert Herpes Zoster-Impfempfehlung für Risikogruppen ab 18
Der G-BA hat die Herpes Zoster-Impfung für Risikopersonen ab 18 Jahren nach STIKO-Empfehlung erweitert, um besonders gefährdete Gruppen zu schützen.
Der G-BA hat die Herpes Zoster-Impfung für Risikopersonen ab 18 Jahren nach STIKO-Empfehlung erweitert, um besonders gefährdete Gruppen zu schützen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) setzt eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) um und hat eine erweiterte Schutzimpfungsrichtlinie gegen Herpes zoster für Risikopersonen ab 18 Jahren in Kraft treten lassen. Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder schweren Grunderkrankungen, wie etwa nicht gut eingestellten Diabetikern oder dialysepflichtigen Patienten, sollen von dieser Impfung profitieren. Auch nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation wird die Impfung dringend empfohlen. Diese Maßnahme gilt als Standardimpfung für alle Menschen ab 60 Jahren. Für Personen zwischen 18 und 59 Jahren mit gut kontrollierten, leichten oder unkomplizierten chronischen Erkrankungen gibt es hingegen keine Empfehlung, da hier keine erhöhten Risiken bestehen. Nach Informationen der Ärztezeitung hält die Schutzwirkung der Impfung voraussichtlich mindestens zehn Jahre an.
Ärzte fordern gesetzliche Klarstellung zum Datenschutz der ePA-Daten
Ärzte und Psychotherapeuten fordern eine gesetzliche Regelung zum Schutz der elektronischen Patientenakte-Daten und verweisen auf bestehende Datenschutzlücken.
Ärzte und Psychotherapeuten fordern eine gesetzliche Regelung zum Schutz der elektronischen Patientenakte-Daten und verweisen auf bestehende Datenschutzlücken.
Organisationen von Ärzten und Psychotherapeuten weisen auf eine Lücke im Gesetz hin. Es fehlt bisher eine ausdrückliche gesetzliche Regelung zum Schutz der Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA), wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Bundesärzte- und Psychotherapeutenkammer betonen. Die Lösung könnte im Vorbild des Datenschutzes bei der elektronischen Gesundheitskarte liegen. Derzeit gibt es Bedenken, ob ePA-Daten beschlagnahmt werden könnten, was die Notwendigkeit gesetzlicher Klarheit unterstreicht, so die Quelle von aerztezeitung.de.
Häusliche Pflege: Angehörige tragen höhere Kosten als Heimbewohner
Pflegende Angehörige tragen höhere Kosten als Heimbewohner: Häusliche Pflege kann über 7000 Euro kosten, während Heimaufenthalte im ersten Jahr 3200 Euro betragen.
Pflegende Angehörige tragen höhere Kosten als Heimbewohner: Häusliche Pflege kann über 7000 Euro kosten, während Heimaufenthalte im ersten Jahr 3200 Euro betragen.
Laut einer Analyse von Prof. Dr. Notburga Ott von der Ruhr-Universität Bochum, die auf der Website der Apotheken Umschau zitiert wird, werden pflegende Angehörige bei der häuslichen Pflege finanziell stark belastet. Die Eigenanteile können für stark pflegebedürftige Personen, die zu Hause betreut werden, über 7000 Euro monatlich betragen, während im ersten Jahr eines Heimaufenthalts durchschnittlich 3200 Euro anfallen. Ott kritisiert eine Gerechtigkeitslücke, da die ambulante Pflege im Vergleich zur stationären Pflege finanziell benachteiligt wird.
Betrugsmasche mit Pflegekassen: Verbraucherzentrale warnt vor Trick
Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugsmasche mit Pflegekassen, bei der Kriminelle unrechtmäßig den Entlastungsbetrag für haushaltsnahe Dienste einfordern.
Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugsmasche mit Pflegekassen, bei der Kriminelle unrechtmäßig den Entlastungsbetrag für haushaltsnahe Dienste einfordern.
Im Zuge eines neuen Betrugsmodells nutzen Kriminelle den Entlastungsbetrag der Pflegekassen, um ungerechtfertigt Gelder zu kassieren. Der Verbraucherschutz warnt nun vor dieser Masche, bei der vermeintliche Anbieter von haushaltsnahen Dienstleistungen den Betrag ohne entsprechende Leistung einfordern. Betroffene werden oft dazu gebracht, Dokumente zu unterschreiben, wodurch eine Abtretungserklärung gefälscht werden kann, um regelmäßig Geld von den Kassen abzurechnen. Pascal Bading von der Verbraucherzentrale Berlin rät zur regelmäßigen Prüfung der Konten. (Quelle: www.pfefferminzia.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.02.2026
B.A.H. fordert steuerfinanzierte Ausbildung zur Entlastung der Pflege
B.A.H. fordert steuerfinanzierte Pflegeausbildung zur Entlastung von Pflegebedürftigen und Einrichtungen, um steigende Eigenanteile zu vermeiden.
B.A.H. fordert steuerfinanzierte Pflegeausbildung zur Entlastung von Pflegebedürftigen und Einrichtungen, um steigende Eigenanteile zu vermeiden.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege (B.A.H.) hat eine steuerfinanzierte Ausbildung für Pflegefachpersonen gefordert, um Pflegeversicherte und -einrichtungen zu entlasten. Sie kritisiert die aktuelle Finanzierung über eine Umlage, die Pflegeeinrichtungen zu „Inkassounternehmen der Bundesregierung“ mache und steigende Eigenanteile verursache. Dies bewirke, dass Pflegebedürftige notwendige Leistungen aus finanziellen Gründen einschränken müssen. Die B.A.H. betont die Wichtigkeit einer tragfähigen Pflegereform und fordert das Bundesgesundheitsministerium zum Handeln auf. (Quelle: www.haeusliche-pflege.net)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
12.02.2026
Erfolgreicher Abschluss des Modellprojekts "Leading Nurse" in Bayern
Erfolgreiches Modellprojekt "Leading Nurse" stärkt in Bayern Pflegefachkräfte mit Leitungsqualifikationen, gefördert mit rund 720.000 Euro.
Erfolgreiches Modellprojekt "Leading Nurse" stärkt in Bayern Pflegefachkräfte mit Leitungsqualifikationen, gefördert mit rund 720.000 Euro.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat das Modellprojekt "Leading Nurse" als erfolgreich abgeschlossen bezeichnet, berichtet www.stmgp.bayern.de. Das von der Caritas gGmbH in Bamberg umgesetzte Projekt stärkt die Verantwortung von Pflegefachkräften in stationären Einrichtungen. Fachkräfte qualifizieren sich zur Leitung bestimmter Bewohnergruppen und übernehmen Planungs- und Steuerungsaufgaben. Die Ministerin betonte die Förderung mit rund 720.000 Euro, um innovative Konzepte zur Qualitätssicherung in der Pflege zu unterstützen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.02.2026
Medizinisches Personal: Strategien gegen den drohenden Versorgungsengpass
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Mehr Menschen mit medizinischem Versorgungsbedarf und eine wachsende Zahl älterer Ärztinnen und Ärzte, die ihre Arbeitszeiten reduzieren: Diese Entwicklungen stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. In der Diskussion darüber, wie es sich gegen die Demografie wappnen kann, gibt es unterschiedlichste Ansätze. Die "Ärzte Zeitung" berichtet über den dringenden Bedarf, Lösungen zu finden, die sowohl den steigenden Anforderungen gerecht werden als auch langfristig eine funktionierende Gesundheitsversorgung sicherstellen können.
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