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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.01.2026
RSV-Welle im Anmarsch: RKI meldet Anstieg bei Säuglingen und Kleinkindern
RSV-Ausbruch bei Kindern: RKI warnt vor steigender Infektionsrate, besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. Grippewelle bleibt, Viruslast sinkt leicht.
RSV-Ausbruch bei Kindern: RKI warnt vor steigender Infektionsrate, besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. Grippewelle bleibt, Viruslast sinkt leicht.
Seit einigen Wochen nimmt die Aktivität des Humanen Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu, nun berichtet das Robert Koch-Institut vom Beginn der RSV-Welle in seinem ARE-Wochenbericht, wie "Ärzte Zeitung" schreibt. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen, wobei die RSV-Positivenrate bei den 0- bis 4-Jährigen in der vierten Kalenderwoche 2026 bei 23 % lag, nach 14 % in der Woche zuvor. Die Grippewelle hält ebenfalls an, jedoch zeigt sich ein leichter Rückgang der Viruslast im Abwasser. Influenza A, vor allem A(H3N2)-Viren, dominieren weiterhin das Infektionsgeschehen. Aktuell wird kein erhöhtes Risiko durch neue SARS-CoV-2-Varianten gesehen, so die Einschätzung des Robert Koch-Instituts unter Berufung auf die WHO und das ECDC.
Pflichtüberweisung erleichtert Long-COVID-Behandlung durch EBM-Ziffer 37802
Neue Pflichtüberweisung bei Long-COVID: EBM-Ziffer 37802 soll koordinierte und effizientere Behandlungen ermöglichen. Fachüberweisungen jetzt obligatorisch.
Neue Pflichtüberweisung bei Long-COVID: EBM-Ziffer 37802 soll koordinierte und effizientere Behandlungen ermöglichen. Fachüberweisungen jetzt obligatorisch.
Bei der Abrechnung von Long-COVID-Leistungen hat sich eine bedeutende Änderung ergeben: Überweisungen sind nun für die EBM-Ziffer 37802 obligatorisch, eine Option, die zuvor nur auf freiwilliger Basis bestand. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ zielt diese neue Regelung darauf ab, die Koordination der medizinischen Versorgung von Long-COVID-Patienten zu verbessern. Ein solcher Schritt könnte die Effizienz der Behandlung steigern und eine kohärentere therapeutische Betreuung der Betroffenen gewährleisten, indem die notwendige Weiterleitung an spezialisierte Fachkräfte sichergestellt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
vdek fordert Reformen zur Abwendung von Milliardenlücke in der GKV bis 2027
vdek drängt auf GKV-Reformen zur Vermeidung einer Milliardenlücke 2027 und fordert strengere Ausgabenkontrolle und ein digitales Primärversorgungssystem.
vdek drängt auf GKV-Reformen zur Vermeidung einer Milliardenlücke 2027 und fordert strengere Ausgabenkontrolle und ein digitales Primärversorgungssystem.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) äußert sich besorgt über die Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und fordert eine strengere Kontrolle der Ausgabenpolitik. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, erklärte, dass die im Januar vorgenommenen Erhöhungen der Beitragssätze in der GKV ein Warnsignal für die Notwendigkeit von Reformen im Jahr 2026 sind. Ohne Reformen könnte im Jahr 2027 eine Finanzierungslücke von über zehn Milliarden Euro entstehen. Elsner fordert ein neues Primärversorgungssystem, das digital unterstützt wird und betont die Wichtigkeit einer Dämpfung der Ausgaben, ohne diese jedoch komplett einzufrieren. Laut einer vdek-Studie sind die wachsende Zahl der in Rente gehenden Babyboomer und die steigende Teilzeitquote Gründe für das unausgewogene Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben. Der vdek schlägt diverse Maßnahmen vor, um jährlich Milliarden einzusparen, darunter eine stärkere Besteuerung von Pharmaunternehmen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Digitalisierung & Innovation: SPRIND fordert neuen Schwung im Gesundheitswesen
SPRIND fordert mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen, um Innovationen zu fördern, damit Ideen nicht im „Valley of Death“ enden.
SPRIND fordert mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen, um Innovationen zu fördern, damit Ideen nicht im „Valley of Death“ enden.
Andreas Zaby von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hebt die Bedeutung von Digitalisierung, Bürokratieabbau und Risikokapital hervor, um Forschungsergebnisse erfolgreich in das Gesundheitswesen zu integrieren. Im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“ betont er, dass viele Innovationen in Deutschland im „Valley of Death“ verschwinden, einem Punkt, an dem Ideen häufig nicht mehr weiterverfolgt werden. Zaby erkennt jedoch einen Lichtblick und sieht Potenzial für positive Veränderungen im Gesundheitswesen durch gezielte Innovationsförderung.
Verband warnt: Finanzierungslücke in der Pflege wächst dramatisch bis 2027
Der Verband der Ersatzkassen warnt vor einer dramatisch wachsenden Finanzierungslücke in der Pflege bis 2027 und fordert nachhaltige politische Lösungen.
Der Verband der Ersatzkassen warnt vor einer dramatisch wachsenden Finanzierungslücke in der Pflege bis 2027 und fordert nachhaltige politische Lösungen.
Bei der jüngsten Pressekonferenz des Verbandes der Ersatzkassen hat Uwe Klemens Probleme bei der Finanzierung der Pflege in Deutschland thematisiert, berichtet www.aerzteblatt.de. Ohne Unterstützung durch die Familie reichten die Renten demnach häufig nicht aus, um die Pflegekosten zu decken. Der Einsatz von Krediten, um Beitragssätze stabil zu halten, wird als kurzfristige Lösung kritisiert. Für 2027 wird eine Finanzierungslücke von sechs Milliarden Euro erwartet. Klemens fordert daher klare politische Vorschläge für eine nachhaltige Lösung.
Innovative KI "Wound Genius" erleichtert Wunddokumentation in Pflege
Die KI "Wound Genius" optimiert die Wunddokumentation in der Pflege und wird auf der Pro Care Messe von der imito AG präsentiert.
Die KI "Wound Genius" optimiert die Wunddokumentation in der Pflege und wird auf der Pro Care Messe von der imito AG präsentiert.
Aus der Quelle www.carevor9.de wurde berichtet, dass die imito AG auf der Pro Care Messe ihre neue KI-Anwendung "Wound Genius" präsentiert. Diese kostenlose Anwendung unterstützt Pflegekräfte bei der Wunddokumentation. Die KI misst und erfasst Wunden, erstellt Berichte im PDF-Format und kann in elektronische Patientenakten integriert werden. Carsten Kaddatz-Marx von Imito wird am 10. Februar einen Vortrag dazu halten. Dieses Tool könnte für Pflegeeinrichtungen von großem Nutzen sein, indem es die Dokumentationsarbeit erleichtert.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.01.2026
Pflegeakademisierung in Deutschland: Herausforderungen und Chancen
Die Akademisierung der Pflege in Deutschland bietet Chancen für berufliches Ansehen, kämpft aber mit strukturellen Hürden und rückläufigen Absprachequoten.
Die Akademisierung der Pflege in Deutschland bietet Chancen für berufliches Ansehen, kämpft aber mit strukturellen Hürden und rückläufigen Absprachequoten.
Die Akademisierung der Pflege in Deutschland markiert einen bedeutsamen Wendepunkt, wie die Fachzeitschrift "Die Schwester | Der Pfleger" verdeutlicht. Seit Einführung der hochschulischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 gibt es diverse Herausforderungen, darunter Verzögerungen und strukturelle Brüche. Obwohl die Zahl der Pflegestudiengänge steigt, sind Absprachequoten rückläufig. Experten sehen im internationalen Vergleich Nachholbedarf für Deutschland. Starke Selbstvertretung und klare Rollenprofile sollen das Ansehen des Berufsstands stärken. (Quelle: www.bibliomed-pflege.de)
"LebenswerkAI: App revolutioniert Biografiearbeit in Altenpflege"
Die "LebenswerkAI"-App nutzt KI, um Biografiearbeit in der Altenpflege zu revolutionieren und Pflegekräfte durch digitale Geschichtsaufzeichnungen zu unterstützen.
Die "LebenswerkAI"-App nutzt KI, um Biografiearbeit in der Altenpflege zu revolutionieren und Pflegekräfte durch digitale Geschichtsaufzeichnungen zu unterstützen.
Eine innovative App namens "LebenswerkAI" nutzt Künstliche Intelligenz, um die Biografiearbeit für ältere Menschen zu erleichtern, berichtet das Handelsblatt. Ein Pilotprojekt zeigt, wie die App Geschichten digital bewahren und die Pflegearbeit unterstützen kann. Der 94-jährige Wolfgang Kunst hat seine Lebensgeschichte durch die App festgehalten und in ein 76-seitiges Büchlein verwandelt. Tobias Gantner, der Erfinder der App und Gründer der Healthcare Futurists, möchte mit diesem Tool die Biografiearbeit demokratisieren.
Elektronische Patientenakte: Neue Push-Funktion soll Nutzung steigern
Elektronische Patientenakten erhalten eine Push-Funktion, um die Nutzung zu steigern. Versicherte werden zukünftig sofort über neue Inhalte informiert.
Elektronische Patientenakten erhalten eine Push-Funktion, um die Nutzung zu steigern. Versicherte werden zukünftig sofort über neue Inhalte informiert.
Ab Herbst sollen elektronische Patientenakten (ePA) mit einer neuen Funktion für Versicherte attraktiver werden: Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf eine Anfrage der Grünen antwortete, sind Push-Benachrichtigungen geplant. Diese Funktion informiert Versicherte sofort über neue Dokumente und Inhalte, damit sie sich aktiv damit auseinandersetzen können. Auch für Ärzte bringt die ePA Neuerungen: Eine Volltextsuche soll ab Jahresende die Arbeit erleichtern. In Deutschland besitzen etwa 70 Millionen gesetzlich Versicherte eine ePA, die sie jedoch derzeit kaum aktiv nutzen. Das BMG hofft, durch die Erinnerungsmöglichkeiten der Push-Funktion die Nutzung zu verbessern. Bislang haben 3,89 Millionen Versicherte ihre Gesundheitsdaten digital überprüft. Einmaliges Einloggen und Identifizieren ist für den Zugang erforderlich. Seit Oktober 2025 sind Praxen verpflichtet, wichtige medizinische Daten einzutragen. Die ePA soll eine lebensbegleitende Gesundheitsakte sein, die bessere Behandlungen ermöglicht. (Quelle: Ärztezeitung)
AOK Plus: Pilotprojekt für digitale Pflegeversorgung in Waldheim
AOK Plus startet Pilotprojekt: Digitales Pflegezentrum in Waldheim geplant. Ein Investor ist gefunden, Gespräche im Rathaus laufen bereits.
AOK Plus startet Pilotprojekt: Digitales Pflegezentrum in Waldheim geplant. Ein Investor ist gefunden, Gespräche im Rathaus laufen bereits.
Die AOK Plus plant, ihr ehemaliges Seminar- und Tagungszentrum in Waldheim als Pilotprojekt für Pflege und digitale Versorgung zu etablieren. Wie auf der Webseite „www.dnn.de“ berichtet wird, hat die Krankenkasse bereits einen potenziellen Investor gefunden, der bereits erste Gespräche im örtlichen Rathaus geführt hat. Mit diesem Schritt soll innovative Pflege und Versorgung durch Digitalisierung unterstützt und verbessert werden. Der Umbau könnte zukunftsweisende Akzente in der Gesundheitsversorgung setzen.
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