Nach gravierenden Pflegemängeln müssen 33 Schwerpflegebedürftige ein Heim in Ottobeuren verlassen. Für fast alle gibt es Ersatzplätze.
Nach gravierenden Pflegemängeln müssen 33 Schwerpflegebedürftige ein Heim in Ottobeuren verlassen. Für fast alle gibt es Ersatzplätze.
Das Landratsamt Unterallgäu hat einem Pflegeheim in Ottobeuren die Betreuung von Menschen mit Pflegegrad 4 und 5 untersagt. Laut BR müssen 33 Schwerpflegebedürftige ausziehen; für fast alle sei bereits ein Platz in der Umgebung gefunden. Kontrollen hätten gefährliche Defizite etwa bei Ernährung, Wund-, Schmerz- und Medikamentenversorgung sowie beim Personaleinsatz ergeben. Der Betreiber bestreitet eine Gefährdung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.10.2026
6,4 Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig samstags
Wochenendarbeit ist für Millionen Alltag: 6,4 Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig samstags, 3,5 Millionen sonntags – besonders oft in der Pflege.
Wochenendarbeit ist für Millionen Alltag: 6,4 Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig samstags, 3,5 Millionen sonntags – besonders oft in der Pflege.
Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten regelmäßig am Wochenende. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf den Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes berichtet, waren im vergangenen Jahr rund 6,4 Millionen der gut 42,2 Millionen Arbeitnehmer an jedem oder mindestens der Hälfte aller Samstage im Dienst. Etwa 3,5 Millionen Menschen arbeiteten regelmäßig sonntags, rund 3,1 Millionen an beiden Wochenendtagen. Beschäftigte, die nur gelegentlich am Wochenende arbeiten, sind in diesen Zahlen nicht erfasst. Besonders in Branchen wie Gastronomie und Pflege gehört Sonntagsarbeit zum Arbeitsalltag.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
06.10.2026
AWO-Pflegekonzept bewährt sich – doch steigende Kosten belasten
Das AWO Christian-Dierig-Haus setzt erfolgreich auf feste Teams und kleine Wohngruppen. Doch steigende Kosten belasten Bewohner und Angehörige.
Das AWO Christian-Dierig-Haus setzt erfolgreich auf feste Teams und kleine Wohngruppen. Doch steigende Kosten belasten Bewohner und Angehörige.
Das Christian-Dierig-Haus der AWO setzt seit 2003 auf kleine Wohngruppen, feste Teams und Primary Nursing. Die konsequente Pflegeorganisation schaffe besonders für Menschen mit Demenz klare Alltagsstrukturen, berichtet altenpflege-online.net. Während zuletzt häufig digitale Innovationen im Mittelpunkt standen, zeigt die Einrichtung damit den Nutzen eines beständigen Organisationskonzepts. Zunehmend belasten jedoch steigende Kosten Bewohner, Angehörige und die Stimmung im Haus.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
06.10.2026
Uniklinik Ulm reicht als erste Magnet-Unterlagen ein
Die Uniklinik Ulm hat als erstes deutsches Krankenhaus die finalen Unterlagen für die Magnet®-Anerkennung als Zeichen höchster Pflegequalität eingereicht.
Die Uniklinik Ulm hat als erstes deutsches Krankenhaus die finalen Unterlagen für die Magnet®-Anerkennung als Zeichen höchster Pflegequalität eingereicht.
Der Campus Nord des Universitätsklinikums Ulm hat als erstes deutsches Krankenhaus die finalen Unterlagen für eine Magnet®-Anerkennung beim American Nursing Credentialing Center eingereicht. Mehr als 100 Nachweise sollen Pflegequalität, evidenzbasierte Praxis und kontinuierliche Verbesserungen belegen. Laut UKU prüfen nun US-Gutachter die Dokumente. Eine Rückmeldung wird bis Ende 2026 erwartet; bei positivem Ergebnis folgt eine mehrtägige Vor-Ort-Begutachtung. Magnet® gilt weltweit als Goldstandard für Pflegeexzellenz.
Cannabis am Steuer: Rezept allein schützt nicht vor Fahrverbot
Ein Cannabisrezept allein schützt Autofahrer nicht: Fehlen Dosierungsanweisung oder Medikationsplan, drohen Bußgeld und Fahrverbot.
Ein Cannabisrezept allein schützt Autofahrer nicht: Fehlen Dosierungsanweisung oder Medikationsplan, drohen Bußgeld und Fahrverbot.
Eine Cannabisverordnung muss eine eindeutige Dosierungsanweisung oder einen Medikationsplan enthalten, in dem das verschriebene Arzneimittel aufgeführt ist. Darauf weist die „Ärzte Zeitung“ unter Berufung auf das Bayerische Oberste Landesgericht hin. Fehlen diese Angaben und wird der Patient beim Fahren mit Cannabis im Blut kontrolliert, können ein Bußgeld und ein Fahrverbot drohen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
06.10.2026
Bielefeld bildet Pflegekräfte für Katastrophenfälle aus
Die Hochschule Bielefeld schult Pflegekräfte im Wahlmodul „Disaster Nursing“ für Katastrophen, Evakuierungen und die Arbeit in Krisenstäben.
Die Hochschule Bielefeld schult Pflegekräfte im Wahlmodul „Disaster Nursing“ für Katastrophen, Evakuierungen und die Arbeit in Krisenstäben.
Die Hochschule Bielefeld verankert mit einem neuen Wahlmodul „Disaster Nursing“ die Zusammenarbeit von Pflege, Feuerwehr, Rettungsdienst und Kliniken in der Ausbildung. Thematisiert werden Massenanfälle von Verletzten, strukturierte Übergaben und Evakuierungsübungen in Pflegeeinrichtungen. Pflegewissenschaftlerin Christina Anna Hajek fordert laut Feuerwehr-Magazin, Pflegefachpersonen verbindlich an Krisenplanungen, Übungen, Krisenstäben und Auswertungen zu beteiligen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
05.10.2026
Hessen bündelt komplizierte Eingriffe in Spezialkliniken
Hessen konzentriert komplizierte Eingriffe künftig auf weniger Spezialkliniken. Notfallversorgung, Geburtshilfe und Kindermedizin bleiben unverändert.
Hessen konzentriert komplizierte Eingriffe künftig auf weniger Spezialkliniken. Notfallversorgung, Geburtshilfe und Kindermedizin bleiben unverändert.
Hessen ordnet seine Krankenhausversorgung neu. Künftig dürfen Kliniken bestimmte Behandlungen und Operationen nur anbieten, wenn sie festgelegte Anforderungen an Personal, Ausstattung und Qualität erfüllen. Nach Angaben der F.A.Z. bleiben die Standorte der Notfallversorgung sowie die Angebote in Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin unverändert.
Komplizierte Eingriffe werden stärker auf spezialisierte Häuser konzentriert. Operationen an der Bauchspeicheldrüse sollen künftig noch 15 statt 23 Kliniken durchführen, Eierstockkrebs 15 statt 28 Häuser behandeln. Die Zahl der Kliniken, die künstliche Kniegelenke einsetzen, sinkt von 66 auf 50. Auch Behandlungen bei Brustkrebs sowie Eingriffe an Gehirn, Rückenmark und Nervensystem werden gebündelt.
Das Gesundheitsministerium prüft rund 1800 Anträge der Krankenhäuser und will die endgültigen Zuweisungen im Dezember vornehmen. Gesundheitsministerin Diana Stolz betonte, Ziel sei keine Schließung von Kliniken, sondern eine qualitätsorientierte Neuordnung. Für den Umbau stehen Mittel aus einem Transformationsfonds bereit.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.10.2026
Studie: Inklusive Betriebe wachsen bei Umsatz und Personal
Eine Studie zeigt: Betriebe mit neuen Inklusionsmaßnahmen wachsen bei Umsatz und Personal oft stärker – ein möglicher Hebel gegen den Fachkräftemangel.
Eine Studie zeigt: Betriebe mit neuen Inklusionsmaßnahmen wachsen bei Umsatz und Personal oft stärker – ein möglicher Hebel gegen den Fachkräftemangel.
Unternehmen, die erstmals inklusive Maßnahmen in ihrer Arbeitsorganisation einführen, entwickeln sich bei Umsatz und Beschäftigung häufig besser als vergleichbare Betriebe. Das berichtet die F.A.Z. unter Berufung auf eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Demnach erzielten Unternehmen mit neuen Inklusionsangeboten zwischen 2020 und 2022 durchschnittlich 6,2 Prozent mehr Umsatz und beschäftigten 4,7 Prozent mehr Mitarbeiter. Untersucht wurden unter anderem Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, flexible Modelle für ältere Beschäftigte, Mentoring zur Geschlechtergleichstellung und Brückenpraktika für Geflüchtete. Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse keinen unmittelbaren Ursache-Wirkungs-Nachweis liefern. Entscheidend sei zudem, Vielfalt gezielt in Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse einzubinden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen könnten dadurch ungenutzte Kompetenzen erschließen und dem Fachkräftemangel begegnen.
Pflegeheim insolvent: Diese Schutzmechanismen greifen
Bei der Insolvenz eines Pflegeheims greifen Schutzmechanismen für Bewohner. Eine Schließung und der Umzug in eine neue Einrichtung sind dennoch möglich.
Bei der Insolvenz eines Pflegeheims greifen Schutzmechanismen für Bewohner. Eine Schließung und der Umzug in eine neue Einrichtung sind dennoch möglich.
Die Insolvenz eines Pflegeheims kann Bewohner und Angehörige unerwartet treffen. Besonders belastend ist dies, wenn nach langer Suche ein geeigneter Heimplatz gefunden wurde und der Bewohner wegen einer Schließung wieder ausziehen muss. Ob eine Einrichtung wirtschaftlich stabil ist, lässt sich von außen oft nur schwer beurteilen. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestehen jedoch Schutzmechanismen für Bewohner, die von der Insolvenz eines Heimträgers betroffen sind. Personalmangel kann die wirtschaftliche Existenz von Pflegeheimen zusätzlich gefährden.
DOAK und Antikonvulsiva erhöhen Thromboembolie-Risiko
DOAK zusammen mit Antikonvulsiva können das Thromboembolie-Risiko deutlich steigern. Vorsicht ist möglicherweise auch bei Levetiracetam geboten.
DOAK zusammen mit Antikonvulsiva können das Thromboembolie-Risiko deutlich steigern. Vorsicht ist möglicherweise auch bei Levetiracetam geboten.
Die Kombination direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) mit Antikonvulsiva kann das Risiko für Thromboembolien deutlich erhöhen. Laut einer von der „Ärzte Zeitung“ zitierten großen Datenbankanalyse betrifft dies nicht nur stark enzyminduzierende Wirkstoffe, sondern möglicherweise auch Levetiracetam. Bei entsprechender Begleitmedikation ist daher besondere Vorsicht geboten.
Wir verwenden notwendige Cookies für den Betrieb dieser Website.
Zusätzlich nutzen wir Google reCAPTCHA zum Schutz vor Spam, das Daten an Google überträgt.
Sie können zustimmen oder nur notwendige Cookies erlauben.
Mehr erfahren.