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Medizin, Gesundheit und Prävention
05.10.2026
Glukokortikoide sicher absetzen: Ausschleichen oder stoppen?
Beim Absetzen von Glukokortikoiden ist zu klären, ob ein Ausschleichen nötig ist und wie Cortisolwerte sowie Entzugssymptome zu bewerten sind.
Beim Absetzen von Glukokortikoiden ist zu klären, ob ein Ausschleichen nötig ist und wie Cortisolwerte sowie Entzugssymptome zu bewerten sind.
Das Beenden einer Therapie mit Glukokortikoiden erfordert besondere Sorgfalt. Nach Angaben der „Ärzte Zeitung“ muss je nach Behandlung entschieden werden, ob Steroide langsam ausgeschlichen oder direkt abgesetzt werden können. Zu klären sind zudem die mögliche Bestimmung des morgendlichen Cortisolwerts und der Umgang mit Entzugssymptomen.
Das BMAS fordert betriebliche Hitzeschutzpläne: Arbeitgeber müssen Risiken bewerten und Beschäftigte ab 26 Grad mit abgestuften Maßnahmen schützen.
Das BMAS fordert betriebliche Hitzeschutzpläne: Arbeitgeber müssen Risiken bewerten und Beschäftigte ab 26 Grad mit abgestuften Maßnahmen schützen.
Häufigere und längere Hitzeperioden gefährden Beschäftigte im Freien und in Innenräumen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) empfiehlt deshalb betriebliche Hitzeschutzpläne. Arbeitgeber müssen hitzebedingte Gefahren ermitteln, bewerten und wirksame Schutzmaßnahmen treffen. In Innenräumen sollen ab 26 Grad Maßnahmen wie Sonnenschutz oder Lüftung ergriffen werden. Ab 30 Grad sind wirksame Vorkehrungen und die Bereitstellung von Trinkwasser verpflichtend. Ab 35 Grad darf nur mit zusätzlichen Maßnahmen wie Abkühlpausen oder Kühlkleidung weitergearbeitet werden. Hitze kann Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit mindern sowie Kreislaufbeschwerden, Hitzschlag und ein erhöhtes Unfallrisiko verursachen. Nach einer Prognos-Berechnung im Auftrag des BMAS kostet ein Hitzetag mit mindestens 30 Grad die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro. Rund 97 Prozent davon entfallen auf Produktivitätsverluste.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.10.2026
Bundesweite Aktionswochen werben um Fachkräfte
Rund 500 Akteure beteiligen sich vom 14. bis 27. September bundesweit an den INQA-Aktionswochen zur Fachkräftesicherung.
Rund 500 Akteure beteiligen sich vom 14. bis 27. September bundesweit an den INQA-Aktionswochen zur Fachkräftesicherung.
Bundesweit beteiligen sich vom 14. bis 27. September rund 500 Institutionen, Unternehmen, Netzwerke und weitere Arbeitsmarktakteure an den INQA-Aktionswochen „Menschen in Arbeit – Fachkräfte in den Regionen“. Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sollen die Veranstaltungen das Engagement für die Fachkräftesicherung sichtbar machen und den Austausch über konkrete Lösungen fördern.
Das Programm umfasst unter anderem Ausbildungsbörsen und Berufsmessen, Hinweise zu Bewerbungen und Recruiting mit Künstlicher Intelligenz sowie Beratungen zur Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. Eine Übersicht der Veranstaltungen stellt die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) auf ihrer Internetseite bereit.
Neue Website informiert über Bundestariftreuegesetz
Eine neue Website informiert über das seit Mai 2026 geltende Bundestariftreuegesetz und bietet Vergabestellen und Unternehmen FAQ sowie Mustervorlagen.
Eine neue Website informiert über das seit Mai 2026 geltende Bundestariftreuegesetz und bietet Vergabestellen und Unternehmen FAQ sowie Mustervorlagen.
Die Prüfstelle Bundestariftreue hat ihre Informationswebsite www.pruefstelle-bundestariftreue.de gestartet. Sie informiert über das Bundestariftreuegesetz, tarifvertragliche Arbeitsbedingungen und die Durchsetzung des Tariftreueversprechens. Das Gesetz gilt seit Mai 2026. Unternehmen müssen bei öffentlichen Bau- und Dienstleistungsaufträgen sowie Konzessionen des Bundes ab einem geschätzten Auftragswert von 50.000 Euro netto zusichern, einschlägige tarifliche Arbeitsbedingungen einzuhalten. Dies gilt auch für Nachunternehmer und Verleiher.
Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums bietet die Website unter anderem Antworten auf häufige Fragen und Mustervorlagen. Sie richtet sich insbesondere an Bundesauftraggeber, Vergabestellen, Auftragnehmer, Arbeitgeber und Beschäftigte. Künftig sollen dort auch mögliche Verstöße elektronisch gemeldet werden können. Die bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See angesiedelte Prüfstelle und ihr Internetangebot werden schrittweise weiter ausgebaut.
Experten fordern verbindliche Hitzepläne für Pflege und Kliniken
Experten fordern verbindliche Hitzeaktionspläne und eine dauerhafte Finanzierung für den Hitzeschutz in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Experten fordern verbindliche Hitzeaktionspläne und eine dauerhafte Finanzierung für den Hitzeschutz in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Sachverständige haben im Gesundheitsausschuss des Bundestages einen besseren Schutz vor großer Hitze gefordert. Nach Angaben der Parlamentsnachrichten sprachen sie sich für eine wirksamere Koordination von Bund, Ländern und Kommunen sowie flächendeckende, verbindliche Hitzeaktionspläne aus. Besonders gefährdet seien ältere, kranke und sozial benachteiligte Menschen.
Grundlage der Anhörung war ein Antrag der Grünen. Die Fraktion fordert finanziell abgesicherte Schutzmaßnahmen und Investitionen in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitszentren, etwa in Verschattung, Lüftung, Kühlung und Begrünung. Experten berichteten von bis zu 35 Grad in Krankenzimmern und fehlender Klimatisierung in Notaufnahmen. Auch Betriebe müssten Hitzeschutzpläne erstellen und Beschäftigte beispielsweise mit Kühlkleidung schützen. Zugleich verlangten die Sachverständigen eine dauerhafte, rechtssichere Finanzierung statt einzelner Förderprogramme.
Bundesregierung treibt digitale Patientenakte und E-Rezepte voran
Die Bundesregierung will ePA und E-Rezepte ausbauen: Medikationspläne, Impfübersichten und Überweisungen sollen digital und EU-weit nutzbar werden.
Die Bundesregierung will ePA und E-Rezepte ausbauen: Medikationspläne, Impfübersichten und Überweisungen sollen digital und EU-weit nutzbar werden.
Die Bundesregierung will die Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Pflege umfassend ausbauen. Wie der Deutsche Bundestag mitteilt, sieht der Gesetzentwurf für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen unter anderem eine Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) vor. Der Medikationsplan soll darin digital geführt und von Ärzten sowie Apotheken fortlaufend aktualisiert werden. Geplant sind zudem eine digitale Impfübersicht mit Erinnerungsfunktion und die Einführung der E-Überweisung bis September 2029. Auch E-Rezepte für häusliche Krankenpflege und Heilmittel sollen ermöglicht werden. Die Kommunikation zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern soll künftig digital erfolgen. Gesundheitsdaten sollen in einem einheitlichen Format für Versorgung, Forschung, Innovation und Prävention nutzbar sein. Außerdem ist vorgesehen, Patientenkurzakten, E-Rezepte, Arzt- und Entlassbriefe sowie Laborbefunde grenzüberschreitend austauschbar zu machen.
Bund schränkt Pflegekräfte-Anwerbung in 55 Staaten ein
Der Bund begrenzt die Anwerbung von Pflegekräften aus 55 Staaten mit kritischem Personalmangel. Dort darf nur die Bundesagentur für Arbeit vermitteln.
Der Bund begrenzt die Anwerbung von Pflegekräften aus 55 Staaten mit kritischem Personalmangel. Dort darf nur die Bundesagentur für Arbeit vermitteln.
Ausländische Beschäftigte können grundsätzlich für das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem angeworben werden. Einschränkungen gelten jedoch für 55 Staaten, in denen die Weltgesundheitsorganisation einen kritischen Personalmangel festgestellt hat. Wie die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mitteilte, darf dort ausschließlich die Bundesagentur für Arbeit Gesundheits- und Pflegekräfte anwerben und vermitteln. Private Aktivitäten sind untersagt, um den Fachkräftemangel in den Herkunftsländern nicht zu verschärfen und den WHO-Verhaltenskodex umzusetzen. Großes Interesse besteht laut Bundesregierung an der Fachkräftemigration aus Usbekistan. Das Land bilde jährlich zahlreiche Pflegefachkräfte aus, könne aber nicht alle in den heimischen Arbeitsmarkt aufnehmen. Dies eröffne Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit Deutschland, berichtete der Deutsche Bundestag.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
05.10.2026
Caritas testet Pflege-Auszubildende aus Indien
Die Caritas im Erzbistum München und Freising testet Pflege-Auszubildende aus Indien, um Einrichtungen personell zu entlasten.
Die Caritas im Erzbistum München und Freising testet Pflege-Auszubildende aus Indien, um Einrichtungen personell zu entlasten.
Die Caritas im Erzbistum München und Freising erprobt den Einsatz von Auszubildenden aus Indien in der Pflege. Das Pilotprojekt soll nach Angaben von muenchen.tv dazu beitragen, Pflegeeinrichtungen personell zu unterstützen. Vorgestellt wurde es im ökumenischen Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ vom 4. Oktober 2026.
Pflegeheim-Insolvenz: Was Bewohner und Angehörige schützt
Bei einer Pflegeheim-Insolvenz drohen Schließung und Umzug. Schutzmechanismen helfen Bewohnern und Angehörigen, wenn die Krise sie überrascht.
Bereits gemeldet: Dieselbe Nachricht zu Schutzmechanismen und möglichen Schließungen bei Pflegeheim-Insolvenzen wurde bereits gemeldet.
Vorher: „Pflegeheim insolvent: Diese Schutzmechanismen greifen“ (04.10.2026)
Bei einer Pflegeheim-Insolvenz drohen Schließung und Umzug. Schutzmechanismen helfen Bewohnern und Angehörigen, wenn die Krise sie überrascht.
Die Insolvenz eines Pflegeheimbetreibers kann zur Schließung einer Einrichtung führen und Bewohner zu einem Umzug zwingen. Wie die F.A.Z. berichtet, ist die wirtschaftliche Lage eines Heims für Außenstehende oft schwer einzuschätzen. Werden Pflegebedürftige und Angehörige von einer Insolvenz überrascht, greifen jedoch Schutzmechanismen. Personalmangel kann die finanzielle Existenz von Pflegeheimen zusätzlich gefährden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
04.10.2026
Altenpflege: Seelsorge soll flexibler und vernetzter werden
Fachleute wollen die Seelsorge in der Altenpflege flexibler gestalten und Pflegebedürftige, Angehörige sowie Beschäftigte stärker einbeziehen.
Fachleute wollen die Seelsorge in der Altenpflege flexibler gestalten und Pflegebedürftige, Angehörige sowie Beschäftigte stärker einbeziehen.
Bei einer bundesweiten Fachtagung in Frankfurt haben Fachleute über die Zukunft der Seelsorge in der Altenpflege beraten. Nach Angaben von Osthessen News wollen das Bistum Fulda und der Diözesancaritasverband flexible Angebote im Sozialraum stärken. Seelsorge soll neben Pflegebedürftigen verstärkt Angehörige und Beschäftigte einbeziehen. Das vorgestellte Modell „SpECi“ verankert Spiritual Care interprofessionell in Einrichtungen. Thematisiert wurden auch Fachkräftemangel, Ehrenamt und der Umgang mit Wünschen nach Suizidassistenz.
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