Der Pflegeverband Bayern schlägt Alarm: Das neue GKV-Gesetz bedrohne die Personalbindung in Pflegediensten und Schränke den finanziellen Spielraum ein.
Der Pflegeverband Bayern schlägt Alarm: Das neue GKV-Gesetz bedrohne die Personalbindung in Pflegediensten und Schränke den finanziellen Spielraum ein.
Laut dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste in Bayern sieht der Verband durch das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Personalsicherung in der Pflege gefährdet. Der Landesvorsitzende Kai Kasri kritisiert, dass die Refinanzierung von Tarifsteigerungen ausgesetzt wurde und dies Einrichtungen, die nicht tarifgebunden sind, benachteiligt. Diese Maßnahmen nehmen den Pflegeeinrichtungen den Spielraum zur Personalbindung, warnt Kasri und fordert Korrekturen von der bayerischen Landesregierung, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern (Quelle: www.altenheim.net).
Experten fordern mehr Mittel für Cybersicherheit im Gesundheitswesen
Experten drängen auf ein Gesundheitssicherstellungsgesetz mit stärkerer Cybersicherheit: Ohne zusätzliche Mittel bleiben Patientendaten in Kliniken und Praxen ungeschützt.
Experten drängen auf ein Gesundheitssicherstellungsgesetz mit stärkerer Cybersicherheit: Ohne zusätzliche Mittel bleiben Patientendaten in Kliniken und Praxen ungeschützt.
Das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz muss nach Überzeugung der wissenschaftlichen Leiterinnen und Leiter des Hauptstadtkongresses auch die Cybersicherheit stärken, berichtet die Ärzte Zeitung. Ohne mehr Geld funktioniere das jedoch nicht, wie sie betonen. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen sei es unerlässlich, beträchtliche Investitionen in die IT-Sicherheit von Kliniken und Praxen zu tätigen, um sensible Patientendaten effektiv vor Cyberangriffen zu schützen. Die bestehenden Ressourcen reichten nicht aus, warnen die Experten, und sehen den Gesetzgeber in der Pflicht, entsprechende Mittel bereitzustellen.
Neues Rezeptverfahren erleichtert Medikamentenversorgung in Pflegeheimen
Neues Rezeptverfahren optimiert Medikamentenversorgung in Pflegeheimen, indem Praxen Rezepte direkt an versorgende Apotheken schicken dürfen.
Neues Rezeptverfahren optimiert Medikamentenversorgung in Pflegeheimen, indem Praxen Rezepte direkt an versorgende Apotheken schicken dürfen.
Praxen, die Pflegeheimbewohner betreuen, können nun Rezepte direkt an die Apotheken senden, die die Pflegeheime versorgen, ohne befürchten zu müssen, sich strafbar zu machen. Dies stellt eine Abweichung vom üblichen Zuweisungsverbot dar. Allerdings müssen zwei Voraussetzungen unbedingt erfüllt werden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Diese Neuerung im Bereich der Pflegeheimversorgung eröffnet neue Möglichkeiten für eine effizientere Medikamentenversorgung und entlastet die Pflegekräfte in den Heimen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
AOK Hessen meldet Rekordanstieg bei Abrechnungsbetrugsfällen
Rekordanstieg bei Abrechnungsbetrugsfällen: AOK Hessen verzeichnet höchste Zahl von Verdachtsmeldungen und verstärkt den Fokus auf Prävention und Strafverfolgung.
Rekordanstieg bei Abrechnungsbetrugsfällen: AOK Hessen verzeichnet höchste Zahl von Verdachtsmeldungen und verstärkt den Fokus auf Prävention und Strafverfolgung.
Die AOK Hessen berichtet für die letzten zwei Jahre von einem Rekordanstieg potenzieller Abrechnungsbetrugsfälle. Laut der "Ärzte Zeitung" ist die Zahl der Hinweise auf solche Betrügereien noch nie so hoch gewesen. Dies deutet auf ein zunehmend gestörtes Vertrauensverhältnis im Gesundheitswesen hin. Die Situation hat zu einer Zunahme von Strafanzeigen geführt, was darauf hindeutet, dass die Problematik sowohl von den Krankenkassen als auch von den Strafverfolgungsbehörden ernst genommen wird. Die AOK betont, dass diese Entwicklung das Bewusstsein für dieses Fehlverhalten schärfen und einen verstärkten Fokus auf präventive Maßnahmen zur Betrugsvermeidung im Gesundheitswesen legen könnte.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
16.07.2026
Pflege in Peine: Migration als Schlüssel gegen Fachkräftemangel
Migration als Lösung: In Peine stützt sich die Pflege stark auf internationale Fachkräfte wie Mohamed Malki aus Marokko, um den Fachkräftemangel zu bewältigen.
Migration als Lösung: In Peine stützt sich die Pflege stark auf internationale Fachkräfte wie Mohamed Malki aus Marokko, um den Fachkräftemangel zu bewältigen.
Laut einem Bericht der Peiner Allgemeinen Zeitung ist die Pflege in Peine stark von internationaler Migration abhängig. Ein Beispiel dafür ist Mohamed Malki, ein junger Pflegekraft aus Marokko, der im Pflegeheim Fuhseblick tätig ist. Die Abhängigkeit der Heime von ausländischen Pflegenden wird als kritisches Thema betrachtet, insbesondere angesichts der Frage, ob die Pflegebranche ohne Zuwanderung bestehen könnte. Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel in Deutschland verdeutlichen die Notwendigkeit der Integration ausländischer Pflegekräfte.
Pflegebevollmächtigte Staffler fordert Sparmaßnahmen bei Pflegereform
Pflegebevollmächtigte Staffler fordert im Handelsblatt-Sparmaßnahmen bei der Pflegereform. Defizite von 20 Milliarden Euro zwingen zu Einsparungen.
Pflegebevollmächtigte Staffler fordert im Handelsblatt-Sparmaßnahmen bei der Pflegereform. Defizite von 20 Milliarden Euro zwingen zu Einsparungen.
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, drängt im Interview mit dem Handelsblatt auf Sparmaßnahmen in der stockenden Pflegereform. Angesichts finanzieller Defizite von über 20 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren sieht sie keinen Spielraum mehr. Staffler verteidigt die geplanten Einschnitte, betont jedoch, dass der Entwurf auch auf eine zukunftsfähige Versorgung abzielt. Neben den Sparmaßnahmen sollen pflegende Angehörige stärker unterstützt und die Digitalisierung vorangetrieben werden, um die Pflege effektiver zu gestalten.
AOK Hessen: Anstieg von Abrechnungsbetrug in der Pflege festgestellt
AOK Hessen meldet Anstieg von Betrug bei Pflegeabrechnungen: Luftleistungen und Doppelabrechnungen häufigste Formen. Technologien könnten helfen.
AOK Hessen meldet Anstieg von Betrug bei Pflegeabrechnungen: Luftleistungen und Doppelabrechnungen häufigste Formen. Technologien könnten helfen.
Die AOK Hessen verzeichnet einen Anstieg von Hinweisen auf Abrechnungsbetrug, insbesondere im Bereich der Pflegeversicherung und häuslichen Krankenpflege, mit einem deutlichen Anstieg der festgestellten Fälle. Laut dem aktuellen Tätigkeitsbericht zieht die Krankenkasse aus 1232 eingegangenen Hinweisen der letzten zwei Jahre, dass Luftleistungen und Doppelabrechnungen die häufigsten Betrugsformen darstellen. Der Bericht hebte hervor, dass sowohl individuelle Pflegedienste als auch Organisationen in den Betrug involviert sind. Ein exemplarischer Fall betrifft eine Pflegerin, die in 33 Fällen Verhinderungspflege ohne tatsächliche Leistungserbringung abrechnete. Jüngste Technologien wie Künstliche Intelligenz könnten zukünftig zur Entdeckung von Abrechnungsfehlern beitragen. (Quelle: dpa über FAZ.net)
Neue Metaanalyse: Kalzium und Vitamin D kaum wirksam gegen Frakturen
Kalzium und Vitamin D bieten wenig Schutz vor Frakturen im Alter, wie eine neue Metaanalyse zeigt, und stellen gängige Präventionsstrategien infrage.
Kalzium und Vitamin D bieten wenig Schutz vor Frakturen im Alter, wie eine neue Metaanalyse zeigt, und stellen gängige Präventionsstrategien infrage.
Frakturen und Stürze stellen im höheren Lebensalter erhebliche Gesundheitsrisiken dar. Eine umfassende Metaanalyse hat nun den Nutzen von Kalzium und Vitamin D hinsichtlich der Prävention von Frakturen neu bewertet und dabei gängige Empfehlungen infrage gestellt. Bisher wurden diese Supplemente häufig zur Unterstützung der Knochengesundheit eingesetzt. Doch die aktuellen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kalzium und Vitamin D kaum vor Knochenbrüchen schützen können. Diese Erkenntnisse könnten weitreichende Auswirkungen auf die präventiven Maßnahmen im Bereich der Altersmedizin haben und unterstreichen die Notwendigkeit einer kritischen Überprüfung der derzeit gängigen medizinischen Ratschläge. Die sogenannte systematische Überprüfung könnte daher einen Wendepunkt in der Behandlung und Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln für Senioren darstellen. Die Forschungsergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen sind im Bericht der "Ärzte Zeitung" veröffentlicht worden.
Neue Pflegesoftware der Keppler-Stiftung entlastet Pflegekräfte spürbar
Keppler-Stiftung entwickelt Pflegesoftware, die Pflegekräfte spürbar entlastet, indem sie bürokratischen Aufwand senkt und die Personenzentrierung stärkt.
Keppler-Stiftung entwickelt Pflegesoftware, die Pflegekräfte spürbar entlastet, indem sie bürokratischen Aufwand senkt und die Personenzentrierung stärkt.
Die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung hat ein digitales Pflegedokumentationssystem entwickelt, um den bürokratischen Aufwand in der Pflege zu reduzieren, berichtet die AOK Baden-Württemberg. Angelehnt an das EinSTEP-Projekt, optimierte die Stiftung ihre eigene Software mit Fokus auf Personenzentrierung und Effizienz, sodass die Pflegekräfte spürbar entlastet werden. Trotz des Fortschritts sieht sich die Stiftung Herausforderungen in der Digitalisierung gegenüber, unter anderem bei der Integration der ärztlichen Versorgung. Das Projekt unterstreicht, dass Menschzentrierung und Technik Hand in Hand gehen müssen, um Mehrwert zu schaffen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
16.07.2026
Abschluss des Modellprojekts „Pflege 2030“: Praxishandbuch veröffentlicht
Modellprojekt „Pflege 2030“ abgeschlossen: Neues Praxishandbuch offenbart technologische Potenziale zur Pflegeverbesserung für die gesamte Branche.
Modellprojekt „Pflege 2030“ abgeschlossen: Neues Praxishandbuch offenbart technologische Potenziale zur Pflegeverbesserung für die gesamte Branche.
Das Modellprojekt „Pflege 2030“ der Korian Stiftung, das im Herbst 2024 auf dem gvpraxis Smart Care-Kongress in Frankfurt vorgestellt wurde, ist nach einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren abgeschlossen. Wie auf gvpraxis.food-service.de zu lesen ist, erforschte das Projekt die Potenziale moderner Technologien zur Verbesserung der Pflege und fasst die erlangten Erkenntnisse nun in einem Praxishandbuch zusammen, das der gesamten Branche als wertvolle Ressource dienen soll.
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