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Finanzen und Versicherung
14.07.2026
Pflegekosten in Thüringen steigen: Eigenanteil klettert auf 3.163 Euro
Die Pflegekosten in Thüringen steigen auf durchschnittlich 3.163 Euro monatlich und belasten Pflegebedürftige mit einem kräftigen Plus gegenüber dem Vorjahr.
Die Pflegekosten in Thüringen steigen auf durchschnittlich 3.163 Euro monatlich und belasten Pflegebedürftige mit einem kräftigen Plus gegenüber dem Vorjahr.
In Thüringen steigen die Kosten für die Pflege im Heim weiter an. Laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) beträgt die monatliche Eigenbeteiligung seit dem 1. Juli durchschnittlich 3.163 Euro, ein Anstieg von rund 250 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 3.364 Euro, wobei Bremen mit 3.761 Euro am teuersten und Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro am günstigsten ist. Die höheren Kosten resultieren vor allem aus gestiegenen Personalausgaben. (Quelle: dpa/www.n-tv.de)
Pflegeheime in Berlin und Brandenburg: Eigenkosten um 300 Euro gestiegen
Die Eigenkosten für Pflegebedürftige in Berliner und Brandenburger Pflegeheimen sind um 300 Euro gestiegen und belasten die Betroffenen trotz Zuschüssen stark.
Die Eigenkosten für Pflegebedürftige in Berliner und Brandenburger Pflegeheimen sind um 300 Euro gestiegen und belasten die Betroffenen trotz Zuschüssen stark.
In den Pflegeheimen von Berlin und Brandenburg sind die Eigenkosten für Pflegebedürftige im letzten Jahr um etwa 300 Euro gestiegen, berichtet der Verband der Ersatzkassen (vdek) laut einer Meldung von ntv. Im Juli 2026 liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung für einen Pflegeheimplatz in Berlin bei 3.749 Euro und in Brandenburg bei 3.476 Euro. Die Eigenbeteiligung umfasst den einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Trotz Zuschüssen der Pflegekassen bleibt die finanzielle Belastung hoch. (Quelle: dpa, ntv.de)
Pflegeheime in Baden-Württemberg: Eigenanteile stark gestiegen
Pflegeheime in Baden-Württemberg: Eigenanteile im ersten Jahr stark gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr plus 250 Euro, im Südwesten 300 Euro über Bundesdurchschnitt.
Pflegeheime in Baden-Württemberg: Eigenanteile im ersten Jahr stark gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr plus 250 Euro, im Südwesten 300 Euro über Bundesdurchschnitt.
Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen in Baden-Württemberg müssen zunehmend höhere Eigenanteile bezahlen. Laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) belaufen sich die monatlichen Kosten im ersten Heimjahr auf durchschnittlich 3.657 Euro, das sind 250 Euro mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen sind Bewohner im Südwesten, die fast 300 Euro mehr zahlen als der bundesweite Durchschnitt. Die vdek-Chefin Ulrike Elsner kritisierte den Anstieg der Personalkosten und forderte eine faire Lastenteilung bei der Pflegereform. (Quelle: dpa, www.zeit.de)
Regierungskoalition setzt GKV-Sparpaket durch, doch interne Gegenstimmen aus Union und SPD zeigen Widerstand, insbesondere bei gesundheitlichen Aspekten.
Regierungskoalition setzt GKV-Sparpaket durch, doch interne Gegenstimmen aus Union und SPD zeigen Widerstand, insbesondere bei gesundheitlichen Aspekten.
Die Abstimmung über das GKV-Sparpaket im Bundestag am vergangenen Freitag führte zu einer deutlichen Mehrheit für die Regierungskoalition aus Union und SPD, jedoch nicht ohne interne Opposition. Während 318 Abgeordnete dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz ihre Zustimmung gaben, lehnten es 284 ab. Besonders bemerkenswert war die Entscheidung von vier Parlamentariern aus den Reihen von Union und SPD, gegen das Gesetz zu stimmen, darunter der CDU-Abgeordnete Kai Whittaker sowie die SPD-Parlamentarier Jan Dieren, Martin Kröber und Sabine Dittmar. Letztere äußerte Bedenken bezüglich der negativen Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung, insbesondere in der psychotherapeutischen und hausärztlichen Versorgung. Einige Unionsabgeordnete kritisierten zudem die geplante Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken. Das Gesetz sieht jedoch Nachbesserungen vor, um etwaige negative Effekte auf die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu mindern. Dies betraf insbesondere die Sicherstellung der Kontinuität bereits begonnener Behandlungen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 zusätzliche Todesfälle im Juni
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 Todesfälle im Juni, besonders gefährdet waren über 65-Jährige. Berichte aus EuroMOMO untermauern den Klimawandeleinfluss.
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 Todesfälle im Juni, besonders gefährdet waren über 65-Jährige. Berichte aus EuroMOMO untermauern den Klimawandeleinfluss.
In der letzten Juniwoche führte eine Hitzewelle in Westeuropa zu über 10.000 zusätzlichen Todesfällen, berichteten Wissenschaftler gemäß der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Besonders betroffen waren ältere Menschen über 65 Jahre. Die Daten stammen aus Erhebungen von EuroMOMO, einem von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC und der WHO unterstützten Netzwerk. Extreme Hitze kann durch Hitzschläge oder die Verschärfung bestehender Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zum Tod führen, wobei vor allem ältere Menschen gefährdet sind. „Eine derartige Übersterblichkeit zu dieser Jahreszeit ist ungewöhnlich“, erklärte Lasse Vestergaard vom dänischen Statens Serum Institut gegenüber Reuters. Die Wissenschaftler betonten, dass ein solches Ausmaß der Hitzewelle ohne den menschengemachten Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen wäre. Zusätzlich gibt es Berichte, dass Frankreich und Belgien besonders stark betroffen waren.
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN optimiert Schmerztherapie im Alter
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN verbessert Schmerztherapie im Alter: Wichtige Anpassungen für Fachkräfte in Pflege und Altenheimen zur sicheren Medikamentengabe.
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN verbessert Schmerztherapie im Alter: Wichtige Anpassungen für Fachkräfte in Pflege und Altenheimen zur sicheren Medikamentengabe.
Analgetika werden bei älteren Patienten oft anders verstoffwechselt als bei jüngeren, was die Schmerztherapie für geriatrische Patienten komplexer gestaltet. Die S3-Leitlinie GeriPAIN der Ärzte Zeitung beleuchtet, was bei der Behandlung von Schmerzen im Alter zu beachten ist. Eine Multimedikation kann bei diesen Patienten zu erhöhten Nebenwirkungen führen. Daher ist eine angepasste, sorgfältige Abwägung der Therapiemöglichkeiten entscheidend, um Medikamente effektiv und sicher einzusetzen. Besonders Fachkräfte in Altenheimen sowie Pflegeeinrichtungen sind aufgerufen, diese Leitlinien in ihrer täglichen Praxis zu berücksichtigen, um die Lebensqualität der geriatrischen Patienten zu verbessern. Die Details und Empfehlungen der Leitlinie sind für Fachkräfte nach einem kostenlosen Login auf aerztezeitung.de verfügbar.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.07.2026
Fachtagung in Berlin: Community Health Nursing soll gestärkt werden
Fachtagung in Berlin: Experten diskutieren über die Stärkung von Community Health Nursing in der Primärversorgung und die mögliche gesetzliche Verankerung.
Fachtagung in Berlin: Experten diskutieren über die Stärkung von Community Health Nursing in der Primärversorgung und die mögliche gesetzliche Verankerung.
Die Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Bosch Health Campus haben in Berlin eine Fachtagung zur Stärkung von Community Health Nursing im Rahmen der Primärversorgung veranstaltet. Experten aus verschiedenen Ländern diskutierten, wie Primärversorgung näher an die Lebensrealität der Menschen gebracht werden kann. Laut einer Keynote von Prof. Dr. Katharina Janus geht es um mehr als nur eine Eingangstür im Gesundheitssystem, sondern um eine umfassende Koordination der Akteure und kontinuierliche Versorgung. **www.eu-schwerbehinderung.eu** berichtet über die Möglichkeit, Community Health Nursing gesetzlich zu verankern.
Japan setzt auf KI-Roboter gegen Fachkräftemangel bis 2040
Japan plant bis 2040 den Einsatz von zehn Millionen KI-Robotern, um in 18 Branchen, darunter Altenpflege, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Japan plant bis 2040 den Einsatz von zehn Millionen KI-Robotern, um in 18 Branchen, darunter Altenpflege, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Japan plant bis 2040 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Milliardenprojekt sieht vor, rund zehn Millionen KI-Roboter in 18 Branchen, darunter Altenpflege und Gastronomie, zu integrieren. Besonders in ländlichen Gebieten, die stark vom demografischen Wandel betroffen sind, sollen die Roboter Arbeitskräfte unterstützen und ersetzen. Die Regierung arbeitet dazu mit internationalen Forschungseinrichtungen zusammen und setzt auf das KI-Modell "Noetra", welches von Unternehmen wie SoftBank und Sony entwickelt wird, berichtet "TechRadar".
Studie prognostiziert Verdopplung der Demenzfälle in Schleswig-Holstein bis 2060
Studie: Demenzfälle in Schleswig-Holstein könnten sich bis 2060 verdoppeln. Präventive Maßnahmen könnten jedoch fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern.
Studie: Demenzfälle in Schleswig-Holstein könnten sich bis 2060 verdoppeln. Präventive Maßnahmen könnten jedoch fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern.
Laut einer AOK-Studie, die in Zusammenarbeit mit Universitäten aus Köln, Trier und Rostock entstand, könnten sich die Demenzfälle bis 2060 in Schleswig-Holstein nahezu verdoppeln. Derzeit gibt es etwa 44.834 Demenzkranke in der Region, was sich auf bis zu 80.504 erhöhen könnte. Dr. Max Nedelmann, Neurologe am Klinikum Pinneberg, führt dies auf den demographischen Wandel zurück. Die Studie zeigt ein Stadt-Land-Gefälle, wobei ländliche Regionen stärker betroffen sind. Prävention, so Nedelmann, könnte fast die Hälfte der Neuerkrankungen verhindern, berichtet "www.ndr.de".
Bundesarbeitsgericht: Kündigung ohne bEM bei Langzeitkranken unzulässig
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine Kündigung von wiederholt langzeitkranken Arbeitnehmern ohne ein zuvor angebotene betriebliche Eingliederungsmanagement (bEM) nicht zulässig ist. Selbst wenn ein Arbeitnehmer ein solches Eingliederungsmanagement in der Vergangenheit abgelehnt hat, muss der Arbeitgeber bei erneuter längerer Krankheitsdauer diesen Prozess weiterhin regelmäßig anbieten. Ein Einwurfeinschreiben reicht als Beweis für das Zugangsangebot des bEM nicht aus. Im vorliegenden Fall, der einen Arbeitnehmer aus Hamburg betraf, wurde die Kündigung als sozial ungerechtfertigt und somit unwirksam erklärt, da der Arbeitgeber das bEM nicht ordnungsgemäß angeregt hatte. Die Richter des Bundesarbeitsgerichts betonten, dass ein vollständiges und bewiesenes bEM-Verfahren eine Voraussetzung für eine rechtmäßige Kündigung in solchen Fällen darstellt. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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