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Pflegepolitik und Recht
29.06.2026
Pflegeversicherung und ePA: Experten diskutieren auf Hauptstadtkongress
Auf dem Hauptstadtkongress erörterten Experten innovative Ansätze für Pflegeversicherung und ePA und diskutierten deren Integration in Pflegeeinrichtungen.
Auf dem Hauptstadtkongress erörterten Experten innovative Ansätze für Pflegeversicherung und ePA und diskutierten deren Integration in Pflegeeinrichtungen.
Auf dem Hauptstadtkongress diskutierten Experten in einer Live-Session die dringenden Herausforderungen im Bereich der Pflegeversicherung und der elektronischen Patientenakte (ePA). Im Rahmen eines „Speed-Datings“ wurden kurze und prägnante Perspektiven zu diesen Themen vorgestellt. Der Fokus lag auf der Frage, ob die ePA im Versorgungsalltag der Pflegeeinrichtungen angekommen ist. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, in einem kompakten Format verschiedene Sichtweisen kennenzulernen und aktuelle Reformationsbedarfe in der Pflege zu erörtern. Die Quelle dieser Meldung ist die "Ärzte Zeitung".
Hauptstadtkongress: Diskussion um AMNOG 2.0 und Beitragssatzgesetz
Auf dem Hauptstadtkongress standen die Diskussionen um AMNOG 2.0 und das Beitragssatzgesetz im Fokus, während Experten potenzielle Reformen debattierten.
Auf dem Hauptstadtkongress standen die Diskussionen um AMNOG 2.0 und das Beitragssatzgesetz im Fokus, während Experten potenzielle Reformen debattierten.
Beim diesjährigen Hauptstadtkongress diskutierten Experten über eine mögliche Anpassung in der frühen Nutzenbewertung, die im Rahmen des „AMNOG 2.0“ erfolgen könnte. Die Diskussion fokussierte sich auf die potenziellen Änderungen und die Auswirkungen auf die Präzisionsmedizin. In einer weiteren Debatte berichtete Gesundheitsministerin Nina Warken über das umstrittene Beitragssatzstabilisierungsgesetz, welches weiterhin Kritik auf sich zieht. Besonders Pharmahersteller stehen in Bezug auf einen möglichen Umbau des dynamischen Herstellerrabatts im Fokus. Solche Themen wurden im detaillierten Rahmen des Kongresses behandelt, berichtet die Ärztezeitung.
Baden-Württemberg: Impfhonorar für Ärzte steigt um 8 Prozent
Baden-Württemberg erhöht das Impfhonorar für Ärzte um 8 %, vereinfacht die Abrechnung und bietet finanzielle Entlastung für medizinische Fachkräfte.
Baden-Württemberg erhöht das Impfhonorar für Ärzte um 8 %, vereinfacht die Abrechnung und bietet finanzielle Entlastung für medizinische Fachkräfte.
In Baden-Württemberg wird zum Monatswechsel das Impfhonorar für Ärzte um 8,0 Prozent angehoben. Diese Anpassung betrifft alle Kassenarten und soll die Abrechnung vereinfachen, indem sie künftig nur noch auf drei Honorarpositionen basiert. Dies berichtet die Ärzte Zeitung. Die Maßnahme zielt darauf ab, den medizinischen Fachkräften in der Region finanzielle Entlastung zu verschaffen und grundlegende bürokratische Abläufe zu optimieren. Zugriff auf die vollständige Berichterstattung erhalten medizinische Fachkräfte, nachdem sie sich auf der Webseite der Ärzte Zeitung registriert haben, wie die Quelle weiter ausführt.
BAG: Kündigungsschutz in gestaffelter Elternzeit bleibt bestehen
Das BAG bestätigt den Kündigungsschutz in gestaffelter Elternzeit und erklärt eine fristlose Kündigung mangels behördlicher Zustimmung für unwirksam.
Das BAG bestätigt den Kündigungsschutz in gestaffelter Elternzeit und erklärt eine fristlose Kündigung mangels behördlicher Zustimmung für unwirksam.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass der besondere Kündigungsschutz während der Elternzeit auch für mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte gilt. In einem kürzlich verhandelten Fall erhielt ein Arbeitnehmer weniger als acht Wochen vor Beginn seines zweiten Elternzeitabschnitts eine Kündigung. Da der Arbeitgeber keine behördliche Zulässigkeitserklärung eingeholt hatte, erklärte das BAG die Kündigung für unwirksam (Aktenzeichen 2 AZR 213/25). Der Kündigungsschutz tritt ab dem Zeitpunkt des Elternzeitverlangens in Kraft und gilt auch dann, wenn die Elternzeit in mehreren Phasen genommen wird, unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis länger besteht. Diese Entscheidung des BAG betont die Wichtigkeit einer sorgfältigen Elternzeitplanung und könnte weitreichende Folgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Prähabilitationsprogramme reduzieren Komplikationen nach OPs deutlich
Prähabilitationsprogramme vor OPs senken Komplikationen und verkürzen Klinikaufenthalte, wie eine aktuelle Metaanalyse eindrucksvoll bestätigt.
Prähabilitationsprogramme vor OPs senken Komplikationen und verkürzen Klinikaufenthalte, wie eine aktuelle Metaanalyse eindrucksvoll bestätigt.
Gezielte Bewegungs- und Ernährungsprogramme, die vor geplanten Operationen durchgeführt werden, können postoperative Komplikationen verringern und die Dauer von Krankenhausaufenthalten verkürzen. Diese Erkenntnisse gehen aus einer Metaanalyse hervor, die die positiven Effekte solcher Prähabilitationsprogramme auf chirurgische Patientinnen und Patienten untermauert. Indem präventive Maßnahmen vor der Operation ergriffen werden, lassen sich sowohl die Komplikationsrate als auch die Genesungszeit deutlich verbessern. Weitere Details zu dieser Studie und den umfassenden Ergebnissen sind der Ärzte Zeitung zu entnehmen.
Pflegebranche: Digitalisierung als strategische Notwendigkeit bis 2025
Die Digitalisierung ist bis 2025 für die Pflegebranche unerlässlich, um Fachkräftemangel zu begegnen und Prozesse effizienter zu gestalten, so myneva.
Die Digitalisierung ist bis 2025 für die Pflegebranche unerlässlich, um Fachkräftemangel zu begegnen und Prozesse effizienter zu gestalten, so myneva.
Laut einer Studie von myneva zu Pflege & Soziales 2025 sind nur knapp 20 Prozent der Fachkräfte in der Pflege in vollständig digitalen, mobilen Umgebungen tätig, während fast die Hälfte zumindest teilweise digital arbeitet. Digitalisierung stellt sich dabei nicht als reine technische Angelegenheit dar, sondern als zentrale strategische Notwendigkeit für die Branche. Sascha Platen von myneva betont, dass Digitalisierung nicht nur Kosten erzeugt, sondern Zeit gewinnt und Prozesse optimiert, was vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels entscheidend ist (Quelle: www.carevor9.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
28.06.2026
Mindestlohn in der Altenpflege steigt – Kritik von ver.di bleibt bestehen
Der Mindestlohn in der Altenpflege steigt ab Juli, doch ver.di kritisiert die Erhöhung als unzureichend und fordert eine Angleichung an den öffentlichen Dienst.
Der Mindestlohn in der Altenpflege steigt ab Juli, doch ver.di kritisiert die Erhöhung als unzureichend und fordert eine Angleichung an den öffentlichen Dienst.
Zum 1. Juli steigen die Mindestlöhne in der Altenpflege in Deutschland, wie www.fr.de berichtet. Pflegehilfskräfte erhalten nun mindestens 16,52 Euro pro Stunde, qualifizierte Hilfskräfte 17,80 Euro und ausgebildete Pflegefachkräfte 21,03 Euro. Obwohl rund 1,3 Millionen Beschäftigte davon profitieren, kritisiert die Gewerkschaft ver.di die Erhöhungen als unzureichend. Es fehle an einer Angleichung an die Gehälter im öffentlichen Dienst. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betonte hingegen die Notwendigkeit guter Bezahlung für die Pflegeberufsattraktivität.
Hohe Baukosten für Pflegeheim in Köln: Kritik an strengen Vorschriften
Hohe Baukosten und strenge Vorschriften in Kölns neuem Pflegeheim "Haus Sechs" belasten Bewohner, während Kritik an übermäßiger Bürokratie laut wird.
Hohe Baukosten und strenge Vorschriften in Kölns neuem Pflegeheim "Haus Sechs" belasten Bewohner, während Kritik an übermäßiger Bürokratie laut wird.
In Köln entsteht auf dem Campus der Diakonie Michaelshoven das "Haus Sechs", ein Pflegeheim für 120 Senioren. Die Errichtung eines Pflegeheims in Deutschland kann aufgrund komplexer Bauvorschriften und Regularien erhebliche Kosten verursachen. Ein Platz in diesem Heim könnte bis zu 9000 Euro monatlich kosten, was die hohen Baukosten und strenge Vorschriften widerspiegelt. Die F.A.Z. berichtet, dass viele dieser Regelungen die Gesamtkosten erheblich in die Höhe treiben und oft nicht direkt den Bewohnern zugutekommen. Uwe Ufer, kaufmännischer Vorstand der Diakonie, kritisiert die Regeln, die zusätzliche Baukosten ohne klaren Nutzen verursachen. Trotz der hohen Ausgaben wird das Konzept der sozialen Durchmischung verfolgt, sodass auch weniger vermögende Menschen hier leben können. Die Diakonie hofft auf Reformen, um die Pflegekosten zu reduzieren und trotz strenger Regulierung würde man anstreben, die Kosten um bis zu 50 Prozent zu verringern, um den Betrieb langfristig finanzierbar zu machen. Übermäßige Bürokratie wird als Kostenfaktor benannt. Quelle: F.A.Z.
Das LSG NRW entschied: Sozialhilfeträger müssen Rentenbeiträge für Pflegepersonen zahlen, sofern keine Altersvorsorge besteht, um häusliche Pflege zu stärken.
Das LSG NRW entschied: Sozialhilfeträger müssen Rentenbeiträge für Pflegepersonen zahlen, sofern keine Altersvorsorge besteht, um häusliche Pflege zu stärken.
Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass Sozialhilfeträger die Rentenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen übernehmen müssen, die im Rahmen der Hilfe zur Pflege tätig sind. Dies gilt jedoch nur, wenn die Pflegeperson keine eigene Altersvorsorge aufgebaut hat, so berichtet www.buerger-geld.org. Ziel des Urteils ist es, die häusliche Pflege zu fördern und die pflegenden Angehörigen vor Altersarmut zu schützen. Sozialhilfeträger müssen in jedem Einzelfall prüfen, ob eine ausreichende anderweitige Altersvorsorge der Pflegeperson besteht.
CSU will kapitalgedeckte Pflegeversicherung nach schwedischem Modell
CSU fordert kapitalgedeckte Pflegeversicherung nach schwedischem Modell zur Vermeidung höherer Beiträge oder Leistungskürzungen.
CSU fordert kapitalgedeckte Pflegeversicherung nach schwedischem Modell zur Vermeidung höherer Beiträge oder Leistungskürzungen.
CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek fordert eine kapitalgedeckte Säule in der Pflegeversicherung nach schwedischem Vorbild. Er sieht die Notwendigkeit, die Empfehlungen der Rentenkommission auf den Pflegebereich zu übertragen, um höhere Beiträge oder Leistungskürzungen zu vermeiden. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, unterstützt diese Idee und schlägt Fondsanteile vor, um Finanzlücken zu schließen. Beide verweisen auf Schweden als Modell, um die umlagefinanzierte Pflegeversicherung zu ergänzen und die finanzielle Zukunft zu sichern. (Quelle: www.altenheim.net)
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