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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
03.06.2026
„Bundesweite Empfehlungen: Mehr Schutz vor Gewalt in Pflegeheimen“
Neue bundesweite Empfehlungen stärken den Gewaltschutz in Pflegeheimen durch praxisnahe Standards und Konzepte. Experten betonen die Bedeutung dieser Maßnahmen.
Neue bundesweite Empfehlungen stärken den Gewaltschutz in Pflegeheimen durch praxisnahe Standards und Konzepte. Experten betonen die Bedeutung dieser Maßnahmen.
Der Qualitätsausschuss Pflege hat neue, bundeseinheitliche Empfehlungen zum Gewaltschutz in Pflegeeinrichtungen veröffentlicht. Diese sollen bestehende Standards sinnvoll ergänzen und zeichnen sich durch Praxisbeispiele von Einrichtungen wie AWO Trialog Weser-Ems und K&S Gruppe aus. Das ZQP stellte zusätzlich einen Praxisleitfaden zur Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten vor. Dr. Martin Schölkopf vom Bundesgesundheitsministerium betonte die nützliche Erweiterung der Angebote. Die Techniker Krankenkasse präsentierte das „PEKo“-Programm zur Gewaltprävention in der stationären Langzeitpflege (Quelle: www.altenpflege-online.net).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.06.2026
Brandenburg plant vereinheitlichte Pflegefachassistenz-Ausbildung bis 2027
Brandenburg vereinheitlicht bis 2027 die Pflegefachassistenz-Ausbildung, um Altenpflegehilfe und Gesundheits- sowie Krankenpflegehilfe zu integrieren.
Brandenburg vereinheitlicht bis 2027 die Pflegefachassistenz-Ausbildung, um Altenpflegehilfe und Gesundheits- sowie Krankenpflegehilfe zu integrieren.
Brandenburg hat eine bedeutende Änderung im Bereich der Pflegeausbildung durchs Kabinett gebilligt, die darauf abzielt, die Ausbildung zur Pflegefachassistenz zu vereinheitlichen. Die vom Sozialminister René Wilke eingebrachte Novelle des Pflegeberufeumsetzungsgesetzes bereitet den Boden für die Integration der bislang getrennten Ausbildungswege in der Altenpflegehilfe sowie der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe. Geplant ist, diese umfassende Ausbildung im Oktober 2027 an den Pflegeschulen des Landes zu starten. (Quelle: masgz.brandenburg.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.06.2026
Experten warnen: GKV-Sparpaket gefährdet Schmerztherapie in Deutschland
Experten kritisieren, dass das GKV-Sparpaket die Schmerztherapie gefährdet und fordern, dass Patientenversorgung nicht unter Sparmaßnahmen leidet.
Experten kritisieren, dass das GKV-Sparpaket die Schmerztherapie gefährdet und fordern, dass Patientenversorgung nicht unter Sparmaßnahmen leidet.
Schmerzmediziner äußern Besorgnis über die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform auf die Schmerzversorgung in Deutschland. Die Deutsche Schmerzgesellschaft kritisiert, dass der Sparkurs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die notwendige interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie gefährden könne. Professor Frank Petzke, Präsident der Gesellschaft, betonte auf einer Pressekonferenz, dass die Stabilität der Beitragssätze nicht auf Kosten von Millionen Schmerzpatienten gewährleistet werden dürfe. Der Sparkurs wurde bereits im Krankenhausreformgesetz mit fehlender Anerkennung für die Schmerztherapie kritisiert und wird nun weiter durch das GKV-Sparpaket verstärkt. Viele Standorte sind gefährdet, was die Zugänglichkeit von Therapien verringert. Zudem werden künftig Tarifsteigerungen im Krankenhaus nur teilweise refinanziert, was laut Vera Lux vom DBfK zu weiterem Personalabbau führen könnte, der wiederum die Qualität der Pflege und Schmerzversorgung beeinflusst. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegeversicherung: Reformpläne werfen Fragen zur Leistungszugänglichkeit auf
Reformpläne der Pflegeversicherung könnten Leistungszugänglichkeit beeinflussen - Alarm bei Betroffenen wegen möglicher Anpassungen der Pflegegrade.
Reformpläne der Pflegeversicherung könnten Leistungszugänglichkeit beeinflussen - Alarm bei Betroffenen wegen möglicher Anpassungen der Pflegegrade.
In Deutschland steht die gesetzliche Pflegeversicherung unter erheblichem Druck, da die Zahl der Pflegebedürftigen stetig steigt, viele von ihnen zu Hause betreut werden und die Finanzierung zunehmend problematisch wird. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" diskutiert deshalb mögliche Reformen, die Betroffene alarmieren könnten. Es geht um Anpassungen der Schwellenwerte für die Anerkennung höherer Pflegegrade und um eine intensivere präventive Begleitung zu Beginn eines Pflegegeldbezugs. Diese Veränderungen könnten die Zugänglichkeit von Leistungen und deren Umfang beeinflussen (Quelle: www.gegen-hartz.de).
Zahnvorsorge in Pflegeheimen oft unzureichend, warnt Barmer-Analyse
Die Barmer warnt: Nur ein Viertel der Pflegeheimbewohner erhält ausreichende zahnärztliche Vorsorge. Mangelnde Kooperation mit Zahnärzten verschärft das Problem.
Die Barmer warnt: Nur ein Viertel der Pflegeheimbewohner erhält ausreichende zahnärztliche Vorsorge. Mangelnde Kooperation mit Zahnärzten verschärft das Problem.
Pflegebedürftige Menschen erhalten laut einer Analyse der Barmer Krankenkasse oft nicht die nötige zahnärztliche Vorsorge. Obwohl Zahnärzte seit der Einführung neuer Gebührennummern vor acht Jahren diese Leistungen gesondert abrechnen können, profitiert nur ein geringer Teil der Betroffenen davon. 2024 wurden nur bei rund einem Viertel der Barmer-versicherten Bewohner von Pflegeheimen Mundgesundheitspläne erstellt. Besonders in Einrichtungen ohne Kooperationsvertrag mit Zahnärzten sind die Defizite groß: Hier entfielen nur zwei Prozent der Vorsorgeuntersuchungen. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, betonte die Notwendigkeit vor Ort-Untersuchungen, um Versorgungslücken zu schließen. Ebenso fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz, vertreten durch Eugen Brysch, eine Versorgungspflicht von Zahnärzten für Pflegebedürftige. Laut SPIEGEL weisen zudem große regionale Unterschiede auf weitere Versorgungsungerechtigkeit hin. Besonders der Besuch einer Zahnarztpraxis ist für stationär Pflegebedürftige schwierig.
Erpresser stehlen Patienten- und Praxisdaten in Niedersachsen
Ein Datenleck bei Abrechnungsdienstleistern in Niedersachsen bedroht Patientendaten. Kassenärztliche Vereinigung mahnt Praxen zu erhöhter Sicherheitsvorsicht.
Ein Datenleck bei Abrechnungsdienstleistern in Niedersachsen bedroht Patientendaten. Kassenärztliche Vereinigung mahnt Praxen zu erhöhter Sicherheitsvorsicht.
Eine Erpressergruppe hat bei zwei Abrechnungsdienstleistern in Niedersachsen sowohl Patienten- als auch Praxisdaten abgegriffen. Betroffen ist ein Verein, der von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und den Kassen getragen wird. Angesichts der Situation raten die KV Niedersachsen und das zuständige Ministerium zur Vorsicht. Praxen wurden dazu angehalten, Sicherheitstipps zu beherzigen, um ähnliche Zwischenfälle zu verhindern. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind besonders relevant, um den Schutz sensibler Daten im Gesundheitswesen sicherzustellen. Der Artikel stammt von der „Ärztezeitung“ (aerztezeitung.de).
Streit um Reform der Pflegeversicherung: Erhöhung für Kinderlose gefordert
Streit um Pflege: Experte Werding fordert höhere Beiträge für Kinderlose, Gewerkschaften dagegen. Dringende SPV-Reform nötig, Defizit droht.
Streit um Pflege: Experte Werding fordert höhere Beiträge für Kinderlose, Gewerkschaften dagegen. Dringende SPV-Reform nötig, Defizit droht.
Die Debatte über die finanzielle Zukunft der sozialen Pflegeversicherung (SPV) wird intensiver. Wirtschaftsexperte Martin Werding sprach sich laut der Katholischen Nachrichten-Agentur für eine Erhöhung der Beitragszuschläge für Kinderlose aus, da Eltern durch die Erziehung ihrer Kinder erheblich zur Finanzierung des Systems beitragen. Dies stieß auf Kritik von Gewerkschaften, die dies als ungerecht empfinden. Eine Reform der SPV ist dringend notwendig, da das Defizit ohne Änderungen in den nächsten Jahren auf 22 Milliarden Euro anwachsen könnte. Die Sozialreform ist somit unerlässlich (Quelle: www.aok.de).
Bund bremst: Keine einheitliche Mindestpersonalausstattung in Pflegeheimen
Die Bundesregierung stoppt Pläne für eine einheitliche Mindestpersonalausstattung in Pflegeheimen, da der Arbeitsmarkt zu wenig Fachkräfte bietet.
Die Bundesregierung stoppt Pläne für eine einheitliche Mindestpersonalausstattung in Pflegeheimen, da der Arbeitsmarkt zu wenig Fachkräfte bietet.
Die Bundesregierung zieht beim Personalbemessungsverfahren in Pflegeheimen die Bremse an, berichtet 'Care vor9'. Vorerst sollen die Personalanhaltswerte nicht weiter steigen, und eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung ist nicht geplant. Das Bundesgesundheitsministerium begründet diese Entscheidung damit, dass der Arbeitsmarkt nicht genügend Fach- und Assistenzkräfte bereitstellt. Eine neue Pflegefachassistenzausbildung, die 2027 startet, soll den Fachkräftemangel lindern. Bis dahin bleiben die Mindestvorgaben auf Landesebene bestehen.
Pflegende Angehörige: Umgang mit Scham und soziale Isolation vermeiden
Der offene Umgang mit Scham kann pflegenden Angehörigen helfen, soziale Isolation zu vermeiden, empfiehlt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).
Der offene Umgang mit Scham kann pflegenden Angehörigen helfen, soziale Isolation zu vermeiden, empfiehlt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).
Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung müssen pflegende Angehörige oft mit intimen Situationen umgehen, die Schamgefühle auslösen können. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) betont die Bedeutung von offenem und sensiblen Umgang, um soziale Isolation zu verhindern. Scham entsteht, wenn Betroffene sich abhängig und nicht selbstbestimmt fühlen. Der Austausch über Scham kann gegenseitiges Verständnis fördern. Professionelle Beratung und Hilfe von Pflegediensten sind laut ZQP wichtige Maßnahmen, um die Belastungen zu vermeiden.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
01.06.2026
Bericht: Mangel an Pflegepersonal bleibt, Reformen ab 2027 möglich
Ein Bericht der Regierung zeigt: Pflegepersonalmangel bleibt akut, Reformen und neue Ausbildungsangebote frühestens ab 2027 möglich.
Ein Bericht der Regierung zeigt: Pflegepersonalmangel bleibt akut, Reformen und neue Ausbildungsangebote frühestens ab 2027 möglich.
Ein neuer Bericht der Bundesregierung beleuchtet die Herausforderungen in der vollstationären Langzeitpflege hinsichtlich der Personalbemessung. Demnach sieht das Sozialgesetzbuch XI regelmäßige Überprüfungen zur Personalausstattung durch das Bundesgesundheitsministerium vor, jedoch fehlen momentan die Arbeitsmarktressourcen für eine Anhebung der Personalanhaltswerte sowie eine bundeseinheitliche Regelung. Der Mangel an Pflegefachkräften bleibt angespannt. Perspektivisch könnten neue Ausbildungsangebote ab 2027 die Engpässe lindern. (Quelle: www.bundestag.de)
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