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Pflegepolitik und Recht
28.05.2026
Sachverständigenräte warnen vor steigenden Kosten im Pflegesektor
Sachverständigenräte warnen: Ohne Reformen drohen massive Kostensteigerungen im Pflegesektor, die Beiträge und Arbeitskosten belasten könnten.
Sachverständigenräte warnen: Ohne Reformen drohen massive Kostensteigerungen im Pflegesektor, die Beiträge und Arbeitskosten belasten könnten.
Die Sachverständigenräte der Wirtschaft warnen vor drastisch steigenden Kosten im Gesundheits- und Pflegesektor, sollte es keine umfassenden Reformen geben, berichtet die dpa laut www.zeit.de. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Rates, betonte den dringenden Handlungsbedarf. Ohne Reformen könnten steigende Beiträge die Nettolöhne senken und die Arbeitskosten erhöhen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat bereits Maßnahmen angekündigt, um finanzielle Belastungen zu reduzieren und erwartet ein Defizit der Krankenkassen 2027 auszugleichen.
Union will Eigenheim in Pflege-Eigenbeteiligung einbeziehen
Union fordert: Eigenheim soll bei Pflege-Eigenbeteiligung berücksichtigt werden, um Erbenschutz auf Kosten der Allgemeinheit zu vermeiden, so Unionsfraktionsvize Stegemann.
Union fordert: Eigenheim soll bei Pflege-Eigenbeteiligung berücksichtigt werden, um Erbenschutz auf Kosten der Allgemeinheit zu vermeiden, so Unionsfraktionsvize Stegemann.
In der Diskussion um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung plädiert Unionsfraktionsvize Albert Stegemann dafür, auch das Eigenheim bei der Eigenbeteiligung der Betroffenen zu berücksichtigen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sagte Stegemann, ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit sei nicht akzeptabel. Vermögen, einschließlich Immobilieneigentum, müsse zuerst eingesetzt werden, bevor die Gemeinschaft einspringt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken rechnet mit einem Defizit von 22,5 Milliarden Euro in den kommenden Jahren und plant eine große Pflegereform. (Quelle: FAZ)
Medizinbetrieb im Fokus: Machtmissbrauch und Belästigung weit verbreitet
Machtmissbrauch und Belästigung sind häufige Probleme im Medizinbetrieb. Kliniken müssen nun handeln und Betroffene gezielt unterstützen.
Machtmissbrauch und Belästigung sind häufige Probleme im Medizinbetrieb. Kliniken müssen nun handeln und Betroffene gezielt unterstützen.
Aktuelle Studien und Umfragen verdeutlichen, dass Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im Medizinbetrieb weit verbreitet sind. Kliniken, Fakultäten und Verbände stehen in der Pflicht, ein professionelles Meldewesen zu etablieren und Betroffene besser zu unterstützen. Trotz wortgewaltiger Empörung genügt es nicht, lediglich darüber zu diskutieren; konkrete Maßnahmen sind gefragt. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Reformen im Gesundheitswesen unerlässlich: Experten warnen vor einem Anstieg des Sozialversicherungsbeitrags auf 45,4% bis 2030.
Reformen im Gesundheitswesen unerlässlich: Experten warnen vor einem Anstieg des Sozialversicherungsbeitrags auf 45,4% bis 2030.
Die Wirtschaftsweisen drängen auf umfassende Reformen im Gesundheits- und Pflegesektor. Unterbleiben notwendige Maßnahmen, könnte der Beitragssatz der Sozialversicherungen bis 2030 auf 45,4 Prozent steigen, warnen die Experten laut ihres aktuellen Frühjahrsgutachtens. Eine solche Entwicklung würde nach Ansicht von Martin Werding vom Sachverständigenrat die Wirtschaft und Beschäftigung negativ beeinflussen. Die Vorsitzende Monika Schnitzer ist jedoch optimistisch, dass die Regierung reagieren wird. Der Rat sieht die Gesetzliche Krankenversicherung als das größte Problem, da das System ineffizient sei. Im Bereich der sozialen Pflegeversicherung wird eine starke Zunahme der Pflegebedürftigen erwartet, weshalb Reformen dringend notwendig seien. Der Rat fordert unter anderem, den Pflegebedürftigkeitsbegriff zu überprüfen und Leistungen restriktiver zu gestalten. Die Einbeziehung von Beamten in die GKV wird als unwesentlich erachtet. Quelle: ÄrzteZeitung, 27. Mai 2026.
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt: Neue Regeln
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt - neue Regeln könnten Landwirtschaft und Versicherungssysteme verändern.
Parkinson durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt - neue Regeln könnten Landwirtschaft und Versicherungssysteme verändern.
Parkinson, ausgelöst durch häufig selbst angewendete Pestizide, wird künftig als Berufskrankheit anerkannt. Das Bundesarbeitsministerium hat diese Entscheidung basierend auf Empfehlungen eines Ärzteausschusses getroffen. Studien zeigten, dass bestimmte Chemikalien die chronische neurologische Erkrankung verursachen könnten, was die Nervenkrankheit in die offizielle Liste der Berufskrankheiten aufnimmt. Die Bundesregierung hat bereits zusätzliche Mittel zur Beitragssenkung in der Unfallversicherung bereitgestellt, um gestiegene Behandlungskosten auszugleichen. Die Arbeitgebervereinigung BDA und der Deutsche Bauernverband äußerten Bedenken hinsichtlich der wissenschaftlichen Grundlage und der finanziellen Folgen. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf betroffene Arbeitnehmer und die Landwirtschaftsbranche haben, berichtet die Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.05.2026
Teilzeitboom in Deutschland: Immer mehr arbeiten in reduzierten Stunden
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Teilzeitmodelle boomen: 31,9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2022 in Teilzeit – ein Trend, der besonders Frauen und junge Familien betrifft.
Am deutschen Arbeitsmarkt setzen sich Teilzeitmodelle immer mehr durch. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im vergangenen Jahr so viele Menschen mit reduzierter Stundenzahl wie nie zuvor. Der Teilzeitanteil lag bei 31,9 Prozent aller Beschäftigten, die im Schnitt 21,3 Wochenstunden leisteten – etwas mehr als im letzten Jahr und merklich mehr als 2015. Die Gewerkschafts-Expertin Yvonne Lott begrüßt diese Entwicklung als Schritt zu längeren Teilzeitmodellen, die mehr Erwerbsbeteiligung ermöglichen. Ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zieht ähnliche Schlüsse und zeigt zudem eine höhere Teilzeitquote bei Frauen im Vergleich zu Männern. Vor allem in jungen Familien sind die Unterschiede signifikant. Dennoch diskutiert die CDU kontrovers, ob ein Rechtsanspruch auf "Lifestyle-Teilzeit" bestehen soll. Lott betont, dass es sich um selbstbestimmtes Arbeiten handelt, das stabilere Kinderbetreuungsangebote erfordert. Auch im Alter zieht die Teilzeitarbeit merklich an. (Quelle: FAZ.net)
Pflegeversicherung vor Milliarden-Defizit: Dringende Reformen nötig, um Finanzlücke von über 22 Milliarden Euro zu schließen, Beitragserhöhungen geplant.
Pflegeversicherung vor Milliarden-Defizit: Dringende Reformen nötig, um Finanzlücke von über 22 Milliarden Euro zu schließen, Beitragserhöhungen geplant.
Angesichts eines drohenden Milliarden-Defizits steht die Pflegeversicherung in Deutschland unter erheblichem Reformdruck, berichtet BibliomedPflege. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechnet mit einem Defizit von über 22 Milliarden Euro in den kommenden Jahren, falls keine Reformen greifen. Beitragserhöhungen werden erwogen, vor allem für Kinderlose. Kritik gibt es an den Maßnahmen von Gesundheitspolitikern, Verbänden und Experten. Das Pflegebündnis Mittelbaden fordert eine grundlegende Strukturreform, da die Pflegeversicherung überlastet ist.
Experten fordern drastische Kürzungen bei Pflegezuschüssen im Heim
Experten fordern Kürzungen bei Pflegezuschüssen für Heimbewohner, um steigende Kosten einzudämmen, was erhebliche Folgen für Pflegeeinrichtungen haben könnte.
Experten fordern Kürzungen bei Pflegezuschüssen für Heimbewohner, um steigende Kosten einzudämmen, was erhebliche Folgen für Pflegeeinrichtungen haben könnte.
Regierungsberater haben der Bundesregierung nahegelegt, die staatlichen Zuschüsse für Pflegeheimbewohner deutlich zu kürzen, dies berichtet DER SPIEGEL. Aufgrund der stark gestiegenen Pflegekosten im Heim sollen die Unterstützungen später ausgezahlt werden, was den Wirtschaftsweisen jedoch nicht weit genug geht. Laut Benjamin Bidder empfiehlt das Beratergremium, härtere Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten für die Pflege nachhaltig zu senken. Solche Kürzungen könnten erhebliche Auswirkungen auf Pflegeeinrichtungen und deren Bewohner haben.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.05.2026
MD Bund passt Qualitätsrichtlinie: Änderungen bei EKG und Fachärzten an
MD Bund aktualisiert Richtlinie: EKG-Geräte entfallen größtenteils, Änderungen bei Fachärzten. Anpassung an das KHAG. Wichtige Neuerungen für Kliniken.
MD Bund aktualisiert Richtlinie: EKG-Geräte entfallen größtenteils, Änderungen bei Fachärzten. Anpassung an das KHAG. Wichtige Neuerungen für Kliniken.
Der Medizinische Dienst Bund (MD Bund) hat die dritte Version der Richtlinie zur Prüfung von Qualitätskriterien veröffentlicht. Diese sogenannte LOPS-Richtlinie wurde an das Krankenhausreform-Anpassungsgesetz (KHAG) angepasst. Die neuen Vorgaben betreffen sowohl die Qualitätskriterien selbst als auch den Prüfprozess für Leistungsgruppen und Strukturprüfungen. Eine wesentliche Änderung betrifft das Vorhandensein von EKG-Geräten, die nun aus der sachlichen Ausstattung der meisten Leistungsgruppen entfernt wurden, mit Ausnahme der Herzchirurgie. In der Herzklappenintervention ist nun zusätzlich zu drei Fachärzten für Herzchirurgie auch das Vorhandensein von Kardiologen erforderlich. Zudem müssen die Pflegepersonaluntergrenzen nun in allen Leistungsgruppen eingehalten werden. Das Gesetz hat auch die Möglichkeiten zur Anrechnung von Fachärztinnen und -ärzten verändert. Hier wurde die starre Begrenzung in den Gruppen Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie aufgehoben. Die Regelungen wurden dahingehend verändert, dass ein Facharzt nun in drei Leistungsgruppen anrechenbar ist. Dies teilte die AOK auf ihrer Webseite mit.
Pflegereform vor Durchbruch: Hohe Defizite erfordern rasche Einigung
Die Pflegereform könnte bald einen Durchbruch erleben, um dramatische Finanzdefizite zu beheben. Ein Stabilisierungsgesetz steht kurz vor dem Koalitionskompromiss.
Die Pflegereform könnte bald einen Durchbruch erleben, um dramatische Finanzdefizite zu beheben. Ein Stabilisierungsgesetz steht kurz vor dem Koalitionskompromiss.
Die Pflegefinanzen entwickeln sich immer dramatischer, doch zumindest das geplante Stabilisierungsgesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kommt voran. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" könnte es in den kommenden Tagen zwischen Union und SPD zu einem Durchbruch kommen, um den Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz in die Ressortabstimmung zu bringen. Die Behandlung im Bundestag vor der Sommerpause wurde jedoch als illusorisch bezeichnet. Die Zeit drängt, da das Bundesamt für Soziale Sicherung mit einem Defizit in der sozialen Pflegeversicherung von bis zu 4,5 Milliarden Euro rechnet. Erste Kassen könnten schon im Juni in Liquiditätsprobleme geraten, so die F.A.Z. Die Pflegeversicherung stehe unter großem Druck, da immer mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft werden. DAK-Chef Andreas Storm warnt vor möglichen Beitragssteigerungen, um die Defizite zu decken. Die politische Einigung scheint jedoch derzeit schwierig, da sich Union und SPD weiterhin verhakt haben. (Quelle: F.A.Z.)
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