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Pflegepolitik und Recht
12.05.2026
Haftung bei Pflege-Azubis: Keine Schonung trotz mangelnder Erfahrung
Pflege-Azubis haften bei Fehlern wie reguläre Mitarbeiter, sofern sie Sorgfaltspflichten verletzen. Einrichtungen sind für ausreichende Aufsicht mitverantwortlich.
Pflege-Azubis haften bei Fehlern wie reguläre Mitarbeiter, sofern sie Sorgfaltspflichten verletzen. Einrichtungen sind für ausreichende Aufsicht mitverantwortlich.
Die Haftungsfrage bei Fehlern von Pflege-Azubis wird nach einem Bericht von 'Care vor9' ähnlich wie bei normalen Beschäftigten gehandhabt. Fehlende Berufserfahrung schützt Azubis nicht, wenn sie erwartete Sorgfaltspflichten verletzen. Pflegeeinrichtungen tragen dabei ebenfalls Verantwortung, indem Praxisanleiter die Azubis beaufsichtigen und bei Bedarf eingreifen müssen. Mangelnde Anleitung oder Dokumentation kann als Organisationsverschulden gelten. Entscheidend sind der Ausbildungsstand, die Aufgabenstellung sowie der Grad des Verschuldens der Auszubildenden.
Pflegeverband fordert erweiterte Befugnisse und mehr Verantwortung
Pflegeverband Südwest: Mehr Verantwortung und Befugnisse für Pflegekräfte gefordert, um Effizienz zu steigern und bürokratische Hürden zu überwinden.
Pflegeverband Südwest: Mehr Verantwortung und Befugnisse für Pflegekräfte gefordert, um Effizienz zu steigern und bürokratische Hürden zu überwinden.
Christina Nestler, Vorstandsmitglied des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Südwest, hob im Gespräch mit SWR Aktuell die Herausforderungen in der Pflege hervor und forderte mehr Befugnisse für Pflegekräfte. Trotz Personalmangel und bürokratischen Hürden beschreibt sie die Arbeit in der Pflege als "wunderbar". Um Verbesserungen zu erzielen, müssten laut Nestler Pflegende beispielsweise mehr Verantwortung bei der Wundversorgung und bei der Ausstellung von Folgerezepten übernehmen dürfen. Dies könnte die Pflegeeffizienz steigern und Unterbrechungen minimieren, berichtete SWR.de.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Arbeitsagentur fordert 3-Punkte-Strategie gegen Pflege-Fachkräftemangel
Die Arbeitsagentur fordert eine 3-Punkte-Strategie gegen den Pflege-Fachkräftemangel: Beratung, Weiterbildung und gesteuerte Zuwanderung sind entscheidend.
Die Arbeitsagentur fordert eine 3-Punkte-Strategie gegen den Pflege-Fachkräftemangel: Beratung, Weiterbildung und gesteuerte Zuwanderung sind entscheidend.
Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege fordert die Bundesagentur für Arbeit eine dreigleisige Strategie bestehend aus Beratung, Weiterbildung und gesteuerter Zuwanderung. Markus Schmitz, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, betonte am Internationalen Tag der Pflege, dass Zuwanderung essenziell für die Organisation der Pflege sei. Aktuell haben 28,2 Prozent der 256.824 Pflegekräfte in Bayern ausländische Wurzeln. Trotz Qualifikationslücken beabsichtigt die Arbeitsagentur, durch Weiterbildungen den Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu begegnen (www.br.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Sachsen-Anhalt startet Projekt zur Anwerbung internationaler Pflegekräfte
Sachsen-Anhalt startet das Projekt „ProBe“, um internationale Pflegekräfte zu gewinnen und langfristig in der Region zu halten.
Sachsen-Anhalt startet das Projekt „ProBe“, um internationale Pflegekräfte zu gewinnen und langfristig in der Region zu halten.
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Sachsen-Anhalt hat das Projekt „ProBe“ gestartet, um mehr internationale Fachkräfte für die Pflege- und Gesundheitsberufe zu gewinnen. Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne betonte, dass eine verlässliche Kümmererstruktur notwendig sei, um die Fachkräfte langfristig in der Region zu halten. Das Projekt zielt darauf ab, internationale Arbeitskräfte bei ihrer beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen, was auch Pflege- und Gesundheitseinrichtungen entlastet. Bis zum Jahr 2035 werden in Sachsen-Anhalt 24.000 zusätzliche Fachkräfte in der Pflege benötigt. (Quelle: www.sachsen-anhalt.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.05.2026
Pflegekräfte unzufrieden: Hohe Verantwortung, geringe Anerkennung
Eine DBfK-Befragung enthüllt: Pflegekräfte spüren große Verantwortung, aber wenig Anerkennung. Finanzielle Engpässe könnten Personalabbau verschärfen.
Eine DBfK-Befragung enthüllt: Pflegekräfte spüren große Verantwortung, aber wenig Anerkennung. Finanzielle Engpässe könnten Personalabbau verschärfen.
Eine aktuelle DBfK-Befragung verdeutlicht, dass beruflich Pflegende trotz ihrer großen Verantwortung weiterhin mit strukturellen Hindernissen konfrontiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass 83 Prozent der Befragten ihre Arbeit als sinnvoll empfinden, jedoch nur drei Prozent gesellschaftliche Anerkennung verspüren. Vera Lux vom DBfK betont die Wichtigkeit der Einbindung von Pflegefachpersonen in Entscheidungen, besonders angesichts der geplanten Budgetdeckelung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor finanziellen Engpässen, die zu einem Abbau von Pflegepersonal führen könnten (Quelle: kma-online.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.05.2026
Pflege und Beruf: Neue AOK-Studie zeigt hohe Belastung für Erwerbstätige
Eine neue AOK-Studie enthüllt die hohe Belastung für erwerbstätige pflegende Angehörige, wobei viele ihre Arbeitszeit reduzieren müssen.
Eine neue AOK-Studie enthüllt die hohe Belastung für erwerbstätige pflegende Angehörige, wobei viele ihre Arbeitszeit reduzieren müssen.
Der neue WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hebt die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Deutschland hervor. Eine Umfrage unter 1.500 pflegenden Angehörigen zeigt, dass 59 Prozent erwerbstätig sind, wobei viele ihre Arbeitszeit aus Pflegegründen reduzieren. 46,9 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich psychisch und körperlich stark belastet. Die Studie verdeutlicht auch eine Geschlechterungleichheit, da 60,4 Prozent der Pflegenden Frauen sind. Diese Belastungen, so Susann Behrendt von WIdO, erfordern verbesserte Unterstützungsangebote und stärkere Berücksichtigung in der Pflegepolitik (idw-online.de).
Hohe Krankheitsausfälle bei Pflegekräften: Prävention gefordert
Pflegekräfte fehlen 2025 im Schnitt 27,8 Tage wegen Krankheit. Hohe Belastungen machen Prävention zur Priorität, fordert die Techniker Krankenkasse.
Pflegekräfte fehlen 2025 im Schnitt 27,8 Tage wegen Krankheit. Hohe Belastungen machen Prävention zur Priorität, fordert die Techniker Krankenkasse.
Pflegekräfte sind laut einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) weiterhin von hohen krankheitsbedingten Ausfällen betroffen. Im Jahr 2025 waren Pflegekräfte im Durchschnitt 27,8 Tage krankgeschrieben, etwa 10 Tage mehr als in anderen Berufen. Altenpflegekräfte verzeichneten besonders hohe Ausfallzeiten mit durchschnittlich 32,7 Tagen. Hauptursachen sind psychische und körperliche Belastungen. Die TK betont, dass die geplante Pflegereform Prävention in den Fokus rücken sollte, um die Gesundheit der Pflegekräfte zu fördern und deren Arbeitsbedingungen zu verbessern. (Quelle: www.tk.de)
NRW-Pflegebranche vor großen Hürden: Reformen und Tarifbindung gefordert
NRW-Pflege vor Herausforderungen: Fachkräftemangel und steigender Bedarf erfordern Tarifbindung und Reformen, so Kirsten Schwenke und Minister Laumann.
NRW-Pflege vor Herausforderungen: Fachkräftemangel und steigender Bedarf erfordern Tarifbindung und Reformen, so Kirsten Schwenke und Minister Laumann.
Die Pflege in Nordrhein-Westfalen steht vor erheblichen Herausforderungen, erklärte Kirsten Schwenke von der Freien Wohlfahrtspflege NRW auf einer Veranstaltung der Diakonie RWL. Der steigende Pflegebedarf bei gleichzeitigem Fachkräftemangel erhöht den Druck auf die Branche. Minister Karl-Josef Laumann betonte die Bedeutung der Tarifbindung und die Notwendigkeit eines stärkeren Qualifikationsmixes, um die Pflege zukunftsfähig zu gestalten. Beide fordern dringende Reformen in der Pflegeversicherung, um Pflege für alle bezahlbar zu halten. Das interview führte Julian Engelmann für die Diakonie RWL.
Studie: Über ein Viertel der Senioren erhält ungeeignete Medikamente
Über ein Viertel der Senioren in Deutschland erhält laut NAKO-Studie potenziell ungeeignete Medikamente, betroffen sind besonders Epilepsie- und Depressionserkrankte.
Über ein Viertel der Senioren in Deutschland erhält laut NAKO-Studie potenziell ungeeignete Medikamente, betroffen sind besonders Epilepsie- und Depressionserkrankte.
Mehr als ein Viertel der älteren Menschen in Deutschland erhält laut einer Analyse der NAKO-Gesundheitsstudie Medikamente, die potenziell ungeeignet für sie sind, berichtet die Ärzte Zeitung. Besonders betroffen sind Menschen mit Epilepsie und Depression, bei denen ein erhöhtes Risiko für Übergebrauch besteht. Hingegen sei die Gefahr einer Unterversorgung eher bei Krankheiten wie Parkinson, Osteoporose, COPD und Vorhofflimmern gegeben, so die Studie weiter. Die Verwendung unangemessener Medikamente (PIM) bei Senioren ist ein wichtiges Thema für Fachkräfte im Gesundheitswesen, das den medizinischen Alltag und die Therapieansätze beeinflussen kann.
Effektive Kurzzeittherapien bei Harnwegsinfektionen verglichen
Studie vergleicht Kurzzeittherapien für Frauen mit Harnwegsinfektionen: Fosfomycin, Nitrofurantoin und Pivmecillinam im Fokus für Fachkräfte.
Studie vergleicht Kurzzeittherapien für Frauen mit Harnwegsinfektionen: Fosfomycin, Nitrofurantoin und Pivmecillinam im Fokus für Fachkräfte.
Ein Studienteam hat die Wirksamkeit von drei verschiedenen antibiotischen Kurzzeittherapien bei Frauen mit unkomplizierten Harnwegsinfektionen untersucht. Die Vergleichsstudie fokussierte sich auf die Präparate Fosfomycin-Trometamol, Nitrofurantoin und Pivmecillinam. Bei dieser Art von Infektion wird generell eine kurze antimikrobielle Therapie empfohlen, obwohl die optimale Wahl des Antibiotikums oft diskutiert wird. Die Ergebnisse der Studie könnten für Fachpersonal im Gesundheitswesen von Interesse sein, da sie helfen können, die richtige Behandlungsmethode für Patienten zu wählen. Näheres zu den Details der Studie finden sich auf aerztezeitung.de.
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