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Pflegepolitik und Recht
07.05.2026
Pflegekosten treiben pflegende Angehörige in finanzielle Notlage
Pflegearmut wächst: Fast 50 % der pflegenden Angehörigen verlieren Haus oder Ersparnisse, Reformen dringend gefordert.
Pflegearmut wächst: Fast 50 % der pflegenden Angehörigen verlieren Haus oder Ersparnisse, Reformen dringend gefordert.
Laut einem Bericht des Tagesspiegels verlieren fast die Hälfte der pflegenden Angehörigen in Deutschland ihr Haus oder ihre Ersparnisse aufgrund der Pflegekosten, wie eine Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt. Pflegearmut ist laut DAK-Vorstand Andreas Storm mittlerweile ein „sozialer Sprengstoff“ in der Gesellschaft. Zwei Drittel der Befragten verlangen eine umfassende Pflegereform zur Vermeidung weiterer finanzieller Belastungen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant bis Mitte Mai einen ersten Reformentwurf. Viele erwarten jedoch steigende Pflegebeiträge.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.05.2026
Akademisierung der Pflege steigert Qualität und senkt Sterblichkeit
Die Akademisierung in der Pflege steigert Qualität und senkt die Sterblichkeit, betont die IU Hochschule am Tag der Pflegenden. Deutschland hinkt jedoch hinterher.
Die Akademisierung in der Pflege steigert Qualität und senkt die Sterblichkeit, betont die IU Hochschule am Tag der Pflegenden. Deutschland hinkt jedoch hinterher.
Die IU Internationale Hochschule betont anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden die Bedeutung der Akademisierung für die Pflegequalität. Studien zufolge sinkt die Sterblichkeit von Patienten bei höherem Anteil akademisch gebildeter Pflegekräfte signifikant. In Deutschland liegt die Akademisierungsquote jedoch weit unter den Empfehlungen. Trotz wachsendem Pflegebedarf fehlt es an qualifiziertem Personal. Flexible Studienmodelle könnten laut Experten helfen, mehr Pflegefachkräfte akademisch zu qualifizieren. (Quelle: www.bibliomed-pflege.de)
Studie: Multimorbidität bei 50- bis 59-Jährigen steigt auf über 40%
Eine Studie zeigt, dass 45% der Frauen und 43% der Männer im Alter von 50-59 Jahren in Deutschland von Multimorbidität betroffen sind.
Eine Studie zeigt, dass 45% der Frauen und 43% der Männer im Alter von 50-59 Jahren in Deutschland von Multimorbidität betroffen sind.
Im Jahr 2024 waren in Deutschland 45 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer im Alter von 50 bis 59 Jahren von mindestens zwei chronischen Erkrankungen betroffen, so eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Die Untersuchung zeigt, dass die Prävalenz von Multimorbidität mit dem Alter zunimmt, wobei regionale und soziale Unterschiede bestehen. In ostdeutschen Kreisen liegt die Prävalenz höher als in westdeutschen, und Personen in sozioökonomisch benachteiligten Gebieten sind stärker betroffen. Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Menschen, die von fünf oder mehr chronischen Erkrankungen betroffen sind, was eine erhöhte Komplexität in der medizinischen Versorgung erzeugt. Dr. Dominik von Stillfried vom Zi betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Versorgung angesichts dieser Herausforderung. Quelle: Ärztezeitung.
Evangelische Heimstiftung plant Klage gegen Gesundheitsreform der Regierung
Die Evangelische Heimstiftung will gegen die Gesundheitsreform klagen: Begrenzt sie Tariflohn-Erhöhungen und bedroht so Qualität und Autonomie in der Pflege?
Die Evangelische Heimstiftung will gegen die Gesundheitsreform klagen: Begrenzt sie Tariflohn-Erhöhungen und bedroht so Qualität und Autonomie in der Pflege?
Die Evangelische Heimstiftung prüft rechtliche Schritte gegen die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung, die die Refinanzierung von Tariflohnerhöhungen in der Pflege begrenzt. Vorstandschefin Elke Eckardt sieht in der Begrenzung auf die Grundlohnrate einen Angriff auf die Tarifautonomie. Dies könnte zu höherem Kostendruck und schlechterer Versorgungsqualität in der Pflege führen. Kritik kommt auch von Arbeitnehmervertretern, die vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels warnen. Alternative Reformvorschläge zur Finanzierung sind bisher unberücksichtigt geblieben, berichtet 'www.haeusliche-pflege.net'.
Pflegearmut: Hälfte der pflegenden Angehörigen finanziell belastet
Pflegende Angehörige in Deutschland spüren finanzielle Last: Laut DAK-Umfrage erlebten 49% Pflegearmut. Forderung nach Reformen wird laut.
Pflegende Angehörige in Deutschland spüren finanzielle Last: Laut DAK-Umfrage erlebten 49% Pflegearmut. Forderung nach Reformen wird laut.
Laut einer Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit fühlen sich knapp die Hälfte der pflegenden Angehörigen in Deutschland finanziell belastet. 49 Prozent der Befragten gaben an, Pflegearmut erlebt zu haben, was oft den Verlust von Vermögen oder Besitz bedeutet. Der DAK-Vorstandschef Andreas Storm bezeichnete dies als "sozialen Sprengstoff" und forderte eine umfassende Reform, um steigende Heimkosten einzudämmen. Eine Mehrheit der Bevölkerung erwartet bei der geplanten Reform der sozialen Pflegeversicherung höhere Beiträge, wie die "Welt" berichtet.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.05.2026
Experten fordern klares Leitbild bei Gesundheitsreform-Diskussionen
Experten fordern ein klares Leitbild zur Gesundheitsreform, um künftigen Herausforderungen zu begegnen, so der Tenor auf dem 20. Gesundheitskongress des Westens.
Experten fordern ein klares Leitbild zur Gesundheitsreform, um künftigen Herausforderungen zu begegnen, so der Tenor auf dem 20. Gesundheitskongress des Westens.
Beim 20. Gesundheitskongress des Westens diskutierten Experten intensiv die aktuellen Reformvorhaben im Gesundheitswesen. Aus der Politik wird ein klares Leitbild sowie konkrete Strukturmaßnahmen gefordert. Der Kongress behandelte die Notwendigkeit, Reformen mit der Realität abzugleichen, wobei man sich mehr Mut und ökonomische Entscheidungen wünscht. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Erwartung, dass ein langfristiges und fundiertes Leitbild entwickelt wird, um den künftigen Herausforderungen im Gesundheitssystem begegnen zu können. Diese Diskussionen verdeutlichen die kritische Betrachtung der Reformansätze seitens der Fachwelt, die nicht nur Diskussionsbedarf, sondern auch konkrete Handlungsimplikationen für eine effektive Gestaltung der Gesundheitsversorgung einfordern. Informationen zu weiteren Details und spezifischen Positionen aus der Veranstaltung finden sich auf aerztezeitung.de.
Geplante Pflegereform: Ab 2027 höhere Kosten und weniger Entlastung?
Ab 2027 drohen höhere Eigenkosten und weniger Entlastung in der Pflegeversicherung, wie ein internes Arbeitspapier zur Pflegereform zeigt.
Ab 2027 drohen höhere Eigenkosten und weniger Entlastung in der Pflegeversicherung, wie ein internes Arbeitspapier zur Pflegereform zeigt.
Ein internes Arbeitspapier zur geplanten Reform der Pflegeversicherung sorgt bundesweit für Diskussionen, wie rentenbescheid24.de berichtet. Ab 2027 könnten höhere Eigenkosten und weniger Entlastung bei Pflegeleistungen drohen. Änderungen betreffen Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege und Pflegegrade. Das Papier ist noch kein Gesetz; entscheidend wird ein Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministeriums sein, der Mitte oder Ende Mai 2026 erwartet wird. Experten warnen, dass Einschränkungen bei Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag die häusliche Pflege erheblich erschweren könnten.
Neue Empfehlungen stärken Gewaltprävention in der Pflegebranche
Neue Qualitätsrichtlinien stärken Gewaltprävention in Pflegeheimen: Klare Strukturen und Maßnahmen gefordert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Neue Qualitätsrichtlinien stärken Gewaltprävention in Pflegeheimen: Klare Strukturen und Maßnahmen gefordert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Die Verantwortlichkeit von Pflegeeinrichtungen und -diensten für den Schutz vor Gewalt gewinnt durch die neuen Empfehlungen des Qualitätsausschusses Pflege an Bedeutung. Diese Empfehlungen, die auf der Webseite www.altenpflege-online.net behandelt werden, zielen darauf ab, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und abzuwenden. Sie fordern klare Strukturen und sichere Meldewege sowie praxisnahe Maßnahmen für eine bürokratiearme Umsetzung, um Gewaltprävention in der Pflege zu stärken. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines koordinierten Ansatzes im Qualitätsmanagement.
Trotz SPD-Widerstand will Gesundheitsministerin Warken die neue Pflegereform vorstellen, um die finanzielle Schieflage der Pflegeversicherung anzugehen.
Trotz SPD-Widerstand will Gesundheitsministerin Warken die neue Pflegereform vorstellen, um die finanzielle Schieflage der Pflegeversicherung anzugehen.
Gesundheitsministerin Nina Warken plant, in den kommenden Tagen die Pflegereform vorzustellen, die sich derzeit in der finalen Abstimmungsrunde zwischen Ministerien befindet, berichtet die Morgenpost. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung, deren Einnahmen die gestiegenen Ausgaben nicht mehr decken. Strukturelle Reformen sind geplant, während zugleich die Versicherten mit direkten Folgen rechnen müssen. Eine Verschärfung der Pflegegrad-Einstufung könnte Teil des Entwurfs sein, was Widerstand aus der SPD auslösen könnte, so der Bericht.
Medizinethikerin Buyx fordert radikale Reformen im Pflegesystem
Medizinethikerin Alena Buyx fordert grundlegende Reformen im Pflegesystem und mehr Wertschätzung für die häusliche Pflege, um Altern und Sterben besser ins Leben zu integrieren.
Medizinethikerin Alena Buyx fordert grundlegende Reformen im Pflegesystem und mehr Wertschätzung für die häusliche Pflege, um Altern und Sterben besser ins Leben zu integrieren.
Im Rahmen des Frankfurter Allgemeinen Bürgergesprächs hat Medizinethikerin Alena Buyx betont, dass sich das Pflegesystem grundlegend verändern muss. Laut Buyx sei es entscheidend, die Fragen des Alterns und Sterbens ins Leben zu integrieren. Buyx argumentierte, 70 Prozent der Deutschen stürben in Gesundheitseinrichtungen, oft entgegen ihren eigenen Wünschen. Sie forderte mehr Wertschätzung für die häusliche Pflege, die vorwiegend von Frauen geleistet werde, und kritisierte den Mangel an Reformen. Durch die Erfolge der Medizin altere die Gesellschaft, doch das Pflegesystem sei nicht entsprechend fortgeschritten, so Buyx. Wichtige Änderungen könnten der Abbau von Bürokratie und der Einsatz neuer Technologien sein. Außerdem unterstrich sie die Bedeutung der Eigenverantwortung, um Pflegebedürftigkeit zu verringern, und empfahl persönliche Vorsorgeregelungen. Ihr Appell verdeutlicht die Notwendigkeit einer nationalen Diskussion über künftige Pflegemodelle. (Quelle: F.A.Z.)
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