Das Paul-Ehrlich-Institut ruft Gesundheitspersonal zur sofortigen Grippe-Impfstoffbestellung für 2026/27 auf, um Engpässe und eine unzureichende Immunisierung zu vermeiden.
Das Paul-Ehrlich-Institut ruft Gesundheitspersonal zur sofortigen Grippe-Impfstoffbestellung für 2026/27 auf, um Engpässe und eine unzureichende Immunisierung zu vermeiden.
Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Ärztinnen und Ärzte, ebenso wie Apotheken, schleunigst die Bestellung von Grippe-Impfstoffen für die kommende Saison 2026/27 vornehmen sollten. Angesichts der Notwendigkeit, sich rechtzeitig vorzubereiten, wird betont, wie wichtig es ist, die Versorgung mit Influenza-Impfstoffen frühzeitig sicherzustellen. Die Ärztezeitung berichtete, dass das Institut zum jetzigen Zeitpunkt eine dringende Erinnerung an das Gesundheitspersonal ausgesprochen hat, um Engpässe zu vermeiden und die flächendeckende Immunisierung zu gewährleisten.
BSI: Kritische IT-Sicherheitslücken bei Gesundheits-Software entdeckt
Das BSI warnt vor gravierenden IT-Sicherheitslücken in Gesundheitssoftware und fordert dringend verbesserte Standards zum Schutz sensibler Daten.
Das BSI warnt vor gravierenden IT-Sicherheitslücken in Gesundheitssoftware und fordert dringend verbesserte Standards zum Schutz sensibler Daten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Schwachstellenanalyse bei Softwareanwendungen im Gesundheitswesen durchgeführt, mit ernüchterndem Ergebnis. Die IT-Sicherheit dieser Systeme, darunter Praxisverwaltungssysteme, digitale Pflegedokumentation und Krankenhausinformationssysteme, wird als ausbaufähig angesehen. In Tests von vier Praxisverwaltungssystemen (PVS) waren drei anfällig für Angriffe aus dem Internet, da moderne Verschlüsselungsverfahren fehlen oder unsichere Kryptoalgorithmen eingesetzt werden. Auch das Zugriffs-Management und die Datenbank-Konfiguration seien teils unzureichend. Trotz der Dringlichkeit des Themas gibt es keine verbindlichen Richtlinien für IT-Sicherheit von PVS. Auf freiwilliger Basis können Hersteller Sicherheitsmaßnahmen nach der KBV-Rahmenvereinbarung nachweisen. Das BSI schlägt vor, gemeinsam mit Herstellern branchenspezifische IT-Sicherheitseigenschaften zu entwickeln. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2026
Caregiver Burn-out: Belastung in der häuslichen Pflege steigt immens
Die Belastung in der häuslichen Pflege von Angehörigen in Deutschland nimmt stark zu, was häufig zu einem Caregiver Burn-out führt, warnt Psychologin Jana Toppe.
Die Belastung in der häuslichen Pflege von Angehörigen in Deutschland nimmt stark zu, was häufig zu einem Caregiver Burn-out führt, warnt Psychologin Jana Toppe.
In Deutschland leisten Millionen Menschen häusliche Pflege für ihre Angehörigen, wie ein Bericht auf web.de hervorhebt. Etwa 86 Prozent der 6 Millionen Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. Die psychische Belastung, die oftmals unterschätzt wird, kann zu einem sogenannten Caregiver Burn-out führen. Psychologin Jana Toppe erläutert, dass viele Pflegende unter emotionaler und körperlicher Erschöpfung leiden. Vor allem Frauen sind betroffen, und das Risiko steigt, wenn die Verantwortung allein getragen wird. Toppe betont, dass gesellschaftliche und politische Unterstützung dringend nötig sei.
Zahl der Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern verdoppelt
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich verdoppelt und liegt bei 140.000. Die Pflegeversicherung steht vor großen Herausforderungen.
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich verdoppelt und liegt bei 140.000. Die Pflegeversicherung steht vor großen Herausforderungen.
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich laut Daten der Krankenkasse Barmer in den letzten Jahren mehr als verdoppelt und beträgt aktuell rund 140.000 Personen. Dies entspricht fast neun Prozent der Bevölkerung des Bundeslandes, berichtet der NDR. Besonders die Pflegereform von 2017 habe dazu beigetragen, dass nun auch Menschen mit geistigen Einschränkungen Pflegeleistungen in Anspruch nehmen können. Die steigenden Kosten für Pflegeheimplätze und die längere Pflegedauer belasten das System zunehmend. Henning Kutzbach von der Barmer fordert Maßnahmen zur Stabilisierung und Entlastung der Pflegeversicherung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2026
Neuer Algorithmus: Mehr Hilfskräfte für bessere Pflegequalität nötig
Neues Modellprogramm verlangt mehr Hilfskräfte in Pflegeheimen, um durch verbesserte Arbeitsorganisation Pflegequalität zu steigern, berichtet der Paritätische.
Neues Modellprogramm verlangt mehr Hilfskräfte in Pflegeheimen, um durch verbesserte Arbeitsorganisation Pflegequalität zu steigern, berichtet der Paritätische.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat am 17. März 2026 den Abschlussbericht eines Modellprogramms zur Personalbemessung in der vollstationären Pflege veröffentlicht. Laut der Webseite 'www.der-paritaetische.de' führt der neue Algorithmus 2.0 zu einem gesteigerten Personalbedarf und einer veränderten Personalstruktur, was insbesondere mehr Hilfskräfte erfordert. Das Konzept der kompetenz- und bewohnerorientierten Arbeitsorganisation (KubA) zeigt, dass eine bessere Arbeitsorganisation die Zufriedenheit und die Pflegequalität in den Einrichtungen steigern kann, jedoch ist seine Umsetzung freiwillig.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2026
Entscheidungsträger debattieren Zukunft des Gesundheitswesens in Berlin
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim 19. Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin versammelten sich rund 400 Entscheidungsträger:innen, um die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens zu debattieren. Laut einer Meldung von aerztezeitung.de betonte gematik-Geschäftsführerin Brenya Adjei die essentielle Rolle eines funktionierenden WLANs für Innovationen im Gesundheitsbereich. Die Diskussion drehte sich um die konsequente Digitalisierung und die Patientenzentrierung als Schlüsselfaktoren für die Weiterentwicklung des Gesundheitssektors. Diese Themen stehen im Mittelpunkt, um den Herausforderungen der Zukunft wirksam begegnen zu können.
AfD hinterfragt Pflegesystem: Anfrage zu Abrechnungsbetrug im Fokus
Die AfD hinterfragt den Abrechnungsbetrug: Anfrage zur Zahl der Ermittlungsverfahren in der Pflege an die Bundesregierung gerichtet.
Die AfD hinterfragt den Abrechnungsbetrug: Anfrage zur Zahl der Ermittlungsverfahren in der Pflege an die Bundesregierung gerichtet.
Die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich mit einer Kleinen Anfrage zum Thema Abrechnungsbetrug in der Pflege an die Bundesregierung gewandt. Laut der Anfrage will die Fraktion erfahren, wie viele Ermittlungsverfahren wegen Abrechnungsbetrugs es in den letzten drei Jahren bundesweit gegeben hat und wie groß der Anteil der Verfahren ist, der sich auf ambulante Pflegedienste bezieht. Die Anfrage ergibt sich aus Berichten über umfangreiche Betrugsfälle, die Zweifel an der Effizienz der Kontrollsysteme aufkommen lassen (Quelle: bundestag.de).
GKV-Finanzkommission könnte Pflegebudget in Kliniken neu bewerten
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
Die bevorstehende Präsentation der GKV-Finanzkommission am 30. März wird mit großer Spannung erwartet. Gesundheitsministerin Nina Warken hat diese Expertenrunde einberufen, um Vorschläge zur Stabilisierung der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu unterbreiten. Besonders heftig wird spekuliert, ob die Kommission das Pflegebudget in Kliniken zur Diskussion stellt und möglicherweise die Rückkehr zum System der Fallpauschalen vorschlägt. Der Pflegestellfonds hat derzeit ein Finanzvolumen von über 26 Milliarden Euro pro Jahr, zeigt sich jedoch in der Kritik, da viele Krankenhäuser die neue Finanzierungsart nutzen, um zusätzliche Aufgaben ohne Bezug zur Pflege an das Personal weiterzugeben. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, und die Präsidentin der Pflegekammer NRW, Sandra Postel, warnen davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft lehnt einen möglichen Systemwechsel ab, aus Sorge vor erhöhter Bürokratie. (Quelle: Ärzte Zeitung)
KI-Revolution: Optimierte Praxisabläufe und Fortschritte in Kliniken
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
Beim HIT-Kongress in Köln präsentierte Aldo Faisal die weitreichenden Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) in medizinischen Praxen und Kliniken. Ziel der KI-Implementierung ist es, zunächst die Praxisabläufe zu optimieren und darauf aufbauend therapeutische Fortschritte zu erzielen. Die Einsatzbereiche von KI sind dabei noch lange nicht vollständig ausgeschöpft. Faisal gewährte einen kleinen Einblick in die immense Datenvielfalt und die sich daraus ergebenden Chancen, die mittels KI erschlossen werden können, um den medizinischen Alltag grundlegend zu verbessern. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung bereitgestellt.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.03.2026
Elektronische AU hebt Krankenstand an: Kurzzeiterkrankungen nehmen zu
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Der Krankenstand unter AOK-Versicherten ist 2025 leicht auf 23,3 Tage gesunken, im Vergleich zu 23,9 Tagen im Vorjahr. Jedoch wäre der Wert ohne die Neuerungen der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) um 2,5 Tage niedriger ausgefallen, so das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die eAU ermöglicht eine vollständigere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen, da Bescheinigungen nun automatisch an die Krankenkassen übermittelt werden. Laut Helmut Schröder, Geschäftsführer des WIdO, ergibt sich dadurch eine „bemerkenswerte Niveau-Verschiebung nach oben“. Kortfristige Ausfälle stiegen von 6,7 Tagen im Jahr 2016 auf 9,1 Tage im Jahr 2025 an. Es wurde festgestellt, dass die Übermittlung von AU-Bescheinigungen bei Hausarztbesuchen von 65 Prozent im Jahr 2019 auf 86 Prozent im Jahr 2024 anstieg. Langzeitausfälle machen zwar nur 3,3 Prozent aller Fälle aus, verursachen jedoch über 40 Prozent der AU-Tage, wobei psychische Erkrankungen verstärkt zu den langen Ausfallzeiten beitragen. (Quelle: aerztezeitung.de)
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