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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
02.07.2026
Innovative Pflege: TinyCareHome und mobile Diagnostik in Deutschland
Neue Pflegemodelle: TinyCareHome und mobile Diagnostik in Deutschland kombinieren Wohnraum, digitale Systeme und mobile Lösungen für eine bessere Versorgung.
Neue Pflegemodelle: TinyCareHome und mobile Diagnostik in Deutschland kombinieren Wohnraum, digitale Systeme und mobile Lösungen für eine bessere Versorgung.
In Deutschland entstehen neue Wege in der Pflege, um die Versorgung älterer Menschen näher an ihr Lebensumfeld zu bringen, berichtet Medica.de. Das TinyCareHome, entwickelt vom Bosch Health Campus, bietet pflegebedürftigen Personen ein barrierefreies Wohnmodul mit digitaler Unterstützung, während die Mobile Geriatrie Unit der Universität des Saarlandes Hightech-Diagnostik direkt in Pflegeheime liefert. Diese Ansätze kombinieren Wohnraum, digitale Assistenzsysteme und mobile Diagnostik, um Klinikaufenthalte zu reduzieren und die medizinische Versorgung effizienter zu gestalten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
02.07.2026
Neue bundesweite Pflegeassistenz-Ausbildung startet 2027
Ab 2027 bundesweit einheitliche Pflegeassistenz-Ausbildung: Vergütete dreijährige Ausbildung soll Personalbedarf sichern, bestehende Ausbildungen ablösen.
Ab 2027 bundesweit einheitliche Pflegeassistenz-Ausbildung: Vergütete dreijährige Ausbildung soll Personalbedarf sichern, bestehende Ausbildungen ablösen.
Die Vorbereitungen für eine neue, vergütete Ausbildung zur Pflegeassistenz kommen voran, wie das Familien- und das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilten. Diese soll ab dem 1. Januar 2027 beginnen und helfen, den Personalbedarf in der Pflege zu sichern. Eine Fachkommission hat hierzu Rahmenlehr- und Ausbildungspläne vorgelegt. Die dreijährige Ausbildung wird bundesweit einheitlich sein und bestehende Pflegehilfeausbildungen in den Ländern ablösen. Gesundheitsministerin Warken betonte die Bedeutung moderner Berufsbilder für eine gute pflegerische Versorgung. (Quelle: www.journalmed.de)
Kostenüberlastung in Kurzzeitpflege: Pflegegrad 5 Betroffene betroffen
Pflegegrad 5: Kurzzeitpflegekosten übersteigen oft verfügbare Mittel, trotz Zuschüsse von Pflegekassen und Entlastungsbeträgen.
Pflegegrad 5: Kurzzeitpflegekosten übersteigen oft verfügbare Mittel, trotz Zuschüsse von Pflegekassen und Entlastungsbeträgen.
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5, die zeitweise nicht zu Hause versorgt werden können, können die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Laut Bundesgesundheitsministerium steht ein Betrag von 3539 Euro pro Jahr zur Verfügung, der auch für die Verhinderungspflege genutzt werden kann. Während der Kurzzeitpflege zahlt die Pflegekasse die Hälfte des Pflegegelds weiter. Die entstehenden Eigenanteile, etwa für Unterkunft und Verpflegung, können teilweise über den Entlastungsbetrag gedeckt werden. Jedoch übersteigen die tatsächlichen Kosten oft die verfügbaren Mittel. Quelle: www.allgaeuer-zeitung.de.
Pilotprojekt: Elektronischer Medikationsplan startet in ePA ab Juli
Ab Juli startet die gematik mit der Pilotierung des elektronischen Medikationsplans in der ePA und ermöglicht Push-Nachrichten, um Patienten besser zu informieren.
Ab Juli startet die gematik mit der Pilotierung des elektronischen Medikationsplans in der ePA und ermöglicht Push-Nachrichten, um Patienten besser zu informieren.
Ab Mitte Juli plant die gematik, in der elektronischen Patientenakte (ePA) schrittweise die Pilotierung des elektronischen Medikationsplans zu starten. Gleichzeitig erhalten Versicherte die Möglichkeit, Push-Benachrichtigungen einzurichten, um über Änderungen in ihrer Akte informiert zu werden. Diese Neuerungen sollen die Nutzerfreundlichkeit der ePA erhöhen und dazu beitragen, dass Patienten stets über ihre medizinischen Daten auf dem Laufenden bleiben. Die gematik setzt damit einen wichtigen Schritt in Richtung fortschreitender Digitalisierung im Gesundheitswesen. (Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.07.2026
Pflegerin aus Main-Taunus wegen versuchten Mordes angeklagt
Eine Pflegerin aus dem Main-Taunus-Kreis steht wegen versuchten Mordes vor Gericht, nachdem sie Überwachungsgeräte von Wachkomapatienten entfernt haben soll.
Eine Pflegerin aus dem Main-Taunus-Kreis steht wegen versuchten Mordes vor Gericht, nachdem sie Überwachungsgeräte von Wachkomapatienten entfernt haben soll.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat eine Pflegerin aus dem Main-Taunus-Kreis wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die 53-Jährige soll in einem Pflegeheim die Überwachungsgeräte von drei Wachkomapatienten entfernt haben, um in ihrer Nachtschicht nicht gestört zu werden, berichtet die FAZ. Konkret wird ihr vorgeworfen, die Pulsoximeter-Geräte, die zur Überwachung der Sauerstoffsättigung und des Pulses der Patienten dienen, abgenommen zu haben. Diese Geräte schlagen optische und akustische Alarmsignale, falls die Vitalwerte der Patienten gefährlich abweichen. Zwei der Patienten befanden sich in kritischen Zuständen, und in einem Fall musste eine Krankenhausverlegung erfolgen. Die Pflegerin hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft den möglichen Tod der Patienten in Kauf genommen. Seit dem 20. Januar sitzt sie in Untersuchungshaft.
Pilotprojekt: eMedikationsplan und Push-Benachrichtigungen in ePA
Ab Juli startet der Testlauf für eMedikationspläne in der ePA mit Push-Benachrichtigungen – ein Fortschritt für Patienten und die digitale Gesundheitsversorgung.
Ab Juli startet der Testlauf für eMedikationspläne in der ePA mit Push-Benachrichtigungen – ein Fortschritt für Patienten und die digitale Gesundheitsversorgung.
Ab Mitte Juli beginnt die schrittweise Pilotierung des elektronischen Medikationsplans in der elektronischen Patientenakte (ePA). Parallel dazu erhalten Versicherte die Möglichkeit, Push-Benachrichtigungen zu aktivieren, sobald Änderungen in ihrer Akte vorgenommen werden. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung" und deutet damit auf eine bedeutende Entwicklung in der digitalen Gesundheitsinfrastruktur hin, die sowohl Patienten als auch Gesundheitsdienstleistern zugutekommen könnte. (Quelle: aerztezeitung.de)
Extreme Hitze: Pflegekammer fordert besseren Schutz in Heimen
Die Pflegekammer warnt vor extremer Hitze in Pflegeheimen und fordert politischen Einsatz für verbesserten Hitzeschutz sowie ausreichend Personal.
Die Pflegekammer warnt vor extremer Hitze in Pflegeheimen und fordert politischen Einsatz für verbesserten Hitzeschutz sowie ausreichend Personal.
Die extremen Temperaturen des vergangenen Wochenendes in Rheinland-Pfalz verdeutlichen laut Landespflegekammer die Gefahr für pflegebedürftige Menschen und den Druck auf Pflegekräfte. In einem Seniorenheim im Donnersbergkreis kollabierten mehrere Bewohner, was einen Großeinsatz erforderte. Die Kammer hat ein Notfallmeldesystem eingeführt, das es Pflegenden ermöglicht, Notlagen schnell zu melden. Auch fordert sie die Politik zu Investitionen in Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen auf, um infrastrukturelle Anpassungen und ausreichendes Personal sicherzustellen, berichtet die pflegekammer-rlp.de.
KI und Robotik in der Pflege: FAU-Projekt gegen Wissensverlust
FAU-Projekt nutzt KI und Robotik, um Pflegewissen zu sichern und Ausbildung zu verbessern, gefördert von der Daimler und Benz Stiftung.
FAU-Projekt nutzt KI und Robotik, um Pflegewissen zu sichern und Ausbildung zu verbessern, gefördert von der Daimler und Benz Stiftung.
Ein interdisziplinärer Forschungsverbund, an dem die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt ist, erforscht den Erhalt von Erfahrungswissen in der Pflege mittels künstlicher Intelligenz und humanoider Robotik. Durch KI-gesteuerte Roboter sollen Handlungsroutinen und Entscheidungsprozesse von Pflegefachleuten erfasst und für die Ausbildung zugänglich gemacht werden. Das von der Daimler und Benz Stiftung geförderte Projekt zielt darauf ab, den Wissensverlust erfahrener Pflegekräfte zu kompensieren, was angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege von besonderer Bedeutung ist.
EU fordert einheitliche Strategie für sichere Blutplasmamedikamentenversorgung
Die EU fordert eine einheitliche Strategie zur Sicherung der Blutplasmamedikamentenversorgung, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken.
Die EU fordert eine einheitliche Strategie zur Sicherung der Blutplasmamedikamentenversorgung, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken.
Die rechtlichen Vorgaben der EU, darunter das Pharma-Package und die SoHO-Richtlinie, erfordern schnelles, koordiniertes Handeln auf EU- und nationaler Ebene. Eine strategische Abstimmung ist notwendig, um die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas bezüglich kritischer Arzneimittel zu sichern. Besonders betroffen sind Blutplasmamedikamente, deren Produktion auf eine stabile Plasmaspendenversorgung angewiesen ist. Nationale Kostendämpfungsmaßnahmen bedrohen die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Therapien, und so fordert das Europäische Parlament, diese zu überdenken. Einige Länder wie das UK und Belgien haben bereits Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Produktion ergriffen, indem sie PDMPs von Abschlägen befreiten. Ein einheitlicher europäischer Ansatz könnte die Versorgungssicherheit für Patienten, die lebenswichtige Therapien benötigen, weiter stärken. Quellen: aerztezeitung.de, CSL Behring GmbH.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.07.2026
Pflegerin wegen Gefährdung von Wachkoma-Patienten angeklagt
Pflegerin im Main-Taunus-Kreis angeklagt: Entfernte bei Wachkoma-Patienten Pulsoximeter, um Alarme zu vermeiden – Ermittlungen laufen.
Pflegerin im Main-Taunus-Kreis angeklagt: Entfernte bei Wachkoma-Patienten Pulsoximeter, um Alarme zu vermeiden – Ermittlungen laufen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen eine 53-jährige Pflegerin eines Seniorenheims im Main-Taunus-Kreis erhoben. Ihr wird vorgeworfen, vier Taten zwischen Februar 2025 begangen zu haben, bei denen sie in einem Fall drei Wachkoma-Patienten gefährdete, indem sie deren Pulsoximeter entfernte. Diese Geräte überwachen die Sauerstoffsättigung und den Puls der Patienten. Wie die Ermittler berichteten, habe die Frau dies getan, um während ihrer Nachtschicht nicht durch Alarmsignale gestört zu werden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, den Tod der Patienten billigend in Kauf genommen zu haben. Ein Patient musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, während der Zustand der anderen als kritisch beschrieben wurde. Seit dem 20. Januar befindet sich die Angeklagte in Untersuchungshaft. Das Landgericht Frankfurt prüft nun die Eröffnung eines Hauptverfahrens. (Quelle: aerztezeitung.de)
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