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Pflegepolitik und Recht
01.07.2026
Bedenken über "Goldgräberstimmung" bei Suizidassistenz nehmen zu
Experten warnen vor unethischen Praktiken bei der Suizidassistenz und fordern klare Gesetze, um vulnerable Gruppen zu schützen und Druck zu verhindern.
Experten warnen vor unethischen Praktiken bei der Suizidassistenz und fordern klare Gesetze, um vulnerable Gruppen zu schützen und Druck zu verhindern.
Experten äußern Bedenken hinsichtlich einer möglichen "Goldgräberstimmung" im Bereich der Suizidassistenz. Diese Sorgen resultieren aus Entwicklungen seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das zu einer Neuausrichtung der Haltung zur Suizidassistenz geführt hat. Eine Bundestagsinitiative zielt darauf ab, Schutzmechanismen einzuführen, um sicherzustellen, dass Menschen nicht unter Druck geraten, ihr Leben zu beenden. Fachleute betonen die Notwendigkeit eines besonderen Schutzes für vulnerable Personengruppen, um unethischen Praktiken entgegenzuwirken. Die Forderung nach klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen wird lauter, um die ethischen und moralischen Implikationen der Suizidassistenz umfassend zu adressieren. Quellen wie die "Ärzte Zeitung" betonen die Bedeutung dieses Diskurses angesichts der gesellschaftlichen und medizinischen Herausforderungen.
Digitalisierung in der Pflege: Kritik an unzureichender Strategie und Mittel
Ein Strategiepapier kritisiert die mangelnde Digitalisierung in der Pflege und fordert digitale Kompetenzen in der Ausbildung sowie mehr Ressourcen.
Ein Strategiepapier kritisiert die mangelnde Digitalisierung in der Pflege und fordert digitale Kompetenzen in der Ausbildung sowie mehr Ressourcen.
Ein vom Bundesministerium für Forschung gefördertes Strategiepapier fordert die Integration digitaler Kompetenzen in der Pflegeausbildung. Wie auf medinfoweb.de berichtet, sollen Pflegende als kompetente Anwender in Entwicklungsprozesse eingebunden werden. Neue Rollen wie Pflegeinformatik und Innovationsmanagement sind vorgesehen. Kritisiert wird der GeDIG-Entwurf für seine strategische Unzulänglichkeit und mangelnde finanzielle Unterstützung. Erfolgreiche Digitalisierung erfordere klare Rahmenbedingungen und ausreichende Ressourcen. Das „Verbändebündnis Digitalisierung in der Pflege“ mahnt zudem fehlende Strategie an.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
01.07.2026
Neue Ausbildung zur Pflegeassistenz startet 2027 bundesweit einheitlich
Ab 2027 startet die bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegeassistenz, die moderne Berufsbilder stärkt und bestehende Ausbildungen ersetzt.
Ab 2027 startet die bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegeassistenz, die moderne Berufsbilder stärkt und bestehende Ausbildungen ersetzt.
Die deutsche Pflegebranche plant eine bedeutende Neuerung: Eine neue Ausbildung zur Pflegeassistenz soll ab dem 1. Januar 2027 starten, wie das Gesundheits- und das Familienministerium bekanntgaben. Diese dreijährige, vergütete Ausbildung soll bundesweit einheitlich erfolgen und die bestehenden 27 Pflegehilfeausbildungen ersetzen. Gesundheitsministerin Nina Warken betonte die Notwendigkeit moderner Berufsbilder, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Familienministerin Karin Prien ergänzte, dass die Ausbildung eine sichere berufliche Perspektive biete und die Grundlagen guter Pflege festige (Quelle: apotheke-adhoc.de).
Zweifel an Start des elektronischen Medikationsplans im Juli
Zweifel am E-Medikationsplan-Start: Die KBV bezweifelt die Startfähigkeit im Juli, während die gematik optimistisch bleibt. Eine Verschiebung ist möglich.
Zweifel am E-Medikationsplan-Start: Die KBV bezweifelt die Startfähigkeit im Juli, während die gematik optimistisch bleibt. Eine Verschiebung ist möglich.
Ab Mitte Juli soll der elektronische Medikationsplan in den Testbetrieb gehen. Doch während die gematik optimistisch auf den geplanten Start blickt, äußert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Zweifel an der Durchführbarkeit. Die Unstimmigkeiten zwischen den beiden Organisationen könnten zu einer Verschiebung des Projekts führen. Die Einführung des elektronischen Medikationsplans gilt als wichtiger Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens, der die Medikamentenversorgung effizienter und sicherer gestalten soll. Trotz technischer Fortschritte und politischer Unterstützung bleibt die Frage, ob die geplanten Systeme rechtzeitig installiert und getestet werden können, offen. Aerztezeitung.de berichtet weiter über die Entwicklung dieser bedeutenden Initiative.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
30.06.2026
Bund einigt sich auf Pflegefachassistenzausbildung ab 2027
Ab 2027: Einheitliche Pflegefachassistenzausbildung soll pflegerische Versorgung modernisieren und landesrechtliche Unterschiede abschaffen.
Ab 2027: Einheitliche Pflegefachassistenzausbildung soll pflegerische Versorgung modernisieren und landesrechtliche Unterschiede abschaffen.
Das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben die Rahmenpläne für die neue bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung erhalten. Die Fachkommission legte die Pläne fristgerecht vor, die eine wesentliche Basis für den Ausbildungsstart ab 2027 darstellen. Die neue, vergütete Ausbildung soll die bisherigen 27 unterschiedlichen landesrechtlichen Pflegeausbildungen vereinen. Dieses Gesetz verfolgt das Ziel, ein einheitliches Berufsprofil zu schaffen und die pflegerische Versorgung zu modernisieren (Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de).
Krankenkassenchef fordert Neustart der umstrittenen Pflegereform
Krankenkassenchef kritisiert Pflegereform-Pläne und fordert einen kompletten Neustart zur Senkung der finanziellen Belastungen für Kommunen.
Krankenkassenchef kritisiert Pflegereform-Pläne und fordert einen kompletten Neustart zur Senkung der finanziellen Belastungen für Kommunen.
Die Pläne von CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken zur Pflegereform stoßen auf Kritik. Ein führender Vertreter der Krankenkassen fordert einen kompletten Neustart der Reform und plädiert dafür, diese mit einem weiteren Projekt zu verbinden. Die Reform, so der Kassenchef, müsse grundlegend überarbeitet werden, um die finanzielle Belastung für Kommunen in den Griff zu bekommen und die Pflege langfristig bezahlbar zu gestalten. Die Diskussion über die Reform könnte auf verschiedene Akteure im Pflegebereich erhebliche Auswirkungen haben (Quelle: SPIEGEL.de).
Die ePA-Erstbefüllung bleibt dank der EBM-Ziffer 01648 abrechenbar, wodurch Fachkräfte im Gesundheitswesen weiterhin vergütet werden.
Die ePA-Erstbefüllung bleibt dank der EBM-Ziffer 01648 abrechenbar, wodurch Fachkräfte im Gesundheitswesen weiterhin vergütet werden.
Die erstmalige Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) bleibt weiterhin abrechenbar. Dies wird durch die fortlaufende Gültigkeit der EBM-Ziffer 01648 sichergestellt, solange die Politik keine Einsparmaßnahmen einleitet. Vorläufig bleibt die Vergütung für die ePA-Erstbefüllung bestehen, bis eine politische Entscheidung getroffen wird, die zu einer Haushaltskürzung in diesem Bereich führt. Die Relevanz dieser Regelung ist besonders für Fachkräfte im Gesundheitswesen von Bedeutung, die mit der Verwaltung der elektronischen Patientenakten betraut sind. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Goldgräberstimmung bei Suizidassistenz: Initiative für Schutzmaßnahmen
Suizidassistenz boomt seit Urteil. Parlamentarische Initiative fordert Schutzmaßnahmen gegen Druck zur Lebensbeendigung.
Suizidassistenz boomt seit Urteil. Parlamentarische Initiative fordert Schutzmaßnahmen gegen Druck zur Lebensbeendigung.
Die Haltung zur Suizidassistenz hat sich seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiterentwickelt. Derzeit herrscht unter Anbietern von Suizidassistenz eine „Goldgräberstimmung“. Eine Initiative aus dem Bundestag strebt Maßnahmen an, um sicherzustellen, dass niemand unter Druck gesetzt wird, sein Leben zu beenden. Die Quelle dieser weiterführenden Informationen ist die ÄRZTE ZEITUNG.
Pflegerat warnt: Rentenkürzung für Angehörige bedroht häusliche Pflege
Der Deutsche Pflegerat kritisiert die geplante Rentenkürzung für pflegende Angehörige scharf und warnt vor langfristigen Risiken für die häusliche Pflege.
Der Deutsche Pflegerat kritisiert die geplante Rentenkürzung für pflegende Angehörige scharf und warnt vor langfristigen Risiken für die häusliche Pflege.
Der Deutsche Pflegerat kritisiert scharf die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und fordert deren Rücknahme. Geplant ist, die Beiträge von derzeit 100 Prozent auf 70 Prozent zu reduzieren. Diese Maßnahme, Bestandteil eines neuen Pflegeneuordnungsgesetzes, soll laut Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bringen. Der Pflegerat warnt jedoch, dass dieser Schritt pflegende Angehörige in Altersarmut stürzen könnte und die häusliche Versorgung gefährde. Angesichts der Belastungen, die viele Familien bereits jetzt tragen, könnten durch die Kürzung Überforderungen und gesundheitliche Krisen zunehmen. Die entstehenden Versorgungslücken wären für ambulante Pflegedienste aufgrund des Personalmangels nur schwer zu kompensieren. Experten und Vertreter der Pflegekassen bezeichnen die Pläne als sozialen "Hammer". (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
30.06.2026
Vergütung der ePA-Erstbefüllung bleibt trotz politischer Unsicherheit bestehen
Die Vergütung für die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte bleibt trotz politischer Unsicherheiten vorerst bestehen, da der Bundestag noch keinen Beschluss gefasst hat.
Die Vergütung für die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte bleibt trotz politischer Unsicherheiten vorerst bestehen, da der Bundestag noch keinen Beschluss gefasst hat.
Die erstmalige Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) wird weiterhin vergütet, solange die politische Entscheidung zur Streichung der entsprechenden EBM-Ziffer aussteht. Diese Regelung bleibt vorerst bestehen, da der Bundestag bisher keinen Beschluss zur Änderung gefasst hat, wie aus einem Bericht der Ärztezeitung hervorgeht. Die EBM-Ziffer 01648, die die Abrechnung dieser Leistung regelt, gilt somit bis auf Weiteres. Ein Einschnitt in diese Vergütungsstruktur ist fordernde Gesprächsthema in der Branche, doch bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt alles beim Alten. Diese Stabilität in der Honorarberechnung gibt den Ärzten weiterhin Sicherheit bei der Abrechnung elektronischer Gesundheitsakte-Leistungen.
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