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Digitalisierung

Bayern setzt Pflege-Digitalisierung mit 31 Millionen Euro bis 2029 fort

Zwei Jahre nach dem Start der HighCare Agenda zieht Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach eine positive Bilanz. Das Land setzt das Programm fort; Pflegeanbieter können Unterstützung beim Einbau neuer Technik erhalten, zudem sollen vorbildliche Einrichtungen ausgezeichnet werden.

Die HighCare Agenda läuft seit dem 5. November 2024 und soll Digitalisierung, künstliche Intelligenz und moderne Technologien in den Pflegealltag bringen. Bayern investiert dafür bis 2029 rund 31 Millionen Euro. Ein Baustein ist das vor einem Jahr geschaffene Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) in Bad Kissingen. Es verbindet Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und Pflegewirtschaft und unterstützt Anbieter in ganz Bayern bei digitalen Lösungen.

Für die technischen Voraussetzungen stellt Bayern mit seiner 100-Prozent-WLAN-Strategie bis 2027 zusätzlich 15 Millionen Euro bereit – ergänzend zur Förderung durch die Pflegeversicherung. Einrichtungen, die beim Einsatz moderner Technik vorangehen, sollen künftig als Musterpflegeeinrichtungen ausgezeichnet werden. Bewerbungen sind bis zum 31. Dezember 2026 möglich.

Gewachsen ist auch der Pflegefinder Bayern, über den Pflegebedürftige und Angehörige nach ambulanten Diensten, Tagespflege und Pflegeheimen suchen können. Am 19. Oktober 2026 beteiligten sich 1.780 Pflegedienste, 596 Tagespflegeeinrichtungen und 943 Pflegeheime. Gegenüber dem 3. November 2025 sind das 202 Pflegedienste, 61 Tagespflegen und 108 Pflegeheime mehr.

Die Bilanz dokumentiert damit den Aufbau von Unterstützungsangeboten und eine höhere Beteiligung am Pflegefinder. Aus den genannten Zahlen lässt sich jedoch weder der Anteil aller bayerischen Anbieter noch ableiten, ob die Maßnahmen Pflegekräfte entlasten oder die Versorgungsqualität verändern.

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