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Digitalisierung

Nur jede vierte Pflegeschule hat einen Umsetzungsplan für die Digitalisierung

79,4 Prozent der Pflegeschulen verfügen über ein Digitalisierungskonzept, aber nur 25,9 Prozent über einen Implementierungsplan.

Eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlichte Studie zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Schulen: Digitale Technologien sind bislang nicht flächendeckend in Unterricht, Schulorganisation und Personalentwicklung verankert.

Konzepte sind deutlich häufiger als Umsetzungspläne

Zwischen dem Anteil der Pflegeschulen mit Digitalisierungskonzept und dem Anteil mit Implementierungsplan liegen 53,5 Prozentpunkte. Auch bei der Qualifizierung des Personals besteht Entwicklungsbedarf: Lediglich 36,5 Prozent der Schulen haben ein Fort- und Weiterbildungskonzept für die digitalen Kompetenzen ihrer Beschäftigten.

Rund die Hälfte der Pflegeschulen verfügt laut Studie über ein ausgeprägtes Digitalisierungsprofil. Die andere Hälfte weist weiterhin deutlichen Entwicklungsbedarf auf. Als entscheidend für den Entwicklungsstand nennt die Studie neben einem schulischen Digitalisierungskonzept die technische Ausstattung und Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte. Grundlage dieser Typologisierung waren statistische Clusteranalysen.

Fördermittel flossen vor allem in die technische Ausstattung

Der DigitalPakt Schule setzte der Studie zufolge wichtige Impulse für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Nach Angaben der Autorinnen und Autoren wurden die Fördermittel überwiegend für die technische Grundausstattung eingesetzt. Dazu zählen digitale Tafeln, WLAN-Infrastruktur, Lernplattformen sowie weitere Hard- und Software.

Die Forschenden kommen zugleich zu dem Schluss, dass technische Ausstattung allein nicht ausreicht. Digitale Medien müssten systematisch in Unterricht, Schulentwicklung und Kompetenzaufbau integriert werden.

Empfehlungen für einen möglichen DigitalPakt Schule 2.0

Für einen möglichen DigitalPakt Schule 2.0 empfehlen die Forschenden, die besonderen Anforderungen der Pflegeausbildung stärker zu berücksichtigen. Förderverfahren sollten schneller und unbürokratischer gestaltet werden. Zudem sollten Schulen mehr Unterstützung bei der Schulentwicklung, der Qualifizierung von Lehrkräften und der curricularen Verankerung digitaler Kompetenzen erhalten.

Für das Zusammenspiel mit der praktischen Ausbildung empfehlen die Forschenden außerdem, die digitale Vernetzung zwischen Pflegeschulen und Praxiseinrichtungen auszubauen.

Bundesweite Befragungen in zwei Erhebungswellen

Die Studie beruht auf dem Forschungsprojekt „Digitalisierungsprozesse der beruflichen Ausbildung in den Pflegeschulen“ (DibAP), das von 2021 bis 2024 lief. Das Projekt untersuchte die Auswirkungen des DigitalPakts Schule auf die Pflegeausbildung und folgte einem Mixed-Methods-Design.

In zwei standardisierten bundesweiten Erhebungswellen wurden Schulleitungen befragt. 2023 umfasste die Erhebung 264 Schulen in privater und freigemeinnütziger Trägerschaft. 2024 wurden 359 Schulen in öffentlicher, privater und freigemeinnütziger Trägerschaft befragt. Hinzu kamen Dokumentenanalysen zum Antragswesen des DigitalPakts Schule, 20 qualitative, problemzentrierte Interviews mit Lehrpersonen, Schulleitungen und Verantwortlichen in behördlichen Bewilligungsstellen sowie Fokusgruppen.

Quellen und weiterführende Informationen

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